Herunterladen als PDF: [Gebet für Berlin – September 2015]

Good News

Menschen, die nach einer Flucht ein neues Zuhause finden, brauchen vielfältige Unterstützung. Und sie haben etwas zu geben. Alt- und Neu-Berliner lassen sich etwas einfallen, um Menschen aus anderen Nationen beim Ankommen zu helfen, aber auch deren Fähigkeiten für andere nutzbar zu machen.

Zu den spannenden Projekten gehören die Kochkurse von „über den Tellerrand“, ein Hotel mit Arbeitsplätzen für Flüchtlinge, ein Upcycling-Cafe von Flüchtlingen und Deutschen.

Einige Beispiele: http://tinyurl.com/ooklwj5

Gebet:

  • Dank für die vielen Initiativen

Gott in der Nachbarschaft – Move In

Es gibt in Berlin Stadtteile, in denen nur noch sehr wenige Christen wohnen. Der Kiez um das Kottbusser Tor oder auch die Gegend am Ahrensfelder Berg in Marzahn gehören dazu. Häufig zeigt sich das auch darin, dass keine Gottesdienste vor Ort stattfinden.

„Move In“ ist der Versuch einer Antwort auf diese Herausforderung. Erst vor ca. 6 Jahren in Toronto, Canada entstanden, ist diese Idee zu einer Bewegung geworden, die sich auch auf anderen Kontinenten ausbreitet.

„Move In“ ist keine programmorientierte Initiative, sondern eine organische Bewegung von Christen, die Jesus Christus und seine Liebe erfahrbar machen wollen. Sie ziehen bewusst als Team in einen Kiez, wo sie unter den vom Evangelium oft unerreichten Menschen in den sozialen Brennpunkten unserer Großstädte leben.

Durch Gebet, persönlichem Engagement und Leben in der unmittelbaren Nachbarschaft wird die Liebe Christi sichtbar und „ansteckend“. Die einzige Bereitschaft, die man mitbringen muss, ist sich mit den anderen einmal in der Woche zum Gebet und Austausch zu treffen und Zeit mit den Nachbarn zu verbringen, um Beziehungen aufzubauen.

In Berlin gibt es inzwischen vier Move-In-Teams: Kottbusser Tor, Marzahn Nord, Neukölln Böhmisches Dorf und Neukölln Reuterkiez. Diese Teams freuen sich über Unterstützung und helfen gerne bei der Wohnungssuche in ihren Gebieten.

Weitere Kieze sind in Planung. Infos gibt es unter http://www.gfberlin.de/wer-wir-sind/foren. Ein Vernetzungstreffen findet am 5. Oktober statt.

Gebet:

  • Dank und Segen für alle, die sich schon in solchen Teams engagieren
  • Dass diese Initiative sich weiter in Berlin ausbreitet
  • Für gute Kontakte mit der jeweiligen Nachbarschaft

„Marsch für das Leben“ am 19. September

Entgegen dem Trend werden in Berlin immer mehr Babys geboren, so dass es im Jahr 2013 schon zu einem Geburtenüberschuss von 2246 Babys kam und 2014 nochmal 6,6% mehr Babys geboren wurden. Damit liegt die Hauptstadt, was Geburten anbelangt, an der Spitze!

Allerdings gab es 2014 über 8000 Abtreibungen – im Verhältnis mehr als im Bundesdurchschnitt.

Eine Mutter, die heute noch ein möglicherweise behindertes Kind austragen möchte, hat es sehr schwer. Sowohl Ärzte als auch das gesellschaftliche Umfeld raten in solchen Fällen zur Abtreibung, immer häufiger auch bei Kindern mit dem so genannten „Down-Syndrom“. Dass ein Kind im Mutterleib bereits ein Recht auf Leben hat, wird gesellschaftlich immer weniger bejaht.

Umso nötiger ist es, das drückende Problem im Bewusstsein der Öffentlichkeit und Politik zu halten. Dazu dient der von christlichen Pro-Life-Gruppen jährlich in Berlin durchgeführte „Marsch für das Leben“. Die Beteiligung steigt seit einigen Jahren stetig an und ist inzwischen den radikalen Abtreibungsbefürwortern ein Dorn im Auge.

Es kann nicht mehr übersehen werden, dass Menschen sich aktiv für das Leben einsetzen. Das stört die Gegner. Die Partei Die Linke ruft nun bundesweit dazu auf, dass sich Menschen diesem Marsch, der „mittelalterliche Parolen“ verbreiten würde, entgegenstellen. In den letzten Jahren konnten die Teilnehmer des Marsches erleben, in welcher Form sich Protestanten ihnen „entgegenstellten“. Sie wurden mit Hassparolen überschüttet, tätlich angegriffen und niedergeschrien. Die Räume eines lebensschützenden Vereins wurden verwüstet.

Daher wollen Christen in diesem Jahr verstärkt auch um Schutz beten. Dazu wird es einen vorbereitenden Gebetseinsatz geben. Wer daran teilnehmen möchte, melde sich bitte bei info@rundumdieuhr.org

Der Marsch des Lebens beginnt um 13:00 Uhr mit einer Kundgebung vor dem Bundeskanzleramt und endet mit einem ökumenischen Abschlussgottesdienst.

Gebet:

  • Mut zum Kind, kompetente Beratung und Hilfe bei der Lösung der Schwangerschaftskonflikte der betroffenen Frauen (und Männer!)
  • Gelingende Vorbereitung und Durchführung des Marsches mit öffentlicher Resonanz
  • Gewaltfreiheit bei den Gegendemonstrationen

„Danken, feiern, beten“ am 3. Oktober

Der 25. Jahrestag der deutschen Einheit wird wieder interkulturell und ökumenisch gefeiert. Der Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf dem Thema „Flüchtlinge und ihre Schicksale“. Dazu werden ehemalige DDR-Flüchtlinge und heutige Flüchtlinge aus ihrem Leben berichten.

Die Veranstaltung beginnt um 15 Uhr mit einer ökumenischen Andacht und Interviews an der Kapelle der Versöhnung, Bernauer Straße. Daran schließt ein Gebetsweg mit Stationen auf dem ehemaligen Grenzstreifen an. Ab 17 Uhr: Podiumsgespräch mit Flüchtlingen und für sie Engagierten, u.a. Lissy Eichert, kath. St.-Christophorus-Gemeinde.

Ort: Christuskirche, Anklamer Str. 31, Mitte.

Der Tag klingt mit einer Begegnung bei Essen und Trinken auf dem Hof der Gemeinde aus.

Gebet:

  • Dass Herzen berührt werden zur Hilfe für Flüchtlinge
  • Dass der Dank für Gottes Gnade mit unserem Land zunimmt und öffentlich hörbarer wird
  • Gute Vorbereitung, viele Teilnehmer, auch Passanten auf dem Mauerstreifen

Flüchtlinge

Bis Mitte August kamen in diesem Jahr bereits 18.500 Asylbewerber nach Berlin und bis Jahresende könnten es 40.000 werden. Zum Vergleich: 2014 kamen insgesamt 12.227 Asylsuchende nach Berlin.

In aller Eile wurden neue Flüchtlingsunterkünfte in verschiedenen Bezirken aufgemacht. Nachdem die Lage auf dem zentralen Gelände des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (LAGESO) in Moabit eskaliert war und die Flüchtlinge tagelang warten mussten, damit sie überhaupt registriert wurden, beschloss der Senat ein neues Flüchtlingskonzept. Es soll einen ganzheitlichen Ansatz bei der Bewältigung des Flüchtlingszustroms versuchen. Mit diesem Konzept sollen Unterkunft und Aufnahme besser organisiert werden. Die verschiedenen Verwaltungen und Hilfsorganisationen sowie Polizei und Feuerwehr werden an einem runden Tisch versammelt.

Sehr erfreulich ist die große Hilfsbereitschaft der Berliner, die in Eigeninitiative versucht haben, die Flüchtlinge vor dem LAGESO zu versorgen. Die große Hilfsbereitschaft wird inzwischen auch koordiniert. Es gibt klare Informationen für die Unterstützer zum Beispiel auf der Seite http://www.berlin-hilft-lageso.de

Es wurde auch eine Hotline wurde geschaltet, um Helfer zu vermitteln: Tel.-Nr. 39088399.

Gebet:

  • Dank für die große Hilfsbereitschaft der Berliner und Bitte um vermehrte Inspiration für kreative Hilfe
  • Gottes Kraft und Hilfe für alle in Verwaltung und in den Heimen mit der Fürsorge für Flüchtlinge betrauten Menschen
  • Weisheit für alle Verantwortlichen in Politik und Gesellschaft, wie sie Ressourcen am besten mobilisieren und einsetzen können

Vorankündigung: Impulsheft „Willkommenskultur“

In Zusammenarbeit zwischen Gemeinsam für Berlin und dem Down-to-Earth-Verlag erscheint – voraussichtlich im Oktober – das Impulsheft „Willkommenskultur“, das viele praktische Anregungen gibt, wie man Menschen beim Ankommen helfen kann.

5 Euro (10er Pack 45 Euro). Vorbestellung unter: shop@down-to-earth.de

Termine

  • 9. 9., 18 Uhr, Politisches Stadtgebet am Roten Rathaus
  • 12. 9., 14 bis 21 Uhr, Berliner Fest der Kirchen auf dem Alexanderplatz
  • 19. 9., 13 bis 17 Uhr, Marsch für das Leben
  • 3. 10., ab 15 Uhr „Danken, feiern und beten“ – 25 Jahre Deutsche Einheit, Fluchtschicksale damals und heute, Kapelle der Versöhnung Bernauer Straße