Herunterladen als PDF: Februar 2018

Bezirksämter und Senatsverwaltungen

Um den finanziellen Kollaps zu verhindern, wurde ab 2001 der Personalbestand in den Berliner Verwaltungen massiv abgebaut (in den Bezirken 60%; in den Senatsverwaltungen 10%). Zudem wurden landes- bzw. bezirkseigene Immobilien verkauft oder vermietet. Die Ausbildung von Personal wurde praktisch eingestellt, so dass es an jüngeren Mitarbeitern in den Verwaltungen fehlt. Seit kurzem dürfen die Bezirke nun wieder deutlich mehr Personal einstellen. Hierbei gibt es aber Probleme: Es gibt keine qualifizierten Verwaltungsfachkräfte; Quereinsteigern fehlt nicht nur das Fachwissen, sondern auch Wissen um Verwaltungsabläufe; für den Wissenstransfer von den „alten Hasen“ auf jüngere Mitarbeiter ist nur noch wenig Zeit; es gibt räumlich zu wenig Arbeitsplätze für neu Eingestellte. Teilweise werden nur wegen des Platzmangels die dringend benötigten und – endlich – vom Senat bewilligten neuen Mitarbeiter nicht eingestellt. Zudem sind die Abläufe von einer Bewerbung bis zur Einstellung sehr umständlich, langwierig und veraltet. Für viele Bewerber/innen kommt eine Einstellungszusage zu spät. Wie man diese Probleme in den Griff bekommt, ist umstritten. Der Senat schiebt den Bezirken die Schuld zu, die Bezirke sehen die Schuld auf Senatsebene. Die Kommunikation zwischen beiden Seiten ist deutlich gestört. Der Regierende Bürgermeister will nun seine Eingriffsrechte in Bezirksbefugnisse ausweiten. Dagegen sperren sich die Bezirke und Bezirksbürgermeister.

Gebet:

  • Neue Gesprächsbereitschaft und -kultur zwischen den Verantwortlichen auf Landes- und Bezirksebende
  • Geeignete Bewerber/innen für offene Stellen und zeitnahe Einstellung
  • Lösungen für den Platzmangel und mehr Ausbildungsplätze

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