Herunterladen als PDF: Gebet für Berlin – November 2010

Good News: Dankgottesdienst 20 Jahre deutsche Einheit

Viele Bürger, Initiativen und auch Kirchen dachten am 3. Oktober dankbar an 20 Jahre Einheit. Auf Gesamt-Berliner Ebene gab es einen ökumenischen interkulturellen Dankgottesdienst. Gemeinsam für Berlin hatte den Gottesdienst zusammen mit der Berliner Ökumene veranstaltet.

Eine Fotoschau erinnerte an Teilung, Mauerfall und den Weg zur Einheit. Alte Choräle und neuere Lobpreislieder brachten den Dank an Gott zum Ausdruck. Viele Gottesdienstteilnehmer zündeten als Zeichen ihres persönlichen Dankes und ihres Gebets eine Kerze am Altar an. Ein bewegender Akzent wurde durch die Berichte von Christen aus Korea und Polen und ihre Perspektive auf die Einheit gesetzt. Fürbittengebete auf englisch, französisch, polnisch, russisch, koreanisch und deutsch brachten die Vielfalt und Einheit der Christen in Berlin zum Ausdruck. Den Segen sprachen Geistliche verschiedener Kirchen, unter ihnen auch Kardinal Sterzinsky. Für den Berliner Senat sprach Senatorin Junge-Reyer ein wertschätzendes Grußwort.

Nach dem Gottesdienst war Zeit für Begegnungen und einen Imbiss im Hof der Gemeinde bei koreanischen Tänzen und polnischen Liedern.

Videos: http://www.youtube.com/user/3Oktober10

  • Dank für den bewegenden Gottesdienst auf ökumenischer und interkultureller Basis

Projekte der Hoffnung: »Haus der guten Taten«

In Deutschland stellen in weit über 900 Werkstätten Menschen mit Behinderungen hochwertige Produkte her. Die Artikel werden häufig in kleinen Läden, bei Aktionen oder Märkten angeboten. Nicht selten landen sie im Lager. Ein neues Konzept für den Aufbau und Betrieb eines Filialnetzes zur Vermarktung dieser Erzeugnisse in bester Marktlage entsteht bei der gemeinnützigen GmbH »Shop der guten Taten«. Zu den Gesellschaftern gehört auch Gemeinsam für Berlin.

Die erste Filiale wird am 18. November im Forum Steglitz unter dem Namen COEO Haus der guten Taten eröffnet. Es sollen vor allem Produkte von behinderten Menschen, internationalen Hilfsprojekten und Fair Trade Organisationen angeboten werden. 50% der Gewinne fließen in soziale Projekte. Behinderte Menschen bilden einen Teil der Belegschaft.

In dieselben Räume wird eine christliche Buchhandlung einziehen. Hier entsteht also auf Basis christlicher Überzeugungen ein neues Geschäftsmodell, das nachhaltig, sozial und ökologisch ist – und zusätzlich die Gewinne wieder in soziale, auch christliche, Projekte investieren kann.

Gebet:

  • Dank, dass Christen mit innovativen Modellen voran gehen
  • Guter Start des ersten Ladens
  • Dass die Läden Segen multiplizieren

Streichungen beim Programm »Soziale Stadt«

Der integrative Ansatz des Programms »Soziale Stadt« hat in den letzten zehn Jahren gerade auch in Berlin erheblich dazu beigetragen, die Abwärtsspirale abgehängter Quartiere zu stoppen und positive Entwicklungen anzustoßen. Integrationsprojekte wie die Stadtteilmütter, Bildungszusammenschlüsse von Schulen, Kindertagesstätten und Bürgervereine und Ausbildungsprojekte für Jugendliche sind im Rahmen der »Sozialen Stadt« entstanden.

Das ehrenamtliche Engagement zahlreicher Bewohner, Eigentümer und Gewerbetreibender bei der Gestaltung ihrer Nachbarschaften wird durch die radikalen Kürzungspläne bedroht. Eine Petition an den Deutschen Bundestag gegen die Streichung bzw. Kürzung des Programms kann man hier online unterschreiben: http://www.openpetition.de/petition/zeichnen/keine-kuerzung-streichung-des-programms-soziale-stadt

Gebet:

  • Rücknahme der Kürzungspläne
  • Effektiver Einsatz der Mittel in Berlin

Männer im Justizvollzug

Unbemerkt für uns »draußen« gibt es in den Berliner Strafvollzugsanstalten für Männer weitgehende Veränderungen: Gefangenenkategorien werden entwickelt, Tagesabläufe verändert, Einschlusszeiten neu festgelegt, Behandlungsangebote von freien Trägern übernommen, am Übergangsmanagement gearbeitet. Die Veränderungen betreffen die Gefangenen, das Personal und das gesamte Gefüge der Anstalten.

Ein besonderes Problem stellen die derzeit über 30 Männer dar, die als Sicherungsverwahrte in der JVA Tegel einsitzen. Die Senatsverwaltung sucht seit längeren eine Lösung für ihre rasch wachsende Zahl. Darüber hinaus wird seit der Föderalismusreform an neuen Strafvollzugsgesetzen gearbeitet. Das wird zu einschneidenden Veränderungen führen. Es ist befürchten, dass diese auf Grund der finanziellen Zwänge keine Verbesserungen sein werden.

Die Ehrenamtlichen des Forums Straffälligenhilfe bei Gemeinsam für Berlin sitzen nach den Gottesdiensten mit Inhaftierten beim Kaffee zusammen. Meistens ist es mindestens einer der Männer, der dann sagt: »Ich möchte allen von draußen danken, dass Sie hier rein kommen.« Für die Gefängnisinsassen sind diese Begegnungen eine unschätzbare Kostbarkeit. Bei Gottesdiensten, in Gesprächsgruppen und als Vollzugshelfer bieten sich wunderbare Möglichkeiten, Menschen mit der Liebe Gottes zu dienen. Dringend gesucht und erbeten sind mehr Brückenbauer von draußen nach drinnen und von drinnen nach draußen (www.forum-straffaelligenhilfe.de). Siehe auch Termine!

Gebet:

  • dass die anstehenden Veränderungen in Frieden eingebettet sind
  • dass die finanziellen Zwänge nicht alles nur schwieriger und schlechter machen
  • dass bessere Möglichkeiten für die Resozialisierung von Straftätern entstehen
  • dass Christen als Haupt- und Ehrenamtliche den Weg in den Strafvollzug finden

Berlin als Künstlermagnet

Zunehmend eilt Berlin der Ruf einer der kreativsten Städte voraus. Künstler, auch aus dem Ausland, werden von der kreativen Atmosphäre der Stadt ebenso angezogen wie von den verfügbaren deutschen Förderstrukturen im Bereich der Künste. Auch die günstigen Lebens- und Arbeitsbedingungen in der kulturell stark vernetzten Hauptstadt tragen dazu bei. Der künstlerische Austausch und mögliche Kooperationen motivieren viele Künstler, sich in die einzigartige Berliner Vielfalt aus Hochkultur und experimenteller Off-Szene einzuklinken.

Dass Kunst und Kultur auf einen fruchtbaren Boden in der Hauptstadt treffen, zeigt auch der Zuzug verschiedener Unternehmen im Kreativbereich, insbesondere im Verlagswesen, in der Musik- oder TV-Branche (z.B. MTV 2004, Suhrkamp-Verlag 2010, Deutsche Grammophon 2011). Das Bundesministerium für Wirtschaft und Industrie erkannte, wie wichtig dieser Sektor ist und rief 2007 die »Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft« ins Leben. Sie unterstützt mit www.creative-city-berlin.de oder dem Regionalbüro Berlin-Brandenburg als Kompetenzzentrum gezielt die Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und Netzwerke der Branche.

Gebet:

  • Dank für die vielfältigen Möglichkeiten und die Initiativen der Bundesregierung
  • Nachhaltigkeit und finanzielles Überleben gerade der vielen freiberuflichen Künstler bei zunehmenden Lebenshaltungskosten
  • Dass Kunst, Kreativität und Lebensfreude als Gaben Gottes erkannt werden

Die Berliner Wahlen rücken näher

Anfang November wird wohl offiziell verkündet, was jetzt schon Stoff der Nachrichten ist: Renate Künast von den Grünen wird für das Amt des Regierenden Bürgermeisters kandidieren. Damit werden die Weichen für die Wahl zum Abgeordnetenhaus im September 2011 gestellt. Die Kandidatur von Frau Künast würde bedeuten, dass auch eine Möglichkeit für eine Koalition von Schwarz-Grün in Berlin besteht. Künast sagte in einem Interview, ein Wahlkampf, der die CDU von vornherein als Partner ausschließe, sei für sie ausgeschlossen. Das ist auch für die Grünen in Berlin eine überraschende Äußerung. Für die Berliner CDU wäre eine Koalition mit den Grünen die einzige Möglichkeit, die rot-rote Koalition abzulösen.

Gebet:

  • Dass gute Wahlprogramme entwickelt werden, die den Wählern klar zeigen, wofür die Parteien stehen
  • Dass Gott selbst Menschen in die Berliner Politik beruft
  • Dass vermehrt Kandidaten aufgestellt werden, die Gott durch konkretes politisches Handeln ehren wollen

Dran bleiben – Evangelisation

Nach wie vor gibt es mehrere Millionen von Berlinern, die keinen Bezug zum christlichen Glauben haben. Viele haben das Evangelium noch nie so klar gehört, dass sie es verstanden haben. Andere haben sich bewusst gegen ein Leben mit Gott entschieden.

Hier können wir weiter beten, dass Christen Wege finden, die glaubensfernen Berliner mit der guten Nachricht von Jesus bekannt zu machen.

Termine

  • Stadt-Gebets-Gottesdienst in der Justizvollzugsanstalt Tegel am 24. 11., 18:30 Uhr, Seidelstr.39, 13509 Berlin. Nur mit Anmeldung bis 15. 11. unter info@gfberlin.de oder Tel.23003403!