Herunterladen als PDF: [Gebet für Berlin – April 2013]

Good News: Babyboom in Berlin

Der Babyboom hält weiter an. Seit 2007 werden in Berlin wieder mehr Babys geboren, als Menschen sterben. Das gibt es, außer in Hamburg, in keinem anderen Bundesland. 2011 kamen 35. 579 Kinder zur Welt. Nach den jüngsten Zahlen ist Berlin tatsächlich so etwas wie die Baby-Hauptstadt geworden. Für 2012 liegen die Zahlen noch nicht komplett vor, Ge- sundheitssenator Czaja geht aber wieder von einem Anstieg aus. Eine weitere Berliner Besonderheit: Etwa vier Prozent der Geburten finden nicht in Kliniken, sondern in Geburtshäusern oder zu Hause statt, begleitet von Hebammen. Dieser Anteil liegt doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt. Quelle: Berliner Zeitung

Gebet:

  • Dank für alle neugeborenen Berliner und Berlinerinnen
  • Gebet um Weisheit für ihre Eltern, ihre Kinder gut im Leben begleiten zu können
  • Ausreichend Unterstützung für die jungen Eltern, z. B. durch Betreuungshilfe

 

Chancen der Feiertage

Karfreitag und Ostern gehören traditionell zu den Tagen, an denen auch Menschen Gottesdienste besuchen, die dies sonst nicht so oft tun. Besonders die Osternachtgottesdienste sind beliebt, in manchen Kirchen Ost-Berlins sogar fast überfüllt. Daneben werden an vielen Orten Passionsmusiken, Oratorien und andere geistliche Musik aufgeführt, die den Menschen das Geschehen von Karfreitag und Ostern nahebringen.

Gebet:

  • Dass viele Menschen durch die FeiertagsGottesdienste und -Konzerte berührt werden und das Evangelium verstehen
  • Dass für eine ganze Anzahl aus einmaligem Besuch die Beheimatung in Glaube und Gemeinde entsteht

 

Neuer Flughafen-Chef

Nach mehreren Absagen von Fachleuten wurde Hartmut Mehdorn im März zum neuen Geschäftsführer der Flughafengesellschaft ernannt. Er ist als früherer Chef und Sanierer der Deutschen Bahn und von Air Berlin bekannt (und gefürchtet). Dass er unbequeme Ideen und rigoroses Durchgreifen nicht scheut, hat er gleich zu Anfang seiner neuen Tätigkeit gezeigt: Er
schlug vor, den Flughafen Tegel nach der für 2015 erhofften Eröffnung des neuen Flughafens BER für Charter- oder Regierungsflüge offen zu halten. Rechtlich scheint das nach allen damit verbundenen Klagen und Urteilen unmöglich zu sein. Mehdorn hat sich nun mit der schnellen Bearbeitung einer Liste von 20.000 Mängeln (darunter massive und allerkleinste) bei dem in der Fertigstellung begriffenen Flughafen Schönefeld zu bewähren. Dazu drohen die Kosten massiv zu steigen. Auch wären die Kapazitäten nach heutigen Berechnungen schon zu klein. Der neue Chef hat zusammen mit dem Aufsichtsrat unter Vorsitz von Ministerpräsident Matthias Platzeck weitreichende Entscheidungen zu treffen.

Gebet:

  • Durchsetzungsvermögen, Sachverstand, Mut und Demut für Herrn Mehdorn
  • Abwendung weiteren Schadens durch Verzögerungen und Kostensteigerungen
  • Effektive Zusammenarbeit der drei Gesellschafter Bund, Berlin und Brandenburg

 

Bürger diskutieren über „Berlin 2030“

Unter der Leitung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt wird bis 2014 ein „Stadtentwicklungskonzept Berlin 2030“ erarbeitet. Dabei sollen grundlegende Fragen der Stadtentwicklung der nächsten Jahre diskutiert werden: Wo steht Berlin? Was sind die Stärken der Stadt, welche Risiken sind erkennbar und wo liegen die Entwicklungsinteressen? Daraus soll ein Leitbild für die Stadt entstehen. Der zuständige Senator Michael Müller (SPD) möchte die Bürger dabei einbinden. Am 24. April um 17 Uhr beginnt deshalb im Roten Rathaus mit dem „1. Stadtforum 2030“ eine öffentliche Veranstaltungsreihe, die den Arbeitsprozess begleiten soll. Der Senat möchte an bekannte Veranstaltungsreihen an­knüpfen, die sich nach der Wiedervereinigung Berlins mit drängenden Fragen der Stadtentwicklung beschäftigt haben.

Gebet:

  • Dank für die Möglichkeit, wichtige Ziele der Stadtpolitik öffentlich diskutieren zu können
  • Für die Verantwortlichen, dass sie für Berlin gute Ziele setzen
  • Dass sich Christen an diesem Prozess beteiligen, gute Ideen für Berlins Zukunft einbringen und Gehör finden

 

1.Mai -Demos

Zum 1. Mai kündigt die NPD eine Großdemonstration im Ortsteil Schöneweide an, bei der unter anderem der NPD-Bundesvorsitzende Holger Apfel als Redner auftreten soll. Die Neonazis wollen unter dem Motto „Raus aus dem Euro“ aufmarschieren. Neben einer weiteren größeren Demonstration in Frankfurt/Main soll dies die zentrale Aktion der NPD zum 1. Mai werden. In Schöneweide haben die Neonazis eine „Hochburg“ und sind öffentlich mit dem rechten Laden „Hexogen“ und der Nazikneipe „Zum Henker“ vertreten. Dort treffen sich Berliner Neonazis.
Für den Aufmarsch der Rechtsradikalen am 1. Mai kündigten Antifa-Gruppen schon Blockaden und Aktionen an. Am Tag davor (30.4.) planen Antifa-Gruppen am S-Bahnhof Schöneweide eine große Demo mit anschließendem Konzert. Angesichts der Aggressivität, mit der Extremisten beider Seiten im Internet zu Demonstrationen und Gegendemonstrationen aufrufen, könnte es am 1. Mai zu massiven Auseinandersetzungen kommen. Wie schon 2010 will auch eine Bürgerbewegung mit prominenten Vertretern mehrerer Parteien die NPD-Veranstaltung verhindern. 2010 mussten die Neonazis ihre Demonstration angesichts tausender Gegendemonstranten abbrechen.
In Kreuzberg ist wieder die „Revolutionäre 1. Mai-Demonstration“ angekündigt, bei der es abends in der Vergangenheit immer wieder zu Auseinandersetzungen mit der Polizei kam. Diese konnten in den letzten Jahren aber stark eingedämmt werden, was wir als Gebetserhörung ansehen. Der neue Polizeipräsident Kandt steht vor seiner ersten Bewährungsprobe.
Gebet:

  • Für Frieden am 30.4./1.5.- Besonnenheit und Schutz auf allen Demonstrierenden und Polizeikräften
  • Weisheit und Gelingen für die Planungen der Polizei im Vorfeld und vor Ort
  • Dass es gelingt, den NPD-Aufmarsch mit friedlichen Mitteln zu stoppen

Einsatz von Christen am 1. Mai

Über die letzten acht Jahre hat Gemeinsam für Berlin zum Gebet für den Frieden am 1. Mai aufgerufen, dezentral und persönlich, auf den Straßen und mit einem Gottesdienst im Freien in Kreuzberg. In diesem Jahr gibt es Veränderungen. Es wird keinen öffentlichen Gottesdienst geben, sondern eine Reihe von dezentralen Aktionen.
– Die Gemeinden und Gebetsgruppen in der Stadt werden aufgerufen, in ihren eigenen Räumen am 30.4. und 1.5. für den Frieden in der Stadt zu beten.
– Vom 30.4., 20 Uhr, bis 1.5., 24 Uhr, wird es im Gebetskeller am Kottbusser Tor (Adalbertstr. 97 in der Passage hinter Rossmann) fortlaufend Anbetungs- und Lobpreismusik geben. Alle Stunde ist Einlass.
– Am 1.5. wird es drei Fürbitte-Blöcke für den Frieden in Berlin im Gebetskeller geben, zu denen Mit-betende herzlich eingeladen sind: 10 bis 12, 14 bis 16, 18 bis 20 Uhr.
– Vor dem Café Sehnsucht der Suchthilfe Teen Challenge (Skalitzer Str. 133, Nähe Kottbusser Tor) wird es ca. von 14 bis 18 Uhr Musik, Kuchen und einen Infostand zur Suchtberatung u.a. geben. Unterstützer aus den Gemeinden sind willkommen. Man kann z.B. einen Kuchen backen und ihn mitbringen – und dann im Gebetskeller auch beten.

 

Serve the City
Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Schritte tun, können das Gesicht der Welt verändern! Das ist das Motto der inzwischen weltweit verbreiteten Aktion „Serve the city“ (STC, „der Stadt dienen“). Die Berliner Gruppe beschreibt sich so: „Viele Menschen in unserer Stadt wollen gerne etwas Gutes tun und anderen helfen. Sie wissen aber nicht, wo sie anfangen sollen und deswegen bleibt es häufig bei dem Wunsch. STC Berlin möchte Gelegenheiten schaffen, damit der Wunsch Realität wird. STC hat seinen Ursprung in Brüssel und begann dort im Jahre 2005. Seitdem hat sich diese Bewegung von Freiwilligen in über 80 Städten weltweit ausgebreitet. Wir möchten so viel wie möglich Menschen weltweit dienen – das ist unser Traum!“

Nächster Einsatz in Berlin: 20.04. Mehr Info und Anmeldung hier: www.servethecity-berlin.de

Gebet:

  • Dank für diese kreative Initiative
  • Dass viele sich bewegen lassen zu dienen, wo Menschen in Berlin es brauchen

 

Dran bleiben – Gentrifizierung

Wir beten weiter, dass Lösungen gefunden werden und Wohnraum auch für einkommensschwächere Berliner erschwinglich bleibt.

 

Termine

  • Politisches Stadtgebet 10.04., 18:00, vor dem Roten Rathaus
  • Gebetsveranstaltungen 30.April/1.Mai siehe oben!