Herunterladen als PDF: Juni 2018

Good News: Schülertickets günstiger

Schüler müssen fürs Fahren mit Bahnen und Bussen vom 1. August an weniger oder gar nichts mehr zahlen. Der Preis des Schülertickets sinkt von 29,50 Euro auf 21,80 Euro beim Barkauf. Im Abo reduziert er sich von 22,92 Euro auf 17 Euro. Die Geschwisterkarte entfällt. Wer Anspruch auf den Berlinpass hat, fährt gratis. Das Land gleicht die geringeren Einnahmen der Verkehrsunternehmen aus.

Dank für diese Maßnahme zu Gunsten der Kinder

 

Gewalt an Schulen – neue Zahlen

Nach einer aktuellen Statistik ist die Zahl der Straftaten an Berliner Schulen – insbesondere Körperverletzungen – gestiegen, insgesamt um über 10 Prozent in den vergangenen vier Jahren. Allerdings gingen Diebstähle deutlich zurück. Pro Schule werden bis zu 30 Straftaten pro Jahr registriert. Den höchsten Stand hat der Bezirk Mitte (inkl. Wedding und Moabit), gefolgt von Reinickendorf, Marzahn-Hellersdorf, Lichtenberg und Neukölln. Die Gewalt geht von Schülern, Eltern und auch Schulfremden aus. In den letzten Jahren haben die Umzäunung einer Schule und der Einsatz von Wachschützern einen deutlichen Rückgang der Straftaten bewirkt. Neben den offiziell angezeigten Straftaten gibt es aber auch eine hohe Dunkelziffer etwa von Mobbing-Fällen an Schulen. Neben körperlicher Gewalt sind viele Schüler somit auch psychischer Gewalt ausgesetzt. Es gibt in anderen Städten in Deutschland und auch international Gebetsinitiativen, bei denen Gemeinden jeweils eine Schule in ihrer Nähe im Gebet „adoptieren“ und regelmäßig für sie beten.

Gebet:

  • Um Schutz und Bewahrung der Schüler vor körperlicher, psychischer und sonstiger Gewalt
  • Für viele Beter, die für Gottes Frieden an den Schulen beten
  • Dass Politik, Polizei und Schulleitungen gute Lösungen für die Probleme der Schulen finden

 

Neue Zukunftskommission „Gesundheitsstadt BERLIN 2030“

In der Gesundheitsbranche der Region erwirtschaften 370.000 Beschäftigte 25 Milliarden Euro Jahresumsatz. Berlin soll zum führenden Gesundheitsstandort in Europa weiterentwickelt werden, ausgehend von der Charité, Europas größter Universitätsklinik, und von Vivantes, Deutschlands größtem kommunalen Klinikkonzern. Pharmafirmen und Medizintechnik-Hersteller siedeln sich zunehmend in und um Berlin an. Der Regierende Bürgermeister Müller sagte in einem Interview (Tagesspiegel 16.5.): „Die Gesundheitsbranche ist ein echtes Pfund für Berlin. … Wir werden zunehmend als Stadt der Wissenschaft und Forschung wahrgenommen und als Kongressstadt in der Mitte Europas. … Die Wissenschaft ist unglaublich wichtig für unsere Start-up-Szene. Ausgründungen aus Hochschulen haben 20.000 neue Arbeitsplätze in Berlin geschaffen.“ Müller erwartet, dass Berlin künftig gar zum „Silicon Valley der Gesundheit“ wird.

Um diese Entwicklung zu beschleunigen, setzte der Senat im Mai die Zukunftskommission „Gesundheitsstadt Berlin 2030“ ein. Sie soll konkrete Vorschläge erarbeiten. Die Kommissionsmitglieder sind sämtlich ausgewiesene Fachleute, die nicht aus Berlin kommen – offenbar ist der Blick von außerhalb erwünscht. Vorsitzender des elfköpfigen Gremiums ist der Gesundheitsexperte und SPD-Politiker Karl Lauterbach. Die elf Kommissionsmitglieder – darunter Krankenkassenfachleute, Hochschulforscher und Pflegeexperten – sollen ermitteln, welche Forschungs- und Versorgungsschwerpunkte sinnvoll sind und wie sich Hochschulen, Krankenhäuser und Firmen besser vernetzen lassen. (Quelle: Tagesspiegel 14.5.)

Gebet:

  • Dank, dass Berlin sich weiter in Richtung seines Potentials entwickelt
  • Schneller Start und kreative Arbeit der Zukunftskommission
  • Dass Berlin im medizinischen, sozialen und auch im geistlichen Sinn eine „Gesundheitsstadt“ werde

 

Unzufriedenheit mit der Senatspolitik

Laut einer Umfrage von Abendschau und Berliner Morgenpost – BerlinTREND Mai 2018 – sind die Berliner nicht wirklich zufrieden mit der Arbeit von Bürgermeister und Senat. Würde am Sonntag gewählt, wäre Die die Linke stärkste Partei. Die größte Oppositionspartei CDU liegt mit 21 Prozent knapp hinter der Linken, die SPD folgt mit 18 Prozent. Das ist der schlechteste Wert, den die SPD im BerlinTREND je für sich verbuchen musste. In zweieinhalb Wochen möchte sich Michael Müller wieder zum SPD-Landesvorsitzenden wählen lassen. In der Partei ist Müller anerkannt, wenn auch nicht unumstritten, aber nur 36 Prozent der Bevölkerung zeigen sich mit der Arbeit Müllers zufrieden. Die Stellvertreter des Bürgermeisters, Klaus Lederer (Linke) und Ramona Pop (Grüne), können ihre Zustimmungswerte steigern. Rund die Hälfte der Befragten gibt jedoch an, die beiden nicht zu kennen oder ihre Arbeit nicht beurteilen zu können. Bei der Frage nach dem Management des Stadtwachstums äußerten die Befragten massive Zweifel, ob dieser Senat und seine Behörden dem gewachsen sind. Zufrieden äußern sich nur 16 Prozent, unzufrieden dagegen 81 Prozent.

Gebet:

  • Neue Kraft und Zuversicht für alle Verantwortlichen im Berliner Senat und mehr Rückhalt in der Bevölkerung
  • Weisheit und Kreativität bei der Lösung der anstehenden Probleme
  • Einsicht, wo alte Wege verlassen oder Fehler korrigiert werden müssen

 

Gebet für Muslime im Ramadan

Seit dem 15. Mai fasten viele muslimische Mitbürger/innen auch hier in Berlin. Zu dieser Jahreszeit ist das eine besondere Herausforderung, da der Tag sehr lang ist und damit auch die Zeit, in der weder gegessen noch getrunken werden darf. Zudem ist es ungewöhnlich heiß. Es kommt immer wieder in Schulen zu Problemen, weil auch Kinder fasten und dann manchmal körperlich an ihre Grenzen kommen. Aber auch die Tatsache, dass erst frühestens um 21:15 Uhr gegessen werden darf, führt dazu, dass nicht nur die Kinder unausgeschlafen sind. Trotz dieser Herausforderungen ist für viele Muslime diese Zeit eine sehr wichtige. Viele fühlen sich Gott viel näher und erwarten sein aktives Hineinwirken in ihr Leben. Ein Grund mehr, in dieser Zeit besonders für muslimische Nachbarn und Bekannte zu beten. Anleitungen zum täglichen Gebet für die muslimische Welt gibt es noch bis zum 14.6. unter https://30tagegebet.de. In diesem Jahr wurde zum Beispiel am 29.5. besonders für die ca. 10.000 Tschetschenen in Berlin gebetet.

Gebet:

  • Dass Berliner Christen Beziehungen zu muslimischen Nachbarn aufbauen
  • Dass die Zeit des Ramadan in den Schulen nicht noch mehr Konflikte verursacht
  • Für die Tschetschenen in der Stadt, dass Jesus Christus ihnen begegnet

 

Neue Polizeipräsidentin

Seit dem 10. April ist Barbara Slowik die erste Präsidentin der Berliner Polizei. Ihr Vorgänger Klaus Kandt war vom Innensenator zuvor entlassen worden, weil keine zukunftsfähige Zusammenarbeit mehr zu erwarten sei. Als Juristin arbeitete die geborene Berlinerin in der Senatsverwaltung für Inneres, war dann im Bundesinnenministerium und machte sich einen Namen als Spezialistin für Terrorismusabwehr. Zuvor war sie dort zuständig für Personal und Führungskräfte. Sie setzte ein Programm auf, um junge Muslime zu deradikalisieren, und richtete das Gemeinsame Extremismus- und Terrorismusabwehrzentrum von Bund und Ländern ein. Das alles klingt nach viel Kompetenz, obwohl der Job an der Spitze der großen Berliner Behörde ein neues Feld für sie ist. Von ihr wird ein Neuanfang nach mancherlei Skandalen der Vergangenheit erwartet. Ihr Führungsstil sei „sehr kooperativ, direkt und pragmatisch“, sagt sie. Sie spricht über neue Wege zur Gewinnung von Nachwuchs und vom Abbau der Bürokratie, auch über Standards, etwa bei der Überwachung von Gefährdern. Wenn Kriminalität und Extremismus global seien, müsse sich die Kriminalitätsbekämpfung vernetzen. Der nahezu gewaltfreie 1. Mai war ein erster Erfolg auch für die Neue.

Gebet:

  • Dass die neue Polizeipräsidentin ihre Kompetenzen optimal einsetzen und ihre Pläne effektiv umsetzen kann
  • Vertrauen bei Bürgern, Politik und Polizei

 

Dran bleiben: Kitaplätze und -personal

Leider gibt es hier kaum Fortschritte. Am vergangenen Samstag gab es eine von Elterninitiativen organisierte Demo mit 3.000 Leuten für mehr Kitaplätze. Plätze gibt es zwar theoretisch genug, aber oft zu weit weg. Außerdem herrscht massiver Mangel an Erzieherinnen. Bei deren bisher schlechter Bezahlung bewegt sich nun der Senat und will drauf legen. Die Situation braucht weiter unser Gebet.

 

„Ick brauch keen Hawaii“ sucht Beter

Auch dieses Jahr wird es wieder vom 4. bis 8.7. das Jugendfestival auf dem Tempelhofer Feld geben. Veranstalter ist der CVJM in Kooperation mit BerlinUnited, Gemeinsam für Berlin, der SMD und Mitwirkenden aus rund 30 Gemeinden. Start ist täglich um 14 Uhr. Es wird am Nachmittag ein attraktives Jugend- und Familienprogramm geben mit Sport, Musik und Kunst. Abends findet ein evangelistischer Gottesdienst statt. – Während der gesamten Zeit soll gebetet werden. Dafür suchen wir noch Unterstützung aus den Gemeinden. Bei Interesse bitte bei meyerhoff@gfberlin.de melden.

 

Termine:

13.6., 18 Uhr: Gebet für die Stadt, Rotes Rathaus

4.–8.7. „Ick brauch keen Hawaii“ – s. Artikel oben

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