Herunterladen als PDF: [Gebet für Berlin Juli/August 2011]

Good News: One Spirit Camp

Himmelfels_Flyer_deutsch_vorn_92dpiSchon zum 5. Mal wurde am Himmelfahrtstag das »One Spirit Camp« mit anschließendem zweitägigem »Youth Camp« gefeiert. Menschen aus Essen, Hamburg, dem Ruhrgebiet, Stuttgart aber auch aus der näheren Umgebung kommen an diesem Tag zusammen, um ein fröhliches Fest zu feiern. Zum ersten Mal machten sich auch etwa 120 Berlinerinnen und Berliner mit Migrationshintergrund in Afrika, dem Iran, Indien und anderen Nationen sowie auch ein paar Deutschstämmige auf eine gemeinsame Busreise nach Spangenberg. Der Himmelsfels ist ein Berg in Nordhessen für Menschen aus allen Nationen, wo Grenzen überwunden werden und Einheit in der Vielfalt gelebt und gefeiert wird. Nicht die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gemeinde, Denomination, Kultur, Sprache oder Hautfarbe ist entscheidend, sondern der Glaube an Jesus Christus und die Freude darüber, dass man gemeinsam unterwegs ist. Gemeinsames Lob Gottes und Begegnung waren die Hauptbestandteile dieses Tages. Alle Beteiligten waren sich einig: Das muss nächstes Jahr unbedingt wiederholt werden – am besten mit noch mehr Teilnehmern aus Berlin!

Gebet:

  • Dank für diesen Schritt auf dem Weg zu mehr interkultureller Einheit der Christen
  • Gegenseitige Wertschätzung und Bereicherung von Christen deutscher und nicht-deutscher Herkunft
  • Positive Auswirkungen auf die Integrationsdebatte

Good News: Berlin holt auf

Brandenburg und Berlin entwickeln sich laut einer Studie der Initiative Neue Marktwirtschaft dynamischer als der Rest der Republik. Die Zahl der Erwerbstätigen stieg in Berlin von 2007 bis 2010 um 5,1% (bundesweit nur 1,9%). Während im gleichen Zeitraum das Bruttoinlandsprodukt in der Gesamt-Bundesrepublik um 0,3% sank, stieg es in Berlin um 6%. In Berlin stieg die Exportquote um 13,4% – bundesweit nur um 1,2%. Das sind positive Tendenzen, die Hoffnung vermitteln. Hinter den nüchternen Zahlen verbergen sich die Schicksale von Hunderten von Menschen, die in diesem Zeitraum Arbeit gefunden haben. Doch nach wie vor hat Berlin eine Arbeitslosenquote von 13,3%. 12,8% der Bevölkerung lebt von Arbeitslosengeld II und die Anzahl der Straftaten ist mit knapp 14.000 pro 100.000 Einwohner etwa doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt. (Quelle: Wirtschaftswoche)

Gebet:

  • Dank für die Entwicklung, durch die sich das Leben vieler Menschen verbessert hat
  • Entstehen von neuen Arbeitsplätzen und baldiger Rückgang der Arbeitslosenquote auf unter 10%
  • Rückgang der Kriminalität und rasche Aufklärung von Straftaten

Ideenstadt Berlin

Berlin ist die Hauptstadt der Kreativen. Menschen hier haben viele witzige, frische Ideen. So etwa Holzwürfel – die sogenannten Scubes – als Übernachtungsmöglichkeit in öffentlichen Schwimmbädern aufzustellen und die vorhandenen sanitären Einrichtungen so doppelt zu nutzen. Für die Stadt bedeuten solche Ideen in Zeiten klammer Kassen eine zusätzliche Einnahmequelle. Die ersten 40 Übernachtungswürfel für Berliner und Gäste der Stadt waren fertig produziert und sollten im Juni im Prinzenbad aufgestellt werden. Doch wenige Tage vor der Eröffnung verweigerte das zuständige Grünflächenamt die Genehmigung, weil das Aufstellen von Holzwürfeln zum Übernachten mit der Grünflächennutzungsverordnung kollidiert. Für die jungen Unternehmer ein herber Rückschlag. Ein Beispiel von vielen, das die Konflikte zwischen innovativen Unternehmern und wenig flexibler Bürokratie zeigt. http://www.scube-parks.de

Gebet:

  • Eine gute Lösung für die Unternehmer, welche die Scubes entwickelt haben
  • Schlanke, unbürokratische Prozesse, die die zügige Umsetzung von Ideen ermöglichen

Der Papst besucht Berlin

Zum Auftakt seiner geplanten Deutschlandreise wird der Papst am 22. September zuerst Berlin besuchen. Benedikt XVI. folgt mit seiner Reise der Einladung des Bundespräsidenten. Am 22.9. wird er vor dem Bundestag eine Rede halten und später eine große Eucharistiefeier im Olympiastadion. Die Planung, die Eucharistiefeier vor dem Charlottenburger Schloss abzuhalten, wurde inzwischen verworfen, weil sich schon über 50.000 Gläubige dafür angemeldet hatten.

Nach Johannes Paul II. 1996 ist mit Benedikt XVI. zum zweiten Mal ein Papst im Olympiastadion zu Gast. 1952, 1958, 1980 und 1990 fanden dort bereits große Katholikentage statt.

In Berlin leben 320.000 Katholiken – jeder fünfte davon ist nicht-deutscher Herkunft. Während vom offiziellen Berlin der Besuch des Papstes als ein wichtiges Ereignis begrüßt wird, formiert sich deutlicher Protest schon seit einigen Wochen unter Führung des Lesben- und Schwulenverbandes. Mitglieder des Aktionsbündnisses, das den Protest organisiert, sind u.a. die Gewerkschaft Ver.di, atheistische Verbände, pro familia, verschiedene Queer-Gruppen – insgesamt bereits 30 Gruppen. Geplant ist eine große Demonstration gegen die »menschenfeindliche Geschlechter- und Sexualpolitik« des Papstes. In einer Resolution wird der Papst als einer der »Hauptverantwortlichen für die Unterdrückung von Lesben, Schwulen und Transgender auf der Welt« gesehen. Deswegen soll auf dieser Demonstration durch »Kiss-Ins« und andere Aktionen von schwulen und lesbischen Paaren homosexuelles Selbstbewusstsein gezeigt werden.

Gebet:

  • dass es den protestierenden Gruppen nicht gelingt, die Botschaft, die der Papst bringen will, zu überdecken
  • Segen und geistliche Stärkung für die katholischen Mitbürger unserer Stadt
  • dass durch den Papstbesuch ein positives Zeichen für das Evangelium von dieser Stadt ausgeht

Ferien und Touristen in Berlin

Ende Juni haben in Berlin die Schulferien begonnen. Auch viele andere machen Urlaub. Aber durch den hohen Anteil von Geringverdienenden in Berlin ist für viele Urlaub außerhalb der Stadt eine Illusion. Das gilt besonders für kinderreiche Familien. Obwohl es zahlreiche kostenlose Angebote zur Freizeitgestaltung für Kinder und Jugendliche gibt, sind viele doch allein gelassen – und daher während der Sommerferien auch gefährdet durch negative Einflüsse.

Im Sommer sind auch besonders viele Touristen in Berlin. Die Stadt ist attraktiver denn je. Das ist zu begrüßen, nicht zuletzt aus wirtschaftlichen Gründen. Dennoch zeigt die Stadt sich nicht immer von der gastfreundlichen Seite. Im Juni wurde ein Phänomen auch breit in den Medien diskutiert: Im Wrangelkiez in Kreuzberg wurde es manchen Alteingesessenen einfach zu viel mit den Touristen in ihren Straßen. Sie wollten in ihrer teils alternativen Szene nicht mehr Schauobjekt für Besuchergruppen aus aller Welt sein. Daher erschienen an vielen Stellen Aufkleber mit dem Slogan »Berlin does not like you« (Berlin mag dich nicht). Die vordergründig lustig erscheinende Kampagne hat ernsthafte Hintergründe, weil bestimmte Straßenzüge bis zum frühen Morgen nicht mehr zur Ruhe kommen. Die Bewohner sind massiv in ihrer Nachtruhe gestört und fühlen sich nicht mehr wohl zu hause. .
Gebet:

  • Bewahrung der Kinder und Jugendlichen in den Ferien
  • Konstruktive Kompromisse, die die Rechte und Interessen der Touristen und Bewohner achten
  • Dass Berlin für die vielen Besucher fasziniert und freundlich empfängt

Dran bleiben: Brandanschläge und Angriffe

In den letzten Wochen brennen wieder vermehrt Autos in den Nächten. Außerdem gab es Angriffe von Rechten auf Linke und umgekehrt. Beten wir weiter um die Prävention, Aufklärung und Verhinderung von Brandanschlägen und um Einsicht für den Gebrauch friedlicher Mittel auch bei den Extremisten.

Termine:

  • Juden für Jesus, bis 16. 07.: Straßeneinsätze, mit denen Juden und Nichtjuden auf Jesus als Messias angesprochen werden sollen.
  • Wöchentliches Gebet für die Berliner Wahl jeden Mittwoch um 18 Uhr, abwechselnd am Roten Rathaus(RR), Treffpunkt an der Ecke Spandauer Straße/Rathausstraße auf der Rathausseite, und am Abgeordnetenhaus (AH), Treffpunkt Ecke Niederkirchnerstraße/Stresemannstraße Richtung Potsdamer Platz. Jeden Mittwoch 18-19 Uhr: 6.7.(AH); 13.7. (RR); 20.7. (AH); 27.7. (RR); 3.8. (AH); 10.8. (RR); 17.8. (AH); 24.8. (RR); 31.8. (AH)
  • Pop-Oratorium Die 10 Gebote, 28. 08. 2011, 18:00 Kindl-Bühne in der Wuhlheide: Nach der Uraufführung in Dortmund mit 2.500 Teilnehmern und der Aufführung auf dem Kirchentag in Dresden kommt das Pop-Oratorium von Michael Kunze und Dieter Falk im August nach Berlin. Hunderte von Sängerinnen und Sänger aus Berlin begleiten die prominenten Solisten.
    Weitere Details und Informationen auf www.die10gebote2011.de