PDF herunterladen: [Gebet für Berlin – September 2010]

Good News 1: Die Hauptstadt boomt

In Berlin wuchs die Wirtschaft so stark wie in keinem anderen Bundesland. Das liegt vor allem am Tourismus und Dienstleistungssektor. Die Zahl der Touristen hat im ersten Halbjahr noch einmal kräftig zugelegt – Berlin ist offenbar attraktiv! Dennoch weist Berlin die höchste Arbeitslosenquote im Bundesgebiet auf, obwohl die Zahl der Beschäftigten insgesamt zunahm.

Die Berliner Wirtschaft hat sich in den vergangenen Jahren so gut entwickelt wie seit der deutschen Wiedervereinigung nicht mehr. Im bundesweiten Vergleich wuchs die Hauptstadt am schnellsten. Von 2004 bis 2009 legte das Bruttoinlandsprodukt um durchschnittlich 1,7 Prozent jährlich zu, in Deutschland dagegen nur um 0,5 Prozent. Das ergab eine Anfang August veröffentlichte Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Nach einem zehn Jahre dauernden Schrumpfungsprozess habe Berlin die Trendwende geschafft. Zuvor war die Wirtschaftsleistung seit Mitte der 90er Jahre mit einer Ausnahme ständig gesunken. Wachstumstreiber der Hauptstadt sei allein der Dienstleistungssektor gewesen. So habe der boomende Tourismus das Gastgewerbe stark wachsen lassen. Auch das Gesundheits- und Sozialwesen sowie die Bildungsbranche seien erfolgreich. Nach wie vor schwach sei die Industrie. Deshalb sei Berlin auch wenig von der Wirtschaftskrise getroffen worden, so die Studie.

Gebet:

  • Dank für die gute Wirtschaftentwicklung
  • Weiterer Rückgang der Arbeitslosigkeit
  • Dass der Boom auch den sozial schwachen Schichten zugute kommt

Good News 2: Babyboom

Im Jahr 2009 wurden 32.104 Kindern geboren- so viel wie seit der Wiedervereinigung vor 20 Jahren nicht mehr. Auch gegenüber dem Jahr 2008, in dem schon ein deutlicher Anstieg der Geburten zu verzeichnen war, stiegen die Zahlen nochmals leicht an.

  • Wir danken Gott für jede/n »Neuberlinerin«.

Überforderte Sozialgerichte

Das Berliner Sozialgericht hat in den ersten fünf Monaten des Jahres 2010 einen Rekordeingang von Klagen verzeichnet. Bis Mai gingen 18.438 neue Klagen ein – 35% mehr als im gleichen Zeitraum 2009. Die 123 Richter und ihre Mitarbeiter sind völlig überlastet.

Der überwiegende Teil der Klagen betrifft Einsprüche gegen Hartz IV Bescheide der Job-Center. Mehr als die Hälfte der Richter sind mit diesen Klagen beschäftigt. Etwa 50% der Klagen sind erfolgreich, die anderen werden zurückgewiesen.

Einen Grund für die Vielzahl der Klagen sieht die Präsidentin des Sozialgerichtes in der Menge und mangelnden Eindeutigkeit der Gesetzte. Nicht nur die Richter sind frustriert auch die Kläger. Die Kläger wollen gehört werden – aber bis es zum Abschluss eines Verfahrens kommt, dauert es derzeit im Schnitt mehr als ein Jahr.

Gebet:

  • um Gesetze und Regelungen, die zu einem Rückgang der Klagen führen
  • Stärkung und Effizienz für die Richter und Mitarbeiter, die die Klagen bearbeiten
  • Geduld und Entlastung der Kläger, die lange auf den Entscheid warten müssen

Ramadan – Muslime in Berlin

Der Beginn des islamischen Fastenmonats Ramadan lag dieses Jahr am 11. August. Im Heft der Deutschen Evangelischen Allianz »30 Tage Gebet für die islamische Welt« heißt es dazu unter anderem: »Die langen Tage stellen besonders hohe Herausforderungen an die Fastenden, denn alle Männer und Frauen ab der Pubertät, die nicht krank oder auf Reisen sind, sind zum Fasten von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang aufgefordert. Auch Getränke sind in dieser Zeit verboten. … Möglichst sollen sie auch auf Medikamente verzichten, unangemessenes Reden und unmoralisches Handeln jedweder Art unterlassen und Freundlichkeit, Großzügigkeit gegen die Armen und Versöhnungsbereitschaft zeigen. Den Ramadan absichtlich zu missachten, gilt als schwere Sünde. Am Ende des Ramadan (9. Sept.) wird mit besonderen Speisen, Besuchen, Geschenken an die Armen und die Kinder das Fest des Fastenbrechens gefeiert. Während des Ramadan beten Christen verschiedener Konfessionen in vielen Ländern der Erde für Muslime in ihrer Nachbarschaft, in Europa und weltweit.«

Auch in Berlin haben die meisten Muslime noch wenig, oder gar nichts vom Evangelium von Jesus Christus gehört, der jedem Menschen seine Liebe schenken will. Insbesondere sind die meisten von ihnen noch nie aktiv glaubenden und ethisch überzeugend lebenden Christen begegnet. Es gibt einige recht kleine Gemeinden und Gruppen von konvertierten Muslimen in der Stadt. Das »Forum Islam« von Gemeinsam für Berlin ist eine Plattform für Austausch und Schulungsangebote für solche Gemeinden, aber auch für diakonische Diensten und Beter, die besonders Muslime auf dem Herzen haben.

Gebet:

  • Dass auch in Berlin viele Muslime eine Beziehung zum Gott der Bibel bekommen
  • Bewahrung und Wachstum für die türkischen, arabischen, kurdischen und iranischen Christen in Berlin

Projekte der Hoffnung: 40 Jahre Teen Challenge in Berlin

Vor vier Jahrzehnten gründete sich der Verein Teen Challenge Berlin. Es war die Zeit des Aufkommens harter Drogen in Deutschland. Die Initiatoren gründeten Wohngemeinschaften für suchtmittelabhängige Männer und Frauen und eröffneten 1973 eine Teestube. Schon wenige Jahre später kam eine Übergangseinrichtung für Drogenabhängige dazu. Ehemalige Drogenabhängige kamen zum Glauben und wurden Mitarbeiter. Heute verfügt der Verein über eine Lebensgemeinschaft in Reinickendorf, betreibt das Café Sehnsucht am sozialen Brennpunkt Kottbusser Tor in Kreuzberg, macht Präventionsarbeit unter Kindern und Jugendlichen und kümmert sich um Hilfsbedürftige im südlichen Reinickendorf. Am 18. September begeht der Verein in der Lukas-Gemeinde (Kurfürstenstraße 133, Schöneberg) sein 40-jähriges Jubiläum mit einer Festveranstaltung (16 Uhr) und einem Benefizkonzert mit Andrea Adams- u. Albert Frey (19.30 Uhr). Infos: http://www.teenchallengeberlin.de

Gebet:

  • Dank für die 40 Jahre
  • weiterhin viel Gnade Gottes und ausreichend Finanzen für die Arbeit unter Gefährdeten
  • von Gottes Liebe und Fachkenntnis befähigte Haupt- und Ehrenamtliche

Danken – Feiern -Beten: 20 Jahre deutsche Einheit

Am 3. Oktober 2010 feiern wir den 20. Jahrestag der Wiedervereinigung. An diesem Tag gilt unser Dank ganz besonders Gott, der unserem Land in den Jahren 1989 und 1990 auf so wunderbare Weise die Einheit in Freiheit und Frieden mit allen Nachbarn geschenkt hat. In der Bibel wird Gottes Volk oft zur Erinnerung an die großen geschichtlichen Taten Gottes aufgerufen: »Vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat!« Unser Dank hat eine Adresse: nicht anonyme Entwicklungen haben die Wende bewirkt, auch nicht das Volk allein oder Gorbatschow oder die wirtschaftliche Schwäche der DDR als einzige Ursachen – sondern Gottes gute Absichten für unser Volk und ganz Europa. Wer dankbar auf Gottes Gnade in den Wendejahren zurückschaut, möchte seine Freude auch durch Feiern ausdrücken. Also feiern wir es dankbar: Gott sei alle Ehre und Dank!

Eine Fülle von Material, Texten und praktischen Vorschlägen stehen auf http://www.3-Oktober-GottseiDank.de. In der Hauptstadt feiern wir auf Anregung von Gemeinsam für Berlin am 3. Oktober um 17:00 Uhr einen ökumenischen und interkulturellen Gottesdienst aus Anlass von 20 Jahren Deutsche Einheit in der Herz-Jesu-Gemeinde, Fehrbelliner Str. 98/99, 10571 Berlin. Anschließend gibt es Zeit für Begegnungen und einen Imbiss. Polnische und koreanische Christen sind beteiligt.

Dran bleiben: Schutz vor Terror

Wir sind dankbar, dass Berlin bisher vor islamistischen und anderen Terroranschlägen verschont geblieben ist. Wir beten weiter um Schutz für unsere Stadt und dafür, dass geplante Anschläge schon im Vorfeld aufgedeckt werden. Laut Verfassungsbericht versuchen islamistische Hassprediger immer stärker Einfluss auf Jugendliche zu nehmen. Unter besonderer Beobachtung stehen dabei Prediger der radikalen Richtung des »Salafismus«. Unter anderen gehören die Prediger der Neuköllner Al-Nur-Moschee dieser Richtung an, die Integrationskonzepte zurückweist und Kontakt mit »Ungläubigen« verbietet. Die Anhänger glauben, dass sie allein den Koran richtig interpretieren.

Termine:

  • 3. Oktober, 17:00 – 20:00, Herz-Jesu-Gemeinde, Fehrbelliner Str. 99, 10571 Berlin: Danken-Feiern-Beten – Ökumenischer und interkultureller Gottesdienst aus Anlass von 20 Jahren Deutsche Einheit, anschließend Begegnung und Imbiss
  • 18. September, 13:00 Uhr: Marsch des Lebens. Kundgebung am Neptunbrunnen zwischen Marienkirche und Rotem Rathaus, anschließend Beginn des Marsches. 15:00 Uhr: Ökumenischer Gottesdienst in der St.-Hedwigs-Kathedrale