Herunterladen als PDF: November 2017

Visionen für Berlin 2050

„Berlin 2050 Konkrete Dichte“ heißt eine Ausstellung, die die Debatte um die Stadtentwicklung neu beflügeln kann. Seit 20 Jahren traut sich leider kein Senat an eine koordinierte Steuerung der Stadtentwicklung heran. Dabei wäre das dringend erforderlich: Jedes Jahr wächst Berlin um 60.000 Menschen. Der Wohnungsmangel ist massiv, jetzt werden die Büroflächen knapp. Es fehlt an Schulen und Kitas. Berlin wächst und platzt aus allen Nähten.

Nun haben namhafte Architekten und Professoren ihren Studierenden fünf Gebiete zur kreativen Umplanung übertragen: Westkreuz rund ums ICC, Westhafen nahe Wedding, Karl-Marx-Allee, Charlottenburg-Nord, Niederschöneweide. Das Ergebnis sind Bilder eines neuen Berlin, vielfältiger, bunter, größer. Sie wollen dazu anregen, mutig die Zukunft der Stadt neu zu denken. „Doch der Senat begnügt sich mit behutsamen Reparaturen und Ergänzungen des Stadtbildes, als schütze noch die Mauer die West-Berliner vor Markt und Wettbewerb und die Ostberliner vor dem Klassenfeind.“ (Tagesspiegel 13.10.) Als weitere Hindernisse kommen hinzu: Das Kompetenzgerangel zwischen Senat und Bezirken; die Klientelinteressen der drei den Senat tragenden Parteien; Bürgerinitiativen und Volksentscheide, die sich gegen alles Neue zu wehren scheinen. In anderen Bereichen (wie Startups, Kultur, Medizintechnik) ist Berlin mit Recht als sehr innovativ bekannt – verdient es nicht auch eine innovative, mutige Stadtplanung?

Die Ausstellung: Architektur Galerie Berlin, Karl-Marx-Allee 98, 10243 Berlin; 13. Oktober bis 11. November

Gebet:

  • Mehr Mut zu kreativer Stadtplanung
  • Dass der innovative und kreative Gott Menschen dazu ausrüstet
  • Dass Stadtentwicklung Chefsache wird

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