Herunterladen als PDF:  [Gebet für Berlin – Mai 2011]

Good News: Im Vorfeld des 1. Mai

Wie der 1. Mai dieses Jahr verlaufen ist, stand zu Redaktionsschluss noch nicht fest – ist dann sicher in der Zeitung zu lesen! Dankbar sind wir schon jetzt dafür, dass im Vorfeld die Gewalt wesentlich geringer war als in den voran gegangenen Jahren. Und dass sich wieder viele Christen rufen ließen, sich im Gebet und im praktischen Handeln für einen friedlichen 1. Mai einzusetzen. Gebet auf der Straße, 24-7-Gebet und der öffentliche Gottesdienst auf dem Mariannenplatz (11:45) gehören zum Programm. Weil Beten und Handeln zusammen gehören, können Christen, die ganz praktisch etwas für den Kreuzberg tun wollen, sich für zwei Stunden praktisches Engagement bereit erklären – Einsatzmöglichkeiten von Fahrradwerkstatt über Brote schmieren für Bedürftige bis Müll wegräumen im Görlitzer Park.

Zunahme psychischer Erkrankungen

Psychische Erkrankungen nehmen seit einigen Jahren stark zu – in Berlin noch stärker als im Bundesgebiet. Der aktuelle Gesundheitsreport der Deutschen Angestellten Krankenkasse macht deutlich, dass vor allem Jugendliche vermehrt an Depressionen oder Vorläuferbeschwerden leiden. Demnach wurden 2010 rund 12 Prozent mehr Menschen wegen Depressionen krank geschrieben als im Vorjahr. Schon 2009 gab es stiegen die Erkrankungen in demselben Maß. Laut DAK wirkten sich vor allem Stress am Arbeitsplatz und eine ständige Erreichbarkeit über elektronische Kommunikationsnetze auf die psychische Gesundheit aus. Wenn Jugendlichen der Ausgleich und Rückhalt in guten Beziehungen fehlt, brauchen sie Unterstützung, um Wege zu finden, wie sie den Stress abbauen können. Präventive Angebote der Krankenkassen sind nur ein Weg von vielen, um psychischen Erkrankungen vorzubeugen. (Quelle:www.xity.de vom 26.4.11)

Gebet:

  • Dass Jugendliche für sie passende Hilfsangebote entdecken und wahrnehmen
  • Dass christliche Jugendgruppen erkennen, wie sie Jugendliche stark für das Leben machen können

Muslimische Extremisten in Berlin

Bei der Vorstellung des aktuellen Verfassungsschutzberichtes berichtete die Berliner Verfassungsschutz-Chefin Claudia Schmid, dass gewaltbereite Islamisten in Berlin ihre Netzwerke ausbauen. Zunehmende Radikalisierungsprozesse werden beobachtet. Besonders erfolgreich sind die Missionierungs-Kampagnen der „Salafisten“- die den Koran besonders streng und wörtlich auslegen. In Berlin ist die Al-Nur-Moschee in Neukölln ein Anziehungspunkt streng muslimisch Gläubige in der ganzen Stadt geworden. Die Lehre der Salafisten hat besonders großen Zulauf bei Jugendlichen. Junge Imame verstehen es, die Jugendlichen von der Straße wegzuholen. Durch die sehr strenge Auslegung des Islam fordern sie zu einem radikalen Lebenswandel heraus. Etliche Jugendliche wenden sich so von Kriminalität und Drogen ab und finden Sicherheit und Geborgenheit in den festen Regeln. Integration wird von den Salafisten abgelehnt – die Gläubigen sollen unter sich bleiben, die Geschlechter ebenfalls. Auch wenn offiziell nicht zu Gewalt aufgerufen wird, hat der Verfassungsschutz Hinweise darauf, dass sich Menschen über diese Lehre radikalisiert haben. Der Schritt zu Gewaltbereitschaft und Hass gegen Ungläubige ist durch die Lehre der Salafisten sehr klein geworden und damit auch die Gefahr, dass diese jungen Menschen für den Terrorismus rekrutiert werden. Laut Verfassungsschutz ist die Zahl der gewaltbereiten Islamisten von 410 auf 450 gestiegen. Innensenator Körting hält die Gefahr eines Anschlags in Berlin für hoch, auch wenn es im Moment keine konkreten Hinweise auf geplante Anschläge gibt.

Gebet:

  • Gelingen für die Arbeit der Verfassungsschützer – Aufdeckung von Terroranschlägen schon im Vorfeld
  • dass die Politiker Wege finden, den Einfluss radikaler Prediger zu beschneiden
  • dass Jesus sich vielen muslimischen Jugendlichen direkt offenbart und sie zum Glauben an ihn finden

Brandstiftungen beunruhigen

Nach der auffälligen Häufung von Bränden in Treppenhäusern haben in Neukölln viele Bewohner Angst. Drei Menschen waren am 12.03. durch Brandstiftung ums Leben gekommen. Allein in Nord-Neukölln hatte es seit Jahresbeginn mindestens zwölf Brandstiftungen gegeben. Im Kiez haben viele Menschen Angst, dass ihr Treppenhaus als nächstes in Flammen steht und rätseln, ob es sich um die Taten eines Serienbrandstifters handeln könnte. Die Staatsanwaltschaft hatte schon vergangene Woche versucht, den Fahndungsdruck zu erhöhen, indem sie 25.000 Euro Belohnung ausgelobte für entscheidende Hinweise, die zum Täter führen. Serienbrände gab es auch voriges Jahr in Hellersdorf- sie wurden bisher nicht aufgeklärt.(Quelle: Tagesspiegel vom 22.03. 11)

Gebet:

  • dass die Polizei die Brandstiftungen aufklären kann
  • Verhinderung von weiteren Bränden und Schutz für alle, die davon betroffen wären
  • Erkenntnis, welche Maßnahmen potentielle Täter abschrecken können

Architektur-Planung in Berlin

In Berlin wird an vielen Ecken und Enden gebaut. Doch – so kritisieren Architekten – handelt es sich häufig um gesichts- und phantasielose Bauten. Dabei kann gute Architektur das Leben in einer Stadt bereichern und sogar zum Publikumsmagneten werden. Gründe für das einfallslose Bauen sehen Architekten vor allem darin, dass es in Berlin keinen Masterplan, ein Konzept für die ganze Stadt, zu geben scheint und dass die meisten Pläne hinter verschlossenen Türen diskutiert werden. Die Bürger erfahren erst davon, wenn es meistens schon zu spät ist, um noch mitzumischen. Das ist anders als in den 90er Jahren, als im Stadtforum Pläne und Vorhaben öffentlich diskutiert wurden. Problematisch wird ebenfalls die Praxis gesehen, meist keine offenen Wettbewerbe, sondern nur einige wenige Planungsbüros einzuladen, ihre Pläne einzureichen.

Gebet:

  • Um eine klare, kreative politische Vision für die bauliche Entwicklung Berlins
  • Um Entwicklung einer öffentlichen Diskussionskultur zu den anstehenden Bauprojekten – ein neues „Stadtforum“
  • Um Öffnung von Wettbewerben, um Kreativität zu fördern.

Kreativ geförderte Kunst

Seit dem Berlin-Bonn-Gesetz von 1994 sieht sich der Bund in der Verantwortung für die kulturelle Repräsentanz der Bundeshauptstadt. So wurde neben der Förderung von Berliner Einrichtungen mit gesamtstaatlicher Bedeutung auch der vom Bund finanzierte Hauptstadtkulturfonds (HKF) ins Leben gerufen. Dieser fördert mit jährlich rund 10 Mio. Euro „Einzelprojekte und Veranstaltungen, die für die Bundeshauptstadt Berlin bedeutsam sind, nationale und internationale Ausstrahlung haben bzw. besonders innovativ sind.“ (www.hauptstadtkulturfonds.berlin.de) Einzelne Künstler, Institutionen etc. aus fast allen Kunstsparten können eine Förderung beantragen, über deren Vergabe ein Auswahlgremium entscheidet. In Berlin wird somit eine junge, dynamische Kunst- und Kulturszene aktiv unterstützt und weiterentwickelt. Die erwünschte Einreichung von Anträgen mit internationalen Kooperationspartnern machte Berlin zu einem wichtigen Knotenpunkt im europäischen Netzwerk für zeitgenössische Kunstformen. Tatsächlich ist dieses flexible Förderorgan so erfolgreich, dass sich auch andere europäische Hauptstädte mit dem HKF als Modell befassen.

 Gebet:

  • Dank für die kluge Förderpolitik, die mit relativ wenig Mitteln viel Dynamik, Innovation und Kulturaustausch bewirkt
  • Weisheit für die Jurymitglieder in der Auswahl
  • Bitte um weitere gute Ansätze für Kulturfinanzierung – auch Stiftungen und privatwirtschaftliches Engagement für Kunst

Termin: Wöchentliches Gebet für die Berliner Wahl am 18. September

Im September wählen wir in Berlin unser neues Landesparlament, das Abgeordnetenhaus. Als Christen haben wir die Aufgabe, für die Obrigkeit zu beten und so die Möglichkeit, im Sinne der guten Maßstäbe, Absichten und Werte Gottes Einfluss zu nehmen. Ab Anfang Mai wollen Berliner Beter wöchentlich vor Ort für die kommende Wahl beten. Wir sehnen uns danach, dass Gott in dieser Stadt Männer und Frauen in die Politik einsetzt, die sich an seinem Wort ausrichten und ihn ehren. Wir möchten dieses Anliegen dauerhaft und ernsthaft bis zur Wahl vor Gott bringen. Die Gemeinden sind gebeten, das bekannt zu machen, insbesondere den Gebetsgruppen und Betern.

  • Das Gebet soll wöchentlich zur selben Zeit stattfinden, abwechselnd am Roten Rathaus und am Abgeordnetenhaus (Preußischer Landtag); jede gerade Woche (also die 18., 20., 22. usw. Woche) am Roten Rathaus, Treffpunkt an der Ecke Spandauer Straße/Rathausstraße auf der Rathausseite; jede ungerade Woche (also die 19., 21. usw.) am Abgeordnetenhaus, Treffpunkt Ecke Niederkirchnerstraße/ Stresemannstraße Richtung Potsdamer Platz
    Uhrzeit: jeden Mittwoch um 18:00 für max. eine Stunde.