Herunterladen als PDF: [Gebet für Berlin – Oktober 2014]

Good News: Marsch für das Leben

5.000 Lebensschützer aus vielen Kirchen zogen am 20. September für das „Ja zum Leben und ein Europa ohne Abtreibung und Euthanasie“ durch die Stadt. Die Kundgebung vor dem Kanzleramt, der lange Schweigemarsch mit den weißen Kreuzen für die Babys, die nicht leben durften, und der Abschlussgottesdienst vor dem Dom betonten in positiver Weise die Kostbarkeit des von Gott geschaffenen Lebens – schon im Mutterleib und auch im Alter. Noch nie haben so viele Menschen teilgenommen. Das Thema bringt offenbar immer mehr Menschen aus dem ganzen Land auf die Straße.

Gebet:

  • Dank für die Möglichkeit, an prominenten Orten das Anliegen zu vertreten
  • Dank für wachsendes Bewusstsein für Lebensschutz am Anfang und Ende des Lebens

Good News: Antifaschistische Linke Berlins löst sich auf

Viele Jahre haben Christen in Berlin dafür gebetet, dass es am 1. Mai friedlich bleibt. Die Gruppe, aus der normalerweise bei der „Revolutionären 1. Mai Demo“ die stärkste Randale hervorging, sammelte sich unter dem Namen Antifaschistische Linke Berlins (ALB). Im September gab sie ihre Auflösung bekannt! Die Bewegung ist immer mehr zerfallen. Sie gab selber bekannt, dass Ideen, Strategien und Ziele mittlerweile zu unterschiedlich seien. So zerbrach die Gruppe am Streit darüber, ob sie ein militant auftretende „Schwarzer Block“ bleiben sollten oder sich mit gemäßigten zivilgesellschaftlichen Akteuren verbinden sollten. Für die einen war die Bewegung nicht mehr radikal genug, andere suchten einen Weg, aus solcher Radikalität herauszufinden. Die 2003 gegründete ALB organisierte immer die Demonstrationen am 1. Mai in Kreuzberg und weitere – oft in Gewalt mündende – Demos.

Gebet:

  • Dank für eine weitere Gebetserhörung im Bereich Frieden für die Stadt

Widerstand gegen christliche Positionen in der Öffentlichkeit

Der „Marsch für das Leben“ hatte neben den Tausenden Demonstranten auch mehrere hundert Gegendemonstranten beiderlei Geschlechts, die den Schweigemarsch mit Trommeln, Pfeifen, Farbbeuteln und ständig wiederholten – teils äußerst aggressiven – Parolen störten. Linke, Alternative, Lesben- und Schwulen-Aktivisten wähnten ihre sexuelle Selbstbestimmung in Gefahr. Sie hatten offenbar Sorge, der Einfluss der Christen wäre so groß, dass die Abtreibungsgesetze verschärft würden. Sie versuchten den Zug deshalb mehrfach durch Sitzblockaden zu stoppen, die jedoch schnell von der Polizei geräumt wurden.

In der Nacht vor dem Marsch für das Leben gab es einen Anschlag auf das Büro der Veranstalter in einer Kirche in Prenzlauer Berg; ein Raum wurde mit Farbe und Glassplittern verwüstet. Ein Kamerateam der ZDF-heute-Show soll Demo-Teilnehmer bedrängt haben und machte die ernsthaften Lebensschützer in seiner Sendung lächerlich.

Gebet:

  • Erhalt der Meinungs- und Demonstrationsfreiheit auch für vom Mainstream abweichende christliche Positionen
  • Dass an biblischer Ethik orientierte Christen lernen, mit Widerstand sanftmütig und freimütig umzugehen
  • Mehr Kundgebungen, die christliche Positionen in der Öffentlichkeit vertreten

Foto: Wikipedia25 Jahre Fall der Berliner Mauer

Am 9. November 2014 jährt sich zum 25. Mal der Fall der Berliner Mauer. Zum historischen Ereignis sind stadtweit Veranstaltungen und Ausstellungen geplant. Thematisch stehen dabei die Teilung der Stadt, der Kalte Krieg und die friedliche Wiedervereinigung im Mittelpunkt. Zu den Veranstaltungen gehören geführte Radtouren auf dem Mauerweg sowie Besuche der ehemaligen Wachtürme oder der East Side Gallery.

Höhepunkt des Jubiläums ist das Wochenende um den 9. November. Entlang des ehemaligen Mauerverlaufs wird eine große Licht-Installation als „Symbol der Hoffnung für eine Welt ohne Mauern“ inszeniert. Aus tausenden illuminierten und mit Helium gefüllten Luftballons soll am gesamten Wochenende eine „Lichtgrenze“ entstehen, die zwölf Kilometer durch die Innenstadt führt: vom ehemaligen Grenzübergang Bornholmer Straße am Brandenburger Tor vorbei über den Checkpoint Charlie bis zur Oberbaumbrücke. Am Abend des 9. November werden die Ballons gleichzeitig in die Luft steigen. So soll der 25. Jahrestag mit spektakulären Bildern um die Welt gehen.

Alle Infos hier (PDF): http://tinyurl.com/mrlzlve

Gebet:

  • Dank für das Wunder der Einheit und Freiheit
  • Dank für das gelungene Zusammenwachsen der einst getrennten Teile Berlins
  • Vollendung der Einheit in den Köpfen und Herzen

Schutz vor Terror

Ermutigt durch die Erfolge der Mordtruppen des sogenannten „Islamischen Staates“ (IS) wurde auch in Berlin von Islamisten einer Gruppe „Islamischer Staat Berlin“ Werbung gemacht. Sie verbreitete ihre Hetze auf Facebook solange, bis die Zeitung BZ Maßnahmen gegen dieses Treiben forderte. „Wir müssen verhindern, dass radikalisierte Islamisten ihren Dschihad in unsere Städte tragen“, verkündete schließlich auch Innenminister de Maizière. Er untersagte alle Aktivitäten der Terrorgruppe IS in Deutschland – auch in sozialen Netzwerken.

Es gibt in Berlin mehrere Moscheen, in denen sich Salafisten treffen, die einem radikalen Islam anhängen. Salafisten werben aktiv für den „reinen“ Islam. Immer wieder wird bekannt, dass junge Menschen sich sehr schnell über diese Gruppe radikalisieren und anschließend auch in den Dschihad nach Syrien oder Irak ziehen. Laut Verfassungsschutz sind zurzeit 550 Salafisten in der Hauptstadt aktiv, 250 davon werden als „gewaltorientiert“ eingestuft. Mehr als 50 Berliner sind in den vergangenen zwei Jahren nach Syrien ausgereist. Besonders von denen, die aus den Kriegsgebieten zurückkehren, geht Gefahr aus.

Bedrohlich sind auch die Aufrufe, sich mit Terror gegen die Staaten zu wenden, die militärisch gegen IS vorgehen. Auch in unserer Stadt steigt damit das Risiko von Terroranschlägen. Im Fokus der Terroristen stehen besonders jüdische Einrichtungen und große Menschenmengen.

Gebet:

  • Schutz vor Terroranschlägen
  • Aufdeckung von Terrorplanungen im Vorfeld
  • Wachsamkeit von Bürgern, Polizei und Verfassungsschutzorganen

Nachfolge Wowereit

Zurzeit lässt die Berliner SPD ihre Mitglieder über drei Kandidaten für das Amt des Regierenden Bürgermeisters abstimmen. Zur Wahl stehen der Landesvorsitzende Jan Stöß, Fraktionschef Raed Saleh und Bausenator Michael Müller. Die Streitgespräche der Kandidaten werden auch im Internet per Livestream übertragen. Das Votum der Mitglieder soll dann bis zum 18. Oktober ausgezählt sein. Gibt es keinen eindeutigen Sieger, wird es eine Stichwahl geben. Spätestens am 6. November soll feststehen, wen die Berliner SPD als Nachfolger Wowereits nominiert. Der Sieger soll am 11. Dezember im Berliner Abgeordnetenhaus zum neuen Regierenden Bürgermeister gewählt werden. An diesem Tag will Wowereit dann auch offiziell zurücktreten.

Gebet:

  • Dass ein Mann nach Gottes Herzen gewählt wird

Keine „Leichen“, sondern neues Leben unter dem Fernsehturm

Seit Anfang des Jahres beten wir in dieser Gebetsmail und vor Ort, dass die Ausstellung „Körperwelten“ nicht in die leer stehenden Räume unter dem Fernsehturm am Alexanderplatz zieht. Nach viel Protest auch der großen Kirchen hat der Bezirk Berlin-Mitte mit Bezirksbürgermeister Andreas Hanke die Schau nun verboten. Die umstrittene Ausstellung der Präparate des Plastinators Gunther von Hagen könnte jetzt ein Fall für die Richter werden. Denn die Organisatoren halten an dem Projekt fest. Ein Initiativgruppe von Christen aus mehreren Gemeinden verfolgt die Idee, in einem Teil der Räume ein übergemeindliches Gebetszentrum einzurichten, in dem perspektivisch täglich 24 Stunden Gebet und musikalischer Lobpreis zur Ehre Gottes stattfinden soll. Sie schlagen vor, dass sich christliche Gemeinden und Dienste der Stadt hier der Öffentlichkeit vorstellen können. Das Gebetszentrum „prayer tower Berlin“ soll nach dieser Planung eine Begegnungsstätte zwischen Christen und Nichtchristen werden. Hier könnten Menschen sich über den Glauben informieren, für sich beten lassen und Gott näher kennenlernen. Auch überkonfessionelle Veranstaltungen wären möglich.

Gebet:

  • Dass die „Leichenschau“ mit oder ohne Prozess nicht an den Alex kommt
  • Finanzen und Unterstützung für das Projekt „prayer tower Berlin“
  • Dass Berliner Gemeinden vermehrt eine Sicht für den Dienst an der Stadt und das Gebet bekommen

Termine

  • 3.10., 15-20 Uhr, Danken, feiern und beten – 24 Jahre deutsche Einheit – interkulturell und ökumenisch, Beginn mit Gottesdienst an der Kapelle der Versöhnung, Bernauer Straße
  • 8.10., 18 Uhr, Politisches Stadtgebet vor dem Roten Rathaus