Herunterladen als PDF: [Gebet für Berlin – Juli/August 2015]

Good News: 10,5 Prozent Arbeitslose

Die Zahl der Arbeitslosen in Berlin ist im Juni weiter gesunken. 191.613 Berliner waren erwerbslos gemeldet, 4.740 weniger als im Mai und 9.577 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote ging um 0,3 Punkte auf 10,5 Prozent zurück. Vor einem Jahr hatte die Quote bei 11 Prozent gelegen. Es gibt auch mehr Ausbildungsplätze – in einigen Bereichen so viele, dass nicht alle besetzt werden können.

Kabel entwirrtGood News: BER – Kabel entwirrt

Kurz vor der ursprünglich geplanten Eröffnung des Flughafens wurden viele Kabel eilig gelegt – was zu einem schier unübersehbaren Kabelsalat geführt hat. Der konnte im Mai fertig entwirrt werden. Ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Fertigstellung des Flughafens!

Berliner CDU lässt Mitglieder über „Homo-Ehe“ abstimmen

Da Mitte Juni das Land Niedersachsen im Bundesrat einen Entschließungsantrag zur Gleichstellung homosexueller Partnerschaften mit der Ehe eingebracht hat, wollte die Berliner SPD für den Antrag stimmen, aber der Koalitionspartner CDU war dagegen. Sie will zuerst eine Mitgliederbefragung abhalten. Bei der sogenannten „Homo-Ehe“ sollen gleichgeschlechtliche Paare das Recht auf zivile Eheschließung bekommen. Neben der Gewährung gleicher Rechte und der vollen rechtlichen Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften seitens des Staates geht damit vor allem eine Anerkennung gleichgeschlechtlicher Paare in der Gesellschaft einher. Zurzeit können diese Paare eine eingetragene Lebenspartnerschaft eingehen. Es gibt in Deutschland 78.000 solcher Lebenspartnerschaften – aber 18 Millionen Ehen (in 2013). In der Bundesratsinitiative wird die Bundesregierung aufgefordert, die „bestehende Benachteiligung eingetragener Lebenspartnerschaften zu beenden und eine vollständige Gleichbehandlung der Ehe von gleich- und verschiedengeschlechtlichen Paaren im gesamten Bundesrecht herzustellen.“ Dies soll die Öffnung der Ehe durch Änderung des Bürgerlichen Gesetzbuches und die Schaffung eines vollen Adoptionsrechts für gleichgeschlechtliche Paare beinhalten, wird betont.

Die Berliner CDU hat sich entschlossen, bis zum 24. Juli eine Mitgliederbefragung zu dem Thema durchzuführen. Damit ist sie der erste Landesverband, der seine Mitglieder über dieses Thema befragt. Inzwischen engagieren sich prominente CDU-Mitglieder pro und contra. Das Ergebnis wird im ganzen Land beachtet werden. Andere Landesverbände der CDU interessieren sich bereits stark für diese Möglichkeit der Meinungsbildung.

Gebet:

  • Dass im Vorfeld die Möglichkeit einer klaren eigenen Meinungsbildung nicht durch Diffamierungen beeinträchtigt wird
  • Für eine rege Beteiligung bei der Abstimmung
  • Mehr kontroverse Diskussion über dieses Thema auch in den Medien

Al Quds Demo am 11. Juli

Für den 11. Juli 2015 wird wie jedes Jahr am internationalen Jerusalem-Tag in der Berliner City West zur „Al-Quds-Demonstration“ aufgerufen. Im letzten Jahr wurde diese Demo von antisemitischen Hassparolen begleitet, bis hin zu Todesrufen gegen Israel und Juden. Ein erhebliches Polizeiaufgebot war nötig. Die öffentliche Empörung war groß. Im Iran wurde der Tag 1979 als Staatsfeiertag eingeführt, an dem die „Befreiung Jerusalems von den zionistischen Besatzern“ gefordert wird. Die (vom Verfassungsschutz beobachtete) Hisbollah hat diesen Tag bald darauf auch bei uns in Form einer „Demonstration“ eingeführt. Es gibt auch immer eine oder mehrere antifaschistische oder christlich-jüdische Gegenkundgebungen, die zur Solidarität mit Israel und den Juden aufrufen.

Gebet:

  • Eindämmung antisemitischer Parolen in der Öffentlichkeit mit allen gesetzlichen Mitteln
  • Verhinderung von Zusammenstößen
  • Solidarität mit Israel und Juden

Berlin deutsches Silicon Valley?

Berlin zieht immer mehr europäische Technologieförderung an. Vor nicht einmal einem Jahr wurde daher Deutschlands größter Start-up-Campus „Factory“ eröffnet. Dieses Internet-Firmenzentrum ist so erfolgreich, dass es jetzt einen massiven Expansionsplan vorlegte. Bis Ende 2016 will die „Factory“ mehr als 100.000 m² Bürofläche anbieten und danach in den kommenden Jahren erneut rund zehnmal so viel. Im Moment sind alle Büroflächen vermietet. Inzwischen spricht man schon davon, dass Berlin das „Silicon Valley Europas“ wird. Start-ups haben verschiedene Bedürfnisse und deswegen sollen ihnen auch künftig Dienstleistungen wie Carsharing oder Rechts- und Steuerberatung angeboten werden. Es gibt Co-Working-Bereiche, wo der einzelne Gründer eine Menge anderer kreativer Köpfe kennen lernen kann. Solch eine kreative Gemeinschaft wird geschätzt und ist auch nötig, damit die kleinen Unternehmen an Investoren herankommen. Um erfolgreiche Geschäftsmodelle zu entwickeln, braucht es eine Menge Unterstützung. Daher versucht man, Kooperationen mit der deutschen Industrie zu fördern, damit große Konzerne mit ihren Milliarden die neuen digitalen Geschäftsmodelle finanzieren. Das dürfte für beide Seiten Vorteile bringen.

Gebet:

  • Dank für die positive kreative Entwicklung von Neugründungen
  • Für eine gelingende Verzahnung von Finanzen und Wissen zwischen großen Industrieunternehmen und kleinen Start-ups
  • Dass Gott kreative Entwicklungen zum Segen von vielen Menschen schenkt

ProChrist Live in Spandau

Als einziger Veranstaltungsort im Berliner Raum findet ProChrist Live 2015 vom 12.-16. Oktober in der Weinberggemeinde Gnadenkirche, Jaczostr. 52, 13595 Berlin–Spandau statt – jeweils um 19:00 Uhr mit Pfarrer Alexander Garth als Verkündiger. Wurde die Veranstaltung bisher von einem zentralen Ort per Satellit in die verschiedensten Orte übertragen, so findet in diesem Jahr ProChrist Live vom 3.10. bis 14.11. an ca. 100 Orten in ganz Deutschland statt (einige Orte auch in der Schweiz und Österreich). Das Programm enthält Elemente wie Musik, Gesang, Theaterstücke und Interviews. Im Mittelpunkt steht ein Vortrag, der in eine Einladung zum Glauben mündet. Als Interview-Partner haben u.a. Prof. Dr. Angelika Bier, Dr. Irmhild Bärend und der Bäckermeister Dietmar Plentz ihre Teilnahme zugesagt.

Gebet:

  • Gelingende Vorbereitungen und Öffentlichkeitsarbeit
  • Erfolgreiche persönliche Einladungen

Eine App für Berlins Babys

Eine erfreuliche Nachricht: die Zahl der Geburten in Berlin steigt kräftig. 2003 kamen 28.000 Babys im Jahr zur Welt; 2013 schon 35.000! 2014 stieg die Zahl der Geburten noch weiter an. Der Senator für Gesundheit und Soziales, Mario Czaja (CDU), stellte kürzlich die neu entwickelte „Baby-Berlin-App“ vor. Dieses Programm bündelt alle Angebote rund um die Geburt und gibt wichtige Informationen, Termine, Fristen und Adressen für alle 12 Berliner Bezirke auf einen Blick. Unterteilt in verschiedene Kategorien wie Gesundheit, Arbeit, Behörden und Finanzen erleichtert es den werdenden Eltern, Antworten auf alle Fragen von Gesundheit bis zu Behörde im Blick auf das neue Kind zu bekommen. Bei Fragen wie Elterngeld Kindergeld, Betreuungsgeld, Kita-Gutschein usw. bekommen jetzt auch Ausländer mit der App eine effektive Hilfe, denn es gibt sie in mehreren Sprachen.

Mehr Informationen unter http://tinyurl.com/pcvkam9

Gebet:

  • Dank für die wachsende Zahl von Geburten und Segen für alle Neugeborenen
  • Für eine rege Nachfrage nach dieser App, damit die Hilfe ankommt
  • Weisheit und weitere kreative Ideen für den Amtsbereich von Senator Czaja

Dran bleiben: Flüchtlinge

Der Zustrom von Flüchtlingen auch nach Berlin ist ungebrochen. Es wird zunehmend schwierig, Häuser für die Erstaufnahme und Wohnungen für die Dauerunterbringung zu finden. Die Zustände sind oft katastrophal. Die zuständige Senatsdienststelle war offenbar überfordert, was zu unrechtmäßigen Mietverträgen und der Versetzung des Leiters der Behörde führte. Beten wir weiter, dass neue und menschenwürdige Unterbringungsplätze gefunden werden – und für einen Ausbau der Willkommenskultur in den Stadtteilen, wo es inzwischen an vielen Stellen gutes Engagement gibt.

Erweiterung des Redaktionsteams

Wenn du politisch interessiert und gut informiert bist, wenn du die Nachrichten über Politik und Stadt in Berlin mit aufmerksamem geistlichen Blick verfolgst, wenn du was du siehst und liest wieder in dein Gebet hinein nimmst – dann bist du genau die Richtige oder der Richtige für das Redaktionsteam unserer Gebetsmail! Wir drei (Rosemarie Stresemann, Kerstin Hack, Axel Nehlsen) als kleines Online-Redaktionsteam suchen weitere Leute, die mit beten, mit denken und dann auch mit schreiben können. Melde dich bei uns: info@gfberlin.de

Gebet:

  • Dank für 13 Jahre Berliner Gebetsmail
  • Gelingende Erweiterung des Teams

Termine

  • 8.7. und 12.8., 18 Uhr, Politisches Stadtgebet vor dem Roten Rathaus