Herunterladen als PDF: [Gebet für Berlin – Februar 2015]

Good News: Iraner werden Christen

Schon seit Jahren sind immer wieder Berichte zu hören, dass sich bundesweit viele Iraner dem christlichen Glauben zuwenden. Oft haben sie dramatische Erfahrungen von Gefängnis und Flucht hinter sich.

In Berlin sind es insbesondere eher konservative Gemeinden wie die Selbstständig Evangelisch Lutherische Kirche (SELK) oder die Landeskirchliche Gemeinschaft in Buckow, in denen Iraner zu Dutzenden Christen werden und sich taufen lassen. Aber auch in der presbyterianischen Farsi sprechenden Gemeinde in Neukölln lassen sich viele nach einem Glaubenskurs taufen.

Es sind überwiegend gebildete jüngere Leute, die in Deutschland bleiben wollen und großes Interesse an einer schnellen Integration haben.

Linksextreme formieren sich neu

Mit der Auflösung der „Antifaschistischen Linken Berlins“ (ALB) und dem Zerfall der „Antifaschistischen Revolutionären Aktion Berlin“ (ARAB) geht offensichtlich kein Rückgang linksextremer Straftaten einher. Im Gegenteil: Berliner Linksextremisten werden aktiver und aggressiver, wie Innensenator Frank Henkel berichtete. Im 1. Halbjahr 2014 gab es etwa 60 % mehr Straftaten als 2013, insgesamt 240. Die Anschläge werden immer brutaler. Es gab 57 Angriffe auf Polizisten, die ein besonderes Ziel linken Hasses sind. Bei den Auseinandersetzungen und Demonstrationen um geplante Flüchtlingsheime sind Teilnehmer von Linksextremisten mit Teleskopschlagstöcken angegriffen worden.

Da die 1. Mai-Demonstrationen inzwischen befriedet wurden, wird jetzt der Hass durch Aktionen in Kleingruppen auf die Straße getragen. Das geht über Angriffe auf Häuser, die durch Aufwertung einer Wohngegend vermeintlich zur Verdrängung beitragen, über Zerstörung von Läden in solchen Gebäuden bis zum Angriff auf das Wachpersonal.

Inzwischen haben sich die zersplitterten linksradikalen Gruppen zu einer neuen Gruppierung zusammengeschlossen unter dem Namen „Radikale Linke“. Ideologische Gräben scheinen nicht mehr unüberwindbar zu sein in der Szene. (Quelle: Tagesspiegel 3.u.18.1.15)

Gebet:

  • Dass Politik und Polizei wirksame Strategien zur Gewalteindämmung finden
  • Dass Gottes Liebe die hasserfüllten Herzen berührt und verändert
  • Dass geplante Anschläge aufgedeckt werden

Körperwelten-Ausstellung

In einem im Dezember verkündeten Urteil des Verwaltungsgerichts wurde das Verbot der geplanten Körperwelten-Ausstellung in Räumen unter dem Fernsehturm am Alexanderplatz aufgehoben. In der mündlichen Begründung war das Gericht der Meinung, dass es sich bei den ausgestellten Körpern nicht um Leichen handelt, weil man sie nicht bestatten kann und weil sie nicht verwesen können. Bezirksbürgermeister Christian Hanke (SPD) hat inzwischen das schriftliche Urteil genau prüfen lassen und hat erneut Rechtsmittel dagegen eingelegt. Die Initiatoren wollen die Ausstellung im Februar eröffnen. Der Bezirk hat für diesen Fall tägliche Strafgelder angedroht. Die Auseinandersetzung wird also wohl noch weitergehen.

Gebet:

  • Weisheit, dass alle Rechtsmittel ausgeschöpft werden, damit keine „Leichen“ sondern Leben, das Gott ehrt, in diese Räume einziehen kann

Stolpersteine

Foto: Stplpersteine-Berlin.de

Foto: Stplpersteine-Berlin.de

In Berlin findet man sie immer öfter: Kleine Gedenkplatten im Gehweg – quaderförmige Steine mit einer Oberfläche aus Messing, auf der der Name eines NS-Opfers eingraviert ist. Das sind die Mahnmale des deutschen Künstlers Gunter Demnig. Er versteht sie als Grabsteine zum Gedenken an die jüdischen Mitbürger, die einst in den Häusern gewohnt haben und dann umgebracht wurden. 1996 wurden die ersten Stolpersteine im Rahmen eines Kunstprojekts verlegt, bis heute sind es allein in Berlin über 6000.

Welche Auswirkungen diese Initiative auf die hier lebenden Menschen sowie die Nachfahren der Ermordeten hat, kann man in dieser längeren Geschichte erfahren: http://tinyurl.com/n3evgfg

In einer kurzen Moabiter Straße mit 27 Hausnummern entdeckt ein Bewohner den bisher einzig verlegten Stolperstein. Er fängt an zu recherchieren und erfährt, dass über hundert jüdische Bürger in seiner Straße gewohnt hatten, die alle ermordet worden sind. Er möchte nun selber einige Stolpersteine verlegen. Wer einen Stolperstein in Auftrag geben will, muss die biografischen Daten des Opfers kennen. Und hier beginnt die bewegende Geschichte: Die Nachbarn der Straße werden in der intensiven Suche zusammengebracht, Leben werden berührt und verändert – sowohl der Berliner vor Ort als auch der jüdischen Verwandten, die in der ganzen Welt verstreut leben.

Stolpersteine als eine Möglichkeit sich zu erinnern, Menschen dem Vergessen zu entreißen und sich mit der Geschichte (auch der eigenen Familiengeschichte) auseinanderzusetzen – was einmal als Kunstprojekt begann, hat sich inzwischen in 18 europäische Staaten verbreitet. Über 47.000 solcher Gedenksteine sind bisher verlegt worden. In Berlin gibt es 12 bezirkliche Stolperstein-Initiativen. Es werden sicherlich noch mehr werden. Mehr darüber im Internet bei http://www.stolpersteine-berlin.de/berlin

Gebet:

  • Dank für diese Initiative
  • Dass immer mehr Menschen sich dafür interessieren, ermordete jüdische Mitbürger durch Gedenken zu ehren
  • Etablierung einer nachhaltigen Gedenkkultur in der Stadt

Berliner Wohnungsmarkt

Die Angebote auf dem Berliner Wohnungsmarkt sind weiter rar und teuer. Hauptursachen sind stark steigende Einwohner- und Haushaltszahlen bei einer bis vor kurzem noch geringen Neubautätigkeit.

Im Jahr 2013 gab es ein Plus von rund 42.000 Einwohnern. Der Geburtenüberschuss gegenüber den Todesfällen betrug 8 Prozent, neben Hamburg der höchste in Deutschland. Der größte Faktor sind allerdings Wanderungsgewinne, vorwiegend aus dem Ausland. Im Jahr 2014 kam die stark wachsende Zahl der Flüchtlinge hinzu. Dem stehen nur rund 6.600 neu gebaut Wohnungen (2013) gegenüber. Der neue Regierende Bürgermeister Michael Müller hat den verstärkten Neubau von bezahlbaren Wohnungen zu einem Schwerpunkt seines Programms gemacht.

Zwar soll Mietern die für 2015 geplante Preisbremse Entlastung bringen, viele Menschen müssen sich nach Ansicht des Deutschen Mieterbunds dennoch auf steigende Mieten einstellen. Die Bundesregierung hatte den Gesetzentwurf im Oktober beschlossen. Ein Termin für die abschließende Beratung im Bundestag ist aber noch nicht in Sicht.

Laut Mietpreisbremse darf eine Wohnungsmiete bei einem Mieterwechsel nur noch so stark steigen, dass sie höchstens zehn Prozent teurer als eine vergleichbare Wohnung derselben Lage und Größe ist. Das soll aber nur in Gebieten gelten, die von den Bundesländern als „angespannte Wohnungsmärkte“ ausgewiesen werden. Spitzenreiter bei der Mietpreissteigerung in Berlin ist Neukölln. In dem als neuem In-Bezirk gefeierten Quartier haben die Mieten in den letzten fünf Jahren um 54,5 Prozent am stärksten zugelegt. Aber auch in Kreuzberg, Treptow und Friedrichshain (42 bis 44 Prozent) sind die Angebotsmieten hochgeschnellt. Trotzdem ist das Wohnen in Berlin immer noch vergleichsweise günstig. Erst in 10 bis 20 Jahren werde hier das Miet- und Kaufpreisniveau anderer deutscher Metropolen erreicht, sagen Fachleute.

Gebet:

  • Schnelle Erfolge für das forcierte Wohnungsbauprogramm des Senats
  • Spürbare Auswirkungen der Mietpreisbremse besonders für Niedrigverdienende

Schutz vor Terror

Die Anschläge in Paris haben auch bei uns die Gefahr und Wachsamkeit vor möglichen Terroranschlägen islamistischer Kämpfer erhöht. Experten sagen, dass es nur eine Frage der Zeit sei, bis auch in deutschen Städten wie Berlin ein Anschlag verübt werde. Lasst uns dieser „säkularen Prophetie“ unser inständiges Gebet um Gottes Schutz entgegen setzen! Im Blick der Sicherheitsorgane sind besonders zurückkehrende IS-Kämpfer aus Syrien und dem Irak und junge Männer, die sich hier durch das Internet und salafistische Gruppen radikalisieren.

Gebet:

  • Dank für Gottes bisherige Bewahrung
  • Erfolgreiche Aufdeckung von Vorbereitungen und Verhinderung von Anschlägen
  • Verblassen der Faszination von IS und Al Qaida für junge Muslime
  • Echte Alternativen für Muslime durch Begegnung mit authentischen Christen

Dran bleiben: Flüchtlinge

Die Zahl der in Berlin ankommenden Flüchtlinge vor allem aus den Bürgerkriegsgebieten in Syrien, Irak und Nigeria ist weiterhin sehr hoch. Viele von ihnen sind verfolgte Christen.

Die Berliner Stadtmission hat seit Dezember beispielhaft ausgestattete Traglufthallen für die Erstaufnahme errichtet. Demonstrationen gegen neue Flüchtlingsunterkünfte werden eher weniger, die Willkommenskultur wird besser.

Termine

  • 11. 2., 18 Uhr: Politisches Stadtgebet vor dem Roten Rathaus
  • 27. 1. bis 8.5.: 100 Tage Gebet für Deutschland und Israel – gedenken, umkehren, beten http://100tagegebet.de,
  • ab 18.2. zusammen mit 40 Tage beten und fasten für unser Land, http://www.40tagebetenundfasten.de. Wir ermutigen zur Beteiligung an den Gebetsaktionen.