Herunterladen als pdf:  Gebet für Berlin -Mai 2012

Good News 1: Engel im Rotlichtviertel

Im März ist das Buch von Patricia Green „Ein Engel im Rotlichtviertel“ erschienen. Es beschreibt die Arbeit, die sie und ihr Team von Alabaster Jar unter Frauen in Prostitution und unter Opfern von Menschenhandel machen. Der Titel ist nicht ganz korrekt: Berlin hat kein klassisches Rotlichtviertel. Nichtsdestotrotz beschreibt das Buch eindrücklich die Lage der etwa 10.000 Frauen, die sich in Berlin prostituieren (müssen). Etwa 70 % der Frauen tun diese Arbeit nicht freiwillig, sondern werden von Menschenhändlern gezwungen oder von Zuhältern unter Druck gesetzt. Dennoch macht das Buch Hoffnung. Es beschreibt, wie Gott immer wieder auch in scheinbar aussichtslosen Situationen eingreift.

Gebet:

  • Dank für solche Menschen und Pilotprojekte, die Hoffnung machen

 

Good News 2: Kleines Jobwunder

Mit der im Juni 2011 gestarteten „Berliner Joboffensive“ – ein gemeinsames Projekt von Arbeitsagentur und Berliner Landesregierung – sind bis Ende März bereits 37.100 Hilfeempfänger in reguläre, sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze vermittelt worden. 300 Arbeitsvermittler wurden dafür extra eingestellt. Mit der Maßnahme wird die in Berlin besonders verfestigte Arbeitslosigkeit also erfolgreich reduziert. Das bestätigt den Kurs der neuen rot-schwarzen Koalition, sich auf den ersten Arbeitsmarkt zu konzentrieren.  In Berlin hat die Nachfrage nach Arbeitskräften deutlich angezogen, auch in den qualifizierten technischen Berufen, in den Bereichen Dienstleistung, Gesundheits- und Sozialwesen sowie Handel und Gastgewerbe. (Der Tagesspiegel 24.04.2012)

Gebet:

  • Dank für die überraschende Entwicklung

 

1.Mai – Aktualisierung

Der Gebetsgottesdienst unter dem Motto „Mach(t) mal anders“ findet um 11:30 Uhr auf dem Mariannenplatz statt. Er thematisiert die Kraft der Schwachen gemäß der Jahreslosung. Die größten Demos mit möglichem Gewaltpotenzial gibt es am 30.4. im Wedding und am 1.5. von Kreuzberg nach Mitte.

Gebet:

  • weiterer Rückgang der Gewalt
  • ein friedlicher 30. April und 1. Mai
  • klare Verkündigung und gute Beteiligung beim Gottesdienst
  • Schutz für die Gebetsteams an den Abenden, göttliche Einsicht und Gebetserhörungen
  • gute Strategie, Schutz, Verhältnismäßigkeit und Deeskalation der Polizei

 

Dilek Kolat – Senatorin für Arbeit, Frauen und Integration

Dilek Kolat (SPD) ist eine deutsche Politikerin mit türkischen Wurzeln, die seit dem dritten Lebensjahr in Berlin lebt. In der SPD war sie schon Kreisvorsitzende und hat als Landesparlamentarierin reichlich politische Erfahrungen gesammelt. Die studierte Mathematikerin war Controllerin bei einer Bank und Finanz- und Haushaltspolitikerin ihrer Fraktion. Als Senatorin ist sie neu im Amt. Beim Thema Integration möchte sie einen Schwerpunkt setzen. Die Arbeitslosigkeit unter Migranten ist in Berlin überproportional hoch und die interkulturelle Öffnung der Verwaltung ist bis jetzt auch nur langsam vorangekommen. Auch die Zahl der Einbürgerungen stagniert in Berlin. Bis vor kurzem gehörte das „Büro für Integration und Migration“ unter der Leitung von Günter Piening noch zum Bereich des Polizeipräsidiums. Der neue Integrationsbeauftragte wird nun aber im Hause der Senatorin Kolat eine eigene Abteilung leiten; damit werden auch andere Formen der Zusammenarbeit mit den Integrationsbeauftragten der Bezirke möglich. Im Bereich Arbeit möchte sie den öffentlich geförderten Beschäftigungssektor, den die Koalition „BerlinArbeit“ nennt, umgestalten und den Stundenlohn erhöhen.

Gebet:

  • weitere politische Maßnahmen, die Integration wirksam fördern
  • effektivere Förderung von Arbeitslosen
  • Gelingen für die weiteren vielfältigen Aufgaben der neuen Senatorin

 

Statt Loveparade nun B-Parade?

Als am 21. Juli 2010  die inzwischen von Berlin in das Ruhrgebiet umgezogene Loveparade in Duisburg so tragisch endete, war eigentlich klar: eine Loveparade wird es nie mehr geben. Dennoch wird jetzt versucht, in Berlin unter dem Namen „B-Parade“ erneut einen Umzug mit 40 Musiktrucks am 21.7. zu starten. Gefeiert werden soll wieder auf der Straße des 17. Juni und rund um die Siegessäule. Der Geschäftsführer der „Dance Parade GmbH“ hat einen Antrag beim Senat gestellt, der jedoch im Moment noch nicht entschieden worden ist und eventuell sowieso erst einige Tage vorher entschieden werden wird. Nachdem in Berlin und im Ruhrgebiet keine positiven Erfahrungen mit dieser Art von Musikparade gemacht worden sind und Christen in ganz Deutschland sich immer wieder im Gebet dafür eingesetzt hatten, dass  Paraden dieser Art aufhören mögen, wollen wir auch in Berlin keine Neuauflage davon sehen.

Gebet:

  • Keine Genehmigung für die B-Parade
  • Neue Ideen für attraktive Events, die das Leben fördern

 

Berlin zieht junge Israelis an

Wie die Berliner Zeitung  im März berichtete, suchen sich immer mehr junge Israelis Berlin aus, um hier zu leben. Kaum vorstellbar, dass die dritte Generation nach dem Zweiten Weltkrieg so stark von einer deutschen Großstadt angezogen wird! Unter allen Großstädten der Welt, die bestimmt auch viel Besonderes zu bieten haben, erscheint gerade Berlin am attraktivsten. Etwa 10.000 Israelis leben nach Schätzung der Botschaft in unserer Stadt. Durch eigene Partyveranstaltungen mit DJs aus Tel Aviv bringen sie jetzt auch die israelische Jugendkultur in diese Stadt. Israelische Staatsbürger können visafrei einreisen und wenn ihre Großeltern Deutsche waren, können sie auch die deutsche Staatsbürgerschaft neben der israelischen führen. Das macht es für viele Israelis einfacher, eine Existenz zu gründen oder Arbeit zu finden. Es gibt inzwischen auch einen Verein für Neuankömmlinge „Habait – das Haus“, der viele Anfragen von jungen Israelis erhält, die sich auf einen Aufenthalt in Berlin vorbereiten wollen.  Sie machen nicht nur gute Erfahrungen, sie erleben auch die feindliche Stimmung, die ihnen etwa in Arabisch geprägten Vierteln von Kreuzberg oder Neukölln entgegenschlägt. Der Konflikt zwischen Palästinensern und Israelis, den sie eigentlich hinter sich lassen wollen, begegnet ihnen auch hier.

Gebet:

  • Dank für mehr junge Israelis in Berlin
  • dass die dritte Generation nach dem Holocaust neue Wege findet, um die Gräben der Vergangenheit zu überbrücken
  • dass sie in Berlin lebendige Erfahrungen mit dem Gott ihrer Väter machen

 

Gestiegene Kriminalität

Erstmals seit Jahren ist die Kriminalität in Berlin 2011 wieder gestiegen – um 4,1 Prozent. Das ist besonders mit mehr Diebstählen und Einbrüchen zu erklären. Im Schnitt werden pro Tag in Berlin 30 Wohnungen aufgebrochen. Außerdem wurden mehr politisch motivierte Taten festgestellt. Weniger geworden sind allerdings Drogenhandel, Vergewaltigungen, Körperverletzungen und Gruppengewalt von Jugendlichen.

Gebet:

  • mehr wirksame Prävention von Straftaten
  • wachsame und vorsichtige Bürger


Global Outreach Day – G.O.D.

Am Samstag, den 2. Juni, wird etwas stattfinden, was es so noch nie gab: einen Tag weltumspannender Evangelisation – getragen nicht von einem Starevangelisten mit Fernsehübertragung, sondern ausgeführt von allen, die gerne ihren Glauben teilen. Der Visionsträger Werner Nachtigal aus Berlin reist seit einem Jahr rund um die Welt und konnte auch die großen weltweiten Missionswerke dafür gewinnen, zusammenzuarbeiten. In Berlin wird es u.a. einen Einsatz auf dem Alexanderplatz geben. Gute Impulse, wie man an diesem Tag auf eigene Art und Weise das Evangelium weitersagen kann, finden sich bei  www.globaloutreachday.com/de.

Gebet:

  • dass sich in Berlin viele Christen daran beteiligen und Menschen tiefgehende Erfahrungen mit Jesus machen

 

Termine

Gottesdienst für einen friedlichen 1. Mai, 11:30 Uhr, Mariannenplatz Kreuzberg (siehe oben)

 

17.5., 6 bis 23 Uhr: Fahrt zum One Spirit Camp: Das Forum Interkulturelle Beziehungen bei Gemeinsam für Berlin organisiert wieder eine Busfahrt zum Himmelsfels in Nordhessen. Eingeladen sind Jung und Alt aus deutschen und Migrations-Gemeinden. 15 € pro Person für Hin- und Rückfahrt, Festprogramm mit Mittagessen und Kaffeetrinken von 11:30 ca. 18:30 Uhr. Mitfahren können Einzelpersonen und Gemeindegruppen. Anmeldung bis 10. Mai unter: one-spirit-camp@gfberlin.de

 

6. Juni, 18 Uhr, „Politisches Stadtgebet“ im Roten Rathaus, mehr Infos folgen