Herunterladen als PDF: [Gebet für Berlin – März 2012]

Good News: Immer mehr Touristen

Nie zuvor haben so viele Touristen Berlin besucht wie im vergangenen Jahr. Hotels und Pensionen der Stadt registrierten 2011 insgesamt 9,9 Millionen Gäste, die im Durchschnitt 2,3 Tage blieben. Daraus ergibt sich die Rekordzahl der Übernachtungen von 22,4 Millionen. Die Zahl ausländischer Gäste stieg mit knapp zehn Prozent überproportional stark, verharrte im Vergleich zu anderen europäischen Städtezielen wie London oder Paris aber auf niedrigem Niveau. Berlins neue Wirtschaftssenatorin Sybille von Obernitz (parteilos) sagte, der Senat strebe an, die Übernachtungszahl bis zum Jahre 2020 von jetzt 22,4 auf dann 30 Millionen zu steigern. (Quelle: Der Tagesspiegel 16.02.12)

Die neue Bildungs- und Wissenschaftssenatorin Sandra Scheeres

Sandra Scheeres, 41, SPD, ist verheiratet und hat zwei Söhne. In Nordrhein-Westfalen hat sie  als Erzieherin gearbeitet und Diplompädagogik studiert. Dort ist sie auch seit 1994 politisch aktiv gewesen. Ab 2001 arbeitete sie in Berlin für einen SPD-Bundestags-abgeordneten. Mit der Übernahme der Aufgabe einer Bildung-und Wissenschaftssenatorin in Berlin kommen auf sie nun große Herausforderungen zu. Sie ist ihre neue Aufgabe bereits engagiert angegangen und hat sich mit den Berliner Schulleitern getroffen. Ihren  schulpolitischen Schwerpunkt möchte sie bei den Grundschulen setzen. Nachdem die Oberschulreform angelaufen ist, wird sie sich auch in diesem Bereich um Nachbesserungen bemühen müssen. Berlin braucht außerdem dringend mehr Plätze in den Kindertagesstätten, denn es gibt wieder mehr Kinder durch die steigende Geburtsrate. Das ist einerseits sehr erfreulich (wir haben dafür gebetet), andererseits von Senat und Bezirken nicht in die Vorausberechnungen aufgenommen. Die Bezüge von Frauen und Männern in Lehrer- und Erzieherberufen halten  dem Vergleich mit anderen Bundesländern nicht stand. Es gehört mit zu den Herausforderungen der Senatorin, Anreize zum Bleiben zu schaffen.

Gebet:

  • Dass sich die Senatorin schnell in alle ihre neuen Aufgabenbereiche einarbeiten kann
  • Schutz und Segen für ihre Familie
  • Weisheit zur Lösung der vielen Probleme in Kitas und Schulen

HandsChristliche Freiwilligenagentur

Für alle, die ehrenamtlich ganz praktisch etwas für Menschen in wirtschaftlich oder menschlich schwieriger Situation in unserer Stadt tun möchten, bietet die Christliche Freiwilligenagentur kompetente Beratung an. Sie berät nicht nur einzelne dabei, ein passendes Engagement zu finden, sondern sucht verstärkt die Gelegenheiten, auch Gemeinden bei der Entwicklung sozialer Projekte/Angebote für ihren Kiez zu helfen. Es geht darum, das Miteinander von Wort und Tat weiter in den Gemeinden Berlins zu verankern. Auch Hauskreise können sich in einmaligen oder regelmäßigen Gruppenaktionen engagieren. Auf der neugestalteten Webseite  gibt es jetzt die Möglichkeit, „aktuelle Gesuche“ der verschiedensten sozialen Einrichtungen direkt einzusehen. Die Angebote können nach Zielgruppen, Tätigkeiten und Stadtteilen sortiert werden (www.christliche-freiwilligenagentur.de). Die Arbeit dieser kleinen Agentur ist auf Spenden angewiesen. Es ist eine Herausforderung, mit knappen Ressourcen möglichst effektiv zu arbeiten. Die Agentur selber braucht auch ehrenamtliche Mitarbeit. Aktuell sucht sie besonders Menschen, die Lust haben, als „Eventbegleiter/in“ die Informations- und Beratungsstände in Gemeinden und bei christlichen Veranstaltungen mit zu begleiten. Außerdem braucht die Agentur  Menschen, die gerne soziale Einrichtungen in Berlin erkunden.

Gebet:

  • Dank für die anerkannt gute Arbeit dieser Agentur und ihrer engagierten Mitarbeiter/innen
  • für neue Ehrenamtliche und Weisheit beim Einsetzen ihrer Ressourcen
  • für die nötigen finanziellen Mittel bzw. die Erschließung neuer Spenderkreise

1.Mai-Vorbereitungen

Inspiriert von der Jahreslosung bereitet eine Projektgruppe bereits den Open-Air-Gottesdienst und die Gebetsaktionen für den 1. Mai vor. Wir wollen als Christen wieder einen Gegenpol in dieser Stadt setzen.

Es ist jedoch noch unklar, ob eine Bühne für den Gottesdienst beim Myfest zur Verfügung steht. Die Bühne, die bisher mit genutzt werden konnte, steht evtl. nicht mehr zur Verfügung. – Seit einem Jahr ist nun auch die Stelle des Polizeipräsidenten vakant. Sie wird gerade ganz neu ausgeschrieben. Die stellvertretende Polizeipräsidentin Margarete Koppers wird daher den Einsatz am 1. Mai vorbereiten.

Gebet:

  • Dass eine andere Bühne für den Gottesdienst mit genutzt werden kann
  • Für einen friedlichen 1. Mai und weiteren Rückgang rechts- und linksextremer Gewalt in unserer Stadt
  • Für die stellvertretende Polizeipräsidentin: Weisheit für alle Leitung von Polizeieinsätzen – besonders auch am 1. Mai

40 Tage beten und fasten für unser Land

Seit 2004 rufen etwa 70 Gebetsbewegungen und –ini-tiativen aus verschiedenen Denominationen in Deutschland in den 40 Tagen vor Ostern alle Christen auf, gemeinsam für unterschiedliche gesellschaftliche Bereiche unseres Landes zu beten. Die Gebetsaktion 2012 begann am 22. Februar. Sie steht unter dem Gebetsaufruf aus Lukas 10,2: „Bittet den Herrn der Ernte…“ und wendet sich in einer besonderen Kooperation mit dem ProChrist e.V. dem Schwerpunkt-Thema „Evangelisation und Gebet“ zu. (www.40tagebetenundfasten.de) Materialbestellung unter info@werte-stiftung.de

Gebet:

  • Dass Stadt und Land immer mehr durch Gebet Veränderung erleben und sich viele beteiligen

Asylschnellverfahren auf neuem BBI

Auf dem neuen Flughafen Berlin Brandenburg International soll eine Internierungseinrichtung gebaut werden, um Flüchtlinge ohne gültige Ausweise oder aus einem „sicheren Land“ im Transitbereich in Gewahrsam zu nehmen. Das Asylschnellverfahren entscheidet innerhalb 48 Stunden über eine Abschiebung. Dadurch kommt es nicht selten zu folgenschweren Fehlentscheidungen, die Menschen in ihren Heimatländern in große Gefahr bringen. Zudem steht Asylsuchenden nach deutschem Asylrecht eine rechtssichere Prüfung zu, die hier nicht gewährt werden kann. Kirchen, Sozialverbände und Hilfsorganisationen protestieren und wenden sich gegen dieses „rechtsstaatswidrige“ Verfahren. Das Land Brandenburg möchte das Verfahren abschaffen bzw. aussetzen, bis eine Überarbeitung der Aufnahmerichtlinien auf EU-Ebene beschlossen wird, die dieses restriktive Verfahren dann möglicherweise als rechtswidrig erklären würde. Der Bund, der im Asylrecht letzte Entscheidungskompetenz hat, setzt darauf, das Asylschnellverfahren am BBI rasch einzuführen. Er möchte sich durch vollendete Tatsachen eine stärkere Verhandlungsposition auf EU-Ebene verschaffen. Berlin als Flughafenpartner hält sich bedeckt und verweist in der Kompetenz auf den Bund.

Gebet:

  • Dass Berlin als Stadt, die historisch vielen Flüchtlingen Schutz geboten hat, weiterhin dafür steht, dass Flüchtlinge aufgenommen und mit staatlicher Gerechtigkeit behandelt werden
  • Dass der Berliner Senat klar politische Stellung bezieht gegen ein System, das Flüchtlinge vorschnell abweist

Bürgerplattform Neukölln

Am 25.01. wurde in Neukölln die dritte Bürgerplattform in Berlin gegründet. 33 gesellschaftliche Gruppen haben sich als Netzwerk unter dem Namen WIN – Wir in Neukölln zusammengeschlossen. Zu diesen Gruppen gehören u.a. Kirchengemeinden, Moschee-vereine, Schulen, Kitas, soziale und kulturelle Vereine. Gemeinsam für Berlin ist vertreten durch eine ökumenische Gruppe Neuköllner Christen unter dem Namen „Freunde von Jesus und Neukölln“. Bei der Gründung waren über 1000 Menschen anwesend.

Das Besondere an einer Bürgerplattform ist das parteipolitisch unabhängige, auf  langfristige Beziehungen angelegte gesellschaftliche Engagement. Die Finanzierung geschieht durch Beiträge der beteiligten Gruppen und durch Stiftungen und Neuköllner Firmen. So ist man bewusst unabhängig von staatlichen Geldern. Der Themenfindungsprozess hat begonnen. Auf basisdemokratische Art werden die ersten Themen ausgehandelt und gemeinsam angegangen.  Weitere Neuköllner Gruppen sind eingeladen, sich zu beteiligen. Auch die GfB-Gruppe ist offen für weitere engagierte Neuköllner. Kontakt über info@gfberlin.de Weitere Infos unter http://www.dico-berlin.org

Gebet:

  • Gelingen für die Arbeit der neuen Bürgerplattform
  • Dass es zu einer schnellen Einigung auf relevante Themen kommt
  • Dass es den Gruppen gelingt, vorurteilsfrei und respektvoll miteinander zu arbeiten

Terminvorschau

1. Mai, voraussichtlich 12 Uhr: Gebetsgottesdienst in Kreuzberg für Frieden in der Stadt