Herunterladen als PDF: [Gebet für Berlin – April 2015]

Good News: Uni-Partnerschaft Berlin – Jerusalem

Im Jubiläumsjahr „50 Jahre diplomatische Beziehungen Deutschland – Israel“ erweitern die Hebräische Universität Jerusalem und die FU Berlin ihre Partnerschaft. Ein neues Abkommen ermöglicht die gemeinsame Promotion in allen Fachbereichen. Es ist das erste dieser Art zwischen einer israelischen und einer deutschen Uni. Die Absolventen werden in Berlin und Jerusalem ausgebildet und erhalten einen Doktortitel von zwei Universitäten. Außerdem sammeln sie internationale Forschungserfahrung und knüpfen Verbindungen in beiden Staaten. So soll nicht nur Wissenschaft, sondern auch Versöhnung und Verständnis gefördert werden.

Good News: Deutsche Schuld und armenische Vergebung

Der ökumenische Bußgottesdienst für die Mitschuld Deutschlands am Völkermord an den Armeniern vor 100 Jahren war ein bewegendes Ereignis, das (so eine Armenierin) „Geschichte schrieb“. In der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche versammelten sich rund 300 Personen. Pfarrer Philip von Preußen predigte, stellte sich als Nachfahre von Kaiser Wilhelm II. der Schuld seiner Vorfahren und bat die anwesenden Armenier um Vergebung. Das geschah ebenso in einem Bußgebet, das alle anwesenden Deutschen mitbeten konnten. Der armenische Erzbischof für Deutschland nahm das Bekenntnis an und sprach die Vergebung zu. Das Bekenntnis der (nachgewiesenen, massiven) Mitschuld Deutschlands geschah in dieser Weise wohl erstmalig. Beten wir dankbar um nachhaltige Folgen auch in der deutschen Politik!

100 Tage Michael Müller

http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Michael_M%C3%BCller_(2014).jpg

Foto: WikiCommons

Entgegen allen Erwartungen ist der neue Regierende Bürgermeister Michael Müller rasch zum beliebtesten Politiker in Berlin aufgestiegen. Seine Beliebtheitswerte übersteigen bereits in den ersten 100 Tagen seiner Amtszeit die seines Vorgängers während dessen besten Zeiten. Wahrscheinlich honorieren die Berliner damit eine Art des Regierens, die nicht auf Showeffekte setzt. „Gut regieren“ ist Müllers Motto. Es ist schon eine erstaunliche Leistung, wenn es in den ersten 100 Tagen der Regierung keine Anfängerfehler und keine Fehlgriffe beim Personal gibt. Der neue Regierende Bürgermeister produzierte also keine negativen Schlagzeilen. Für Müller ist es wichtig, dass die Regierung die Bürgernähe sucht. Auf seine Initiative tagt der Senat nun regelmäßig in den Bezirken, im Anschluss ist er für die Bürger da. Auch im Roten Rathaus kann man ihn besuchen. Er hält dort eine Bürgersprechstunde. Für Müller ist es wichtig, sich um konkrete Probleme zu kümmern – mit großen Visionen für die Zukunft ist er bis jetzt nicht aufgefallen. Zugleich zeigt er Führungsstärke. Er setzte sich beim Umbau des BER-Managements gegen den Bund durch.

Gebet:

  • Dank für diesen positiven Start in die Regierungszeit
  • Klarheit, wie die vielfältigen Probleme in dieser Stadt gezielt angegangen werden können
  • Mut, wegweisende, wenn auch unpopuläre Entscheidungen zu treffen

Islamische Religionslehrer und Islamisten

Der Senat möchte nicht mehr, dass in den Moscheen Imame und islamische Religionslehrer tätig sind, die aus dem Ausland hierher geschickt werden, die oft kein Deutsch sprechen und nur wenig Verständnis für die Lebenswirklichkeit der in Deutschland und Berlin lebenden Muslime haben. Daher soll ein Berliner Institut für Islamische Theologie eingerichtet werden. Dort sollen dann in Zukunft Religionslehrer für die Berliner Schulen, sowie auch Imame für die Moscheen und Sozialarbeiter ausgebildet werden. Angesichts zunehmender Radikalisierung besonders auch junger Menschen beschäftigt sich der Senat ernsthaft mit Gegenmaßnahmen. Die Ausbildung von islamischen Religionsgelehrten auf Deutsch hat für den Senat den Vorteil, dass diese Personen die deutsche Gesellschaft kennen und darin verwurzelt sind. Laut Bildungsverwaltung soll zu diesem Projekt nun eine Arbeitsgruppe eingerichtet werden, die von einem Beirat beraten wird.

Seit 2011 hat sich die Zahl der Salafisten in Berlin, die dem Verfassungsschutz bekannt sind, auf 620 verdreifacht. 330 gelten als gewaltorientiert. Zurzeit wird vom Senat auch das Verbot des Trägervereins der Al-Nur-Moschee diskutiert. Diese Moschee gilt als Treffpunkt von Salafisten und wird vom Verfassungsschutz beobachtet. Dort wurde schon gegen Juden gehetzt und zuletzt gab es eine äußerst frauenfeindliche Predigt, die sich gegen deutsche Gesetze zur Achtung der Rechte von Frauen richtete.

Gebet:

  • Weisheit und Gelingen für Umsetzung der geplanten Lehrerausbildung
  • Noch mehr Erkenntnis, wie der Radikalisierung Jugendlicher entgegengetreten werden kann
  • Für ein mächtiges, rettendes Wirken des Heiligen Geistes unter den Muslimen

Alte Mitte – Neue Liebe

Die Mitte Berlins ist immer noch nicht zu Ende gestaltet. Es geht um die historische Mitte rund um den Alexanderplatz zwischen Fernsehturm und Spree. Jetzt werden die Bürger mit einbezogen und können mit diskutieren, auch online unter www.altemitte-neueliebe.de. Dort kann man schon jetzt seine Meinung über diesen Ort mitteilen – die meisten Einträge beurteilen die Mitte als nicht einladend zum Verweilen. Am 18. April ist im Berliner Congress Center der öffentliche Auftakt zum Bürgerdialog des Senats. Es geht unter anderem um folgende Fragen: Soll der Neptunbrunnen zurück ans Schloss versetzt werden? Wie geht man mit dem Denkmal von Marx und Engels um? Was wird mit der großen Freifläche gemacht – bleibt sie erhalten, oder darf sie bebaut werden? Wenn ja, wie? Bis Ende 2015 können die Bürger diskutieren und dann eine Art Manifest für das Areal formulieren. Anschließend wird sich das Abgeordnetenhaus mit den Bürgerwünschen beschäftigen und dementsprechend einen Beschluss fassen. 2016 sollen dann Architekten in einem Wettbewerb die Vorgaben umsetzen und städtebauliche Ideen entwerfen. Schon jetzt wird das Gelände rund um die Marienkirche umgebaut und das große Lutherdenkmal soll an seinen historischen Platz nahe der Kirche zurückkehren.

Gebet:

  • Freisetzung von göttlichen Ideen für die Gestaltung der alten Mitte
  • Dass sich Gottes Liebe für diese Stadt auch in der konkreten architektonischen Gestaltung ausdrücken kann
  • Gelingen des Bürgerdialogs – ohne provokative Störungen

Beratung für Dschihad-Rückkehrer

In Berlin startet Anfang April eine Beratungsstelle für desillusionierte Rückkehrer aus dem Dschihad. Vom Senat finanzierte Betreuer sollen ihnen helfen, in ein friedliches Leben zurückzufinden. Der Verein VPN hat bereits Erfahrungen in anderen Bundesländern gesammelt. 90 gewaltbereite Islamisten aus Berlin sind bisher in den „Heiligen Krieg“ gezogen, hat der Berliner Verfassungsschutz gezählt. Ein Drittel von ihnen ist wieder in die Hauptstadt zurückgekehrt. Berlin gilt als Hochburg der Dschihadisten-Szene. Der Leiter des Berliner Verfassungsschutzes warnt vor vielen Heimkehrern. Sie seien radikalisiert, sie seien abgestumpft, sie könnten eine Gefahr darstellen. Die Erfolgsaussichten der Beratung für Rückkehrer werden als relativ hoch eingeschätzt.

Gebet:

  • Für eine hohe Erfolgsquote der Aussteiger-Beratung
  • Dass über die Grausamkeit des „Islamischen Staats“ (IS) Enttäuschte wahres Leben in Jesus Christus finden

1. Mai

Der 1. Mai naht. In den letzten Jahren war er auch Dank des Gebets immer gewaltärmer geworden. Fürbitter werden wieder auf den Straßen unterwegs sein (bei Interesse bitte wenden an info@gfberlin.de). Die Tage werden durch andauerndes Lob Gottes unterlegt (siehe Termine). Es ist derzeit noch nicht absehbar, welche Demonstrationen es geben wird und wie das Gewaltpotential einzuschätzen ist. Erstmals werden in diesem Jahr christliche Musikgruppen auf einer der Bühnen im „Myfest“-Gelände mitwirken. Ein Gospelchor und Bands verschiedener ethnischer Herkunft werden am Heinrichplatz spielen.

Gebet:

  • Dank für die interkulturelle Musikbühne und gelingende Vorbereitung
  • Ein gewaltfreier Mai-Feiertag in Berlin
  • Weisheit für die Polizei, dass ihre Maßnahmen deeskalierend wirken

Termine

  • 8. 4., 18 Uhr, Politisches Stadtgebet vor dem Roten Rathaus
  • 30. 4. bis 2.5., BURN, kontinuierlicher Lobpreis mit Fürbittezeiten für den 1. Mai, Gebetskeller Kreuzberg, Adalbertstr. 97 (am Kotti)
  • 1. Mai, 13 bis 17 Uhr, Interkulturelle Musikbühne mit christlichen Bands als Teil des „Myfest 2015“, Heinrichplatz, Kreuzberg
  • Vorschau: 8. bis 10. Mai, 70. Jahrestag der Befreiung: Abschluss von 100 Tage Gebet (8.5.), Gedenkfeier im KZ Sachsenhausen (9.5.), Marsch des Lebens vom Anhalter Bahnhof zum Brandenburger Tor (10.5., 15 Uhr). Näheres in der nächsten Gebetsmail!