Herunterladen als PDF: Dezember/Januar

Good News: Gehaltssprung für Grundschullehrer

Der Senat will ab 1.8.2019 allen Grundschullehrer/innen 5.300 Euro im Monat zahlen – so viel wie Studienräten. Das bedeutet einen Gehaltssprung von mehr als 500 Euro im Monat. Auch den höheren Pensionsanspruch gibt es dann – die  zweijährige Wartefrist entfällt. Sogar wer vor dem Stichtag das Pensionsalter erreicht, kann die höhere Altersversorgung bekommen, falls der Ruhestand entsprechend hinausgeschoben wird. Das hat einen positiven Nebeneffekt für die Grundschulen, die unter dramatischem Lehrermangel leiden.

Gebet:

  • Dank für diese Wertschätzung der Lehrkräfte an Grundschulen
  • Bitte um schnelle Auswirkungen auf die Verringerung des Lehrermangels

Willkommenskultur

In den ersten Monaten ab September 2015 sind durchschnittlich tausend Flüchtlinge pro Tag nach Berlin gekommen. Anfangs war die Verwaltung mit dem Ansturm überfordert (lange Warteschlangen am LaGeSo), zwischenzeitlich läuft die Unterbringung und Versorgung recht reibungslos. Auf den „Masterplan Integration und Sicherheit“ des letzten Senats folgt nun das „Gesamtkonzept zur Integration und Partizipation von Geflüchteten“ der aktuellen Regierung. Die bereits schon freundliche Flüchtlingspolitik (aus Berlin werden am wenigsten Flüchtlinge abgeschoben) soll noch freundlicher werden. Nach Angaben des Integrationsbeauftragten soll die hohe Motivation der Flüchtlinge nach ihrem Eintreffen in der Stadt genutzt werden, damit Integration von Anfang an gelingen kann. Alle Geflüchteten erhalten sofort nach ihrer Ankunft einen Sprachkurs; bereits 11.000 Geflüchtete konnten eine Arbeit aufnehmen; 8.039 Schüler aus Willkommensklassen konnten auf eine reguläre Schule wechseln. Um die Ergebnisse der Integration messen zu können, werden alle Maßnahmen wissenschaftlich begleitet und ausgewertet.

Gebet:

  • Danke, dass aus Krisen und Kriegen kommende Menschen einen sicheren Ort bei uns gefunden haben und für die bisher gelungenen Integrationsbemühungen
  • Dass die Geflüchteten in Berlin eine (ggf. vorübergehende) Heimat finden
  • Für weitere Integrationserfolge, die den Asylsuchenden nützen und die Einheimischen nicht überfordern

BER – neue Mängel und Probleme

Der seit 2006 im Bau befindliche Flughafen BER soll nach der letzten Terminverschiebung im Oktober 2020 eröffnet werden. Ob der Flughafenchef Lütke Daldrup wie geplant im Frühsommer 2019 den Eröffnungstermin bestätigen kann, scheint nun wieder offen. Nachdem das bisherige Sorgenkind Brandschutzanlage in 2019 endlich fertiggestellt werden soll, ist als neues Problemkind die Verkabelung des gesamten Flughafens wieder aufgetaucht. An den 2012 komplett neu verlegten Kabeln sind erneut viele Mängel (Bau-Pfusch) aufgetaucht. Die Kabelschächte an der Süd-Landebahn stehen fast vollständig unter Wasser. Anstatt Mängel zu beheben, wird zu oft neuer Pfusch produziert. Er wird nicht durch die ausführenden Firmen gemeldet, sondern der TÜV wird hierzu „missbraucht“.

Der Flughafenchef hat nun angeregt, die Bauordnung des Landes Brandenburg so wie in anderen Bundesländern zu vereinfachen, damit zum geplanten Eröffnungstermin die Betriebsgenehmigung erteilt werden kann. Dem widerspricht die Brandenburger Bauministerin Schneider zwar, ist aber ggf. bereit, die Erlaubnis zu erteilen, sofern zumindest alle sicherheitsrelevanten Mängel behoben sind (die anderen dann später). In der Vergangenheit haben sich immer wieder Christen zusammengefunden, die am und für den neuen Flughafen BER und seine Inbetriebnahme gebetet haben. Lasst uns damit nicht aufhören!

Gebet:

  • Schnelle Aufdeckung und fehlerfreie Behebung aller noch vorhandenen Mängel
  • Dass gute Lösungen für die Erteilung der Betriebserlaubnis gefunden werden
  • Dass die Eröffnung im Oktober 2020 tatsächlich stattfinden kann

Diesel-Fahrverbote in Berlin?

Ein Diesel-Fahrverbot für einen kleinen Teil des Stadtrings A 100 am Funkturm steht bevor. Dieser Autobahnabschnitt ist mit mehr als 200.000 Fahrzeugen täglich der am stärksten befahrene Autobahnabschnitt Deutschlands. Der zulässige Grenzwert für die Luftbelastung wird bereits überschritten. Von dem möglichen Fahrverbot für Dieselfahrzeuge ist der Abschnitt zwischen Kaiserdamm und ICC betroffen. Der Senat muss laut Urteil des Verwaltungsgerichts bis Ende März 2019 Maßnahmen ergreifen, damit der Grenzwert eingehalten wird. Ein Fahrverbot auf einem so kurzen Teilstück der Autobahn scheint allerdings kaum praktikabel geschweige denn kontrollierbar zu sein.

Gebet:

  • Dass für die Reduzierung der Grenzwerte der Luftbelastung auch auf der A 100 praktikable Lösung gefunden werden

Razzien bei Linksautonomen

In Friedrichshain, Kreuzberg und Neukölln haben 560 Beamte vier Wohnungen durchsucht. Die Gewerkschaft der Polizei hat sich wie folgt geäußert: „Es ist absolut notwendig, auch in diesem Bereich konsequent gegen Straftaten vorzugehen“. Nach der Razzia rufen Bewohner der durchsuchten Häuser zu Gewalt gegen Polizisten auf. Racheakte werden befürchtet.

Gebet:

  • Schutz für alle im Bereich Rigaer Straße tätigen Polizeikräfte und Bewohner/innen
  • Göttliches Eingreifen zur Befriedung des gesamten Stadtteils
  • Einsicht, dass Gewalt keine Lösung ist

Schutz der Weihnachtsmärkte

Vor zwei Jahren gab es den grauenvollen Anschlag mit einem LKW auf den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche. Seitdem macht man sich mehr Gedanken über Sicherheit für die 70 verschiedenen Weihnachtsmärkte in Berlin. Für alle gibt es ein mit Polizei und Feuerwehr abgestimmtes Sicherheitskonzept, das der jeweilige Bezirk genehmigt. Der Markt an der Gedächtniskirche ist besonders hoch gesichert.

Gebet

  • Gottes Schutz über allen Weihnachtsmärkten und ähnlichen Veranstaltungen
  • Dass die Berliner sich nicht von Angst und Unsicherheit bestimmen lassen

Serie Stadtforschung – Blockade als Gemeinsamkeit

Viele Berliner zeigen eine Blockadehaltung. „Anstatt sich auf etwas Gemeinsames zu einigen, sind sie sehr oft einfach dagegen“ stellt Innovationscoach Arvin Schwerin fest. „Manchmal scheint mir die Einstellung, dagegen zu sein, das Einzige zu sein, was Berliner verbindet“. Das wurde auch wissenschaftlich untersucht durch Professorin Martina Löw, die mehrere Städte bezüglich ihrer „Eigenlogik“ erforscht. Im Gegensatz zu anderen Städten, wo sich die Befragten relativ leicht einigen können auf z.B. Fortschrittsorientierung oder Gemütlichkeit der jeweiligen Stadt, ist das in Berlin nicht der Fall: „Es scheint das Wichtigste zu sein, dass jeder einzigartig ist und dass die Stadt nichts verbindet.“ Somit bedarf es einer guten Moderation und konstruktiver gemeinsamer Entscheidungsfindung in allen den öffentlichen Raum betreffenden Fragen.

Gebet:

  • Dass Gemeinsamkeit und Einzigartigkeit in eine gesunde Balance kommen
  • Dass der Blick auf das Beste der Stadt stärker wird als Kritikgeist und überzogener Individualismus

EINS Gebetstag 19. Januar

Nach dem begeistertem Zuspruch im Januar 2018 findet „EINS in Christus – das Gebetsevent für Berlin. Gemeinsam beten, feiern, handeln“ zum zweiten Mal statt. In der Einladung heißt es: „Wir wollen unsere Einheit und Vielfalt feiern und den wunderschönen Schatz der unterschiedlichen Gebetsformen entdecken. Dazu versammeln wir uns im Namen von Jesus Christus und beten für die Anliegen unserer Stadt.“ Die etwa 20 Gebetsstationen werden von einem kurzen gemeinsamen Programm umrahmt. Anschließend begegnet man einander beim Essen. Den Abschluss bildet das Gebetskonzert. Genaue Angaben unten bei Termine!

Gebet:

  • Dass das Feiern der Einheit in Vielfalt gelingt, ermutigt und sendet

Dran bleiben: Obdachlose im Winter

Nachdem die Verkehrsbetriebe in den vergangenen Jahren bestimmte Bahnhöfe im Winter nachts für Obdachlose geöffnet hatten, sollte es das Angebot dieses Jahr wegen Sicherheitsbedenken eigentlich nicht mehr geben. Nach zähem Ringen stehen nun doch die U-Bahnhöfe Moritzplatz und Lichtenberg als Notunterkunft offen. Die Senatsverwaltung für Soziales und die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) einigten sich auf ein Modellprojekt, an dem die Bezirke Lichtenberg und Friedrichshain-Kreuzberg sowie die Berliner Stadtmission und die Sozialstiftung Karuna beteiligt sind.

Termine

06.12., 19 Uhr: Chanukka am Brandenburger Tor, Solidaritätsveranstaltung für jüdisches Leben

12.12. und 9.1., 18 Uhr: Politisches Stadtgebet vor dem Roten Rathaus

13. bis 20.1.: Gebetswoche der Evangelischen Allianz, Termine http://www.evangelische-allianz-berlin.de

19.1., 15 Uhr: EINS – das Gebetsevent. 19 Uhr Gebetskonzert, EFG Schöneberg, Hauptstr. 125 A, 10827 Berlin. Mehr: http://www.einsfürberlin.de

 

Mit dieser Doppelnummer für Dezember und Januar wünscht das Redaktionsteam allen Betern einen frohen Jesus-Geburtstag und ein gesegnetes 2019!

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