Herunterladen als PDF: Mai 18

Good News: Schulbauprogramm

Der Zustand vieler Schulen in Berlin ist ein trauriges Dauerthema. Nun gibt es einen großen Schritt vorwärts. Drei Senator/innen stellten den „Schulbaufahrplan“ vor. Darin werden alle geplanten Baumaßnahmen für die einzelnen 720 Schulen beschrieben. Nach Bezirken geordnet, gibt es damit erstmals eine transparente tabellarische Darstellung: Was genau soll gemacht werden? Wer ist zuständig? Wann wird mit der Maßnahme begonnen und wann soll sie fertig sein? Aus welchen Töpfen wird sie finanziert? Insgesamt gibt es rund 30 Schulen, an denen es einen Sanierungsbedarf von über 10 Millionen Euro gibt. In den kommenden Jahren sollen rund 60 (!) neue Schulen gebaut werden, um den stark wachsenden Bedarf zu decken.

Gebet:

  • Dank für den konkreten Fortschritt
  • Bitte um schnelle, effektive Umsetzung

Aktuelle Good News 2: Ruhiger 1. Mai

Das Kreuzberger „MyFest“ inklusive „MaiGörli“, die 18-Uhr-Demo (mit – laut Polizei – nur 6.000 Leuten) – alles ohne größere Zwischenfälle. Christen waren mit Gebet, Dauer-Lobpreis und evangelistischen Teams vor Ort.

Dank und Lob, dass Gott Gebet erhört!

Zukunft und Potentiale von Berlin

„Eine neue Begeisterung für die deutsche Hauptstadt wächst in der Welt. In Berlin dagegen überwiegt der Ärger über alltägliche Mängel. Wie passt das zusammen?“, fragt Der Tagesspiegel in einem Artikel vom 22. April. Britische und US-Journalisten, die hier leben, loben Berlin als sauber und günstig mit exzellentem Nahverkehr. Der Tagesspiegel: „In Berlin erleben wir das weitgehend klassenlose Zusammenleben zwar als spannend, aber auch als Anstrengung. Wir sind stolz auf unsere Toleranz, aber die ist stressfrei kaum zu haben.“ Entgegen der verbreiteten Unzufriedenheit gibt es also viel mehr Positives, als wir wahrnehmen, z.B.: „Berlin hat Spezialisten in den schnell wachsenden Branchen Fintech, Gesundheit und Digitalindustrie, … 4 Volluniversitäten, 4 Kunst-Colleges, 7 Hochschulen, 50 zusätzliche Institute, 500 wissenschaftliche und technische Unternehmen. … In Berlin ballt sich Wissenschaft wie sonst an keinem anderen Ort in Deutschland. Der Senat vermarktet die Stadt denn auch als „Brain City“, mit ihren mehr als 70 außeruniversitären Einrichtungen, zwei Exzellenzunis. … Auf Interesse stößt im Ausland auch Berlins neues Einstein-Zentrum Digitale Zukunft, für das 55 neue Informatik-Professuren geschaffen werden. … Der Cluster-Effekt ist enorm. In Berlin ist Diversity nicht nur ein Wort, Leben und Arbeit sind räumlich stark durchmischt, das reduziert den Verkehr und die durchschnittliche Pendlerzeit. Berlin ist die Sharing-Hauptstadt des elektrischen Individualverkehrs mit Rädern, Rollern und Autos.“

In der Stadt selbst, so der Tagesspiegel, treffe das auf eine Phase der Verunsicherung. Wohin entwickelt sich Berlin eigentlich gerade? Verliert es seinen integrativen Charakter, verstärkt sich die Segregation (soziale Trennung)? Zwar ist die Berliner Durchschnittsmiete mit 780 Euro gegenüber 1.843 Euro in London immer noch sehr niedrig. Aber die Mieten stiegen bei uns in einem Jahr um 9,7 Prozent! Der Artikel resümiert: „Das, was an Berlin als so elektrisierend angesehen wird, hat sich also verschoben. Raus aus den Club-Spielplätzen für junge Erwachsene, hin zu professioneller Arbeit in Wissenschaft und Wirtschaft. Aber viel wird davon abhängen, ob es gelingt, der Stadt beides zu bewahren – und deren Funktionalität zu verbessern.“

Gebet:

  • Dank für so viele erstaunlich positive Entwicklungen und das gute Image der Stadt
  • Dass Berlin sein von Gott gegebenes Potential optimal entwickelt
  • Dass Gottes Gnade und menschliche Klugheit schädliche Einflüsse begrenzen

Generationen vereint

Aufbauend auf den ökumenischen Gebetstag EINS am 20. Januar (mit großer Beteiligung und Resonanz) gibt es nun auf Initiative von Berlin United, des Jugendnetzwerks von Gemeinsam für Berlin, die VEREINT-Tage mit den drei Schritten Beten – Dienen – Feiern.

Das Programm: 25.05., 19 bis 21 Uhr, Gebetsabend, Gemeinde auf dem Weg, Tegel. 26.05., 11 bis 13 Uhr, Auftakt, Lobpreis und Schulung, Lukas-Gemeinde Schöneberg. 13 bis 17 Uhr „Kingdom-Teams“ (evangelisieren und praktisch dienen) und Gemeindeaktionen stadtweit. 17:30 bis 19.30 Uhr Spaß, Essen, Gemeinschaft; 19:30 bis 21 Uhr, Lobpreisabend, beides Gemeinde auf dem Weg, Tegel.

Gebet:

  • Hohe Beteiligung verschiedener Generationen aus vielen Gemeinden der Stadt
  • Nachhaltige Wirkung und geistliche Frucht

Startup-Hauptstadt mit Problemen

Berlin ist bekannt für die umsatzstärkste Startup-Szene Deutschlands. Mit rund 100.000 Beschäftigen zählen Startups insgesamt zu den größten Arbeitgebern der Stadt. Doch bei der Einstellung von Personal sind Startups mit erschwerten Bedingungen konfrontiert wie etwa bürokratische Hürden und einer ausbaufähigen Digitalisierung. So wirft der Bundesverband Deutscher Startups dem Regierenden Bürgermeister vor, die Szene insgesamt zu vernachlässigen. Die Innenverwaltung und der Regierende haben den Vorwurf zurückgewiesen.

Gebet:

  • Dank für die starke Startup-Szene und die Entstehung neuer Arbeitsstellen
  • Reduzierung der bürokratischen Hürden bei der Einstellung von Personal
  • Ausbau der Digitalisierung und des Antragswesens

Unruhige Rigaer Straße

1990/91 wurden in der Rigaer Straße mehrere Häuser besetzt, in die linke Wohngemeinschaften einzogen. In einigen der besetzten Häuser wurden kollektiv betriebene Kneipen und Veranstaltungsräume eröffnet. 1992 wurden einige der Hausbesetzungen durch den Abschluss von Mietverträgen legalisiert, andere wurden 1997 geräumt. Die Straße ist seither Schauplatz von Auseinandersetzungen linker Gruppen mit der Polizei. 2017 eskalierte die Situation in regelrechte Krawalle. Vor kurzem wurden mehrfach Steine auf Polizeiwagen geworfen. Aus dem Protest gegen Gentrifizierung und hohe Mieten wurde ein Kampf gegen jede Ordnungsmacht und ein Ventil für den Frust eines perspektivlosen Lebens. Die linksradikale Szene mobilisiert aktuell zu sogenannten „Diskussions- und Chaostagen“. Vom 10. bis 13. Mai soll diskutiert werden über „Strategien für weitreichende Kämpfe“. Zugleich wird zu „dezentralem Chaos“ an diesen Tagen und Nächten aufgerufen.

Gebet:

  • Für die Gemeinden im Kiez, dass sie sich nicht entmutigen lassen, für eine Veränderung der Situation zu beten
  • Dass die Protestler und Randalierer einen friedvollen Weg für ihre Anliegen finden
  • Schutz, Mut und Entschlossenheit für die Polizisten im Einsatz

Das Müllproblem

Berliner produzieren große Mengen an Müll – oft auch auf Straßen und in Parks. Davon wird häufig berichtet. Worüber wir eher selten etwas hören ist der Müll in Seen und sonstigen Gewässern Berlins. Kürzlich fand die jährliche Frühjahrsputz-Aktion am Flughafensee statt, bei der Taucher des Berliner Tauchvereins, der Wasserwacht, der Feuerwehr und der Polizei gemeinsam drei Kubikmeter Müll aus dem See holten. Ähnlich sieht es in anderen Gewässern aus. Gefunden werden u. a. Fahrräder, Tresore, Schrott, Glasflaschen, Plastik. Und jährlich nimmt die Menge des Mülls zu. Auf öffentlichen Wasserstraßen sind Spezialschiffe zum regelmäßigen Müllsammeln unterwegs. Am Flughafensee soll nun künftig die Stadtreinigung (BSR) für die Reinigung der Grünanlagen zuständig sein. Man hofft, dass die sauberen Grünanlagen dort positiven Einfluss auch auf die Sauberkeit des Sees haben.

Gebet:

  • Dank für den freiwilligen Einsatz der Taucher und anderer auf den Gewässern
  • Für ein neues Umweltbewusstsein bei den Berlinern und allen, die bisher Seen und Flüsse als Mülldeponie benutzt haben

Zu wenige Kita-Plätze

In Berlin fehlen zurzeit ca. 3000 Kita-Plätze. Recherchen des rbb haben gezeigt, dass es eigentlich genug Räumlichkeiten in den bestehenden Kitas gibt, um die Kapazitäten auszubauen. Es fehlt vor allem an ausgebildeten Erzieherinnen. Ein Grund dafür ist, dass diese in Berlin schlechter bezahlt werden als etwa in Brandenburg. Viele wandern ab oder arbeiten nicht mehr in ihrem Beruf. Die Bürgerplattformen haben mit Kitaleiterinnen und Eltern konkrete Vorschläge erarbeitet, um die Ausbildung von Erzieherinnen voranzubringen. Bisher hat die zuständige Staatssekretärin Frau Klebba jedoch behauptet, dass es genug praktikable Möglichkeiten gibt, um die Erzieherausbildung voran zu bringen.

Gebet

  • Offenheit der Verantwortlichen für neue Ideen und Zusammenarbeit mit den Bürgerplattformen
  • Mehr gut ausgebildete Erzieherinnen
  • Höherer Lohn für Erzieherinnen

Dran bleiben: Probleme an Schulen

In der Innenstadt bleibt Eltern oft nur die Auswahl zwischen Schulen mit den gleichen Problemen: Die soziale Spaltung hat sich weitgehend durchgesetzt. Schüleranteile von über 90 Prozent nicht deutschsprachiger Herkunft und aus Familien von Transferleistungsempfängern sind keine Seltenheit. An einem Drittel der staatlichen Schulen stimmt die soziale Mischung nicht, der Lehrermangel ist dramatisch, die Zahl der Quereinsteiger hoch.

Termine:

  • 09.05., 18 Uhr: Gebet für die Stadt, Rotes Rathaus
  • 25. – 26.05.: VEREINT – siehe Artikel oben!

Zum Abonnieren dieses Gebetsbriefes tragen Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse auf http://eepurl.com/TqlGz ein.

Advertisements