Herunterladen als PDF: [Gebet für Berlin – Oktober 2016]

Good News: Marsch für das Leben

Fast 7.500 Menschen beteiligten sich dieses Jahr am Marsch für das Leben, um auf die tausendfache Tötung von ungeborenen Kindern im Mutterleib hinzuweisen. Die Demonstration verlief – auch Dank der guten Arbeit der Polizei, die die Demonstranten vor den Gegendemonstranten abschirmten– weitgehend ohne Störungen. Dennoch bleibt der Hass gegen die friedlichen Demonstranten, der von den Gegendemonstranten ausgedrückt wurde, erschreckend.

Grüne und SPDler hatten sich hinter die Gegendemonstranten gestellt, darunter auch der Regierende Bürgermeister Müller.

Gebet

  • Dank für die zunehmende Bereitschaft von Menschen, sich für das ungeborene Leben einzusetzen
  • Mehr politische Maßnahmen zum Schutz der Ungeborenen
  • Für ein Umdenken in der Gesellschaft, um Kinder leben zu lassen

Good News: Geld für Schulsanierung

In der Investitionsplanung des Landes sind für das kommende Jahr insgesamt 31,58 Millionen Euro für die Sanierung oder den Bau von Schulen vorgesehen. Eigentlich ist der Schulbau Sache der Bezirke, wenn es sich jedoch um große Projekte handelt, die die Budgets der Bezirke sprengen würden, dann können dafür Gelder vom Land beantragt werden. Damit soll unter anderem eine Grundschule in Weißensee saniert, die Clay Oberschule in Neukölln gebaut und eine Reihe weiterer Schulen saniert werden.

Gebet

  • Dank für die finanziellen Zusagen
  • Weisheit bei Planung und effizientem Bau, Bewahrung vor Fehlentscheidungen

Berlin nach der Wahl

Bei dieser Wahl wurden eine Menge früherer Nichtwähler mobilisiert und so lag die Wahlbeteiligung bei knapp 67%. Vor allem die Alternative für Deutschland (AfD) konnte davon profitieren und erreichte aus dem Stand 14,2%.

Auch bei der Wahl in Berlin wurde – wie in anderen Bundesländern schon bemerkbar – deutlich, dass die großen Volksparteien SPD (21,6%) und CDU (17,6%) so stark schrumpfen, dass eine große Koalition nicht mehr für eine Mehrheit reicht. Sowohl die SPD als auch die CDU haben starke Verluste erlitten.

Die SPD strebt nun eine Rot-Rot-Grüne Regierungsbildung an. Die Sondierungen haben begonnen. Wahrscheinlich dauern sie noch eine Weile an. Es gibt eine Reihe von Themen, in denen sich die Parteien nicht einig sind. Dazu gehören unter anderem Bildung und Sicherheit, der Schuldenabbau, die Erhöhung der Gewerbesteuer, ein striktes Nachtflugverbot am Flughafen BER, BVG Tarife, die A100, der Umgang mit Drogen, sowie die Zukunft von ICC und Alexanderplatz. In einem Koalitionsvertrag wird dann die politische Arbeit für die nächsten 5 Jahre in Grundzügen festgelegt. Das bedeutet, dass jetzt Gebet für diese Verhandlungen besonders wichtig ist. Auch die Senatorenposten werden dabei angedacht.

Gebet

  • Dass eine Koalition zustande kommt, die arbeits- und regierungsfähig ist
  • Dass bei den Koalitionsverhandlungen erkannt wird, welche Lösungsansätze für die Probleme unserer Stadt umgesetzt werden sollten
  • Für die Auswahl geeigneter Senatorinnen und Senatoren

Die Opposition

Bis zum 27. Oktober muss das Parlament handlungsfähig sein und die Fraktionen müssen sich bilden. Sie brauchen eine Fraktionsspitze, Stellvertreter, parlamentarische Geschäftsführer und Abgeordnete, die im Präsidium und im Ältestenrat des Abgeordnetenhauses mitarbeiten.

Frank Henkel wird den Fraktions- und Landesvorsitz der CDU nach dem Wahlverlust abgeben. Die Piraten haben nach einer Wahlperiode den Test nicht bestanden und sind nicht mehr im Abgeordnetenhaus. Die AfD, die noch völlig ungeübt in konkreter parlamentarischer Arbeit ist, wird nun „in die Pflicht genommen“.

CDU, AfD und FDP bilden wahrscheinlich im Abgeordnetenhaus künftig die Opposition. Mit der AfD, die immer wieder Nähe zu Rechtsextremen zeigt, will keine der etablierten Parteien zusammenarbeiten.

Gebet

  • Fachlich und menschlich geeignete Personen, die sich wirksam und tatkräftig für das Wohl der Stadt einsetzen
  • Weisheit für den Umgang der anderen Parteien mit der AfD
  • Ein profilierter neuer Landesvorsitzender der CDU

Haus der Statistik

Das riesige, 40.000 qm große, Haus der Statistik am Alexanderplatz steht seit gut 8 Jahren leer. Die Initiative Haus der Statistik und der Bezirk Mitte wollen das Gebäudeensemble in gemeinschaftlichen sozialen Wohnraum für Geflüchtete, Studenten, Senioren u.a. sowie Arbeits- und Begegnungsräume für Kunst, Kultur und Bildung umwandeln.

Ein Investor, der das Projekt finanzieren würde, ist bereits gefunden. Zustimmen müssen jedoch Bund, Land und insbesondere der Berliner Finanzsenator Dr. Kollatz-Ahnen, der das Gebäude lieber für eigene Zwecke – als Standort der Finanzverwaltung – haben möchte. Die Zukunft des Hauses der Statistik wird wohl auch Thema bei den Koalitionsverhandlungen sein. https://hausderstatistik.org/

Gebet

  • Dank für kreative Ideen für Integration und Begegnung
  • Bereitschaft des Finanzsenators und des Bundes, das Haus der Statistik der Initiative zu überlassen
  • Entstehung und Umsetzung weiterer kreativer und tragfähiger Projekte zur Integration

House of One

Schon seit vielen Jahren gibt es die Planung an dem Ort, wo früher die Petrikirche in Berlin Mitte stand, ein Modell für das friedliche Miteinander und die Einheit der drei monotheistischen Religionen zu starten. Pfarrer G. Hohberg von der evangelischen Petri-Mariengemeinde gab den Anstoß zu diesem Projekt, denn die Petrikirche, auf deren alten Fundamenten gebaut werden soll, gehört der evangelischen Kirche.

Unter einem Dach sollen an diesem Ort eine Kirche, eine Synagoge und eine Moschee entstehen. Daneben ein vierter Raum, der für gemeinsame Gespräche geplant ist. In dem „Bet- und Lehrhaus“ wollen die drei Religionsgemeinschaften in ihren jeweiligen Traditionen beten und Gottesdienste feiern. Ein Verein bemüht sich seit Jahren um Spenden, die erst spärlich geflossen sind. Nun hat im September die Bundesbauministerin Barbara Hendrik (SPD) eine Förderabgabe des Bundes in Höhe von 2,2 Millionen übergeben. Aktuell hat der Verein damit 4,4 Millionen € zur Verfügung, gebraucht werden aber mindestens 43,5 Millionen €. Begonnen werden soll nun 2019.

Von muslimischer Seite wird das Projekt allein von dem „Forum für interkulturellen Dialog“ unterstützt, das zum Netzwerk des umstrittenen Predigers Fethullah Gülen gehört. Er will vor allem über Bildung eine Ausbreitung des Islam vorantreiben. Mehr Infos: http://house-of-one.org/de

Gebet

  • Dass allein der Name Jesu an diesem Ort geehrt wird und das Projekt sich nochmal verändert
  • Dass es nicht zu einer Vermischung der Religionen kommt
  • Dass die Hintergründe der Gülen Bewegung auch in Berlin mehr ans Licht kommen

Dran bleiben: Gemobbte Christen

Nach wie vor erleben geflüchtete Christen in den Berliner Unterkünften häufig Mobbing und Gewalt von anderen Flüchtlingen oder der Security. Sie berichten davon, dass sie bedroht, mit Schlägen zum islamischen Gebet gezwungen oder bestohlen werden. Bisher fehlen effektive politische oder sonstige Maßnahmen zum Schutz der Christen.

Dran bleiben: Schutz vor Terror

„Wenn der Herr nicht die Stadt bewacht, wachen die Wächter umsonst“ sagt die Bibel. In Berlin droht Terror von rechts in Form von Angriffen gegen Flüchtlinge und ihre Unterkünfte. Aber auch Terror von links etwa in Form von Brandanschlägen gegen Autos und gegen Einrichtungen der Polizei. Und in Form von islamistischen Terroranschlägen gegen die gesamte westliche Gesellschaft. Hier dürfen wir für erlebten Schutz danken und weiter um die Umkehr möglicher Täter, sowie Gottes Schutz für unsere Stadt beten.

Mitautoren gesucht

Die Arbeit an der Gebetsmail wird derzeit vor allem von drei Frauen verantwortet, die jeweils auch anderweitig gut eingespannt sind.

Wir suchen zur Verstärkung unseres Teams Menschen, die sich für Politik, Gesellschaft und Kirche in unserer Stadt interessieren und Informationen oder Artikel beitragen können. Bei Interesse bitte melden bei: info@gfberlin.de

Termine:

  • 08.10. abends erstes Treffen des Forum Politik und Verwaltung Anmeldung unter: info@gfberlin.de
  • 12.10. 18-19 Uhr Politisches Stadtgebet am Roten Rathaus