Herunterladen als PDF: [Gebet für Berlin – April 2014]

Good News: Friedliche Demonstration

Für den 22. März war eine Demonstration der linken Szene in Berlin-Wedding angekündigt. Die Polizei rechnete mit bis zu 3.000 Demonstranten und ging davon aus, dass es bei der Demo und den angekündigten „Aktionen“ am Abend zu gewalttätigen Auseinandersetzungen kommen könnte.

Im Vorfeld gingen Christen im Gebet die Strecke ab, baten Gott um Vergebung für Unrecht und beteten für den friedlichen Verlauf der Demonstration und des Abends.

Es nahmen dann nur etwa 850 Demonstranten teil, obwohl bundesweit dazu aufgerufen worden war. Als einige Demonstranten begannen, sich zu vermummen, wurde die Demonstration wurde friedlich aufgelöst. Auch am Abend blieb es friedlich.

Gebet:

·         Dank für den friedlichen Verlauf der Demo

·         Bitte, dass Berlin weiterhin von linker und rechter Gewalt verschont bleibt

source: http://www.rgbstock.com/photo/mnkEELQ/Economy+up

Good News: Wirtschaft wächst

Für 2014 rechnet der Unternehmerverband Berlin (UVB) mit einem Wirtschaftswachstum in Berlin von 1,5 bis 2%. Berlin läge damit über dem Bundesdurchschnitt. Besonders in den Bereichen Tourismus, IT und exportorientierter Industrie gibt es erhöhten Bedarf an Arbeitskräften. Das bedeutet weniger Arbeitslosigkeit. Selbst die Zahl der älteren Arbeitnehmer hat sich in den vergangenen 12 Jahren von 53.000 auf 120.000 mehr als verdoppelt.

Ein großes Problem stellen jedoch Menschen mit mangelnder Ausbildung dar, für die es kaum Beschäftigungsmöglichkeiten gibt. In Berlin gehören immerhin 44% aller Arbeitslosen zu den Geringqualifizierten. Mehr als 70% der 18.000 arbeitslosen Berliner Jugendlichen haben keine Ausbildung.

Hier wünscht sich der UVB mehr Orientierungsmaßnahmen in den Schulen und bessere Kooperation mit dem Umland von Berlin, wo im Jahr 2013 etwa 450 Ausbildungsplätze unbesetzt blieben.

Gebet:

·         Dank für das Wachstum der Berliner Wirtschaft und die Verringerung der Arbeitslosigkeit

·         Dass es gelingt, mehr Jugendliche in Ausbildungen zu bringen

Protestcamp Oranienplatz und Gerhart-Hauptmann-Schule

Am 18. März wurde eine Einigung vorgestellt, die Innensenatorin Dilek Kolat (SPD) gemeinsam mit dem Senat und Vertretern der Flüchtlinge erzielt hatte. Die Vereinbarung enthielt eine friedliche Lösung für die 467 betroffenen Flüchtlinge: Für diejenigen im Protestcamp auf dem Oranienplatz, diejenigen, die von dort aus vor dem Winter in Unterkünfte in den Wedding und nach Marienfelde verlegt wurden, sowie für diejenigen, die die Gerhart-Hauptmann-Schule in Kreuzberg besetzt halten. Gemeinsam mit Unterstützern und Aktivisten forderten sie seit 2012 durch ihren öffentlichkeitswirksamen Protest eine Änderung der deutschen Flüchtlingspolitik – einen generellen Abschiebestopp und die Aufhebung der Residenzpflicht. Neben den ca. 200 Lampedusa-Flüchtlingen, die aus Italien weiter geschickt wurden, sind Flüchtlinge aus anderen Bundesländern mit laufenden Asylanträgen, sowie Asylsuchende, deren Anträge bereits abgelehnt wurden, unter den Protestierenden.

Die Einigung sah vor, dass es eine Einzelfallprüfung durch die Ausländerbehörde geben solle, dass die Abschiebung in dieser Zeit ausgesetzt werde (Duldung) und dass die Flüchtlinge Beratung und Begleitung sowie Unterkunft erhalten. Dafür sollen das Camp am Oranienplatz sowie die besetzte Schule friedlich geräumt werden.

Nach erster Euphorie machte sich unter den Besetzern der Schule und des Platzes rasch Kritik breit: In nicht transparenten Beratungen hätten am Ende die Flüchtlingsvertreter unterzeichnet, deren Gruppe von der Regelung profitiere, den meisten jedoch drohe die Abschiebung. Die Mehrheit sieht ihre Forderungen nicht erfüllt und will die Besetzung nicht aufgeben. Auch schien den Protestierenden die Frage der alternativen Unterkünfte durch die Behörden noch nicht geklärt zu sein.

Die Stimmung auf dem Oranienplatz beginnt sich zu radikalisieren: Andere Aktivisten stacheln die Camper an, weiterzumachen, sie seien auf CNN, BBC und al-Dschasira zu sehen und hätten bereits große Aufmerksamkeit. Dilek Kolat verhandelt inzwischen erneut.

Gebet:

·         Weisheit für Dilek Kolat, die großartige Arbeit in einer verfahrenen Situation leistet

·         Eine Lösung, die die Menschen sieht und den Flüchtlingen gerecht wird

·         Schnelle, gute Lösungen für Unterkünfte

Einsatz für einen friedlichen 1.Mai

Die Vorbereitungsgruppe hatte für den 1. Mai in der Nähe des Kottbusser Tors eine interkulturelle Musikbühne geplant und diese über Anwohner, die mit uns zusammenarbeiten, beantragt. Das Myfest-Komitee sah das sehr positiv, die Polizei hat aber aus Sicherheitsgründen (fehlender Fluchtweg) den Standort nicht genehmigt. Für das nächste Jahr wurde aber die Möglichkeit einer „offiziellen“ Bühne im Myfest-Gelände in Aussicht gestellt.

Am 30.4. und 1.5. wird es wieder Gebetsaktionen für einen friedlichen Maitag geben. Außerdem findet ein 50-Stunden „BURN“ (kontinuierliche Anbetung), im Gebetskeller am Kottbusser Tor statt (siehe Termine). Mehr Infos folgen später auf http://www.gebet-fuer-berlin.de und auf Anfrage.

Gebet:

·         Gewaltfreie Tage um den 1. Mai herum

·         Gesegnete Gebets- und Lobpreiszeiten

·         Gelegenheit für eine interkulturelle Musikbühne im nächsten Jahr

Sicherheit im Görlitzer Park

In der letzten Gebetsmail baten wir um Fürbitte für diese Situation. Nun tut sich etwas: „Uniformierte Polizisten und Spürhunde sollen ab Ende April im Görlitzer Park für mehr Sicherheit sorgen. Das soll sowohl Drogendealer als auch -käufer abschrecken. Die Idee ist Teil des gemeinsamen Sicherheitskonzepts zwischen dem Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, Ordnungsamt und Polizei, das derzeit ausgearbeitet wird. Nun sollen Drogendealer und -käufer durch die dauerhafte Präsenz der Polizei abgeschreckt werden. In zwei Wochen werden die ersten Vorschläge für Sicherheitskonzept, Parkgestaltung und Öffentlichkeitsarbeit bei einem weiteren Treffen besprochen. Ende April soll das Konzept stehen, ab dann sollen auch die Polizeipräsenz verstärkt werden und Spürhunde im Einsatz sein. Seit Wochen steht der Görlitzer Park im Fokus von Politik und Polizei. Anfang März hatten Kinder auf einem Spielplatz Kokainkugeln gefunden. Am Dienstag wurde ein Zivilfahnder im Görlitzer Park bei einer Festnahme von einem Drogendealer angegriffen und schwer verletzt. Der Täter ist inzwischen wieder frei.“ (Quelle: Der Tagesspiegel, 28.3.2014)

Gebet:

·         Dank für Anfänge einer Gebetserhörung

·         Dass Bezirk und Polizei ein umsetzbares Konzept entwickeln

·         Eindämmung des Drogenhandels und der Gefährdung der Anwohner

Mehr Lehrpersonal an den Schulen

Um den Lehrerbedarf für die nächsten Jahre zu decken, versucht die Schulverwaltung jetzt offenbar, so viele junge Kräfte wie möglich direkt nach dem Universitätsabschluss als Lehrer zu verpflichten – ohne Umweg über ein herkömmliches Referendariat. „… Lehramtskandidaten, die gerade ihr erstes Staatsexamen bestanden haben und sich für ein Referendariat bewerben, bekommen derzeit Briefe von der Senatsbildungsverwaltung, in denen sie darauf hingewiesen werden, dass sie direkt unbefristet in den Schuldienst eingestellt werden können und dazu ein berufsbegleitendes Referendariat absolvieren können.“ Kritiker befürchten, damit werde die eigentliche Aufgabe des Referendariats, nämlich, auf den Lehrerberuf vorzubereiten, ausgehebelt und die Qualität der Lehrerausbildung nehme Schaden. Quelle: Der Tagesspiegel, 28.3.2014

Gebet:

·         Verantwortliche und finanzierbare Lösungen, die dem Lehrermangel abhelfen

·         Dass die neue Idee nicht auf dem Rücken der Kinder ausgetragen wird

Dran bleiben: Flughafen BER

Der Flugverkehr in Berlin wächst schneller als anderswo – in den vergangenen zehn Jahren haben sich die Passagierzahlen verdoppelt. Wirtschaftsverbände halten eine baldige Eröffnung des neuen Flughafens und eine angemessene Betriebsdauer auch während einiger Nachtstunden für die weitere Entwicklung der Berliner Wirtschaft und auch der Verbesserung des Arbeitsmarktes für dringend notwendig. Der Bau leidet nach wie vor unter Verzögerungen – durch ständig neue Auflagen, personelle Veränderungen und viele weitere Probleme. Inzwischen wird von einer weiteren Steigerung der Gesamtkosten gesprochen.

Gebet:

·         Zügiges Vorankommen auf der Baustelle

·         Fähiges Führungspersonal

·         Einigung über Flugzeiten, die die Bedürfnisse der Bewohner, Nutzer und Betreiber angemessen berücksichtigen

·         Schaffung von neuen Arbeitsplätzen

Termine

·         9.4., 18 Uhr, Politisches Stadtgebet: Treffpunkt vor dem Portal des Roten Rathauses

·         30.4., 20:00, bis 2.5., 22:00: „BURN“ Lobpreis und Anbetung, Gebetskeller Adalbertstr. 97 am Kotti

·         1.5., 14 und 18 Uhr, Fürbitte für friedlichen Maitag im Gebetskeller