Gebetsbriefe


Herunterladen als PDF: Juli/August 18

Good news: Synagoge Fraenkelufer

Die Synagoge am Fraenkelufer war während der Pogrome 1938 schwer beschädigt worden. Nach einem Abriss in den 50er Jahren steht dort heute nur noch der Seitenflügel, in dem die dortige Synagogengemeinde bislang all ihre Aktivitäten unterbringt. Für den geplanten Wiederaufbau hat SPD-Fraktionschef Raed Saleh (muslimischer Herkunft!) namhafte und einflussreiche Unterstützer gewonnen Geplant ist ein vielfältig nutzbares Gemeindezentrum.

Gebet:

  • Dank für aktives jüdisches Leben in Berlin und breite Unterstützung für den Bau

Nächstes Schuljahr fehlen 500 Lehrer

Dramatische Prognose für das Schuljahr 2018/19: Es kommen zusätzlich 7.000 Schüler; 3.000 Pädagogen werden gebraucht. Doch der Markt ist leergefegt. Laut Bildungssenatorin Sandra Scheeres, SPD, werden nach den Sommerferien in den Berliner Schulen 500 bis 600 Lehrer/innen fehlen. Zwar wurde die Ausbildungs-Kapazität der Berliner Unis auf 2.000 Lehramts-Absolventen pro Jahr verdoppelt, aber der große erste Schwung kommt erst in zwei Jahren. Bislang setzt Berlin vor allem auf die Einstellung von Quereinsteigern. Weitere Maßnahmen: Lehrkräfte aus dem Ruhestand zurückholen, mehr Gehalt, Pensionierungen verschieben, freiwillig mehr Stunden unterrichten, geringer qualifizierte Unterrichtshelfer beschäftigen, Lehramtsstudenten in die Grundschulen schicken. Der ohnehin schon schlechte Bildungsstandard an Berliner Schulen wird durch den Personalmangel zusätzlich belastet.

Gebet:

  • Schnelle und wirksame Aufstockung des pädagogischen Personals
  • Begrenzung der Negativfolgen für Schüler

Kinder im Verkehr – tödliche Unfälle

Am 12.06. wurde ein 13-jähriges Mädchen in Rummelsburg von einer Tram überfahren und starb; am 13.06. wurde in Spandau ein 8-jähriger Junge auf seinem Fahrrad überfahren und ist tot. Der LKW bog rechts ab und hat dabei das Kind übersehen. 2017 gab es insgesamt 917 Unfälle mit Kindern im Verkehr, es wurden 157 Kinder schwer verletzt und ein Kind starb. Solche Nachrichten machen uns betroffen und es wird nach dem Warum gefragt und nach Wegen gesucht, dass solche Unfälle nicht mehr vorkommen. Zu rund 64 Prozent haben Kinder durch ihr eigenes Verhalten die Unfälle verursacht – die Verkehrsschulung der Kinder spielt also eine wichtige Rolle. Die Fuhrgewerbe-Innung fährt als Präventionsmaßnahme bereits mit LKWs in Schulen und zeigt den Schülern, wie begrenzt die Sicht des Fahrers ist. Für die Fahrzeuge selbst werden Abbiegeassistenten (Kamera- und Sensoren-Überwachung) entwickelt und auch bereits eingebaut, jedoch ist diese Technik nicht ausgereift, der Einbau ist auch noch nicht Pflicht und für viele Unternehmer zu teuer.

Gebet:

  • Schutz für alle Kinder im Straßenverkehr
  • Trost für Eltern der Opfer und Unfallfahrer
  • Effektive Abhilfe (Spiegel, Ampelphasen, Straßenschilder, Verkehrsführung)

Ausbau der Verwaltung und Wohnungsbau stockt

Auf der Klausur des Senats Ende Juni gab es leider kaum Fortschritte bei drängenden Themen. Über die Vorschläge einer Expertenkommission zur Verwaltungsreform konnten sich die drei Parteien bisher nicht einigen. Doch soll es noch in diesem Jahr einen „Zukunftspakt Verwaltung“ mit den Bezirken geben. Auch hält die Kritik an Senatorin Lompscher an, weil die dringend nötige Ankurbelung des Wohnungsbaus weiter hinter den selbst gesteckten Vorgaben zurück bleibt.

Gebet:

  • Mehr Einigkeit im Senat
  • Ideen und Beschleunigung bei Verwaltungs-Reformen und Wohnungsbau

Termine

4. bis 8.7., täglich ab 14 Uhr: „ICK BRAUCH KEEN HAWAII“, Jugendfestival auf dem Tempelhofer Feld. Nachmittags attraktives Jugend- und Familienprogramm mit Sport, Musik und Kunst. Abends evangelistischer Gottesdienst. Samstagnachmittag „Tanz-Battle“. Gebets-Unterstützung weiter sehr erwünscht!

Politisches Stadtgebet: 11.7. und 15.8., 18 Uhr, vor dem Roten Rathaus

 

Diese Doppelnummer Juli/August hat aus Zeitgründen nur eine Seite. Wir haben die aktuellen Anliegen knapp aufgelistet. Bitte betet auch in der Ferienzeit weiter für Berlin! Die nächste Nummer erscheint Ende August.

Die Redaktion wünscht allen Mitbetern eine erholsame und behütete Sommerzeit!

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Herunterladen als PDF: Juni 2018

Good News: Schülertickets günstiger

Schüler müssen fürs Fahren mit Bahnen und Bussen vom 1. August an weniger oder gar nichts mehr zahlen. Der Preis des Schülertickets sinkt von 29,50 Euro auf 21,80 Euro beim Barkauf. Im Abo reduziert er sich von 22,92 Euro auf 17 Euro. Die Geschwisterkarte entfällt. Wer Anspruch auf den Berlinpass hat, fährt gratis. Das Land gleicht die geringeren Einnahmen der Verkehrsunternehmen aus.

Dank für diese Maßnahme zu Gunsten der Kinder

 

Gewalt an Schulen – neue Zahlen

Nach einer aktuellen Statistik ist die Zahl der Straftaten an Berliner Schulen – insbesondere Körperverletzungen – gestiegen, insgesamt um über 10 Prozent in den vergangenen vier Jahren. Allerdings gingen Diebstähle deutlich zurück. Pro Schule werden bis zu 30 Straftaten pro Jahr registriert. Den höchsten Stand hat der Bezirk Mitte (inkl. Wedding und Moabit), gefolgt von Reinickendorf, Marzahn-Hellersdorf, Lichtenberg und Neukölln. Die Gewalt geht von Schülern, Eltern und auch Schulfremden aus. In den letzten Jahren haben die Umzäunung einer Schule und der Einsatz von Wachschützern einen deutlichen Rückgang der Straftaten bewirkt. Neben den offiziell angezeigten Straftaten gibt es aber auch eine hohe Dunkelziffer etwa von Mobbing-Fällen an Schulen. Neben körperlicher Gewalt sind viele Schüler somit auch psychischer Gewalt ausgesetzt. Es gibt in anderen Städten in Deutschland und auch international Gebetsinitiativen, bei denen Gemeinden jeweils eine Schule in ihrer Nähe im Gebet „adoptieren“ und regelmäßig für sie beten.

Gebet:

  • Um Schutz und Bewahrung der Schüler vor körperlicher, psychischer und sonstiger Gewalt
  • Für viele Beter, die für Gottes Frieden an den Schulen beten
  • Dass Politik, Polizei und Schulleitungen gute Lösungen für die Probleme der Schulen finden

 

Neue Zukunftskommission „Gesundheitsstadt BERLIN 2030“

In der Gesundheitsbranche der Region erwirtschaften 370.000 Beschäftigte 25 Milliarden Euro Jahresumsatz. Berlin soll zum führenden Gesundheitsstandort in Europa weiterentwickelt werden, ausgehend von der Charité, Europas größter Universitätsklinik, und von Vivantes, Deutschlands größtem kommunalen Klinikkonzern. Pharmafirmen und Medizintechnik-Hersteller siedeln sich zunehmend in und um Berlin an. Der Regierende Bürgermeister Müller sagte in einem Interview (Tagesspiegel 16.5.): „Die Gesundheitsbranche ist ein echtes Pfund für Berlin. … Wir werden zunehmend als Stadt der Wissenschaft und Forschung wahrgenommen und als Kongressstadt in der Mitte Europas. … Die Wissenschaft ist unglaublich wichtig für unsere Start-up-Szene. Ausgründungen aus Hochschulen haben 20.000 neue Arbeitsplätze in Berlin geschaffen.“ Müller erwartet, dass Berlin künftig gar zum „Silicon Valley der Gesundheit“ wird.

Um diese Entwicklung zu beschleunigen, setzte der Senat im Mai die Zukunftskommission „Gesundheitsstadt Berlin 2030“ ein. Sie soll konkrete Vorschläge erarbeiten. Die Kommissionsmitglieder sind sämtlich ausgewiesene Fachleute, die nicht aus Berlin kommen – offenbar ist der Blick von außerhalb erwünscht. Vorsitzender des elfköpfigen Gremiums ist der Gesundheitsexperte und SPD-Politiker Karl Lauterbach. Die elf Kommissionsmitglieder – darunter Krankenkassenfachleute, Hochschulforscher und Pflegeexperten – sollen ermitteln, welche Forschungs- und Versorgungsschwerpunkte sinnvoll sind und wie sich Hochschulen, Krankenhäuser und Firmen besser vernetzen lassen. (Quelle: Tagesspiegel 14.5.)

Gebet:

  • Dank, dass Berlin sich weiter in Richtung seines Potentials entwickelt
  • Schneller Start und kreative Arbeit der Zukunftskommission
  • Dass Berlin im medizinischen, sozialen und auch im geistlichen Sinn eine „Gesundheitsstadt“ werde

 

Unzufriedenheit mit der Senatspolitik

Laut einer Umfrage von Abendschau und Berliner Morgenpost – BerlinTREND Mai 2018 – sind die Berliner nicht wirklich zufrieden mit der Arbeit von Bürgermeister und Senat. Würde am Sonntag gewählt, wäre Die die Linke stärkste Partei. Die größte Oppositionspartei CDU liegt mit 21 Prozent knapp hinter der Linken, die SPD folgt mit 18 Prozent. Das ist der schlechteste Wert, den die SPD im BerlinTREND je für sich verbuchen musste. In zweieinhalb Wochen möchte sich Michael Müller wieder zum SPD-Landesvorsitzenden wählen lassen. In der Partei ist Müller anerkannt, wenn auch nicht unumstritten, aber nur 36 Prozent der Bevölkerung zeigen sich mit der Arbeit Müllers zufrieden. Die Stellvertreter des Bürgermeisters, Klaus Lederer (Linke) und Ramona Pop (Grüne), können ihre Zustimmungswerte steigern. Rund die Hälfte der Befragten gibt jedoch an, die beiden nicht zu kennen oder ihre Arbeit nicht beurteilen zu können. Bei der Frage nach dem Management des Stadtwachstums äußerten die Befragten massive Zweifel, ob dieser Senat und seine Behörden dem gewachsen sind. Zufrieden äußern sich nur 16 Prozent, unzufrieden dagegen 81 Prozent.

Gebet:

  • Neue Kraft und Zuversicht für alle Verantwortlichen im Berliner Senat und mehr Rückhalt in der Bevölkerung
  • Weisheit und Kreativität bei der Lösung der anstehenden Probleme
  • Einsicht, wo alte Wege verlassen oder Fehler korrigiert werden müssen

 

Gebet für Muslime im Ramadan

Seit dem 15. Mai fasten viele muslimische Mitbürger/innen auch hier in Berlin. Zu dieser Jahreszeit ist das eine besondere Herausforderung, da der Tag sehr lang ist und damit auch die Zeit, in der weder gegessen noch getrunken werden darf. Zudem ist es ungewöhnlich heiß. Es kommt immer wieder in Schulen zu Problemen, weil auch Kinder fasten und dann manchmal körperlich an ihre Grenzen kommen. Aber auch die Tatsache, dass erst frühestens um 21:15 Uhr gegessen werden darf, führt dazu, dass nicht nur die Kinder unausgeschlafen sind. Trotz dieser Herausforderungen ist für viele Muslime diese Zeit eine sehr wichtige. Viele fühlen sich Gott viel näher und erwarten sein aktives Hineinwirken in ihr Leben. Ein Grund mehr, in dieser Zeit besonders für muslimische Nachbarn und Bekannte zu beten. Anleitungen zum täglichen Gebet für die muslimische Welt gibt es noch bis zum 14.6. unter https://30tagegebet.de. In diesem Jahr wurde zum Beispiel am 29.5. besonders für die ca. 10.000 Tschetschenen in Berlin gebetet.

Gebet:

  • Dass Berliner Christen Beziehungen zu muslimischen Nachbarn aufbauen
  • Dass die Zeit des Ramadan in den Schulen nicht noch mehr Konflikte verursacht
  • Für die Tschetschenen in der Stadt, dass Jesus Christus ihnen begegnet

 

Neue Polizeipräsidentin

Seit dem 10. April ist Barbara Slowik die erste Präsidentin der Berliner Polizei. Ihr Vorgänger Klaus Kandt war vom Innensenator zuvor entlassen worden, weil keine zukunftsfähige Zusammenarbeit mehr zu erwarten sei. Als Juristin arbeitete die geborene Berlinerin in der Senatsverwaltung für Inneres, war dann im Bundesinnenministerium und machte sich einen Namen als Spezialistin für Terrorismusabwehr. Zuvor war sie dort zuständig für Personal und Führungskräfte. Sie setzte ein Programm auf, um junge Muslime zu deradikalisieren, und richtete das Gemeinsame Extremismus- und Terrorismusabwehrzentrum von Bund und Ländern ein. Das alles klingt nach viel Kompetenz, obwohl der Job an der Spitze der großen Berliner Behörde ein neues Feld für sie ist. Von ihr wird ein Neuanfang nach mancherlei Skandalen der Vergangenheit erwartet. Ihr Führungsstil sei „sehr kooperativ, direkt und pragmatisch“, sagt sie. Sie spricht über neue Wege zur Gewinnung von Nachwuchs und vom Abbau der Bürokratie, auch über Standards, etwa bei der Überwachung von Gefährdern. Wenn Kriminalität und Extremismus global seien, müsse sich die Kriminalitätsbekämpfung vernetzen. Der nahezu gewaltfreie 1. Mai war ein erster Erfolg auch für die Neue.

Gebet:

  • Dass die neue Polizeipräsidentin ihre Kompetenzen optimal einsetzen und ihre Pläne effektiv umsetzen kann
  • Vertrauen bei Bürgern, Politik und Polizei

 

Dran bleiben: Kitaplätze und -personal

Leider gibt es hier kaum Fortschritte. Am vergangenen Samstag gab es eine von Elterninitiativen organisierte Demo mit 3.000 Leuten für mehr Kitaplätze. Plätze gibt es zwar theoretisch genug, aber oft zu weit weg. Außerdem herrscht massiver Mangel an Erzieherinnen. Bei deren bisher schlechter Bezahlung bewegt sich nun der Senat und will drauf legen. Die Situation braucht weiter unser Gebet.

 

„Ick brauch keen Hawaii“ sucht Beter

Auch dieses Jahr wird es wieder vom 4. bis 8.7. das Jugendfestival auf dem Tempelhofer Feld geben. Veranstalter ist der CVJM in Kooperation mit BerlinUnited, Gemeinsam für Berlin, der SMD und Mitwirkenden aus rund 30 Gemeinden. Start ist täglich um 14 Uhr. Es wird am Nachmittag ein attraktives Jugend- und Familienprogramm geben mit Sport, Musik und Kunst. Abends findet ein evangelistischer Gottesdienst statt. – Während der gesamten Zeit soll gebetet werden. Dafür suchen wir noch Unterstützung aus den Gemeinden. Bei Interesse bitte bei meyerhoff@gfberlin.de melden.

 

Termine:

13.6., 18 Uhr: Gebet für die Stadt, Rotes Rathaus

4.–8.7. „Ick brauch keen Hawaii“ – s. Artikel oben

Herunterladen als PDF: April 2018

Good News: Bürgerplattform Spandau

In Bürgerplattformen verbinden sich Initiativen, Vereine und Religionsgemeinschaften, um gemeinsam an Lösungen für ihren Kiez oder Stadtteil zu arbeiten. Nach Neukölln, Berlin Südost und Moabit-Wedding wurde nun die vierte Berliner Bürgerplattform im Bezirk Spandau gegründet. Engagierte Christen sind dabei. Eine Reihe von Kirchengemeinden sind beteiligt, ebenso einige Moscheegemeinden. Sie wollen miteinander Themen angehen, die viele Spandauer/innen bewegen, und mit der Politik auf Augenhöhe über Lösungen verhandeln. Rund 450 Menschen aus bisher 15 Gruppen kamen zur Gründungsversammlung.

Gebet:

  • Dank, dass sich Christen und andere Menschen guten Willens für mehr Lebensqualität einsetzen
  • Dank, dass sie auch auf diese Weise der Stadt und ihren Menschen dienen

Personal-Notstand bei den Gerichten

Seit Jahren ist die Berliner Justiz überlastet und die Situation ist weiter angespannt. Besonders betroffen ist das Landgericht in Berlin-Moabit: Zu wenig Personal für zu viele Fälle und dazu noch fehlende Gerichtssäle. Dadurch kommt es oft zu langen Verzögerungen in den Verhandlungen teils schwerer Verbrechen. Verfahren können aufgrund steigender Zahlen von Straffällen nicht zügig abgeschlossen werden. Häftlinge werden aus der Untersuchungshaft entlassen, weil aufgrund der Verzögerung des Prozessbeginns die Dauer der gesetzlich erlaubten Untersuchungshaft überschritten ist. 19 von 40 Strafkammern gelten offiziell als überlastet. Bis zum Sommer sollen fünf neue Strafkammern eingerichtet und zudem neue Stellen besetzt werden – mit dem Ziel, die Gesamtlage zu entspannen. Neue Hochsicherheitssäle sind geplant, doch die Baugenehmigung fehlt.

Gebet:

  • Entlastung des aktuellen Arbeitspensums der Richter und Staatsanwälte
  • Zeitnahe Besetzung neuer Stellen in den Strafkammern
  • Rasche Aufarbeitung der bisher zurückgestellten Verhandlungen
  • Rückgang der Zahl von Straftaten in Berlin

Stolpersteine

Die Stolpersteine sind ursprünglich ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig. Mit den kleinen Gedenktafeln soll an die Menschen erinnert werden, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet oder deportiert wurden. Rund 7.800 Steine sind in Berlin verlegt worden. Am 20. März fand bundesweit ein „Frühjahrsputz der Stolpersteine“ statt. Die Stolpersteine und die Putzaktion richten sich gegen das Vergessen und Verdrängen unserer deutschen Geschichte. Es bedeutet ein Innehalten im hektischen Alltag, um die Schrift am Boden zu entziffern. Es erfordert Demut, sich auf offener Straße hinzuknien, um durch das Putzen die Erinnerung präsent zu halten. Was geschehen ist, könnte sich wiederholen, wenn wir aus dieser Erfahrung nicht lernen. So erlebten wir in Berlin in den letzten Monaten, wie Stolpersteine herausgerissen wurden und ein israelischer Restaurantbesitzer verbal heftig antisemitisch attackiert wurde.

Für eine praktische Umsetzung des Mottos „Nie wieder“ braucht es Mut. Jeder ist gerufen, in seinem alltäglichen Leben antisemitischen Sprüchen oder Vorbehalten entgegen zu treten. Eine weitere Möglichkeit aktiv zu werden, ist die Teilnahme am „Marsch des Lebens“, der sich gegen das Vergessen und gegen den modernen Antisemitismus richtet. Auftakt des Marschs ist am 18.04.18 um 18 Uhr am George-Grosz-Platz (Ecke Kurfürstendamm und Schlüterstraße).

Gebet:

  • Dass unsere besondere deutsche und christliche Verantwortung für Juden und Israel bewusst bleibt
  • Schutz von israelischen und jüdischen Mitbürgern und Einrichtungen
  • Mut und Entschlossenheit, gegen Antisemitismus einzustehen
  • Große Teilnehmerzahl und öffentliche Wirkung beim „Marsch des Lebens“

Wirtschaftsstandort Berlin

In Berlin gibt es gute Nachrichten aus dem Wirtschaftssektor. Es werden neue Arbeitsplätze geschaffen (55.000 in 2017) und dadurch sinkt die Arbeitslosigkeit. Berlin ist ein attraktiver Standort für Unternehmen aus der Digitalwirtschaft, Tourismus und Medien. Das Wirtschaftswachstum lag in den letzten Jahren immer wieder über dem der restlichen Bundesrepublik. Doch aus gesamtdeutscher Sicht sieht Berlins wirtschaftlicher Beitrag nicht so glorreich aus. Berlin trägt nur vier Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei und drückt sogar das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen. Aktuelle Umfragen zeigen, dass das Potential des Wirtschaftsstandorts Berlin zwischen Berlin und anderen Bundesländern stark auseinander geht. Damit die Wirtschaft Berlins weiterhin wächst und der Wirtschaftsstandort an Attraktivität gewinnt, nennen Führungskräfte als Wachstumspotentiale insbesondere: bessere Bildung, Optimierung der Verwaltung, mehr Offenheit, mehr Investitionen und bessere Infrastruktur.

Gebet:

  • Dank für das wirtschaftliche Wachstum und die neuen Arbeitsplätze
  • Bitte um einen vorausschauenden Blick der Politik, der die Wachstumspotentiale Berlins jetzt angeht
  • Dass neue Unternehmen gut Fuß fassen und bestehende stabil bleiben

Kreuzberg und der 1. Mai

Viele Jahre dachte man beim 1. Mai in Kreuzberg an Randale und Unruhe. Seit 2003 setzen sich Christen für einen friedlichen 1. Mai ein – mit öffentlichen Gottesdiensten vor Ort, Straßengebetsteams und Lobpreiszeiten. Wie wird es in diesem Jahr sein?

Wie in den Vorjahren veranstalten Bezirk und Anwohner das MyFest mit acht Bühnen von 11 bis ca. 22 Uhr rund um die Oranienstraße. Neu ist der MaiGörli von 12 bis 23 Uhr auf zwei Bühnen im Görlitzer Park mit umfassenden Zugangskontrollen. Die Revolutionäre 1. Mai Demo ist angekündigt, wird aber wohl wieder nicht offiziell angemeldet werden; sie soll am Oranienplatz starten und steht unter dem Motto „Für soziale Revolution“ und „Die rebellische Stadt sichtbar machen“.

Und Folgendes planen christliche Gruppen:

„BURN“ ab 30.4.,12 Uhr, bis 1.5., 24 Uhr: Lobpreis und Anbetung im Gebetskeller am Kotti, 36 Stunden lang. Fürbitte-Zeiten eingebettet in BURN (30.4., 20 Uhr, 1.5., 12, 16 und 20 Uhr).

Begleitendes Gebet im Vorfeld und während der Demo: Montag, 30.4., 18 Uhr, entlang der Demo-Strecke und 1.5. ab ca. 17 Uhr parallel zur Demo

Evangelisation in kleinen Teams am 1. Mai ab 13 Uhr auf dem MyFest; gemeinsamer Start mit einem Sendungsgottesdienst.

Wer mitmachen möchte, bei info@gfberlin.de melden!

Gebet:

  • Dank für den jahrelangen deutlichen Rückgang von Gewalt und Randale rund um den 1. Mai
  • Für einen friedlichen Verlauf des Tages rund um das MyFest und beim MaiGörli
  • Für einen friedlichen Verlauf der 18-Uhr-Demo (und eventueller anderer Demos)
  • Weises, deeskalierndes und wirkungsvolles Handeln der Polizei

Bessere Luftqualität durch Tempo 30

In Berlin liegt wie in vielen anderen Städten die Belastung mit Stickstoffdioxid an stark befahrenen Straßen über dem zulässigen Grenzwert. Das gefährdet die Gesundheit (nicht nur) der Anwohner, Fußgänger und Radfahrer. Studien zeigen, dass langsamer und gleichmäßig rollender Verkehr die Belastung senkt. So ergaben über drei Jahre durchgeführte Tests in Berlin eine Senkung zwischen sieben und 13 Prozent. Bei Feinstaub und dem darin enthaltenen giftigen Ruß waren die Effekte geringer, aber ebenfalls messbar. Nach den Osterferien macht nun Umweltsenatorin Regine Günther (parteilos, für die Grünen) ernst. Sie will nur dort Tempo 30 vorschreiben, wo es Sinn macht. Die Testphase beginnt auf der Leipziger Straße in Mitte. Dort wird der Grenzwert bisher um 65 Prozent überschritten, so viel wie an keiner anderen der rund 30 vom Senat betriebenen Messstellen an Hauptverkehrsadern.
(Der Tagesspiegel 22.03.2018)

Gebet:

  • Effektive und sinnvolle Maßnahmen zur Senkung der Schadstoffe
  • Versachlichung der oft emotional und ideologisch überfrachteten Diskussion
  • Dass mittelfristig die Luftqualität in Berlin steigt – und damit die Gesundheit

Dran bleiben: Antisemitismus

In einer Tempelhofer Grundschule (mit 95 Prozent Migrationsanteil!) ist ein jüdisches Mädchen von einer muslimischen Klassenkameradin beschimpft und bedroht worden, weil sie nicht an Allah glaubt. Der Fall schlägt Wellen bis in die Bundespolitik. Der neue Außenminister Heiko Maas verurteilte während seines Antrittsbesuchs in Israel den Vorfall und generell jede Art von Judenfeindschaft. Auch Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble äußerte sich entsprechend. In der betroffenen Schule soll das Problem nach den Osterferien mit externer fachlicher Hilfe pädagogisch angegangen werden. Ein solcher Vorfall ist wahrscheinlich nur „die Spitze des Eisbergs“. Es gibt offenen Antisemitismus sowohl in muslimischen Kreisen als auch bei Deutschen mit rechter Gesinnung.

Unser Gebet und praktischer Einsatz gegen Antisemitismus und Judenhass bleiben leider aktuell.

Termine:

11.04., 18 Uhr: Gebet für die Stadt, Rotes Rathaus

18.04.,18 Uhr: Marsch des Lebens (siehe Artikel oben), George-Grosz-Platz, Charlottenburg, https://www.facebook.com/events/167260303984412/

30.04. und 01.05.: Gebet rund um den 1.Mai (Details im Artikel oben)

 

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Good News: Weniger Kriminalität rund um das Kottbusser Tor

Öfter haben wir hier zum Gebet für das Kottbusser Tor in Kreuzberg aufgerufen. Die Kriminalität ist dort ist im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen. Das geht laut rbb aus der Statistik des zuständigen Polizeiabschnitts hervor. Der Rückgang betrifft die Gewaltdelikte Körperverletzung und Raub sowie Taschendiebstähle, die 2016 auf 2017 um 14 Prozent abnahmen. Bei den Taschendiebstählen ging die Zahl sogar um 42 Prozent zurück. Angestiegen ist dagegen leider die Zahl der Drogendelikte. Dank und Bitte zugleich!

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Sexuelle Vielfalt in Kitas

Für die Kindertagesstätten von Berlin ist – vom Senat finanziert – eine neue Pädagogische Handreichung herausgegeben worden mit dem Titel „Murat spielt Prinzessin, Alex hat zwei Mütter und Sophie heißt jetzt Ben“. Die Zielgruppe, 1-6-jährige Kita-Kinder, soll sich mit allen möglichen Formen sexueller und geschlechtlicher Identität, Orientierung und Lebensweisen in Form von Bilderbüchern und Geschichten beschäftigen. Die Kita-Pädagoginnen werden angeleitet, die sexuelle und geschlechtliche Identität der Kleinkinder zu hinterfragen und sie darin zu unterstützen, ihre sexuelle Orientierung zu finden. Die Themen dieser Broschüre wurden im Auftrag des Senats von der LGBT-Interessengruppe „Queerformat“ entwickelt. Bei aller auch vom christlichen Glauben her gebotenen Toleranz für unterschiedliche geschlechtliche Orientierungen befürchten doch viele Fachleute, dass Kinder dadurch überfordert sind und schwerwiegende Eingriffe in deren psychische Entwicklung genommen werden. Sollten Eltern sich auf ihr grundgesetzlich garantiertes elterliches Erziehungsrecht berufen und nicht mitmachen wollen, droht die Broschüre bereits indirekt mit Entzug des Sorgerechts. Im Übrigen widersprechen die in der neuen Broschüre propagierten Einstellungen den an biblischer Ethik orientierten Maßstäben. Wir verweisen auf eine Online-Petition dagegen: http://www.citizengo.org/de/ed/156998-kein-vielfalts-sex-kitas-indoktrinierende-broschuere-sofort-zurueckziehen. Außerdem könnte Berliner Initiative Vorbildcharakter für andere Bundesländer haben.

Gebet:

  • Konzentration auf das Kindeswohl und nicht auf ideologische Vorgaben
  • Rücknahme der Handreichung

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Böses durch Gutes überwinden –Transforum-Konferenz

„Böses durch Gutes überwinden“ ist laut Römer 12,21 Chance und Aufgabe der Christen. Wie kann der Geist Christi, der ein Geist der Feindesliebe und der Versöhnung ist, in unseren Städten wirksamer werden – durch uns? Welche gelungenen Modelle gibt es? Dies und mehr thematisiert die Transforum-Konferenz von Gemeinsam für Berlin vom 8. bis 10. März in der Josua-Gemeinde in Spandau. Spannende Plenumsgäste und 24 Workshops laden zum Hören und Mitmachen ein. Das ganze Programm und Anmeldung hier: https://transforum-berlin.de/startseite/

Gebet:

  • Wegweisende und nachhaltige Impulse durch die Konferenz
  • Dass Berlin und andere Städte mehr und mehr durch den versöhnenden Geist des Evangeliums verändert werden

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Fahrradstadt Berlin

Immer wieder kommt es zu schweren Unfällen mit tödlichen Ausgang für Radfahrer. Weiße Geisterräder werden zum Gedenken aufgestellt und auch Radspuren, wie z.B. an der Kolonnenstraße in Schöneberg, werden daraufhin mit durchgezogenen Linien und roter Farbe aufgerüstet. Doch immer wieder werden diese farbcodierten Grenzen missachtet.

Wir haben schon im Februar dafür zu beten angeregt. Nun hat der Senat beschlossen: In den nächsten zehn Jahren soll Berlin zur Fahrradstadt werden. Noch muss das Abgeordnetenhaus zustimmen, doch dem sollte nichts im Wege stehen. In dem Radverkehrsgesetz ist enthalten, dass für einen sich verdoppelnden Anteil an Radfahrern anteilig auch mehr Fläche auf den Straßen zugewiesen werden soll. Das betrifft vermehrt Parkplätze entlang der Straßen, die dann Radspuren weichen müssen. In Folge soll nun ausgehend von Berlin bis Juni eine Bundesratsinitiative für mehr Verkehrssicherheit formuliert werden.

Gebet:

  • Schutz und gegenseitige Achtung aller Verkehrsteilnehmer
  • Gute Lösungen für sichere Bedingungen gerade für schwächere Teilnehmer
  • Zügige und erfolgreiche Umsetzung der Zielsetzung fahrradfreundliche Stadt

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