Herunterladen als PDF: [Gebet für Berlin – Juni 2014]

Good News 1: Weniger Abtreibungen

Die Zahl der Abtreibungen ist 2013 in Berlin erneut zurückgegangen – und zwar um deutliche 5%. Im Jahr 2012 wurden 34.678 Kinder geboren und 9.269 Frauen ließen einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen. 2013 waren es „nur“ noch 8.800 Abtreibungen. Das sind immer noch zu viele Kinder, die keine Chance bekommen haben, zu leben! Die meisten Mütter – nämlich 62% – waren zum Zeitpunkt der Abtreibung ledig, der Rest verheiratet. 97% der Mütter waren über 18 Jahre alt, nur 3% waren unter 18. 58 % der Frauen, die ein Kind abtrieben, hatten schon ein Kind oder mehrere zur Welt gebracht.

Gebet:

  • Dank für den Rückgang der Abtreibungen
  • tragfähige Perspektiven für Frauen, die ungewollt schwanger werden

Good News 2: Friedlicher 1. Mai

Die Presse sprach vom friedlichsten 1. Mai seit mehr als 25 Jahren! Einen ausführlichen Rückblick auf die Geschichte des Gebets und der Erhörungen mit ausführlichen Fakten auch zu 2014 am Ende ist hier: https://gebetfuerberlin.wordpress.com/material/

Damit es immer normaler für Christen wird, auch auf der Straße zu beten, gibt es im Juni ein Seminar zum Thema „Draußen beten“ mit praktischem Gebetseinsatz in Kreuzberg: 13.6., 18-20 Uhr, u. 14.6., 17-20 Uhr, Gebetskeller am Kottbusser Tor, Adalbertstr. 97. Infos und Anmeldung bei r.stresemann@gfberlin.de

Gebet:

  • Dank für die Erhörungsgeschichte

Zwei CSD-Paraden?

Der Berliner CSD e.V. hat nun doch beschlossen, Veranstaltungen am Christopher Street Day nicht unter dem umstrittenen „Stonewall“-Namen durchzuführen. Die schwul-lesbische Community ist inzwischen allerdings so zerstritten, dass mehrere Organisationen ihre Teilnahme an der CSD-Parade abgesagt haben und sich dem „Aktionsbündnis CSD Berlin 2014“ angeschlossen haben. Das Aktionsbündnis will am 21. Juni eine eigene Demo veranstalten.
Das Forum Gebet von GfB hat sich eine Aktion im Vorfeld überlegt, wenn die sogenannte „Pride Week“ stattfindet: In der Zeit vom 10.6.- 20.6. kann man sich einer Gebetsgruppe, die jeweils rund um den Nollendorfplatz von 18-19 Uhr betet, anschließen. Infos bei r.stresemann@gfberlin.de

Gebet

  • Dass Aktivitäten, die Gott nicht ehren, in dieser Stadt zurückgehen
  • Dass sich viele am Gebet in diesen Tagen beteiligen

Leichenausstellung am Alex?

Der umstrittene Plastinator Gunther von Hagen hat im ersten Geschoss der Sockelbauten des Fernsehturms eine 1.200m² große Ausstellungsfläche für seine „Körperwelten“-Ausstellung angemietet. Aufgeschnittene Körper, präparierte Leichenteile in einer Dauerausstellung – eine Zurschaustellung des Todes zu kommerziellen Zwecken – das ist keine Botschaft, die von Berlins Mitte ausgehen sollte. Sowohl von Seiten der Großkirchen als auch aus der Mitte aller Parteien gibt es inzwischen heftige Proteste gegen das Vorhaben. Die politisch Verantwortlichen des Bezirks Mitte haben es versäumt, für den Alexanderplatz Perspektiven zu erarbeiten, die solche Ausstellungen unmöglich machen würden. Wie wäre es z.B. mit einer Dauerausstellung, die Berlins positive Seiten herausstellt? Eine Gruppe von Christen möchte schon seit längerer Zeit am Fernsehturm einen Ort schaffen, in dem Gott dauerhaft angebetet wird.

Gebet:

  • Dass die Körperweltenausstellung an diesem Ort nicht zu Stande kommt
  • Laden wir den Geist des Lebens ein, die Mitte Berlins zu erfüllen
  • Dass die Bezirksverwaltung erkennt, wie der Alexanderplatz positiv gestaltet werden kann

„Ick brauch keen Hawaii“

Vom 9. bis 13. Juli wird am Anfang der Sommerferien auf dem Tempelhofer Feld ein kreativer Evangelisationsevent stattfinden. Er wird organisiert von EC, BerlinUniteD (GfB) und CVJM. Jeden Tag von 14 bis 18.30 Uhr wird es Sportangebote, Kunst, Musik, PoetrySlam, Picknickwiese und eine Zeltkapelle geben. Abends soll in einem großen Volksfestzelt das Evangelium mit unterschiedlichen Elementen wie Talkgästen, Bar, u.a. den Besuchern nahe gebracht werden. Zurzeit läuft die Planung und es werden Mitarbeitende gesucht (Evangelisationsteams, Musiker, Beter usw). Weitere Infos: www.keenhawaii.de

Gebet:

  • Ausreichend Mitarbeiter und Finanzen
  • Einheit und Kreativität bei den Vorbereitungen
  • Gelingen bei der Kommunikation des Events

Berufsgruppen: Berliner Feuerwehr

Teamarbeit wird in diesem Beruf großgeschrieben. Keiner ist hier ein Einzelkämpfer und nur als Gemeinschaft kann effektiv Hilfe geleistet werden. Die Berliner Feuerwehr ist mit rund 3.900 Mitarbeitenden und 35 Wachen die größte Berufsfeuerwehr Deutschlands. Unterstützt wird sie von den rund 1.300 Ehrenamtlichen der Freiwilligen Feuerwehr.

(http://commons.wikimedia.org/wiki/File:DLKBerlin.jpg)

Foto: WikiCommons

Das Blaulicht und Martinshorn der Feuerwehrautos heißt nicht immer, dass es irgendwo brennt. Am Einsatzort handelt es sich vielfach um Verkehrsunfälle, zu denen allgemeine Einsatzfahrzeuge und auch der Rettungsdienst der Feuerwehr gerufen werden, um technische und sanitätsdienstliche Hilfe zu leisten. Dabei werden u.a. verklemmte Türen mit Spezialwerkzeug geöffnet, gefährdete Personen aus zerbeulten Autos geborgen und Verwundeten Erste Hilfe geleistet. So kommt es etwa bei Herzstillstand der Betroffenen zu Reanimationen direkt am Einsatzort. Bei anderen Einsätzen handelt es sich um Brände aller Art oder auch überschwemmte Keller. Leider kommt es vor, dass die Betroffenen der Feuerwehr kein Vertrauen entgegenbringen, sodass Beleidigungen, Drohungen und tätliche Gewalt häufige Dienst-Erlebnisse sind. Aufgrund gefährlicher, teilweise lebensbedrohlicher Situationen haben Feuerwehrleute traumatisierende Erlebnisse, zu deren Verarbeitung immer wieder professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden muss.

Gebet:

  • Respekt und Anerkennung für die Feuerwehr
  • Gute Teamarbeit trotz Stress oder Gefahren
  • Stressresistenz für Arbeit im Schichtdienst und an Feiertagen – auch für die Familien

Versöhnungsprojekt: Barenboim-Said Akademie in Berlin

Ab 2016 sollen in Berlin jährlich hundert junge Musikerinnen und Musiker aus dem Nahen Osten im Rahmen eines Stipendiums eine dreijährige musikalische und geisteswissenschaftliche Ausbildung erhalten.

Die Akademie, gegründet vom berühmten Dirigenten Daniel Barenboim und dem amerikanisch-palästinensischen Literaturwissenschaftler Edward Said, gilt als wegweisendes kulturelles Versöhnungsprojekt und als Beitrag Deutschlands für den Friedensprozess im Nahen Osten. Sie ist eine Fortentwicklung des „West-östlichen Divan Orchesters“, das Said und Barenboim 1999 gründeten: Seit Jahren setzt das zu gleichen Teilen aus arabischen und israelischen Musikern bestehende Ensemble weltweit Zeichen der Toleranz und Hoffnung. Wie die Musiker des Orchesters, so werden auch die künftigen Stipendiaten aus den Konfliktzonen des Nahen Ostens Botschafter sein für eine Musik-Kultur, die die gelebten Erfahrungen von Versöhnung und Miteinander auch in ihre Herkunftsländer tragen. Die Akademie wird zentral in Berlin untergebracht sein: im ehemaligen Magazin der Staatsoper Unter den Linden, das seit Mai 2014 zu diesem Zweck umgebaut wird. Getragen wird das Projekt zum Großteil aus Bundesmitteln sowie von privaten Stiftern.

Gebet:

  • Schutz für das Projekt und gutes Gelingen der Baumaßnahmen
  • Dass von Berlin aus ein Geist der Versöhnung in den Nahen Osten strömt

Dran bleiben: Flüchtlinge

Die durch Dilek Kolats Verhandlungen erstellte Registrierungsliste der Flüchtlinge vom Oranienplatz und der Gerhart-Hauptmann-Schule wurde Ende Mai geschlossen. Die individuelle Bearbeitung der Anträge durch das Land Berlin hat begonnen. Nur stehen viele der Flüchtlinge der besetzten Schule nicht auf dieser Liste, doch eine dringende Lösung von Unterkunft und Verfahren ist erforderlich. Senat und Bezirk schieben sich gegenseitig die Verantwortung zu. Die 11 Flüchtlinge, die am Alex in Hungerstreik getreten waren, dann am Breitscheidplatz Mahnwache gehalten hatten, wurden zurück nach Sachsen-Anhalt geschickt. 120 Polizeibeamte lösten den Protest wegen Verletzung der Residenzpflicht auf.

Jeden ersten Dienstag im Monat von 18:30-19:30 Uhr trifft sich eine Gruppe von GfB zum Gebet für Flüchtlinge und die damit verknüpften Themen
im Aufenthaltsraum des Haus Leo der Berliner Stadtmission (Seydlitzstraße 22,10557 Berlin).

Gebet:

  • Lösungen und klare Verantwortung für die Flüchtlinge in der Gerhard-Hauptmann-Schule
  • Dass Flüchtlinge nicht als Störfaktor gesehen werden, sondern ihre Anliegen Gehör finden

Termine

  • 11.6., 18 Uhr, Politisches Stadtgebet vor dem Roten Rathaus
  • 6.6., 15:30 Uhr, Gebet am Flughafen BER: Das Forum Gebet von GfB lädt zu einem Gebetseinsatz vor Ort (bis ca. 17 Uhr). Anmeldung erforderlich bei r.stresemann@gfberlin.de