Herunterladen als PDF: [Gebet für Berlin – November 2011]

Good News: Brandstifter gefasst

Monatelange Fahndungen – und viele Gebete – brachten im Oktober einen ersten Erfolg: Im Kampf gegen Auto-Brandstifter hat die Berliner Polizei einen 27-jährigen Mann festgenommen. Er gestand, aus Frust über seine Arbeitslosigkeit mehr als 100 Autos angezündet zu haben. Der Schaden geht in die Millionenhöhe. Gegen den Mann wurde Haftbefehl wegen schwerer Brandstiftung erlassen. Damit ist das Problem der angezündeten Autos aber noch nicht erledigt. Es gibt noch eine Vielzahl von Brandstiftungen. Insgesamt waren 2011 bis Anfang Oktober 470 Autos direkt angezündet worden. Zahlreiche weitere wurden beschädigt, so dass weit über 500 Wagen brannten.

Gebet:

  • Dank für den Fahndungserfolg
  • Gebet für ein komplettes Aufhören der Brandstiftungen

Überraschende Wende

In der letzten Gebetsmail gingen wir noch davon aus, dass es zu einer Koalition zwischen SPD und Grünen kommen würde. Die Koalitionsverhandlungen platzten aber wegen unüberbrückbarer Schwierigkeiten. Dass die »Karten« noch einmal »neu gemischt« wurden, sehen wir als Gebetserhörung. Schließlich haben wir von Mai bis zu den Wahlen jeden Mittwoch und bei einem Stadtgebetsgottesdienst für die Wahl und die richtige Regierung für unsere Stadt gebetet.

Im Forum Gebet von Gemeinsam für Berlin haben wir entschieden, uns während der Koalitionsverhandlungen zwischen SPD und CDU betend für das Verwirklichen der guten Absichten Gottes einzusetzen. Überraschend schnell wurde uns dafür sogar ein Raum im Roten Rathaus zur Verfügung gestellt. Jeden Mittwoch von 18:00 bis 19:00 Uhr findet bis zum 16. November dieses Gebet in Raum 350 im Roten Rathaus (Haupteingang) statt. Die Koalitionsverhandlungen sollen am 15. November abgeschlossen werden.

Gebet:

  • für ein gutes »Arbeitsklima« und tragfähige Kompromisse bei strittigen Positionen
  • gute Personalentscheidungen bei der Besetzung der Senatorenposten
  • Dass das Regierungsprogramm Gerechtigkeit und Gottesfurcht, sozialen Ausgleich und Integration in der Stadt fördert

Brandanschläge auf die Bahn

Im Oktober sorgten Brandanschläge auf Kabelanlagen der Bahn nicht nur für erhebliche Verspätungen im Fern- und Nahverkehr, sondern beunruhigten auch die Bevölkerung. Mit Benzin gefüllte Plastikflaschen, die mit Draht verbunden und mit einem Zünder ausgestattet waren, wurden an vielen Gleisanlagen der Bahn und S-Bahn gefunden. Gott sei Dank zündeten die meisten nicht, denn sonst wäre Berlin womöglich im Chaos versunken. Bis jetzt sind die Täter nicht gefasst worden – sie werden jedoch in der linksextremistischen Szene vermutet, da es einen Bekennerbrief gibt. Die Tätergruppe nennt sich nach einem isländischen Vulkan und will wohl damit andeuten, dass es noch mehr Feuer geben soll. Schon im Mai hatte es eine Brandsabotage am Ostkreuz gegeben, zu der eine Gruppe mit ähnlichen Namen bekannte. In Berlin existiert die größte linksextremistische Szene des Landes. Laut Verfassungsschutz leben hier 2.200 Linksextremisten – die Hälfte davon wird als gewaltbereit eingestuft.

Gebet:

  • dass die Täter gefasst werden und die Taten aufgeklärt werden
  • Wachsamkeit der Bürger. Aufdeckung von geplanten Anschlägen schon im Vorfeld
  • dass es in der linken Szene zu einer Distanzierung von gewaltbereiten Tätern kommt

In Berlin boomen neue Gemeinden

Forscher haben ein Erstarken religiöser Bewegungen in Großstädten festgestellt. Sie stellten ihre Ergebnisse in Berlin vor – und warfen dabei auch einen Blick auf das religiöse Geschehen in der Hauptstadt. Sie stellten fest: Von einem Verschwinden christlicher Gemeinden kann auch hier keine Rede sein. Es gebe im Gegenteil viele religiöse Gemeinschaften. Die Untersuchung stellte eine Abkehr von der Kirche, aber keineswegs vom Glauben fest. Gerade evangelikale, »hippe« Gemeinden schössen derzeit in Berlin aus dem Boden und zögen vermehrt junge Menschen an.

Gebet:

  • Dank für die neuen Gemeinden
  • Für die Erneuerung bestehender Kirchen und Gemeinden aus dem Geist Gottes
  • Dass bestehende wie neu gegründete Gemeinden neue Milieus erreichen

Taizé-Treffen

Vom 28.12.2011 – 01.01.2012 treffen sich Zehntausende Jugendliche aus allen europäischen Ländern und anderen Erdteilen zum Europäischen Jugendtreffen in Berlin. Die Großkirchen und der Berliner Senat haben die ökumenische Gemeinschaft von Taizé eingeladen, das Jugendtreffen zusammen mit den Kirchengemeinden aller Konfessionen vorzubereiten. Das Treffen besteht aus einigen wenigen ganz einfachen Bausteinen: Gespräche in internationalen Kleingruppen, gemeinsame Gebete, Gastfreundschaft. Vormittags trifft man sich in den Ortsteilen Berlins und dem Umland, nachmittags auf dem Berliner Messegelände. Die Berliner sind eingeladen, mit Jugendlichen aus ganz Europa zu beten, zu singen, still zu sein, über den Glauben zu sprechen und dabei andere Kulturen kennenzulernen.

Kirchengemeinden und private Gastgeber werden gesucht, die Jugendliche aufnehmen. 2m² im Warmen sind genug für einen jungen Gast. Die Jugendlichen bringen Isomatte und Schlafsack mit und können auf dem Boden schlafen. Herzlichkeit geht vor Komfort. Sie freuen sich über ein einfaches Frühstück und sind tagsüber außer Haus. Wer Jugendliche bei sich aufnehmen kann, füllt den Quartierzettel auf http://www.taize-berlin.de aus. Die Brüder von Taizé und das Vorbereitungsteam laden schon jetzt zu einem täglichen Mittagsgebet ein: Montag bis Sonnabend, jeweils um 12.30 Uhr in der Marienkirche am Alexanderplatz.

Gebet:

  • Dass Berlin sich gastfreundlich für die Jugendlichen aus aller Welt zeigt
  • Gute Begegnungen zwischen Gästen und Einheimischen, die den Glauben stärken

PrayDay

Am 15.11., dem weltweiten PrayDay, sind Christen aufgerufen, für die Schulen zu beten. Mit dabei sind auch Eltern und Lehrer. Der PrayDay ist eine Initiative der Schüler-SMD (www.prayday.de). Woche für Woche treffen sich mehrere tausend christliche Schüler an ihren Schulen, um zu beten. Sie sind dabei nicht an feste Zeiten gebunden und brauchen auch nicht unbedingt einen Raum. Dennoch ist die Zahl der christlichen Schülerbibelkreise (SBK) rückläufig. Warum? Manche SBKs werden verboten, weil Schulleiter Religion und Schule stärker voneinander trennen wollen. Atheisten treten inzwischen auch in Schulen offensiver als zuvor auf. Schuljahre werden gekürzt und der Stresspegel der Schüler und Lehrer steigt. Manche Schüler berichten von einem enormen Leistungsdruck, der auf ihnen lastet. Dadurch hätten sie nur noch wenig Mut, sich über die Schule hinaus zu engagieren. Aber Gebet kann auch diese Hindernisse aus dem Weg räumen! Termin in Berlin siehe unten!

Gebet:

  • Dank für betende Schüler, Eltern, Lehrer
  • Mut für ein sichtbares Leben mit Jesus an der Schule
  • Sinnvolle Maßnahmen zur Entlastung von Schülern und Lehrern

Buchtipp: Für Schulen beten. Impulse für veränderndes Gebet. http://tinyurl.com/3z325jd

Dran bleiben

Das postmigrantische Theater Ballhaus Naunynstraße in Kreuzberg (siehe September-Gebetsmail), das sich als großartiger Ansatz interkultureller und integrativer Kulturpraxis bundesweit einen Namen gemacht hat, ist in seiner Existenz bedroht. Als »freies Theater« verfügt es über keine gesicherten festen Zuschüsse, sondern finanziert sich neben den Eigeneinnahmen durch Förderungen und Drittmittel. Über die Berliner Initiative KulturArbeit (www.berlinerkulturarbeit.de), die aus verschiedenen Fördertöpfen Arbeitsplätze in der Kultur schafft, wurden bislang zehn Stellen finanziert. Diese fallen nun weg. Wenn keine alternative Lösung oder Finanzierung gefunden werden kann, muss das Haus im Sommer 2012 geschlossen werden.

Gebet:

  • Kreative Lösungen für die Fortsetzung dieser Theaterarbeit mit Strahlkraft und integrativer Wirkung für Berlin
  • Blick der politisch Verantwortlichen für Projekte, die neue Publikumsschichten erreichen und einen bedeutenden Beitrag zur Integration leisten

Termine

  • Gebet für die Koalitionsverhandlungen: Mittwochs 18:00 bis 19:00 Uhr am 2.11., .11. 11. und 16.11. im Raum 350 im Roten Rathaus
  • Lehr- und Gebetkonferenz für Israel, 4.11., 15 Uhr bis 5.11., 21 Uhr, Gemeinde auf dem Weg, Thema: »Deutschland auf dem Weg in das Tal der Entscheidung«, Veranstalter: Christen an der Seite Israels
  • PrayDay, Gebet für die Berliner Schulen: 15.11., 19 Uhr, Freie Evg. Schulen Berlin, Christburger Str.14, 10405 Berlin