Gebetsbriefe


Herunterladen als PDF: März 2019

Good News 1: Jede Woche 900 Jobs

„Berlin Partner“ und die Bundesagentur für Arbeit sehen Berlin als Deutschlands größten Magneten für Fachkräfte. Die Gesamtzahl der Beschäftigten ist 2018 um 3,7 Prozent gestiegen – so stark wie in keinem anderen Bundesland. Seit 2014 sind 216.000 Stellen neu entstanden, fast die Hälfte davon wurde von Hochqualifizierten besetzt. Für dieses Jahr werden 900 neue Jobs pro Woche (!) prognostiziert.

  • Danke, Gott, für diese gute Entwicklung

 

725 Millionen für Berlins Infrastruktur

Solange die Steuergelder in Berlin noch üppig fließen, will der Senat überschüssige Gelder für wichtige Investitionsvorhaben und Rücklagen einsetzen. Seit 2012 produziert der Berliner Etat Überschüsse, ist mit 57,6 Milliarden Euro aber immer noch hoch verschuldet. Aus dem Jahresüberschuss 2018 in Höhe von 2,4 Milliarden Euro sollen 725 Millionen Euro dem „Sondervermögen Infrastruktur der Wachsenden Stadt“ (Siwana) zugeführt werden. Darauf haben sich die Koalitionäre von SPD, Linken und Grünen jetzt geeinigt. 75 Millionen gehen in den Nachhaltigkeitsfonds als Rücklage für die Zeiten der Schuldenbremse (ab 2020).

Am meisten wird in den Nahverkehr investiert, u.a. in Elektrobusse, Radwege, WLAN in U-Bahnen. Schulen und Kitas werden mit 65 Millionen Euro gefördert. Weitere große Posten der Liste: 70 Millionen für den Wohnungsbau sowie die Ausübung des Vorkaufsrechts in Milieuschutzgebieten; 57,5 Millionen für Flüchtlinge und Integration; 20 Millionen für neue Großgeräte der Charité-Klinik. Das interreligiöse „House of One“ erhält 10 Millionen (plus 10 Millionen vom Bund) und 2 Millionen gehen in die Planung für den Wiederaufbau der Synagoge Fraenkelufer.

Gebet:

  • Dank für die Haushaltsüberschüsse und Neuinvestitionen
  • Bitte um verantwortliches Wirtschaften mit den beschlossenen Mitteln
  • Schnelle Umsetzung zum Besten der Stadt, ihrer Bürger und Besucher

Streiks im öffentlichen Dienst

Nach mehreren Warnstreiks riefen die Gewerkschaften GEW und ver.di zu Streiks in Berlin für den 26. und 27. Februar auf. Verhandelt wird am 28. Februar und 1. März. Der Streikaufruf betrifft alle Beschäftigten der Kita-Eigenbetriebe, der staatlichen Schulen, der Universitäten und Hochschulen (außer HTW), der Bezirksämter sowie alle sonstigen im Land Berlin Beschäftigten. Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst arbeiten in der Mehrheit sehr engagiert und hingegeben bei relativ wenig öffentlicher Anerkennung.

Gebet:

  • Guter und schneller Abschluss der Tarifverhandlungen
  • Angemessene Löhne und Gehälter
  • Segen, Ausdauer und Augenmaß für alle im öffentlichen Dienst Tätigen
  • Mehr Stellen für Erzieher/innen

 

Anti-Mobbing-Kampagnen

Mobbing an Berliner Schulen ist ein reales und allzu oft unterschätztes Problem. Schon lange weiß man von Gewalt von Schülern gegen Schüler, von Ausgrenzungen und Verunglimpfungen, auch Mobbing genannt. Das geschieht in der Schule, aber auch über die sozialen Netzwerke. Die betroffenen Schüler sind dem Mobbing oft hilflos ausgeliefert und finden wenig bis keine Unterstützung von anderen Schülern und auch nicht von Erwachsenen. Schon 2016 wurde von der Berliner Schulbildungsverwaltung ein „Programm gegen Gewalt an Schulen“ in Auftrag gegeben. Das Programm soll Prävention, Aufklärung, Anti-Mobbing-Training in Schulen und Fortbildung von Lehrern enthalten. Zudem sollen mehr Sozialarbeiter, Schulpsychologen und Schüler-Konfliktlotsen an den Schulen arbeiten. Auch die Eltern sollen über einen Beauftragten für Elternarbeit eingebunden werden. Die Polizei bietet bereits an, auf Anfrage Präventionsteams an die Schulen zu schicken. Nach dem Selbstmord eines elfjährigen Mädchens – wahrscheinlich wegen Mobbings – wurde nun auch die Schüler-für-Schüler-Initiative „Wir gegen Mobbing “ durch Schüler ins Leben gerufen. Hier können Projekte von Schülern gegen Mobbing unterstützt werden: https://www.gofundme.com/anti-mobbing-app

Gebet:

  • Für alle Schüler, die gemobbt werden, dass sie in ihrer Not gesehen werden und Menschen finden, die ihnen helfen
  • Sensibilisierung der Lehrer/innen und Sozialarbeiter/innen, um Mobbing zu erkennen und ihm zu begegnen
  • Dass in den Familien Achtung vor der Würde des Einzelnen gelebt wird und die Eltern auf ihre Kinder einwirken können

Wohnungsbau

Ein erster Hoffnungsschimmer im Bereich der immer höher steigenden Mieten ist, dass der Senat die planmäßige Mieterhöhung für 46.200 Sozialwohnungen in Berlin zum 1. April ausgesetzt hat. Damit wird verhindert, dass selbst Sozialwohnungen immer teurer und damit für finanzschwache Bürger unbezahlbar werden. In Bezug auf den Neubau zeichnet sich jedoch ein Streit zwischen Bausenatorin Lompscher und den Wohnungsbaugesellschaften ab. Das ursprünglich angestrebte Ziel von 30.000 neuen Wohnungen wurde mehrfach nach unten korrigiert. Zurzeit können nur 24.000 Wohnungen in den nächsten Jahren entstehen. Ein großes Problem bleibt dabei, dass die Preise für Neubau-Sozialwohnungen auch für Geringverdiener nur mit hohen Subventionen bezahlbar sind. Der FDP-Politiker Czaja schlug einen Baugipfel mit kommunalen Wohnungsgesellschaften, Genossenschaften, Investoren, Bezirken, Senat und Opposition vor.

Gebet:

  • Dank für die Aussetzung der Mieterhöhung in diesem Jahr
  • Dass Senatorin Lompscher die richtigen Entscheidungen trifft, um den Wohnungsbau schnell voranzubringen
  • Konstruktive Vereinbarungen für sozialen Wohnungsbau auch mit Privatinvestoren

 

Bürgerplattform

Die Bürgerplattform Neukölln WIN (Wir in Neukölln) ist in diesem Jahr wieder intensiv dabei, eine Themenkampagne zu starten. Ziel ist es, möglichst viele Stimmen aus den ca. 20 verschiedenen Mitgliedsgruppen zu hören. Die GfB-Gruppe traf sich in der International Mission Church (mehrheitlich Inder und Tamilen) und der iranischen Gemeinde. Die Themen, die hier sichtbar wurden, waren u.a. der fehlende Wohnraum für Studierende und Geflüchtete – und die Situation in den Schulen. Alle genannten Themen werden bis Ende März zusammengetragen und dann in einer großen gemeinsamen Aktion ausgewertet. Es sollen zwei Themen ermittelt werden, die dann gemeinsam auf politischer Ebene mit Verantwortlichen voran gebracht werden sollen.

Gebet:

  • Dass ein guter Prozess in der Themenauswahl stattfindet
  • Dass sich Menschen motivieren lassen, an den Themen zu arbeiten
  • Offene Türen bei Entscheidungsträgern

 

Neues Forum Familie

Anfang Februar wurde das Forum „Ehe und Familie“ von Gemeinsam für Berlin gegründet. Ein vielversprechender Start mit 48 Vertreter/innen von Familienzentren, Werken und Initiativen, Stiftungen, einer Hebammenpraxis, eines Brautmoden-Geschäfts kamen zusammen! Darunter waren Ehe- und Familienberaterinnen, Pastoren, Mentoren, Seelsorger, Therapeutinnen, Psychologen, Pädagoginnen und Ausbilder. Unser Ziel war es, miteinander zu überlegen, wie wir die verschiedenen Dienste besser miteinander vernetzen können. Aber auch wie das bestehende Angebot einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden kann oder was perspektivisch noch entwickelt werden könnte.

Gebet:

  • Gute Auswahl der ersten Themen, die gemeinsam angegangen werden
  • Finanzen für Öffentlichkeitsarbeit
  • Offene Türen in Politik und Gesellschaft

 

Geplanter Umbau bei der Polizei

Polizeipräsidentin Barbara Slowik ist seit zehn Monaten im Amt. Nun stellte sie ihre Pläne für eine umfassende Strukturreform vor. Es handele es sich vorerst nur um „Grobpläne“, die nun mit Gewerkschaften und Personalräten im Detail besprochen werden sollen. Slowik will die Polizei gehörig umkrempeln. In den zentralen Stadtteilen soll es zum Beispiel eine neue Brennpunkt-Direktion geben, die dort die Polizeipräsenz verdreifacht. Eine neue Landespolizeidirektion soll sich auf die strategische Ausrichtung konzentrieren. Führungsstrukturen und Entscheidungsprozesse sollen gestrafft, die Strafverfolgung gebündelt werden. Die Verkehrspolizei wird zu einer Direktion aufgewertet. Das Landeskriminalamt erhält die neue Abteilung Terrorabwehr. Die weit reichenden Vorschläge rufen auch Kritik von Opposition und Berufsverbänden hervor.

Gebet:

  • Konstruktiver Abstimmungsprozess über die Polizeireform
  • Effektive Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit und Bekämpfung der Kriminalität

 

Dran bleiben: Clan-Kriminalität

Polizei und Justiz gehen weiter verstärkt gegen kriminelle Familien-Clans vor. Obwohl Taten arabischer Großfamilien nur einen Bruchteil der organisierten Kriminalität ausmachen, rüstet der Staat auf. Maskierte Spezialkräfte stürmten allein im Vorjahr fast ein Dutzend Mal Wohnungen oder Lokale. Die zuständige Oberstaatsanwältin wird von Personenschützern begleitet. Drei Senatoren planen derzeit neue Schritte im Anti-Clan-Kampf.

Beten wir weiter für wirksame Maßnahmen und sichtbare Fortschritte.

 

Termin

13.3., 18 Uhr: Politisches Stadtgebet vor dem Roten Rathaus

 

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Good News: Gebetstag EINS

Am 19. Januar fand der Berliner Gebetstag (auch als Abschluss der Allianz-Gebetswoche) zum zweiten Mal statt. In einer bundesweit wohl einmaligen Breite sind Gemeinsam für Berlin mit seinem Jugendnetzwerk Berlin United, die Evangelische Allianz und der Ökumenische Rat gemeinsame Veranstalter. Am Nachmittag feierten und beteten rund 450 Christ/innen aus 95 (!) Kirchen und Gemeinden miteinander. Den Rahmen bildeten zwei kurze Plenumsteile mit geistlichem Impuls, musikalisch bereichert durch die Lobpreisband der russisch-deutschen Gemeinde „Quelle des Lebens“ und den Chor der äthiopisch-orthodoxen Gemeinde. 18 Gebetsstationen dienten zum Kennenlernen verschiedener christlicher Gebetstraditionen oder zur gemeinsamen Fürbitte. Es folgte eine Zeit der Begegnung beim Essen. Am Abend kamen noch einmal rund 500 überwiegend junge Leute zum Gebetskonzert zusammen.

Gebet:

  • Dank für den gelungenen Tag und das Zeugnis der Einheit in Vielfalt
  • Bitte, dass daraus eine Bewegung wird, die Gott ehrt und die Stadt verändert

Weniger Kriminalität, mehr Gewalt

2018 gab es positive Entwicklungen bei der Kriminalität. So sank die Gesamtzahl der Delikte um 1,5 Prozent, auch die Zahl der Diebstähle nahm ab. Die Zahl der Taschendiebstähle sank um mehr als 20 Prozent. Das sagte Polizeichefin Barbara Slowik bei der Vorstellung der Kriminalitäts-Statistik. Auch die Zahl der Einbrüche in Einfamilienhäuser sei erneut zurückgegangen, um etwa 16 Prozent. Dass es auch 15 Prozent weniger Autodiebstähle gab, liegt nach ihrer Aussage an einer besseren Zusammenarbeit mit der polnischen Polizei. Gesunken ist auch die Zahl der Fahrraddiebstähle.

Allerdings ist die Zahl der schweren Gewaltdelikte immer noch bedenklich hoch. Auch die Zahl der Gewaltdelikte gegen die Polizei ist letztes Jahr erneut um 3 Prozent gestiegen. Die meisten Angriffe passieren nicht etwa bei Randale-Demos, sondern bei ganz alltäglichen Einsätzen – etwa bei einer Verkehrskontrolle, wenn sich Autofahrer ungerecht behandelt fühlen. Schnell gefährlich werden kann es auch, wenn die Polizei wegen ruhestörenden Party-Lärms gerufen wird. Auch wenn Polizisten wegen häuslicher Gewalt alarmiert werden, müssen sie verstärkt auf „Eigensicherung“ achten. Denn nicht selten richtet sich die Aggression eines prügelnden Mannes auch gegen die Beamten. Brennpunkte der Gewalt gegen Polizisten sind vor allem bestimmte Kieze in Neukölln, Gesundbrunnen und Marzahn-Hellersdorf. Als Gründe für die vielen Angriffe auf ihre Beamten hat Slowik eine latente Aggressivität und eine gesunkene Hemmschwelle ausgemacht. Das sei auch ein gesamtgesellschaftliches Problem der Wertschätzung und Anerkennung für die Polizei. (Quelle: Berliner Kurier 27.12.2018)

Gebet:

  • Dank für teils sinkende Kriminalität
  • Schutz der Polizei vor Gewalt
  • Wirksame Maßnahmen zur Eindämmung von Gewalt und Kriminalität
  • Dass Gottes Friede Herzen, Gedanken und Taten der Täter berührt

Wohnungen – Neubau oder Rückkauf

Berlin braucht dringend mehr Wohnungen. Der Senat bleibt deutlich hinter seinen selbst gesetzten Neubauzielen zurück. Viele werfen ihm vor, er tue dafür viel zu wenig. Der Regierende Bürgermeister Müller, SPD, unterstützt einen Vorschlag seiner Koalitionspartner von den Grünen und Linken, der sehr kontrovers diskutiert wird.  Vom privaten Konzern Deutsche Wohnen sollen bis zu 50.000 Wohnungen zurückgekauft werden. So sollen die Mieten bezahlbar bleiben. Die ehemals kommunalen Wohnungen waren 2004 in Zeiten leerer öffentlicher Kassen privatisiert worden. Finanzsenator Kollatz, SPD, hat nun vor überzogenen Erwartungen gewarnt. Die Finanzmittel des Landes Berlin ließen höchstens „selektive Zukäufe“ zu und müssten wirtschaftlich vertretbar sein.  Kritiker bemängeln, dass durch Rückkauf keine einzige neue Wohnung entstehe und Milliardenbeträge für den dringend benötigten Neubau von Wohnraum nicht mehr verfügbar seien.

Gebet:

  • Dass der Senat den Neubau von Wohnungen zur tatsächlichen Priorität macht
  • Entideologisierung der Debatte um den Rückkauf von Wohnungen
  • Wirksame Maßnahmen zur Deckelung der Mieten

Mehr antisemitische Übergriffe

Seit vier Monaten hat die Generalstaatsanwaltschaft eine Antisemitismusbeauftragte, Oberstaatsanwältin Claudia Vanoni. Sie sagte: „In der letzten Zeit ist ein Anstieg von Hass gegen jüdische Mitbürger wahrzunehmen. Ich habe den Eindruck, Antisemitismus wird lauter, unverhohlener und aggressiver. Hinzu kommt, dass in Berlin im bundesweiten Vergleich die meisten antisemitischen Straftaten im Verhältnis zur Einwohnerzahl erfasst werden.“ Juden versuchen oft Orte zu meiden, an denen Antisemitismus am schlimmsten ist oder sie treffen könnte. Schulkindern ist das jedoch oft nicht möglich. Diese sind besonders gefährdet, weil sie zu ihrer Schule gehen müssen. Auf Grundlage von 227 Interviews kam die Frankfurter Soziologin Julia Bernstein zu dem Schluss, dass Lehrer oft dabei versagen, die antisemitische Natur des zunehmend alltäglichen Schimpfworts „Jude“ zu erkennen und Schulleitungen bestreiten, dass es Antisemitismus gibt – aus Angst, dem Ruf der Schule zu schaden.

Gebet:

  • Staatlicher Schutz für jüdische Menschen und Einrichtungen und aktives Eintreten von Christen gegen Antisemitismus
  • Segen für die Antisemitismusbeauftragte
  • Hilfe und Unterstützung für Lehrer im Umgang mit antisemitischen Vorfällen

Jubiläumsjahr: 30 Jahre Mauerfall

30 Jahre Mauerfall in Berlin: 2019 feiert Berlin und Deutschland das Jubiläum des Falls der Berliner Mauer im Jahr 1989. Anlässlich des historischen Ereignisses finden in der Hauptstadt eine Vielzahl an Veranstaltungen und Ausstellungen statt, die sich mit dem Bau der Berliner Mauer, der Teilung Berlins, dem Kalten Krieg und der Friedlichen Revolution von 1989 beschäftigen. Nicht nur im Vorfeld und unmittelbar rund um den 9. November, sondern ganzjährig finden in Berlin solche Veranstaltungen statt. Einen Überblick über bereits geplante Veranstaltungen gibt es hier: https://www.visitberlin.de/de/veranstaltungen-30-jahre-mauerfall

Gebet:

  • Weitere Förderung der Erinnerungskultur
  • Dass Gott die Ehre für sein Eingreifen in unsere Geschichte vor 30 Jahren bekommt

Serie Stadtforschung: Lebensqualität durch Entschleunigung

Für Lebensqualität braucht es Freiräume, das bedeutet Grünflächen, aber auch dass nicht jede Brache zugebaut wird. Außerdem bedeutet Lebensqualität auch Berliner Kiezstruktur, dass man alles für den alltäglichen Bedarf fußläufig oder mit dem Fahrrad erreichen kann. Ariane Sept promoviert zum Thema Entschleunigung in der Stadtentwicklung. Kerngedanken sind der Slow-Food-Initiative ähnlich, die im Gegensatz zum Fast-Food Wert auf Nähe zum Produkt durch lokale Küche legt. Das bedeutet eine stärkere Verbindung der Bürger/innen zu ihrer Stadt aufzubauen. Also etwa Begegnungsorte zu schaffen und Distanzen zu verringern, sodass Menschen weniger pendeln müssen. Denn wie soll man eine Verbindung zu einem Ort aufbauen, durch den man nur hindurchfährt? Deswegen ist nach Septs Meinung auch der beste Weg dahin das bürgerliche Engagement, da dies die Identifikation mit dem Ort und auch die Nachbarschaft stärkt.

Gebet:

  • Mehr Räume der Erholung, des Durchatmens, der Begegnung, die auch der gegenseitigen Entfremdung entgegenwirken
  • Dass die Menschen unserer Stadt immer wieder Momente der Besinnung, der Einkehr und Reflexion haben, in denen sie auf Lebensfragen und auf Gott stoßen

Brennpunkt-Schulen

Sprachdefizite, Schulschwänzen, Gewalt – besonders an Brennpunktschulen in Berlin haben Lehrer mit diesen Problemen zu kämpfen. Dort sind mehr als 80 Prozent der Kinder lernmittelbefreit. Meist haben sie auch einen hohen Anteil von Kindern aus Hartz-IV-Haushalten oder Migrations-Familien. Im Dezember wurde beschlossen, Brennpunkt-Lehrern rückwirkend zum Schuljahresbeginn monatlich 300 Euro Zulage zu zahlen. Damit will man die besonders schwierige Arbeit der Lehrkräfte an diesen Schulen würdigen. Von der neuen Zulage profitieren 2.298 Pädagogen an 58 Einrichtungen. Die Regelung gilt auch für Quereinsteiger und indirekt auch für das Personal in den Kitas.

Gebet:

  • Kraft, Geduld und Liebe für die Lehrkräfte

Dran bleiben: Tempo 30

An sechs Messstellen im Stadtgebiet wurde im vergangenen Jahr der Jahresgrenzwert von 40 Mikrogramm überschritten. Das zeigt eine Auswertung der vorläufigen stündlichen Messdaten der Berliner Umweltsenatsverwaltung, die das Umweltbundesamt veröffentlicht hat. An allen 17 Berliner Messstellen hat sich die Luftqualität nach dem 8. April verbessert – obwohl nicht überall Geschwindigkeitsbegrenzungen eingeführt wurden. Das deutet darauf hin, dass bislang durch Tempo 30 keine Auswirkung auf die Luftqualität erkennbar wird.  –  Beten wir weiter um Verbesserung der Luftqualität, besonders an belasteten Straßen!

Termine

29.1., 19:30 Uhr: Holocaust-Gedenkveranstaltung der Initiative 27. Januar, Centrum Judaicum, Oranienburger Str. 28

13.2., 18 Uhr: Politisches Stadtgebet vor dem Roten Rathaus 

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Herunterladen als PDF: Dezember/Januar

Good News: Gehaltssprung für Grundschullehrer

Der Senat will ab 1.8.2019 allen Grundschullehrer/innen 5.300 Euro im Monat zahlen – so viel wie Studienräten. Das bedeutet einen Gehaltssprung von mehr als 500 Euro im Monat. Auch den höheren Pensionsanspruch gibt es dann – die  zweijährige Wartefrist entfällt. Sogar wer vor dem Stichtag das Pensionsalter erreicht, kann die höhere Altersversorgung bekommen, falls der Ruhestand entsprechend hinausgeschoben wird. Das hat einen positiven Nebeneffekt für die Grundschulen, die unter dramatischem Lehrermangel leiden.

Gebet:

  • Dank für diese Wertschätzung der Lehrkräfte an Grundschulen
  • Bitte um schnelle Auswirkungen auf die Verringerung des Lehrermangels

Willkommenskultur

In den ersten Monaten ab September 2015 sind durchschnittlich tausend Flüchtlinge pro Tag nach Berlin gekommen. Anfangs war die Verwaltung mit dem Ansturm überfordert (lange Warteschlangen am LaGeSo), zwischenzeitlich läuft die Unterbringung und Versorgung recht reibungslos. Auf den „Masterplan Integration und Sicherheit“ des letzten Senats folgt nun das „Gesamtkonzept zur Integration und Partizipation von Geflüchteten“ der aktuellen Regierung. Die bereits schon freundliche Flüchtlingspolitik (aus Berlin werden am wenigsten Flüchtlinge abgeschoben) soll noch freundlicher werden. Nach Angaben des Integrationsbeauftragten soll die hohe Motivation der Flüchtlinge nach ihrem Eintreffen in der Stadt genutzt werden, damit Integration von Anfang an gelingen kann. Alle Geflüchteten erhalten sofort nach ihrer Ankunft einen Sprachkurs; bereits 11.000 Geflüchtete konnten eine Arbeit aufnehmen; 8.039 Schüler aus Willkommensklassen konnten auf eine reguläre Schule wechseln. Um die Ergebnisse der Integration messen zu können, werden alle Maßnahmen wissenschaftlich begleitet und ausgewertet.

Gebet:

  • Danke, dass aus Krisen und Kriegen kommende Menschen einen sicheren Ort bei uns gefunden haben und für die bisher gelungenen Integrationsbemühungen
  • Dass die Geflüchteten in Berlin eine (ggf. vorübergehende) Heimat finden
  • Für weitere Integrationserfolge, die den Asylsuchenden nützen und die Einheimischen nicht überfordern

BER – neue Mängel und Probleme

Der seit 2006 im Bau befindliche Flughafen BER soll nach der letzten Terminverschiebung im Oktober 2020 eröffnet werden. Ob der Flughafenchef Lütke Daldrup wie geplant im Frühsommer 2019 den Eröffnungstermin bestätigen kann, scheint nun wieder offen. Nachdem das bisherige Sorgenkind Brandschutzanlage in 2019 endlich fertiggestellt werden soll, ist als neues Problemkind die Verkabelung des gesamten Flughafens wieder aufgetaucht. An den 2012 komplett neu verlegten Kabeln sind erneut viele Mängel (Bau-Pfusch) aufgetaucht. Die Kabelschächte an der Süd-Landebahn stehen fast vollständig unter Wasser. Anstatt Mängel zu beheben, wird zu oft neuer Pfusch produziert. Er wird nicht durch die ausführenden Firmen gemeldet, sondern der TÜV wird hierzu „missbraucht“.

Der Flughafenchef hat nun angeregt, die Bauordnung des Landes Brandenburg so wie in anderen Bundesländern zu vereinfachen, damit zum geplanten Eröffnungstermin die Betriebsgenehmigung erteilt werden kann. Dem widerspricht die Brandenburger Bauministerin Schneider zwar, ist aber ggf. bereit, die Erlaubnis zu erteilen, sofern zumindest alle sicherheitsrelevanten Mängel behoben sind (die anderen dann später). In der Vergangenheit haben sich immer wieder Christen zusammengefunden, die am und für den neuen Flughafen BER und seine Inbetriebnahme gebetet haben. Lasst uns damit nicht aufhören!

Gebet:

  • Schnelle Aufdeckung und fehlerfreie Behebung aller noch vorhandenen Mängel
  • Dass gute Lösungen für die Erteilung der Betriebserlaubnis gefunden werden
  • Dass die Eröffnung im Oktober 2020 tatsächlich stattfinden kann

Diesel-Fahrverbote in Berlin?

Ein Diesel-Fahrverbot für einen kleinen Teil des Stadtrings A 100 am Funkturm steht bevor. Dieser Autobahnabschnitt ist mit mehr als 200.000 Fahrzeugen täglich der am stärksten befahrene Autobahnabschnitt Deutschlands. Der zulässige Grenzwert für die Luftbelastung wird bereits überschritten. Von dem möglichen Fahrverbot für Dieselfahrzeuge ist der Abschnitt zwischen Kaiserdamm und ICC betroffen. Der Senat muss laut Urteil des Verwaltungsgerichts bis Ende März 2019 Maßnahmen ergreifen, damit der Grenzwert eingehalten wird. Ein Fahrverbot auf einem so kurzen Teilstück der Autobahn scheint allerdings kaum praktikabel geschweige denn kontrollierbar zu sein.

Gebet:

  • Dass für die Reduzierung der Grenzwerte der Luftbelastung auch auf der A 100 praktikable Lösung gefunden werden

Razzien bei Linksautonomen

In Friedrichshain, Kreuzberg und Neukölln haben 560 Beamte vier Wohnungen durchsucht. Die Gewerkschaft der Polizei hat sich wie folgt geäußert: „Es ist absolut notwendig, auch in diesem Bereich konsequent gegen Straftaten vorzugehen“. Nach der Razzia rufen Bewohner der durchsuchten Häuser zu Gewalt gegen Polizisten auf. Racheakte werden befürchtet.

Gebet:

  • Schutz für alle im Bereich Rigaer Straße tätigen Polizeikräfte und Bewohner/innen
  • Göttliches Eingreifen zur Befriedung des gesamten Stadtteils
  • Einsicht, dass Gewalt keine Lösung ist

Schutz der Weihnachtsmärkte

Vor zwei Jahren gab es den grauenvollen Anschlag mit einem LKW auf den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche. Seitdem macht man sich mehr Gedanken über Sicherheit für die 70 verschiedenen Weihnachtsmärkte in Berlin. Für alle gibt es ein mit Polizei und Feuerwehr abgestimmtes Sicherheitskonzept, das der jeweilige Bezirk genehmigt. Der Markt an der Gedächtniskirche ist besonders hoch gesichert.

Gebet

  • Gottes Schutz über allen Weihnachtsmärkten und ähnlichen Veranstaltungen
  • Dass die Berliner sich nicht von Angst und Unsicherheit bestimmen lassen

Serie Stadtforschung – Blockade als Gemeinsamkeit

Viele Berliner zeigen eine Blockadehaltung. „Anstatt sich auf etwas Gemeinsames zu einigen, sind sie sehr oft einfach dagegen“ stellt Innovationscoach Arvin Schwerin fest. „Manchmal scheint mir die Einstellung, dagegen zu sein, das Einzige zu sein, was Berliner verbindet“. Das wurde auch wissenschaftlich untersucht durch Professorin Martina Löw, die mehrere Städte bezüglich ihrer „Eigenlogik“ erforscht. Im Gegensatz zu anderen Städten, wo sich die Befragten relativ leicht einigen können auf z.B. Fortschrittsorientierung oder Gemütlichkeit der jeweiligen Stadt, ist das in Berlin nicht der Fall: „Es scheint das Wichtigste zu sein, dass jeder einzigartig ist und dass die Stadt nichts verbindet.“ Somit bedarf es einer guten Moderation und konstruktiver gemeinsamer Entscheidungsfindung in allen den öffentlichen Raum betreffenden Fragen.

Gebet:

  • Dass Gemeinsamkeit und Einzigartigkeit in eine gesunde Balance kommen
  • Dass der Blick auf das Beste der Stadt stärker wird als Kritikgeist und überzogener Individualismus

EINS Gebetstag 19. Januar

Nach dem begeistertem Zuspruch im Januar 2018 findet „EINS in Christus – das Gebetsevent für Berlin. Gemeinsam beten, feiern, handeln“ zum zweiten Mal statt. In der Einladung heißt es: „Wir wollen unsere Einheit und Vielfalt feiern und den wunderschönen Schatz der unterschiedlichen Gebetsformen entdecken. Dazu versammeln wir uns im Namen von Jesus Christus und beten für die Anliegen unserer Stadt.“ Die etwa 20 Gebetsstationen werden von einem kurzen gemeinsamen Programm umrahmt. Anschließend begegnet man einander beim Essen. Den Abschluss bildet das Gebetskonzert. Genaue Angaben unten bei Termine!

Gebet:

  • Dass das Feiern der Einheit in Vielfalt gelingt, ermutigt und sendet

Dran bleiben: Obdachlose im Winter

Nachdem die Verkehrsbetriebe in den vergangenen Jahren bestimmte Bahnhöfe im Winter nachts für Obdachlose geöffnet hatten, sollte es das Angebot dieses Jahr wegen Sicherheitsbedenken eigentlich nicht mehr geben. Nach zähem Ringen stehen nun doch die U-Bahnhöfe Moritzplatz und Lichtenberg als Notunterkunft offen. Die Senatsverwaltung für Soziales und die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) einigten sich auf ein Modellprojekt, an dem die Bezirke Lichtenberg und Friedrichshain-Kreuzberg sowie die Berliner Stadtmission und die Sozialstiftung Karuna beteiligt sind.

Termine

06.12., 19 Uhr: Chanukka am Brandenburger Tor, Solidaritätsveranstaltung für jüdisches Leben

12.12. und 9.1., 18 Uhr: Politisches Stadtgebet vor dem Roten Rathaus

13. bis 20.1.: Gebetswoche der Evangelischen Allianz, Termine http://www.evangelische-allianz-berlin.de

19.1., 15 Uhr: EINS – das Gebetsevent. 19 Uhr Gebetskonzert, EFG Schöneberg, Hauptstr. 125 A, 10827 Berlin. Mehr: http://www.einsfürberlin.de

 

Mit dieser Doppelnummer für Dezember und Januar wünscht das Redaktionsteam allen Betern einen frohen Jesus-Geburtstag und ein gesegnetes 2019!

Herunterladen als PDF: November 2018

Good News: Campus Siemensstadt

Am alten Standort Siemensstadt soll ein Innovationscampus des Siemens-Konzerns entstehen. Der Senat verständigte sich mit dem Unternehmen auf ein erstes Konzept. Mit dem Innovationscampus soll die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Berlin international gestärkt und die digitale Transformation forciert werden. Auf dem Campus sollen moderne Forschungs- und Bürokapazitäten entstehen, aber auch Wohnungen. Der Konzern beschäftigt in Berlin rund 11.000 Mitarbeiter und wird für den Umbau im ersten Schritt 600 Millionen Euro investieren.

  • Dank für das gemeinsame Konzept und die damit verbundene Großinvestition in die Zukunftsfähigkeit Berlins

Obdachlose im Winter

Die Notunterkunft Lehrter Straße, betrieben von der Berliner Stadtmission, ist ein Kern des Netzwerks der Berliner Kältehilfe. 1.000 Plätze bietet dieses Notsystem insgesamt in der Hauptstadt – mit dem einzigen Ziel, dass Obdachlose nicht unter freiem Himmel erfrieren. Seit dem 1. Oktober stehen schon 500 Plätze zur Verfügung, die restlichen 500 Plätze sind ab dem 1. November frei. Bis Ende April finden Obdachlose so Schutz vor gefährlich kalten Temperaturen. Wie viele Menschen derzeit in Berlin auf der Straße leben, ist nicht bekannt. Schätzungen gehen von 4.000 bis 5.000 aus, wahrscheinlich sind es mehr. Dieses Versorgungsnetz spannen große Einrichtungen wie die Stadtmission oder die Caritas, aber auch viele Kirchengemeinden beider Konfessionen und andere Einrichtungen. Viele Dutzend Ehrenamtler machen Frühstück, kochen, kümmern sich um kranke Menschen, sprechen mit den Gästen. Und einige fahren den Kältebus. Den können Menschen rufen, die sehen, dass ein Obdachloser unter der Kälte leidet und Hilfe benötigt. Die Nummer für den Kältebus lautet: 0178 523 58 38 oder 030 810 56 04 25. Die bedeutendste Anlaufstation der Kältehilfe ist die Lehrter Straße im Zentrum der Stadtmission, weil sie das breiteste Angebot besitzt. Die medizinische Betreuung ist sehr gut, weil es in dem Komplex eine Arztpraxis gibt und viele medizinische Kräfte zur Verfügung stehen. Vor allem aber finden hier auch Rollstuhlfahrer Ruhe und Hilfe.

Nach langem Hin und Her öffnet die BVG (Verkehrsbetriebe) nun doch nachts bestimmte Räume in U-Bahnhöfen für Obdachlose. Aus hygienischen und Sicherheitsaspekten hatte sie es für diesen Winter ursprünglich abgelehnt. Doch wer in Notunterkünften die Nacht verbringt, hat es besser. Die Stadtmission etwa versorgt am S- und U-Bahnhof Frankfurter Allee in einer Traglufthalle täglich 120 Personen. Dort arbeiten medizinische Helfer, es gibt jeden Tag gutes Essen, wahlweise vegetarisch und mit Fleisch, eine Waschmaschine, Rasierschaum, Duschgel. Ist eine Einrichtung voll, dann werden die Menschen – wenn sie es wollen – nach Möglichkeit in Unterkünfte gefahren, die noch Plätze haben. (Quelle: Tagesspiegel 22.10.)

Gebet:

  • Eine warme Unterkunft für möglichst viele Obdachlose, damit sie nicht erfrieren
  • Weitere Arbeit an der Beseitigung der Ursachen für Obdachlosigkeit
  • Liebe, Geduld und Durchhaltevermögen für die haupt- und ehrenamtlichen Helfer
  • Segen für die Arbeit der christlichen Einrichtungen, besonders der Stadtmission

Beschwerdeportal gegen Lehrer

Die Berliner AfD hat am 22. Oktober ein Online-Portal freigeschaltet. Dort sollen Lehrer gemeldet werden, die Schüler mit ihrer Haltung gegen die AfD „indoktrinieren“. Die Senatsverwaltung und viele andere haben große Bedenken gegen eine solche Anstiftung zur Denunziation. Schul-Senatorin Scheeres betonte, es stehe „dem Schulfrieden entgegen“, ein derartiges Portal auf den Weg zu bringen. Außerdem erinnert das Vorhaben  fatal an Praktiken in den beiden unseligen Diktaturzeiten in unserem Land.

Gebet

  • Dass Möglichkeiten gefunden werden, das frei geschaltete Meldeportal zu stoppen
  • Zivilcourage bei Schülern, Lehrpersonal, Vorgesetzten und Schulbehörden

Personalmangel in Jugendämtern

Die Jugendämter sind für viele Bereiche zuständig: z.B. für die Zahlung von Unterhaltsvorschuss (seit 07/17 sind die Anträge um 60% gestiegen), betreutes Jugendwohnen, Unterbringung von Kindern in Pflegefamilien, Kinderschutz, Tagespflege, Eingliederungshilfen für Kinder und Jugendliche mit Entwicklungsauffälligkeiten und seelischen Störungen u.v.m. In jedem Zuständigkeitsbereich des Jugendamtes sind die Fallzahlen in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen, so z.B. in der Eingliederungshilfe, da immer mehr Kinder und Jugendliche aus Problemfamilien kommen und Hilfe in ihrer Entwicklung brauchen. Für die Betreuung und Unterbringung müssen immer mehr Kinder aus Problemfamilien genommen werden oder es sind minderjährige unbegleitete Flüchtlinge zu betreuen.

Auch wenn deutlich mehr Stellen für diese Aufgaben zur Verfügung gestellt werden, gibt es zu wenige Neueinstellungen, um den Personalmangel auszugleichen. Gründe sind zu wenige ausreichend ausgebildete Sozialarbeiter, Erzieher, Verwaltungsangestellte usw. und die zu geringe Bezahlung, so dass geeignete Bewerber andere, besser bezahlte Jobangebote annehmen. Außerdem gibt es zu wenige oder zu kostenintensive Ausbildungsplätze.

Gebet:

  • Neue Ideen bei der Werbung und Einstellung von Fachkräften
  • Geeignete Fachkräfte, die die Stellenangebote annehmen
  • Dass sich die Lage der Kinder und Jugendlichen in den Herkunftsfamilien so bessert, dass sie keine Unterstützung mehr brauchen

Sieben Exzellenzcluster in Berlin

Die deutsche Forschungsgesellschaft (DFG) hat kürzlich sieben Clusteranträge aus Berlin bewilligt. Damit ist Berlin bundesweit die erfolgreichste Region gewesen. Mit Hochdruck wird nun an dem nächsten Schritt, dem Verbundantrag, gearbeitet, denn Mitte Dezember 2018 soll der Antrag bei der DFG und dem Wissenschaftsrat eingereicht werden. Ein Beispiel aus den bewilligten Clustern ist MATH+. Es verbindet die großen Universitäten FU, HU und TU mit dem Weierstraß-Institut für Angewandte Analysis und Stochastik, sowie dem Zuse-Institut Berlin in der Erforschung und Weiterentwicklung neuer Ansätze der anwendungsorientierten Mathematik. Zentral dabei sind die mathematischen Grundlagen zur Nutzung immer größerer Datenmengen in den Lebens- und Materialwissenschaften, der Energie- und Netzwerkforschung oder den Geistes- und Sozialwissenschaften. Damit sollen technische Innovationen und auch ein generelles Verständnis von sozialen Prozessen gefördert werden.

Gebet

  • Dass Berlin dadurch als Wissenschaftsstandort sichtbarer und für die Gesellschaft lokal und global ertragreicher wird
  • Dass dadurch in der Wissenschaft das Gemeinsame den Individualismus überwindet
  • Dass durch die Forschung letztlich auch die Gotteserkenntnis zunimmt

Israelisch-deutsches Festival

Vom 12. bis 18. Oktober fand das israelisch-deutsche Festival statt. In kleinen Filmsequenzen erzählten Berliner Jüdinnen und Juden, warum sie wann nach Berlin gekommen sind und was sie hier erlebt haben. Eine einigermaßen einheitliche berlin-jüdische Identität gibt es allerdings nicht. Die Menschen leben hier aus den unterschiedlichsten Motiven heraus.

Gebet

  • Schutz des vielfältigen jüdischen Lebens in Berlin
  • Verstärktes Kennenlernen und gute Nachbarschaft zwischen Israelis und Deutschen

Brückensanierungen

Elf von insgesamt 258 Brücken in Berlin, für die der Bund zuständig ist, müssen aufgrund ihres Zustandes in absehbarer Zeit saniert werden. Regelmäßig bekommen die Brücken Noten auf einer Skala von eins bis vier. Elf Berliner Brücken haben die Note „drei“ erhalten. Diese Bewertung zeigt an, dass eine Brücke saniert werden muss. Für die meisten ist das bereits geplant. In Berlin gibt es insgesamt 1.085 Brücken für den Straßen-, Fuß- oder Radverkehr. Untersucht werden die Bauwerke immer wieder mit Blick auf ihre Standsicherheit, Verkehrssicherheit und Dauerhaftigkeit (Quelle: rbb24 17.10.).

Gebet:

  • Verantwortliche Entscheidungen über den Zeitpunkt der Sanierung und ggf. Sperrung
  • Gottes Schutz vor Einsturz-Katastrophen

Dran bleiben: Clan-Kriminalität

Das Bezirksamt Neukölln startet ein bezirkseigenes Aussteigerprogramm aus kriminellen Clanstrukturen. Es soll Teil der ressortübergreifenden Gesamtstrategie sein. Neben der direkten Bekämpfung der Kriminalität soll der Ausstieg aus diesen Strukturen so einfach und attraktiv wie möglich sein. Der Rechtsstaat soll die Menschen bei dem Schritt in die Legalität unterstützen.

Termine

10.11., 16 Uhr: Solidaritätskundgebung für Israel am Brandenburger Tor

10.11., 14:30 bis 17:30 Uhr: Gebetstag für verfolgte Christen der Evangelischen Allianz Berlin, EFG, Tempelhofer Damm 133-137, 12099 B-Tempelhof

14.11., 18 Uhr: Politisches Stadtgebet vor dem Roten Rathaus

06.12., 18 Uhr: Chanukka am Brandenburger Tor, Solidaritätsveranstaltung für jüdisches Leben

 

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Herunterladen als PDF: Oktober 2018

Good News: Berlin wächst langsamer

Berlin wächst weiter, aber nicht mehr so dynamisch wie in den vergangenen Jahren. Angesichts der akuten Wohnungsnot ist das eine gute Nachricht. Nahm die Bevölkerung von 2011 bis 2016 im Durchschnitt um fast 50.000 Menschen jährlich zu, so waren es 2017  nur 38.665 (Amt für Statistik Berlin-Brandenburg). Bei diesem Wachstumstempo wird es wohl nicht vor 2030 mehr als vier Millionen Einwohner geben. Seit dem Mauerfall hält auch dieser Trend an: Die Berliner Bevölkerung mit deutschem Pass schrumpft, der Anteil der Ausländer war Ende letzten Jahres auf 17,6 Prozent gestiegen. Jetzt sind in Berlin 193 (!) Nationalitäten vertreten. (Tagesspiegel 18.9.)

  • Dank für diese Bevölkerungs-Entwicklung und das Miteinander der Nationen

Akut: Sicherheitslage während des Staatsbesuchs von Erdogan

Vom 27. bis 29.9. ist der türkische Präsident Erdogan auf Staatsbesuch in Berlin. Er ist bekanntlich wegen seiner autokratischen Herrschaft und der Missachtung von Grundrechten umstritten. Zahlreiche Demonstrationen gegen den Besuch sind angemeldet, teils mit Gewaltpotential. Innensenator Andreas Geisel (SPD) sagte: „Das werden schwierige Tage, die uns an die Grenzen unserer Kapazitäten bringen werden.“ Während des Staatsbesuchs gilt die höchste Sicherheitsstufe. Wie üblich wird die Berliner Polizei Verstärkung aus anderen Bundesländern und von der Bundespolizei erhalten. Denn in den Folgetagen gibt es weitere Großeinsätze der Polizei beim Spitzenspiel der Bundesliga Hertha Berlin gegen Bayern München und wegen der Feiern rund um den 3. Oktober.

Gebet

  • Gottes besonderer Schutz über der Stadt während dieser Tage
  • Gewaltfreie Demos und gute Polizeitaktik

„Nur mit euch“ – 28 Jahre Einheit

Den 28. Tag der Deutschen Einheit feiert die Hauptstadt an den Original-Schauplätzen dieses historisch einmaligen Prozesses, der bis heute ein Wunder Gottes mitten in unserer Geschichte und Stadt ist. NUR MIT EUCH – so lautet das Motto zum Tag der Deutschen Einheit. Seit 1991 werden die zentralen Feierlichkeiten zum 3. Oktober in dem Bundesland ausgerichtet, das den jährlich wechselnden Bundesratsvorsitz innehat; das ist 2018 Berlin. Gefeiert wird vom 1. bis 3. Oktober rund um das Brandenburger Tor und auf dem Platz der Republik, an dem die Einheit 1990 vollzogen wurde. Gemeinsam mit vielen Hundert Partnern wird an drei Tagen ein buntes Programm angeboten. Neben politischen Organen, Museen und Stiftungen werden auch ehrenamtliche Projekte, Initiativen und Vereine vor Ort sein. Leider kamen (soweit bekannt) keine eigenen Programmbeiträge der Kirchen und christlichen Werke zustande. Aber es gibt zur Eröffnung einen ökumenischen Gottesdienst im Berliner Dom. Infos: https://www.tag-der-deutschen-einheit.berlin.de/

Gebet

  • Dank für Gottes Wunder der Einheit und Freiheit auch nach 28 Jahren
  • Dass aus dankbarer Erinnerung Mut und Hoffnung für die Zukunft entsteht

Gebet für Schulen

Regelmäßig berichten wir über konkrete Gebetsanliegen, die unsere mehr als 700 Schulen in Berlin betreffen. Es ist deutlich: Schulen brauchen Gebet! Eine Initiative verschiedener Gebetsinitiativen ruft dazu auf, dass jede Schule in Deutschland von einer Gemeinde umbetet wird. Nach Auskunft von „Moms in Prayer“ sind bisher Gebetskreise von Eltern für elf Schulen in Berlin bekannt. Da ist also „noch Luft nach oben“.

Gebet:

  • Mehr Gebetspatenschaften für Schulen
  • Gebetsunterstützung besonders für christliche Lehrer an Brennpunktschulen

Mehr dienstunfähige Lehrer

In der Hauptstadt herrscht Lehrermangel. Berlin hat nicht nur ein Defizit beim Nachwuchs, sondern es gibt auch einen massiven Schwund der Bestandslehrer durch vorzeitiges Ausscheiden wegen Krankheit oder Berufsunfähigkeit. Es wurde versäumt, rechtzeitig ausreichend neue Lehrer auszubilden. Auch ist das Unterrichten in Berlin nicht sehr attraktiv, da eine Möglichkeit zur Verbeamtung fehlt.

Gebet

  • Mehr Lehramts-Studienplätze und Verbeamtung als effiziente Maßnahmen
  • Schutz der Lehrer/innen vor Überforderung und Burnout

Mehr Schutz für Radfahrer

Bisher sind in Berlin in diesem Jahr zehn Radfahrer im Straßenverkehr ums Leben gekommen, die meisten von ihnen durch abbiegende LKWs. Schon lange wird der Einbau von sogenannten Abbiege-Assistenten in LKWs gefordert. Das scheiterte bisher an technischen Problemen und angeblich zu hohen Kosten. Auch wartet man auf eine nationale oder europäische Gesetzgebung dafür. Die Berliner Stadtreinigung (BSR) geht nun mit gutem Beispiel voran. Bereits 46 neu bestellte Müllautos sollen mit einem Abbiegeassistenten ausgestattet werden. Außerdem teste man bis zum Jahresende verschiedene Systeme – zum Beispiel mit Radar und 360-Grad-Kameras. Die anderen Eigenbetriebe Berlins sollen folgen.

Gebet

  • Dass die Zahl der LKWs mit Abbiege-Assistent schnell steigt
  • Baldige gesetzliche Pflicht dafür
  • Schutz der Radfahrer im Verkehr

Pflegekräfte aus Albanien und Mexiko

Rund 2.600 Pflegekräfte fehlen in Berlin. Um gegen den Fachkräftemangel vorzugehen, sucht die Uni-Klinik Charité seit 2017 Pfleger und Krankenschwestern aus Albanien. Über 75 albanische Mitarbeiterinnen wurden seither über das Programm gewonnen. Krankenpflege ist in Albanien – wie in vielen Ländern – ein Studienfach. Bevor die Pfleger in Deutschland arbeiten dürfen, müssen sie trotzdem eine Zusatzausbildung machen, Deutsch lernen und entsprechende Prüfungen bestehen. Jedes Jahr sollen künftig 60 neue Krankenpflegekräfte kommen. Das Programm läuft aus Sicht der Pflegedirektorin so gut, dass sie trotz reichlich bürokratischer Hürden demnächst auch aus Mexiko Pflegekräfte holen will. (rbb 24, 25.9.)

Gebet

  • Weitere kreative Ideen zur Behebung des Pflegenotstands
  • Gute Integration der ausländischen Pfleger

Rasierklingen auf Spielplatz

Mehrmals wurden auf dem Spielplatz am Arnimplatz in Prenzlauer Berg in den letzten Wochen gefährliche Gegenstände gefunden. Der Spielplatz wurde mehrfach gesperrt und gereinigt. Seit dem jüngsten Rasierklingenfund ist der Spielplatz erneut gesperrt: Das Bezirksamt hat eine Reinigungsfirma beauftragt, die den Sand in dieser Woche auch in den tieferen Schichten reinigen soll. In den letzten Wochen seien neben den Rasierklingen auch Glasscherben und Nadeln im Sand gefunden worden. Die Polizei ermittle wegen versuchter Körperverletzung. Erst vor einer Woche verletzte sich eine Frau auf dem Spielplatz mit einer Nadel am Fuß, als sie mit ihren Kindern im Sand spielte. Anfang August waren auf dem Spielplatz Reißzwecken gewunden worden. Stadtrat Vollrad Kuhn vermutet, es könne sich bei den Tätern um Anwohner handeln, die sich von den Kindern gestört fühlen. Pankows Bezirksbürgermeister Sören Benn verurteilte die Taten in der „Berliner Morgenpost“ als „asoziales Verhalten“. Wer so etwas tue, solle fortziehen. (Tagesspiegel 17.9.)

Gebet

  • Schnelle Ermittlungserfolge der Polizei
  • Mehr Kinderfreundlichkeit bei Anwohnern
  • Dass Gott die Herzen der Täter zur Umkehr bringt

Dran bleiben: Clan-Kriminalität

Nach dem brutalen Mord an einem Clan-Mitglied am 10.9. kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen verfeindeten arabisch-stämmigen Familien-Clans. Der Innenausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses befasste sich jetzt mit dem Thema und sucht nach Möglichkeiten, um den Machenschaften der Clans ein Ende zu setzen. Der Neuköllner Bürgermeister beklagt, dass „die extreme Brutalität den sozialen Frieden gefährdet“. Und zwar auch, wie Hikel ergänzte, weil die restliche Bevölkerung alle arabischen Mitbürger über einen Kamm scheren würde, nach dem Motto, alle seien kriminell. Einige Ideen werden geprüft, wie der Informationsaustausch zwischen den Behörden, etwa beim Hartz-IV-Bezug, bei Gewerbeanmeldungen oder bei der Steuerfahndung. Auch die Inobhutnahme der Kinder aus diesen Familien wird diskutiert.

Gebet:

  • Dass alle rechtlichen Möglichkeiten ausgeschöpft werden
  • Dass der soziale Frieden nicht nachhaltig bedroht ist
  • Weisheit und gute Zusammenarbeit der verantwortlichen Behörden

Termine

Politisches Stadtgebet: 10.10., 18 Uhr, vor dem Roten Rathaus

„Moms in Prayer“ Infotreffen: 13.10.2018, 10:00 bis 12:30 Uhr, Mavuno Berlin, Billy-Wilder-Promenade 4, 14167 Berlin.
Anmeldung: manuela.woldt@momsinprayer

 

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Herunterladen als PDF:  September 2018

Good News 1: Brennpunktschulen

Nicht nur Lehrer/innen, sondern auch Erzieher/innen sollen von den mehr als 17 Millionen Euro profitieren, die Rot-Rot-Grün im Doppelhaushalt 2018/19 für Gehaltszuschläge in Brennpunktschulen vorgesehen hatte. Demnach könnten rund 2.000 Lehrkräfte etwa 300 Euro pro Monat zusätzlich erhalten. Bei den Erziehern hingegen ist keine bestimmte Summe vorgesehen. Stattdessen soll bei ihnen die nächsthöhere Gehaltsstufe zeitlich vorweggenommen werden.

  • Dank für diese konkrete Maßnahme

Good News 2: 41 Millionen für Berlin

Früher musste der Staat belegen, dass ein Vermögen illegal erworben wurde, seit einem Jahr ist die Beweislast umgekehrt. Das bescherte Berlin seither 41,5 Millionen Euro – und soll gleichzeitig im Kampf gegen organisierte Kriminalität helfen. Darin sind die 77 Immobilien im Wert von 9,3 Millionen Euro aus dem Besitz einer arabischstämmigen Großfamilie, die im Juli von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt wurden, noch nicht einmal enthalten. Die neue Berliner Polizeipräsidentin Barbara Slowik kündigte an, es werde weiter mit Nachdruck gegen kriminelle Teile arabischer Clans ermittelt. Weiteres dazu im nächsten Artikel!

  • Dank für die Fahndungserfolge und die zusätzlichen Mittel für den Berliner Haushalt

Organisierte Kriminalität

Bei der Vorstellung des Berichts des Bundeskriminalamts zur organisierten Kriminalität in Deutschland wurde deutlich, dass Berlin den zweiten Platz mit 68 Fällen belegt. Das ist eine Zunahme in dem Bereich um 11% zum Vorjahr. In Berlin sind insbesondere deutsch- arabische Großfamilien aktiv. Man vermutet, dass sechs Clans in der organisierten Kriminalität tätig sind, aber auch osteuropäische Gruppen, zum Beispiel aus Bulgarien oder Russland. Seit einem Jahr gibt es die umgekehrte Beweislast in diesem Bereich. So konnten bei Razzien im April und im Juli Vermögen „unklarer Herkunft“ eingezogen werden. Dazu gehörten Immobilien und Luxusautos (siehe Good News). Bei den Durchsuchungen wurden auch Waffen und Drogen beschlagnahmt. Unter organisierter Kriminalität versteht man systematische Straftaten (Drogen- und Menschenhandel, Diebstahl und Hehlerei) in Kombination mit der versuchten Einflussnahme auf Politik, Verwaltung und Justiz.

Gebet:

  • Schutz für die zuständigen Polizisten in der Abteilung 4 im Landeskriminalamt
  • Dass die Machenschaften und mafiösen Strukturen aufgedeckt werden und zur Anklage kommen
  • Für Schutz arabischer Familien, die unter den Clans leiden (Schutzgelderpressung)
  • Dass junge Familienmitglieder aus diesen Clans aussteigen und keine kriminelle Laufbahn einschlagen

Begegnungsorte mit Zugewanderten

Im Fachgebiet „Transformation städtischer Räume im internationalen Kontext“ an der Technischen Universität Berlin erforscht Prof. Felicitas Hillmann, wie die Einbindung von Migrant/innen in die Stadtgesellschaft gelingen und der wachsenden Stadt dienlich sein kann. „Ganz häufig sind es die marginalen Orte, wo es weniger Reglementierung, mehr Armut und daher auch mehr Risiken und Unannehmlichkeiten im Zusammenleben gibt, die Ausgangspunkt für solche Veränderungsprozesse werden.“ Solche niedrigschwelligen Orte, die den Austausch zwischen unterschiedlichsten Menschen ermöglichen, sind in Berlin Quartierbüros und öffentliche Räume, wie z.B. Schwimmbäder, aber auch Museen und Bibliotheken haben das Potential dazu. Da es aktuell in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens (Vereine, Parteien und Feuerwehr u.a.) an Nachwuchs mangelt, könnte genau dort ganz praktisch die Verbindung hergestellt werden. Dann geschieht, was Hillmann „gehäkelte Integration“ nennt. Als großen Stolperstein jedoch sieht sie den geringen bezahlbaren Wohnraum in Berlin.

Gebet:

  • Für Förderung des Austausches durch verstärkte Schaffung dieser niedrigschwelligen Orte
  • Viel Austausch und gute Begegnungen zwischen Neuberlinern mit Migrationshintergrund und Altberlinern
  • Etablierung einer gesellschaftlichen Haltung des „Gemeinsam“

Christen in der Startup-Szene

Berlin ist bekannt für die umsatzstärkste Startup-Szene Deutschlands. Mit rund 100.000 Beschäftigten zählen Startups insgesamt zu den größten Arbeitgebern der Stadt. Um das Potenzial dieser Szene zu nutzen und sie zum Segen für unsere Stadt zu entfalten, wurde unter dem Dach von Gemeinsam für Berlin eine neue Initiative mit dem Namen „Startup.life“ ins Leben gerufen. Ziel ist die Vernetzung von Christ/innen innerhalb der Startup-Szene, um im Austausch das gemeinsame Aktivwerden für die Stadt zu entdecken. Das erste Meetup am 3.9. ist bereits drei Wochen im Voraus mit 140 Tickets ausgebucht. Mittelfristig sind u.a. ein Mentoring-Programm, Coworking-Spaces sowie stadtrelevante Projekte geplant (www.startuplife.berlin).

Gebet:

  • Dass möglichst viele Christ/innen in der Startup-Szene durch das Projekt erreicht und als Gemeinschaft sichtbar werden
  • Dass das Projekt zum Segen für die Stadt wird
  • Entstehung einer nachhaltigen Arbeit, die zu einer messbaren Verbesserung der aktuellen Missstände in Berlin beiträgt

Stadtplanung in Berlin

Die Suche nach einer Wohnung wird in Berlin immer schwieriger. Betroffen sind vor allem Familien mit Kindern, Senioren und Studierende. Es braucht dringend  bezahlbaren Wohnraum. Dabei sollte die Stadtplanung soziale Anforderungen über die gewinnorientierten Interessen von Anlegern stellen. „Was fehlt, ist eine Vision“ sagt der Weimarer Professor für Städtebau, Steffen de Rudder.

Gebet:

  • Für Bausenatorin Katrin Lompscher, dass sie Fehler sieht und korrigiert und den Wohnungsbau effektiv voran bringt
  • Dass in der Stadtplanung nicht „Geld regiert“, sondern soziale Aspekte einen angemessenen Raum einnehmen
  • Für eine inspirierte Vision vom Leben im zukünftigen Berlin mit Lebensqualität und menschlicher Nähe

BER im Plan?

Die erste Eröffnung des BER war bereits für 2007 geplant – inzwischen gab es sechs Verschiebungen. Vor diesem Hintergrund fällt es schwer, Vertrauen in den nächsten geplanten Eröffnungstermin Ende Oktober 2020 zu haben. Im Juni 2018 hat der rot-rot-grüne Senat festgelegt, dass es keine weiteren Finanzierungshilfen mehr vom Senat für den BER geben soll, da es aus seiner Sicht keinen dringenden Nachschussbedarf gibt. Ein „Plan B“ zur Eröffnung des Flughafens im Oktober 2020 wurde ebenfalls abgelehnt. Der Senat hält trotz der Probleme mit der Sprinkleranlage, den Brandmeldeanlagen mit 30.000 Rauchmeldern, den Kabelgewerken und der Entrauchungssteuerung am Eröffnungstermin fest, da die Firma Siemens diese Probleme bis Dezember 2018 behoben haben will. Kritiker sehen das Festhalten am geplanten Eröffnungstermin kritisch, so u.a. der SPD-Verkehrsexperte Jörg Stroedter: „Denn noch ist die Zusage der FBB, dass das Hauptterminal 2020 ans Netz gehen kann, eine reine Glaubensfrage„. Das ist doch eine Steilvorlage zum Glauben und Beten!

Gebet:

  • Herr, wir glauben, dass dir nichts unmöglich ist: Greife Du ein, damit der BER wie geplant eröffnet werden kann!
  • Dass die ausführenden Firmen planmäßig alle Probleme dauerhaft beheben können
  • Dass die vorhandenen Gelder ausreichen und verantwortlich und zielgerichtet eingesetzt werden
  • Gründliche und gewissenhafte Ausführung aller Arbeiten, damit die Bauaufsicht schnell die Freigabe erteilen kann

Langsames Internet

Eine Umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Berlin zeigt, dass jede dritte Berliner Firma schnelleres Internet benötigt, als ihr aktuell zur Verfügung steht Das Internet ist einfach zu langsam. Kriegt Berlin das lahme Internet nicht in den Griff, ist die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt gefährdet.

Gebet:

  • Für Wirtschaftssenatorin Ramona Pop, dass sie die richtigen Weichen stellt
  • Kluge Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt, um die Lebensgrundlage für viele zu sichern

Dran bleiben: Extremismus

In Berlin haben extremistische Gruppen nach Angaben des Verfassungsschutzes weiteren Zulauf. Wie der „Tagesspiegel“ unter Berufung auf den noch unveröffentlichten Jahresbericht 2017 schreibt, stiegen die Zahlen erneut an: Salafisten um 12%, sogenannte Reichsbürger 25%, Anhänger der linksextremen Organisation „Rote Hilfe“ 11%. Ein bleibendes Anliegen!

Termine

  • Politisches Stadtgebet: 12.9., 18 Uhr, vor dem Roten Rathaus
  • Marsch für das Leben: 22.9., 13 bis 17:30 Uhr, Start am Reichstag, Abschluss mit Gottesdienst

 

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Herunterladen als PDF: Juli/August 18

Good news: Synagoge Fraenkelufer

Die Synagoge am Fraenkelufer war während der Pogrome 1938 schwer beschädigt worden. Nach einem Abriss in den 50er Jahren steht dort heute nur noch der Seitenflügel, in dem die dortige Synagogengemeinde bislang all ihre Aktivitäten unterbringt. Für den geplanten Wiederaufbau hat SPD-Fraktionschef Raed Saleh (muslimischer Herkunft!) namhafte und einflussreiche Unterstützer gewonnen Geplant ist ein vielfältig nutzbares Gemeindezentrum.

Gebet:

  • Dank für aktives jüdisches Leben in Berlin und breite Unterstützung für den Bau

Nächstes Schuljahr fehlen 500 Lehrer

Dramatische Prognose für das Schuljahr 2018/19: Es kommen zusätzlich 7.000 Schüler; 3.000 Pädagogen werden gebraucht. Doch der Markt ist leergefegt. Laut Bildungssenatorin Sandra Scheeres, SPD, werden nach den Sommerferien in den Berliner Schulen 500 bis 600 Lehrer/innen fehlen. Zwar wurde die Ausbildungs-Kapazität der Berliner Unis auf 2.000 Lehramts-Absolventen pro Jahr verdoppelt, aber der große erste Schwung kommt erst in zwei Jahren. Bislang setzt Berlin vor allem auf die Einstellung von Quereinsteigern. Weitere Maßnahmen: Lehrkräfte aus dem Ruhestand zurückholen, mehr Gehalt, Pensionierungen verschieben, freiwillig mehr Stunden unterrichten, geringer qualifizierte Unterrichtshelfer beschäftigen, Lehramtsstudenten in die Grundschulen schicken. Der ohnehin schon schlechte Bildungsstandard an Berliner Schulen wird durch den Personalmangel zusätzlich belastet.

Gebet:

  • Schnelle und wirksame Aufstockung des pädagogischen Personals
  • Begrenzung der Negativfolgen für Schüler

Kinder im Verkehr – tödliche Unfälle

Am 12.06. wurde ein 13-jähriges Mädchen in Rummelsburg von einer Tram überfahren und starb; am 13.06. wurde in Spandau ein 8-jähriger Junge auf seinem Fahrrad überfahren und ist tot. Der LKW bog rechts ab und hat dabei das Kind übersehen. 2017 gab es insgesamt 917 Unfälle mit Kindern im Verkehr, es wurden 157 Kinder schwer verletzt und ein Kind starb. Solche Nachrichten machen uns betroffen und es wird nach dem Warum gefragt und nach Wegen gesucht, dass solche Unfälle nicht mehr vorkommen. Zu rund 64 Prozent haben Kinder durch ihr eigenes Verhalten die Unfälle verursacht – die Verkehrsschulung der Kinder spielt also eine wichtige Rolle. Die Fuhrgewerbe-Innung fährt als Präventionsmaßnahme bereits mit LKWs in Schulen und zeigt den Schülern, wie begrenzt die Sicht des Fahrers ist. Für die Fahrzeuge selbst werden Abbiegeassistenten (Kamera- und Sensoren-Überwachung) entwickelt und auch bereits eingebaut, jedoch ist diese Technik nicht ausgereift, der Einbau ist auch noch nicht Pflicht und für viele Unternehmer zu teuer.

Gebet:

  • Schutz für alle Kinder im Straßenverkehr
  • Trost für Eltern der Opfer und Unfallfahrer
  • Effektive Abhilfe (Spiegel, Ampelphasen, Straßenschilder, Verkehrsführung)

Ausbau der Verwaltung und Wohnungsbau stockt

Auf der Klausur des Senats Ende Juni gab es leider kaum Fortschritte bei drängenden Themen. Über die Vorschläge einer Expertenkommission zur Verwaltungsreform konnten sich die drei Parteien bisher nicht einigen. Doch soll es noch in diesem Jahr einen „Zukunftspakt Verwaltung“ mit den Bezirken geben. Auch hält die Kritik an Senatorin Lompscher an, weil die dringend nötige Ankurbelung des Wohnungsbaus weiter hinter den selbst gesteckten Vorgaben zurück bleibt.

Gebet:

  • Mehr Einigkeit im Senat
  • Ideen und Beschleunigung bei Verwaltungs-Reformen und Wohnungsbau

Termine

4. bis 8.7., täglich ab 14 Uhr: „ICK BRAUCH KEEN HAWAII“, Jugendfestival auf dem Tempelhofer Feld. Nachmittags attraktives Jugend- und Familienprogramm mit Sport, Musik und Kunst. Abends evangelistischer Gottesdienst. Samstagnachmittag „Tanz-Battle“. Gebets-Unterstützung weiter sehr erwünscht!

Politisches Stadtgebet: 11.7. und 15.8., 18 Uhr, vor dem Roten Rathaus

 

Diese Doppelnummer Juli/August hat aus Zeitgründen nur eine Seite. Wir haben die aktuellen Anliegen knapp aufgelistet. Bitte betet auch in der Ferienzeit weiter für Berlin! Die nächste Nummer erscheint Ende August.

Die Redaktion wünscht allen Mitbetern eine erholsame und behütete Sommerzeit!

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