Herunterladen als PDF: [Gebet für Berlin – September 2016]

Good News:

Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer hat ein Austauschprogramm zwischen der Berliner und der israelischen Start-up-Szene in Tel Aviv angestoßen. Die Start-ups ziehen jeweils für einige Wochen in die andere Stadt. Freie Coworking Plätze sollen dabei genutzt werden. Kostenfrei soll das für beide Seiten sein und dem Kontakteknüpfen dienen. Ideen können so ausgetauscht werden. Für Israelis ist Berlin seit längerer Zeit ein Magnet. Solche Austauschprogramme fördern beide Seiten. Die israelische Start-up-Szene ist als extrem kreativ und erfolgreich bekannt.

  • Dank für diesen Austausch und Freisetzung kreativer Ideen

Wahlen in Berlin

Mitte August, vier Wochen vor der Wahl, traf der jetzige Regierende Bürgermeister Müller die Entscheidung, dass er nach der Wahl nicht mehr mit der CDU zusammen eine Koalition bilden möchte. Sein Wunschpartner sind die Grünen.

Vermutlich wird es aber mit einem einzigen Koalitionspartner keine Mehrheit geben, so dass es dann auf SPD, Linke und Grüne in einer Koalition hinaus laufen würde. Die Wähler haben es nach dieser Aussage schwer. Es könnte sein, dass manche nach solchen Festlegung gar nicht mehr wählen wollen.

Inwieweit sich diese Festlegung für die Wahl positiv oder negativ auswirkt, bleibt fraglich. Das Forum Gebet von Gemeinsam für Berlin lädt zu verstärktem Gebet im Vorfeld der Wahl ein (siehe Termine).

Gebet

  • Dass sich viele Bürgerinnen und Bürger an der Wahl beteiligen
  • Für die nach der Wahl beginnenden Koalitionsverhandlungen: Dass erkannt wird, was inhaltlich der Stadt in den nächsten Jahren dient
  • Für die Wahl von gottesfürchtigen Kandidaten, die das Beste für die Stadt suchen

Die Berliner Verwaltung

Viele beklagen, wie langsam die Berliner Verwaltung arbeitet – dabei sind die Leistungen von Bezirk zu Bezirk durchaus sehr unterschiedlich. Nur mit mehr Personal sind die Schwierigkeiten nicht zu beheben.

Im digitalen Zeitalter ist moderne Computertechnik nötig. Es gibt seit 2005 ein Informationstechnik- Dienstleistungszentrum Berlin (ITDZ), das über ein Glasfasernetz mit den Behörden verbunden ist. Darüber hinaus existieren noch 70 weitere IT-Dienststellen, die alle eigene Hard- und Software verwenden. Daher passen die Systeme der Behörden oft nicht zusammen, was z.B. ein Problem bei der Wahlvorbereitung war.

Innerhalb von sieben Jahren sollen einheitliche Standards für alle Behörden gelten und alles auf digitale Aktenführung umgestellt werden. Ines Fieder, die das ITDZ leitet, braucht viel menschliches und fachliches Geschick, um diese gewaltige Umstellung anleiten zu können. Wichtig ist die Kooperation von den Verwaltungen, und auch von den Mitarbeitern der 70 anderen IT-Zentren und letztlich den Behördenmitarbeitern.

Gebet

  • Dank für dieses Vorhaben und alle, die sich schon dafür einsetzen
  • Dass alle Beteiligten Freudigkeit zur Zusammenarbeit von Gott geschenkt bekommen
  • Weisheit für die Leitung (Ines Fieder) und Gelingen des Vorhabens

Neues Flüchtlingsamt

Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGeSo), das bisher für Asylbewerber zuständig war, war dem starken Anstieg des Flüchtlingszuzugs nicht gewachsen und machte häufig Negativschlagzeilen. Seit Anfang August ist mit dem Landesamt für Flüchtlinge (LAF) unter der Leitung der als kompetent, durchsetzungsstark und menschlich geltenden Juristin Claudia Langeheine dafür eine separate Behörde geschaffen worden.

Ein Ziel: Prozesse sollen optimiert und beschleunigt werden. Etwa soll ein einziger Sachbearbeiter einen Geflüchteten den ganzen Prozess hindurch begleiten. Außerdem ist das Amt in vier Regionalbereiche gegliedert, um mehr Kundenfreundlichkeit zu gewährleisten.

Eine Herausforderung, die das LAF nur mit Hilfe der Bevölkerung lösen kann, ist die Unterbringung der Geflüchteten. Da die vorhandenen Wohnungen nicht ausreichen, werden Wohnungsgeber gesucht. Außerdem Familien, sowie WGs, die Geflüchtete für ein bis zwei Jahre – das Amt zahlt die Miete – bei sich wohnen lassen und ihnen bei der Integration helfen.

Wer Wohnraum hat, kann sich bei den Berliner Wohnraum-Initiativen melden:

www.nestwerkberlin.de

Gebet:

  • Weisheit, die richtigen Prioritäten und Gelingen für Frau Langeheine und ihr Team
  • Effiziente Verbesserung der Prozesse
  • Dass viele Berliner geflüchteten Menschen Wohnraum zur Verfügung stellen

Spannungen in türkischer Community

In Berlin gibt es ca. 200.000 Personen, mit Migrationshintergrund aus der Türkei. Das sind ca. 6 % der Berliner Bevölkerung. Die Türken stellen damit in Berlin die größte ethnische nicht-europäische Zuwanderergruppe dar. Es ist aber keine in sich homogene Gruppe, da sie sich aus verschiedenen Ethnien zusammensetzt, darunter einer großen Zahl von Kurden.

Spannungen innerhalb der türkischen Gesellschaft haben sich auch schon früher auf Berlin übertragen. Nachdem vereitelten Militärputsch sind neue Spannungen hinzugekommen. Es gibt bei uns eine starke Gruppe nationalistischer AKP-Anhänger (der Partei von Staatspräsident Erdogan). Nach Schätzungen steht dieser eine ebenso starke Gruppe von Kurden und Aleviten gegenüber.

Auch zahlreiche Gülen-Anhänger leben in Berlin. Der in Amerika lebende Prediger Gülen wird von Erdogan beschuldigt, Drahtzieher des Aufstandes zu sein. Gülen-Anhänger werden nun auch in Berlin bedroht.

Gebet

  • Für ein friedliches Zusammenleben von Türken in Berlin
  • Weisheit für die Polizei und Politiker im Umgang mit den neuen Konflikten
  • Schutz für alle, die hier in ihrer Meinungsfreiheit bedroht werden

Marsch für das Leben

Am 17.09.2016 direkt vor der Wahl des Abgeordnetenhauses findet in Berlin der 12. Marsch für das Leben statt. Das Motto ist: „Ja zum Leben. Für ein Europa ohne Abtreibung und Euthanasie! Jeder Mensch ist gleich wertvoll, unabhängig von Eigenschaften und Umständen.“

Seit Beginn sind die Teilnehmerzahlen gewachsen. 2016 sind 37 Sonderbusse geplant, um Menschen zu diesem stillen Aufruf für ein uneingeschränktes Lebensrecht nach Berlin zu bringen.

Dieser Aufruf wird von den Gegnern mit „Euer Schweigen könnt ihr euch schenken! Lieber Feminismus feiern!“ beantwortet, die erneut zu einer Gegendemonstration aufrufen. In der dazugehörigen Facebook-Veranstaltung wird dazu aufgerufen nach der antifaschistischen und queerfeministischen Demonstration den Marsch zu blockieren und zu sabotieren. Dafür haben (Stand 20.8.) bereits 158 Menschen zugesagt und 208 ihr Interesse bekundet. Weiterhin sind noch zwei andere Gegendemonstrationen geplant.

Auch rund um den Marsch für das Leben wollen wir uns im Gebet einsetzen (siehe Termine).

Gebet:

  • Dass viele am Marsch teilnehmen und der Ruf für das Leben hinausgeht und gehört wird in Politik und Gesellschaft
  • Schutz und freie Bahn für den Marsch und Weisheit für die Polizei
  • Dass Christen ein Zeichen von Gottes Liebe für die Gegendemonstranten sind

Dran bleiben: Bildung

Am 5. September ist Schulstart an den knapp 800 allgemeinbildenden Schulen in Berlin. Die Schülerzahlen steigen stärker als erwartet und es besteht ein akuter Lehrermangel. Im Bildungsvergleich hat Berlin im gesamtdeutschen Vergleich am schlechtesten abgeschlossen, was jedoch auch sehr stark von der sozialen Herkunft der Schüler beeinflusst wird.

Wir beten weiter für die Gewährleistung einer guten Ausbildung der Berliner Schüler.

Termine:

Im Vorfeld der Berliner Wahl gibt es folgende Gebetstermine für die Wahlen:

  • 31.8.,18 Uhr-21 Uhr Gebetshaus „Rund um die Uhr“, Dolomitenstr. 87, 13187 Berlin-Pankow
  • 7.9. 18-19 Uhr am Abgeordnetenhaus
  • 14.9. 18-19 Uhr am Roten Rathaus
  • 15.9. 20-22 Uhr in Gemeinde auf dem Weg, Waidmannsluster Damm 7c-e, 13507 Berlin

Zum Marsch für das Leben gibt es auch Gebet:

  • 16.9. 18- ca. 19:30 Uhr Start am Platz der Republik und Ende am August-Bebel-Platz
  • 17.9. 11:30 Uhr am Platz der Republik Parallelgebet zum Marsch