Herunterladen als PDF: [Gebet für Berlin – Oktober 2015]

Good News: Kiron-Uni für Flüchtlinge

Viele Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen, sind gebildet. Oft fehlen ihnen jedoch die Dokumente, die Anerkennung als Schutzbedürftige oder Deutschkenntnisse, um hier studieren zu können.

Zwei Berliner haben jetzt die »Kiron-Universität« gegründet. Dort sollen ab Oktober die ersten 1.000 Flüchtlinge ihr Studium beginnen. Kiron arbeitet mit renommierten Unis weltweit zusammen. Das Studium beginnt mit zwei Jahren Grundstudium, danach können die Studierenden auf reguläre Unis wechseln. Ein volles Jahr Studium bei Kiron kostet nur 400 Euro pro Person. Die Kosten werden über Crowdfunding getragen. Quelle: https://kiron.university

Gebet

  • Dank für dieses Projekt, das eine große Lücke schließt
  • Genügend Sponsoren, um allen studierwilligen Flüchtlingen ein Studium zu ermöglichen
  • Dass weitere kreative Projekte entwickelt werden
Foto: Wikipedia - https://commons.wikimedia.org/wiki/File:130915-Flughafen_BER_Terminal.JPG

Foto: Wikipedia

Baustopp beim BER

Immer mehr Licht kommt in den Baupfusch und in Korruptions- oder Bereicherungsvorgänge einzelner Mitarbeiter oder Firmen. Kürzlich wurde die Insolvenz der Firma Imtech bekannt.

Nun musste am 19.9. aufgrund von Problemen mit der Statik ein Baustopp für die Haupthalle des Terminals verhängt werden. Über der Decke hängende Entrauchungsventilatoren waren schwerer als genehmigt. Der Berliner Flughafenchef Karsten Mühlenfeld rechnet mit weiteren Problemen am neuen Hauptstadt-Airport BER. »Ich bin mir sicher, dass wir auch künftig auf Vorgänge aus der Vergangenheit stoßen, die auf den ersten Blick unfassbar erscheinen«, sagte er. »Wir müssen die Fehler der Vergangenheit ans Tageslicht holen.« Er sprach von baulichen und planerischen Fehlern sowie von persönlichen Verfehlungen Einzelner.

Die Funktion des »Modulleiters Fluggastterminal« wird künftig von Frank Röbbelen übernommen, bisher zuständig für Planung und Vertragsmanagement. Nach einer Aufsichtsratssitzung scheinen die Probleme in der Haupthalle nun doch relativ bald behebbar zu sein. Auch der Eröffnungstermin im Herbst 2017 sei zwar knapp, könne aber gehalten werden, sagte der Regierende Bürgermeister Michael Müller nach der Sitzung des Kontrollgremiums am 25. September.

Gebet:

  • Für weitere gründliche Durchleuchtung des Bauvorhabens durch Gottes Licht
  • Gelingen für Flughafenchef Mühlenfeld in der Aufarbeitung der Alt-Probleme
  • Guter Fortgang der Baumaßnahmen

Kreativ beten: BVG-Gebet

Viele von uns wünschen sich, sie hätten mehr Zeit fürs Gebet – doch die stillen Stunden sind rar. Eine Möglichkeit, mehr zu beten, besteht darin, kleine Gebetsroutinen in den Alltag zu integrieren – so wie es die Juden tun, die Gebete beim Kochen, Badezimmerbesuch, Weintrinken, Reisen usw. sprechen.

Eine Idee: BVG-Gebet Wann immer du ein öffentliches Verkehrsmittel betrittst, kannst du kurz oder lang für drei Dinge beten:

  • Bewahrung: Schutz unserer Stadt vor Terror, Unglück und Gewalt.
  • Versorgung: Lass dir von Gott einen Menschen um dich herum zeigen und bete, dass Gott ihn an Leib, Seele und Geist versorgt und er Erlösung findet.
  • Gottes Herrlichkeit: Dass Gott sich in unserer Stadt in seiner ganzen Macht, Größe und Herrlichkeit zeigt.

Minderjährige Flüchtlinge

Im Jahr 2015 sind schon 1.500 minderjährige unbegleitete Flüchtlinge in Berlin eingetroffen. Es sind meist junge Männer. Die Jugendlichen unter 18 stehen unter besonderem Schutz. Sie erhalten bessere Betreuung, können sofort Sprachkurse besuchen und müssen keinen Asylantrag stellen, um vorerst bleiben zu dürfen. Sie werden zurzeit auch nicht auf andere Bundesländer verteilt. Es gibt ein spezielles Aufnahmeheim in Berlin-Steglitz für diese Flüchtlinge, in dem auch als erstes ihr Alter überprüft wird. Angestrebt wird, dass sie dort nicht lange verweilen, sondern bald in Pflegefamilien oder Heimen untergebracht werden. Es werden nun dringend Pflegefamilien gesucht.

Das Jugendamt Steglitz ist für alle minderjährigen Flüchtlinge zuständig – aber personell damit völlig überfordert. Es gibt nicht genügend Sozialarbeiter. Laut Gesetz steht den Jugendlichen auch ein Vormund zu – aber auch hier herrscht Mangel.

Wie auch in anderen Bereichen sind im Moment bestimmte Probleme, die aus den emporschnellenden Flüchtlingszahlen resultieren, nur mit Hilfe von Freiwilligen zu lösen. Ein neues Gesetz soll die Ämter entlasten und die unter 18-jährigen Flüchtlinge auf das ganze Bundesgebiet verteilen. Die zuständige Bundesministerin Manuela Schwesig hat inzwischen ein entsprechendes Gesetz eingebracht. In Kürze entscheidet der Bundestag darüber.

Gebet:

  • Dass neue Wege gefunden werden, wie dieser Flüchtlingsgruppe geholfen werden kann
  • Entlastung für das Jugendamt Steglitz durch ehrenamtliche Helfer
  • Segen und Perspektiven für die Minderjährigen, damit sie hier eine Zukunft finden

Flüchtlingswelle

Bundesweit überschlagen sich die Ereignisse; auch in Berlin kommen immer neue Flüchtlinge an. Bis Anfang September waren es in diesem Jahr nach Auskunft der Sozialverwaltung bereits rund 20.000. Weil die Berliner Verwaltung den Andrang bisher kaum bewältigen kann, ergriff der Senat ungewöhnliche Maßnahmen. Er holte den früheren Polizeipräsidenten Dieter Glietsch aus dem Ruhestand zurück und machte ihn zum Flüchtlingskoordinator, gemeinsam mit Sozialstaatssekretär Dirk Gerstle. Vor allem die Befriedung des 1. Mai mit der „Doppelstrategie“ und dem „Konzept der ausgestreckten Hand“ wird Glietsch zugeschrieben. Er geht für 2015 von bis zu 50.000 Flüchtlingen aus. Für das kommende Jahr wagt die Berliner Verwaltung keine Schätzung – dafür haben sich die Zahlen zuletzt zu rasant entwickelt. Weitere Ruheständler wurden gebeten, zu helfen. Beamte aus anderen Verwaltungen werden abgeordnet. Sogar Bundeswehrsoldaten helfen bei der Registrierung der Flüchtlinge. Neue Koordinationsstellen wurden eingerichtet, Verwaltungsvorgänge werden vereinfacht.

Dennoch bleiben die Unterbringungsprobleme massiv. Sporthallen, Verwaltungsgebäude und Kasernen wurden und werden für die Erstaufnahme der Flüchtlinge kurzfristig umgewidmet oder umgebaut. Auf der anderen Seite gibt es eine Fülle von freiwilligen Helfern. Die Medien berichten ständig über beeindruckende Projekte von Ehrenamtlichen. Die Situation braucht aber weiter intensives Gebet, auch damit die Stimmung in der Bevölkerung nicht umschlägt.

Gebet:

  • Dank für die riesige Hilfsbereitschaft vieler Freiwilliger
  • Göttliche Gunst, offene Türen und Gelingen für Dieter Glietsch
  • Dass die Berliner vor lauter Belastungen die Chancen durch die ankommenden Flüchtlinge nicht aus den Augen verlieren
  • Anhaltende Willkommenskultur und schnelle Eingliederung derer, die bleiben

Dran bleiben: Schutz vor Terror

Vom 7. bis 10. Oktober wird der israelische Ministerpräsident Netanyahu zu Regierungsgesprächen in Berlin sein. Dann herrscht wieder höchste Sicherheitsstufe. Dass es wichtig ist, weiter um Gottes Schutz zu beten, zeigt der Vorfall um den Islamisten Rafik Y., ein verurteilter Straftäter, der sich seiner elektronischen Fußfessel entledigt hatte und bei einem Angriff auf eine Polizistin erschossen wurde.

Am 22. September gab es eine Razzien, unter anderem in einer vom Verfassungsschutz beobachteten Tempelhofer Moschee. Salafisten besuchen sie. Beobachtet wird zurzeit der Versuch von Salafisten, auch Flüchtlinge für ihre Sache zu gewinnen.

Gebet:

  • Dank für allen bisherigen Schutz
  • Dass Anschläge im Vorfeld unterbunden werden können
  • Gottes Beistand für alle, die unsere Stadt von Amts wegen schützen helfen

Erinnerung: 3. Oktober

Wir danken Gott für das Wunder vor 25 Jahren und feiern das. Wir beten für die Flüchtlingsproblematik von heute und setzen Fluchtschicksale aus der damaligen DDR mit heutigen Fluchtgeschichten in Beziehung. Thomas von Grumbkow, dessen Fluchtversuch 1981 an der bulgarisch-türkischen Grenze scheiterte, berichtet um 15:00 Uhr in der ökumenischen Andacht auf dem Mauerstreifen (Kapelle der Versöhnung, Bernauer Straße, Mitte). Ein Ehepaar, das aus Libyen und dem Iran nach Deutschland floh, wird ebenfalls interviewt. Anschließend führt eine Prozession für die Maueropfer entlang der Mauer-Gedenkstätte zur Christus-Kirche in der Anklamer Str. 31, Mitte. Dort diskutieren ab 17 Uhr Verantwortliche von Berliner Flüchtlingsprojekten miteinander. Die Veranstaltung klingt mit einer Begegnung bei Essen und Trinken auf dem Hof aus.

Termine

  • 3. 10., 15 Uhr: Danken, feiern, beten – siehe oben
  • 14. 10., 18 Uhr, Politisches Stadtgebet vor dem Roten Rathaus
  • 19. 10., 18:30 Uhr, Zentrum der Berliner Stadtmission, Lehrter Str. 68, 10557 Berlin: Gebetsgottesdienst für den Berliner Strafvollzug. Haupt- und Ehrenamtliche sowie Haftentlassene sind beteiligt.