Herunterladen als PDF: [Gebet für Berlin – November 2013]

Good News: Innovatives christliches Projekt c13 eröffnet

Foto von c13 / Stiftung Bildung.Werte.Leben

Foto von c13 / Stiftung Bildung.Werte.Leben

In der Christburger Straße 13 im Prenzlauer Berg stehen die Themen Familie, Bildung und Gesundheit im Mittelpunkt. Auf sieben Stockwerken finden sich unter anderem Wohnungen, Kinderarzt, Therapeuten und Hebamme, ein Familienzentrum, das Bistro „Lieschen Müller” und eine Kindertagesstätte. Das Familienzentrum „ZusammenWachsen“ fördert das Miteinander zwischen Eltern und Kindern. Vor allem aber ist c13 ein Ort der Begegnung. Die Eventfläche bietet Raum für Stadtgespräche, Lesungen, Konzerte, Konferenzen oder einfach nur zum Feiern. Das Wohn-, Bildungs- und Gesundheitszentrum ist ein Projekt der Stiftung „Bildung.Werte.Leben”, die auf christlicher Basis Menschen fördern möchte. Beim Bau stand die Bewahrung der Schöpfung im Vordergrund, was sich unter anderem in der Holzrahmenbauweise des Niedrigenergiehauses zeigt.

Good News: Upcycling im Trend

Recycling kennt jeder – doch was ist Upcycling? Unter diesem neuen Trend versteht man, dass man aus alten Gegenständen oder Materialien etwas Neues, Wertvolleres macht. Es wird sozusagen „Wasser zu Wein“ verwandelt. Unter genau diesem Namen hat die Berliner Stadtmission jetzt einen Laden in der Auguststr. 82 in Mitte eröffnet. Dort werden Upcyling-Produkte verkauft, die in Behindertenwerkstätten und von Upcycling-Designern gefertigt wurden. Der Erlös kommt Bedürftigen zu Gute.

Gebet:

  • Dank für die beiden kreativen Projekte, in denen Christen den Menschen dienen
  • Segenswirkungen in die Stadt hinein und geschäftlicher Erfolg

Flüchtlinge auf dem Oranienplatz

Im letzten Monat ist in Berlin wieder auf vielfältige Art und Weise auf die schwierige Lage von Flüchtlingen aufmerksam gemacht worden. Für einige Zeit hielten sich hungerstreikende Flüchtlinge am Brandenburger Tor auf. Sie brachen ihren Streik ab, nachdem sie die Zusage erhielten, dass die grundsätzliche Verbesserung für Asylsuchende auch Thema der Koalitionsverhandlungen sein wird. Den Asylsuchenden macht besonders die so genannte Residenzpflicht große Probleme, welche die Bewegungsfreiheit in Deutschland stark einschränkt, sowie das Arbeitsverbot. Zum Nichtstun verdammt zu sein, macht die Menschen psychisch krank.

Einige neue Flüchtlingsunterkünfte sind jetzt in Bezirken eröffnet worden und zunehmend zeigt sich die Bevölkerung bereit, die Flüchtlinge zu unterstützen. Das ist auch eine Gebetserhörung!

Seit fast einem Jahr zelten auch Flüchtlinge auf dem Oranienplatz mitten in Kreuzberg. Sie hatten dort ein Zeltlager aufgeschlagen, nachdem ihr Protestcamp am Brandenburger Tor aufgelöst worden war. Die ursprünglichen Bewohner der Zeltstadt sind inzwischen weitergezogen. Viele Menschen, die teilweise nicht unter das Asylgesetz fallen, sind inzwischen mit dabei. Da Asylrechtsveränderungen nicht in die Zuständigkeiten der Bundesländer fallen, kann das Land Berlin keine eigene Regelung einführen. Es können immer nur Einzelfall-Entscheidungen getroffen werden. Nicht alle wollen oder können dies akzeptieren. Innensenator Frank Henkel (CDU) hat sich jedoch bereiterklärt, alle Bemühungen des Bezirks Kreuzberg zu unterstützen, für die Flüchtlinge eine feste Bleibe für den Winter zu finden. Nach langer Suche liegen jetzt zwei konkrete Angebote vor.

Gebet:

  • Dank dafür, dass sich Politiker und Bürger immer mehr für die Not der Flüchtlinge öffnen
  • Schnelles Finden einer Unterkunft für die Menschen, die noch in Zelten leben
  • Dass die Flüchtlinge trotz aller berechtigten Forderungen bereit sind, mit den Behörden zu kooperieren

Wertedialog des Innensenators

Von der Öffentlichkeit wenig bemerkt, hat Innensenator Frank Henkel (CDU) einen so genannten Wertedialog initiiert. Anlass war für ihn die Ermordung von Jonny K., 20, der von sechs jungen Männern voriges Jahr am Alexanderplatz brutal zusammengeschlagen worden war und starb. Was muss sich in der Gesellschaft verändern, dass solche brutalen Taten sich nicht weiter ausbreiten? Die Fragen, die der Fall beim Innensenator ausgelöst hatte, waren für ihn nicht nur reflexartig mit „mehr Polizei“ oder „mehr Überwachungskameras“ zu beantworten.

Frank Henkel wollte mit relevanten Bevölkerungsgruppen ins Gespräch kommen und das Nachdenken darüber anregen, welche Werte wir brauchen beziehungsweise welche verloren gegangen sind. Er lud Vertreter von Migrantenorganisationen, von muslimischen, jüdischen und christlichen Glaubensgemeinschaften zu einem Wertedialog ein. Es wurde ihm geraten, mit den Jugendlichen auf Augenhöhe zu sprechen. Er war dann viel an entsprechenden Stellen unterwegs, unter anderem in der Jugendstrafanstalt Plötzensee, um mit Inhaftierten zu sprechen. Den Jugendlichen war Achtung und Respekt durch ihr Gegenüber sehr wichtig. Frank Henkel hat nun beschlossen, das Thema Gewalt in der Gesellschaft und wie man ihr begegnen kann zum Schwerpunkt seiner Amtszeit zu machen.

Konkret ist die Polizei seit dem Tod von Jonny K. mit einem Kontaktmobil am Alexanderplatz vor Ort. Das ist bis jetzt ein Erfolg. Die Besatzung hat schon und 12.000 Gespräche geführt und über 250 Platzverweise ausgesprochen. Die Zahl der Körperverletzungen an diesem Platz ist gesunken. Nun kommt noch ein sechsköpfiges Kommando hinzu. Die Polizei kann jedoch nicht alle Gewaltprobleme in der Gesellschaft alleine lösen.

Gebet:

  • Dass durch den Wertedialog erkannt wird, wie der brutalen Gewalt bei Jugendlichen noch besser entgegen gewirkt werden kann
  • Dank für das Interesse des Innensenators und seine Dialogbereitschaft
  • Schutz für alle Menschen auf dem Alexanderplatz und dass das Sicherheitskonzept der Polizei Erfolg hat

Steinwürfe auf die Stadtautobahn

In den letzten Wochen wurden an verschiedenen Stellen immer wieder Steine von Brücken auf den Stadtring geworfen. Gott sei Dank gab es keine Verletzten. Bisher fand man keine Täter. Der Verkehr war, auch durch Folgeunfälle, sehr gefährdet.

Gebet:

  • Schnelles Finden der Täter
  • Bewahrung vor Verletzungen und Unfällen

Baustelle Berlin

Wer mit Bus oder Auto in der Stadt unterwegs ist, bekommt es zu spüren: Zurzeit gibt es auf den Berliner Straßen 80 größere Baustellen. Teilweise sind noch Schäden des letzten Winters zu reparieren. An anderen Stellen werden neue Straßenbahnlinien eingerichtet (Invalidenstraße) oder die U-Bahn gebaut (Unter den Linden). Dazu kommen wie seit 20 Jahren zahllose im Bau befindliche Gebäude fast überall in der Stadt.

Baustellen bedeuten Lärm, Verzögerungen, Umwege – für viele Menschen also Stress. Bautätigkeit bedeutet aber auch Wirtschaftswachstum, gesicherte Arbeitsplätze und dass Berlin sich weiter entwickelt.

Der Flughafen BER ist natürlich (oder leider) immer noch im Bau. An der Spitze ist nach der Versetzung des Bau-Geschäftsführers Amann nun Hartmut Mehdorn alleine. Der Posten des Aufsichtsratsvorsitzenden muss nach dem Ausscheiden von Ministerpräsident Platzeck neu besetzt werden. Im Gespräch ist, dass der Regierende Bürgermeister Wowereit diesen Posten wieder übernimmt.

Gebet:

  • Geduld und Gelassenheit für die von den Baustellen Betroffenen
  • Bewahrung vor Pfusch und Verzögerungen
  • der richtige Mann für den Vorsitz des Aufsichtsrats beim BER-Flughafen

Dran bleiben: neue Bundestagsabgeordnete

Der neue Bundestag ist inzwischen zusammengetreten und arbeitsfähig. Die Regierung jedoch ist noch nicht gewählt, da die Koalitionsverhandlungen sicherlich noch den ganzen November über dauern werden. Wie wäre es, wenn noch der eine oder andere Empfänger dieser Gebetsmail zusätzlich sich entscheidet, für die nächste Wahlperiode eine/n Berliner Bundestagsabgeordnete/n zu „adoptieren“ und für ihn oder sie regelmäßig zu beten. Es gibt eine Liste der Abgeordneten, die den jeweiligen Wahlkreisen zugeordnet ist. Dort findet man seine Bundestagsabgeordneten: http://tinyurl.com/q3rgznj

Gebet:

  • Weisheit und göttliche Inspiration zur Lösung der strittigen Fragen bei den Koalitionsverhandlungen
  • Segen und Schutz für die Berliner Bundestagsabgeordneten
  • dass sich Menschen finden, die regelmäßig für die Abgeordneten beten

Termine

9.11., 14.30 bis 16.30 Uhr. Gebetstag für verfolgte Christen in der Evangelischen Gemeinschaft Alt-Tempelhof 15. Schwerpunkt ist diesmal die Situation in Syrien. Veranstalter ist die Evang. Allianz Berlin.

9.11., 18:30: Zeugen der Zeitzeugen – Gedenkveranstaltung aus Anlass des 75. Jahrestages der Pogromnacht. Ernst-Reuter-Saal im Rathaus Reinickendorf, Eichborndamm 215-239, 13437 Berlin. Veranstalter ist die „Initiative 27. Januar“.

13.11., 18:00: Politisches Stadtgebet im Berliner Abgeordnetenhaus, Niederkirchnerstraße, Raum 320