Herunterladen als PDF: [Dezember 2016 / Januar 2017]

Good news: Mehr iranische und arabische Gemeinden

Anfang 2015 gab es in Berlin nur zwei oder drei kleine Gruppen christlicher Araber und zwei iranische Gemeinden. Durch die Bekehrung und Taufe vieler geflüchteter Menschen ist die Zahl der Gemeinden bis Ende 2016 auf (mindestens) sechs arabische und acht iranische Gemeinden angewachsen. Teils sind sie ein Teil deutscher Gemeinden, teils bilden sie eigene Gemeinden verschiedener Konfession und Denomination.

Gebet

  • Dank, dass so viele Flüchtlinge ihren Halt in Christus fanden und finden
  • Äußerer Schutz und inneres Wachstum für die neuen Christen
  • Integration in die Christenheit der Stadt

Der neue Senat

Nach der Wahl des Berliner Landesparlaments (Abgeordnetenhaus) am 18. September lief alles auf eine neue Dreier-Koalition von SPD, Grünen und Linkspartei hinaus. Die Koalitionsverhandlungen sind inzwischen beendet. Der Koalitionsvertrag umfasst über 270 Seiten – so dick wie noch nie. Er umfasst zahlreiche Vorhaben, deren Finanzierungsmöglichkeiten oftmals unklar sind. Nun muss die Basis darüber abstimmen. Die Wahl des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller soll am 8.12. erfolgen.

Mittlerweile hat das gewählte Abgeordnetenhaus das erste Mal getagt. 160 Abgeordnete bestimmen Berlins Geschicke mit – von der 19-jährigen Studentin bis zur Alterspräsidentin (69). Ralf Wieland (SPD) wurde als Präsident wiedergewählt. Die AfD und die FDP sind neu im 6-Parteien-Parlament und bilden voraussichtlich mit der CDU die Opposition.

Bei Erscheinen der Gebetsmail waren für die Ressorts folgende neuen Senator/innen benannt, über die teils ebenfalls die Parteibasis mit bestimmt:

Regierender Bürgermeister und Wissenschaft: Michael Müller (SPD); Justiz: Dirk Behrendt (Grüne);Arbeit und Soziales: Elke Breitenbach (Linke); Inneres: Andreas Geisel (SPD); Verkehr und Umwelt: Regine Günther (parteilos, für die Grünen); Gesundheit: Dilek Kolat (SPD); Finanzen: Matthias Kollatz-Ahnen (SPD); Kultur: Klaus Lederer (Linke); Wohnen und Mieten: Katrin Lompscher (Linke); Wirtschaft: Ramona Pop (Grüne); Bildung: Sandra Scheeres (SPD)

In der völlig neuen Konstellation „R2G“ will der Senat „auf Augenhöhe“ zusammen arbeiten.

Gebet

  • Gottes Segen, Schutz und Weisheit für den neuen Senat und seine Mitglieder
  • Effektive Arbeitsaufnahme des Senats angesichts großer anstehender Aufgaben
  • Mut und Sensibilität für Michael Müller zum Führen und Ausgleichen

Weihnachten mit Geflüchteten

Zu Weihnachten sind in unserer Stadt noch Tausende von geflüchteten Menschen in Not- oder Massenunterkünften. Immer wieder gibt es Berichte, dass die Christen unter ihnen bedrängt werden. Dazu tragen sicherlich zum einen die Enge der Unterkünfte und die fehlende Privatsphäre bei, auch die oft traumatischen Fluchterfahrungen. Zum anderen werden Christen aber auch wegen ihres Glaubens ausgegrenzt oder angegriffen.

Im Masterplan des Senats werden Christen – immerhin – als schutzbedürftige Minderheit geführt. Eine Reihe von christlichen Gemeinden und Einrichtungen feiern mit ihnen Weihnachten. Die Feiern sind manchmal auch offen für muslimische Flüchtlinge. Wo persönliche Beziehungen da sind, können Geflüchtete auch zur häuslichen Weihnachtsfeier eingeladen werden. Das Geburtstagsfest von Jesus Christus ist eine besondere Gelegenheit, die Liebe Gottes praktisch spürbar zu machen.

Gebet:

  • Offene Türen für Geflüchtete in Gemeinden, Diakonie und Privatwohnungen
  • Besondere Sensibilität und Liebe für muslimische Gäste bei Weihnachtsfeiern
  • Dass der in Jesus Mensch gewordene Gott viele Herzen erreicht und erweicht

Allianzgebetswoche und Jubiläumsjahr der Reformation

Am 31. Oktober 2017 jährt sich der berühmte Thesenanschlag von Martin Luther an der Schlosskirche zu Wittenberg zum 500. Mal. Dieses legendäre Ereignis wird von vielen evangelischen Kirchen, nicht nur den lutherischen, als Startpunkt der Reformation über das ganze Jahr 2017 gefeiert. Den drei deutschsprachigen Evangelischen Allianzen (Schweiz, Österreich, Deutschland) war das Grund genug, auch die Gebetswoche 2017 einem zentralen reformatorischen Thema zu widmen.

Die Themen der Gebetswoche vom 8. bis 15. Januar sind an Martin Luthers vierfachem „Allein“ (lateinisch sola oder solus) orientiert: Christus allein – die Bibel (Heilige Schrift) allein – die Gnade allein – der Glaube allein.

Die Konzentration auf diese vier zentralen Punkte verdanken wir zuerst Martin Luther. Die anderen Reformatoren haben sie auf ihre Weise unterstrichen. Sie beschreiben bis heute knapp und präzise, worum es beim christlichen Glauben geht. Das viermalige Allein stellt uns den einzigartigen Charakter der Erlösung durch Jesus Christus vor Augen. EINZIGARTIG heißt deshalb das Thema der Gebetswoche. Das vierfache Allein bildet ein einendes Band um die Vielfalt der evangelischen Kirchen, Freikirchen, Gemeinschaften und Bewegungen auch bei uns in Deutschland.

Dasselbe Thema haben auch die Gebetswochen in anderen Teilen Europas und verbinden uns so mit den Glaubensgeschwistern dort.

Gebet

  • Dass die Gebetswoche die Einheit der Christen auch in Berlin vertieft
  • Dass die Konzentration auf die biblisch-reformatorischen Kernaussagen glaubensstärkend und missionarisch wirkt

Turnhallen werden nicht geräumt

„Ich bin Bashar, ich bin 13 Jahre alt, ich komme aus syria, ich wohne in einem turnhalle mit meinem onkel, und wir suchen ein Wohnung“. Mails wie diese erhalten die Initiativen, die sich um Wohnraum für geflüchtete Menschen bemühen fast stündlich.

Nach wie vor leben Tausende von Geflüchteten in 38 Turnhallen und anderen Notunterkünften. Wohnraum ist knapp und der Umzug in Flüchtlingsunterkünfte verzögert sich durch Bauverzögerungen und Fehler bei den Ausschreibungen für den Betrieb der Unterkünfte. Die Vergabeverfahren müssen europaweit neu ausgeschrieben werden und selbst fertige Containerunterkünfte dürfen nun nicht bezogen werden.

Aber selbst reguläre Flüchtlingsunterkünfte sind kein Ort, an dem man sich gut in die Gesellschaft integrieren kann. Viele Geflüchtete würden gern ein oder zwei Jahre bei einer deutschen Familie oder in einer WG wohnen, um hier wirklich anzukommen.

Berliner Initiativen starten im Advent und zum neuen Jahr Kampagnen, um Berliner zu motivieren, Zimmer und Wohnungen an Geflüchtete zu vermieten (mehr bei: www.nestwerkberlin.de)

Gebet:

  • Schnelle Inbetriebnahme der Flüchtlingsunterkünfte 
  • Gelingen der Kampagnen
  • Dass Tausende von Berlinern Wohnraum für Geflüchtete zur Verfügung stellen 

Manager für den Görlitzer Park

Weil die verstärkte polizeiliche Überwachung die Situation im Görlitzer Park nicht gelöst hatte, stellte der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg jetzt einen „Parkmanager“ ein. Cengiz Demirci, 43 Jahre, studierter Sozialpsychologe, hat im November seine Arbeit als Berlins erster Parkmanager aufgenommen. Er möchte gemeinsam mit Anwohnern, Vereinen und Initiativen vor Ort Problemlösungen finden und setzt auf Kommunikation mit allen Beteiligten.

Wegen des aggressiven Auftretens von Drogendealern meiden Frauen und Familien schon seit längerem den Park. Demirci gilt als Netzwerker. Er möchte auch den dort dealenden Lampedusa-Flüchtlingen Alternativen aufzeigen.

Gebet:

  • Dass es gelingt, neue Lösungsansätze für die alten Probleme zu finden, die auch Lösungen für die dealenden Flüchtlinge beinhalten
  • Segen für die Arbeit des Parkmanagers

Termine:

  • 13.12. 18.30 – 19.30 Uhr Gebet Forum Flüchtlinge, Haus Leo, Stadtmission am Hauptbahnhof
  • 14.12. 18-19 Uhr Politisches Stadtgebet am Roten Rathaus
  • 23.12. 17-19 Uhr Gebet für den Kotti, Adalbertstraße 97, im Gebetskeller am Kotti
  • 8. bis 15. 1. Internationale Gebetswoche der Evangelischen Allianz. Termine und Orte in den Bezirken: http://tinyurl.com/z65hrux
  • 11.1. 18-19 Uhr Politisches Stadtgebet am Roten Rathaus
  • 27.1. 17-19 Uhr Gebet für den Kotti, Adalbertstraße 97, im Gebetskeller am Kotti

Hinweis: Dies ist eine Doppelnummer für Dezember 2016/Januar 2017

Das Redaktionsteam wünscht allen Beterinnen und Betern ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gutes Neues Jahr. Wir freuen uns über alle, die bisher für unsere Stadt mit beten. Damit es noch mehr werden, empfehlen wir zum Beispiel die Auslage von gedruckten Gebetsmails in den Gemeinden oder die Weitergabe an potentielle Mitbetende. Für Englisch betende Mitchristen ist wie bisher die englische Fassung verfügbar.

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