Herunterladen als PDF: November 2018

Good News: Campus Siemensstadt

Am alten Standort Siemensstadt soll ein Innovationscampus des Siemens-Konzerns entstehen. Der Senat verständigte sich mit dem Unternehmen auf ein erstes Konzept. Mit dem Innovationscampus soll die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Berlin international gestärkt und die digitale Transformation forciert werden. Auf dem Campus sollen moderne Forschungs- und Bürokapazitäten entstehen, aber auch Wohnungen. Der Konzern beschäftigt in Berlin rund 11.000 Mitarbeiter und wird für den Umbau im ersten Schritt 600 Millionen Euro investieren.

  • Dank für das gemeinsame Konzept und die damit verbundene Großinvestition in die Zukunftsfähigkeit Berlins

Obdachlose im Winter

Die Notunterkunft Lehrter Straße, betrieben von der Berliner Stadtmission, ist ein Kern des Netzwerks der Berliner Kältehilfe. 1.000 Plätze bietet dieses Notsystem insgesamt in der Hauptstadt – mit dem einzigen Ziel, dass Obdachlose nicht unter freiem Himmel erfrieren. Seit dem 1. Oktober stehen schon 500 Plätze zur Verfügung, die restlichen 500 Plätze sind ab dem 1. November frei. Bis Ende April finden Obdachlose so Schutz vor gefährlich kalten Temperaturen. Wie viele Menschen derzeit in Berlin auf der Straße leben, ist nicht bekannt. Schätzungen gehen von 4.000 bis 5.000 aus, wahrscheinlich sind es mehr. Dieses Versorgungsnetz spannen große Einrichtungen wie die Stadtmission oder die Caritas, aber auch viele Kirchengemeinden beider Konfessionen und andere Einrichtungen. Viele Dutzend Ehrenamtler machen Frühstück, kochen, kümmern sich um kranke Menschen, sprechen mit den Gästen. Und einige fahren den Kältebus. Den können Menschen rufen, die sehen, dass ein Obdachloser unter der Kälte leidet und Hilfe benötigt. Die Nummer für den Kältebus lautet: 0178 523 58 38 oder 030 810 56 04 25. Die bedeutendste Anlaufstation der Kältehilfe ist die Lehrter Straße im Zentrum der Stadtmission, weil sie das breiteste Angebot besitzt. Die medizinische Betreuung ist sehr gut, weil es in dem Komplex eine Arztpraxis gibt und viele medizinische Kräfte zur Verfügung stehen. Vor allem aber finden hier auch Rollstuhlfahrer Ruhe und Hilfe.

Nach langem Hin und Her öffnet die BVG (Verkehrsbetriebe) nun doch nachts bestimmte Räume in U-Bahnhöfen für Obdachlose. Aus hygienischen und Sicherheitsaspekten hatte sie es für diesen Winter ursprünglich abgelehnt. Doch wer in Notunterkünften die Nacht verbringt, hat es besser. Die Stadtmission etwa versorgt am S- und U-Bahnhof Frankfurter Allee in einer Traglufthalle täglich 120 Personen. Dort arbeiten medizinische Helfer, es gibt jeden Tag gutes Essen, wahlweise vegetarisch und mit Fleisch, eine Waschmaschine, Rasierschaum, Duschgel. Ist eine Einrichtung voll, dann werden die Menschen – wenn sie es wollen – nach Möglichkeit in Unterkünfte gefahren, die noch Plätze haben. (Quelle: Tagesspiegel 22.10.)

Gebet:

  • Eine warme Unterkunft für möglichst viele Obdachlose, damit sie nicht erfrieren
  • Weitere Arbeit an der Beseitigung der Ursachen für Obdachlosigkeit
  • Liebe, Geduld und Durchhaltevermögen für die haupt- und ehrenamtlichen Helfer
  • Segen für die Arbeit der christlichen Einrichtungen, besonders der Stadtmission

Beschwerdeportal gegen Lehrer

Die Berliner AfD hat am 22. Oktober ein Online-Portal freigeschaltet. Dort sollen Lehrer gemeldet werden, die Schüler mit ihrer Haltung gegen die AfD „indoktrinieren“. Die Senatsverwaltung und viele andere haben große Bedenken gegen eine solche Anstiftung zur Denunziation. Schul-Senatorin Scheeres betonte, es stehe „dem Schulfrieden entgegen“, ein derartiges Portal auf den Weg zu bringen. Außerdem erinnert das Vorhaben  fatal an Praktiken in den beiden unseligen Diktaturzeiten in unserem Land.

Gebet

  • Dass Möglichkeiten gefunden werden, das frei geschaltete Meldeportal zu stoppen
  • Zivilcourage bei Schülern, Lehrpersonal, Vorgesetzten und Schulbehörden

Personalmangel in Jugendämtern

Die Jugendämter sind für viele Bereiche zuständig: z.B. für die Zahlung von Unterhaltsvorschuss (seit 07/17 sind die Anträge um 60% gestiegen), betreutes Jugendwohnen, Unterbringung von Kindern in Pflegefamilien, Kinderschutz, Tagespflege, Eingliederungshilfen für Kinder und Jugendliche mit Entwicklungsauffälligkeiten und seelischen Störungen u.v.m. In jedem Zuständigkeitsbereich des Jugendamtes sind die Fallzahlen in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen, so z.B. in der Eingliederungshilfe, da immer mehr Kinder und Jugendliche aus Problemfamilien kommen und Hilfe in ihrer Entwicklung brauchen. Für die Betreuung und Unterbringung müssen immer mehr Kinder aus Problemfamilien genommen werden oder es sind minderjährige unbegleitete Flüchtlinge zu betreuen.

Auch wenn deutlich mehr Stellen für diese Aufgaben zur Verfügung gestellt werden, gibt es zu wenige Neueinstellungen, um den Personalmangel auszugleichen. Gründe sind zu wenige ausreichend ausgebildete Sozialarbeiter, Erzieher, Verwaltungsangestellte usw. und die zu geringe Bezahlung, so dass geeignete Bewerber andere, besser bezahlte Jobangebote annehmen. Außerdem gibt es zu wenige oder zu kostenintensive Ausbildungsplätze.

Gebet:

  • Neue Ideen bei der Werbung und Einstellung von Fachkräften
  • Geeignete Fachkräfte, die die Stellenangebote annehmen
  • Dass sich die Lage der Kinder und Jugendlichen in den Herkunftsfamilien so bessert, dass sie keine Unterstützung mehr brauchen

Sieben Exzellenzcluster in Berlin

Die deutsche Forschungsgesellschaft (DFG) hat kürzlich sieben Clusteranträge aus Berlin bewilligt. Damit ist Berlin bundesweit die erfolgreichste Region gewesen. Mit Hochdruck wird nun an dem nächsten Schritt, dem Verbundantrag, gearbeitet, denn Mitte Dezember 2018 soll der Antrag bei der DFG und dem Wissenschaftsrat eingereicht werden. Ein Beispiel aus den bewilligten Clustern ist MATH+. Es verbindet die großen Universitäten FU, HU und TU mit dem Weierstraß-Institut für Angewandte Analysis und Stochastik, sowie dem Zuse-Institut Berlin in der Erforschung und Weiterentwicklung neuer Ansätze der anwendungsorientierten Mathematik. Zentral dabei sind die mathematischen Grundlagen zur Nutzung immer größerer Datenmengen in den Lebens- und Materialwissenschaften, der Energie- und Netzwerkforschung oder den Geistes- und Sozialwissenschaften. Damit sollen technische Innovationen und auch ein generelles Verständnis von sozialen Prozessen gefördert werden.

Gebet

  • Dass Berlin dadurch als Wissenschaftsstandort sichtbarer und für die Gesellschaft lokal und global ertragreicher wird
  • Dass dadurch in der Wissenschaft das Gemeinsame den Individualismus überwindet
  • Dass durch die Forschung letztlich auch die Gotteserkenntnis zunimmt

Israelisch-deutsches Festival

Vom 12. bis 18. Oktober fand das israelisch-deutsche Festival statt. In kleinen Filmsequenzen erzählten Berliner Jüdinnen und Juden, warum sie wann nach Berlin gekommen sind und was sie hier erlebt haben. Eine einigermaßen einheitliche berlin-jüdische Identität gibt es allerdings nicht. Die Menschen leben hier aus den unterschiedlichsten Motiven heraus.

Gebet

  • Schutz des vielfältigen jüdischen Lebens in Berlin
  • Verstärktes Kennenlernen und gute Nachbarschaft zwischen Israelis und Deutschen

Brückensanierungen

Elf von insgesamt 258 Brücken in Berlin, für die der Bund zuständig ist, müssen aufgrund ihres Zustandes in absehbarer Zeit saniert werden. Regelmäßig bekommen die Brücken Noten auf einer Skala von eins bis vier. Elf Berliner Brücken haben die Note „drei“ erhalten. Diese Bewertung zeigt an, dass eine Brücke saniert werden muss. Für die meisten ist das bereits geplant. In Berlin gibt es insgesamt 1.085 Brücken für den Straßen-, Fuß- oder Radverkehr. Untersucht werden die Bauwerke immer wieder mit Blick auf ihre Standsicherheit, Verkehrssicherheit und Dauerhaftigkeit (Quelle: rbb24 17.10.).

Gebet:

  • Verantwortliche Entscheidungen über den Zeitpunkt der Sanierung und ggf. Sperrung
  • Gottes Schutz vor Einsturz-Katastrophen

Dran bleiben: Clan-Kriminalität

Das Bezirksamt Neukölln startet ein bezirkseigenes Aussteigerprogramm aus kriminellen Clanstrukturen. Es soll Teil der ressortübergreifenden Gesamtstrategie sein. Neben der direkten Bekämpfung der Kriminalität soll der Ausstieg aus diesen Strukturen so einfach und attraktiv wie möglich sein. Der Rechtsstaat soll die Menschen bei dem Schritt in die Legalität unterstützen.

Termine

10.11., 16 Uhr: Solidaritätskundgebung für Israel am Brandenburger Tor

10.11., 14:30 bis 17:30 Uhr: Gebetstag für verfolgte Christen der Evangelischen Allianz Berlin, EFG, Tempelhofer Damm 133-137, 12099 B-Tempelhof

14.11., 18 Uhr: Politisches Stadtgebet vor dem Roten Rathaus

06.12., 18 Uhr: Chanukka am Brandenburger Tor, Solidaritätsveranstaltung für jüdisches Leben

 

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