Download als PDF: Gebet für Berlin – Oktober 2009

Good News – Zuzug nach Berlin

Berlin wächst weiter. Im vierten Jahr in Folge sind 2008 mehr Menschen zugezogen als weggezogen. Die Stadt hatte Ende 2008 genau 15400 mehr Einwohner als noch ein Jahr zuvor. Es ziehen vor allem junge Menschen zwischen 20 und 25 Jahren aus den alten Bundesländern nach Berlin. Sie studieren hier oder machen eine Ausbildung.

Andere Zuzügler kommen aus den neuen Bundesländern und dem Ausland wie Polen, den USA, Frankreich und der Türkei. Der Zuzug bereichert die Kultur und Wirtschaft der Stadt.

Dank

  • für das zahlenmäßige Wachstum der Stadt

Gute Zukunftsaussichten

Nach einer neuen Wirtschaftsstudie, die das Wachstumspotenzial für Regionen und Städte in Deutschland untersucht hat, gehört Berlin gleich nach Hamburg zu den Städten mit dem größten Wachstumspotenzial in Deutschland.

Der Projektleiter der Studie sieht Berlins Stärke vor allem in den Bereichen Gesundheit, Unternehmensdienstleistungen sowie Forschung und Entwicklung. Die Kreativwirtschaft ist in Berlin stark vertreten und die Hauptstadt bietet gute Bedingungen für Investoren.

Die Industrie ist in Berlin weiterhin noch zu schwach ausgeprägt. Nach Ansicht der Unternehmensverbände muss die Zusammenarbeit zwischen Industrie und Wissenschaft noch verstärkt werden, damit aus den vorhandenen guten Ideen tatsächlich neue Produkte werden.

Berlin braucht diese Hoffnung auf eine bessere Zukunft, da die Stadt seit einigen Monaten wieder die höchste Arbeitslosenquote aller Bundesländer aufweist.

Gebet:

  • dass die erkannten Wachstumspotenziale viele Investoren in die Stadt ziehen und mehr Arbeitsplätze entstehen
  • dass Wege zu effektivere Zusammenarbeit zwischen Industrie und Wissenschaft gefunden werden
  • Weisheit für den Wirtschaftssenator H. Wolf, hilfreiche politische Rahmenbedingungen für mehr Wirtschaftswachstum zu schaffen

schuelerSchulreform der Oberschulen

Nachdem unter dem ehemaligen Schulsenator Böger durch ein neues Schulgesetz die Grundschulen reformiert wurden, haben unter dem Senator für Bildung, Wissenschaft und Forschung J. Zöllner nun die Reformen für die Oberschulen begonnen. Sie sollen mit großem Zeitdruck vorangetrieben werden.

Schon vom Schuljahr 2010/11 an sollen Haupt-, Real- und Gesamtschulen zu Sekundarschulen zusammengelegt werden. Neben den Sekundarschulen soll es nur noch Gymnasien geben. Die Art und Weise wie der Zugang zu den Gymnasien teilweise über Losentscheid neu geregelt wurde, empört viele Eltern.

In kurzer Zeit müssen sich die Lehrerkollegien auf eine ganz neue Arbeitsweise umstellen. Sie müssen konkrete Wege finden, wie die Vorstellungen eines gemeinsamen Unterrichts von Schülern, die auf ganz unterschiedlichen Lernniveaus stehen, konkret verwirklicht werden können. Das hohe Tempo soll verhindern, dass die Schulreform im Jahr 2011 zum Thema im Berliner Wahlkampf wird. Schon jetzt gibt es dazu heftige politische Auseinandersetzungen.

Innerhalb eines Jahres ist die Umsetzung der Schulreform sicherlich nicht zu leisten. Auf Lehrer und Schüler kommen daher sehr starke Belastungen zu. Schulen müssen zusätzlich umgebaut werden, damit ein Ganztagsbetrieb überhaupt möglich ist. Das bringt Unruhe und verstärkte Lärmbelastung. Wie schon bei der Grundschulreform, deren Umsetzung bis heute den Lehrern große Schwierigkeiten bereitet, werden auch bei der Reform der Oberschulden die Bedürfnisse und Kapazitäten der Menschen, die sie umsetzen sollen, nicht ausreichend berücksichtigt.

Gebet:

  • Gottes Hilfe und Weisheit für Lehrer, Schulleiter und alle Beteiligten, die diese Reform umsetzen sollen
  • Schutz vor Überlastung und Burnout
  • dass die zuständigen Politiker den Zeitrahmen zur Umsetzung der Reform vergrößern

Internetmission

Die Art und Weise, wie (nicht nur junge) Menschen kommunizieren, ändert sich rasant. Für die Weitergabe der guten Nachricht durch Christen und Kirchen bedeutet das, neue Wege zu finden, das Evangelium in die Köpfe und Herzen – und in die Computer zu bringen. Verantwortliche aus verschiedenen Konfessionen und Werken entwickeln derzeit ein Großstadt-Pilotprojekt, um suchende Menschen speziell im Raum Berlin über die Möglichkeiten des Internets mit dem Evangelium zu erreichen. Dafür wurde der Verein INTERNETMISSION BERLIN e.V. gegründet. Er teilt die Werte der überkonfessionellen Zusammenarbeit von GEMEINSAM FÜR BERLIN. Kirchen und Gemeinden können und sollen die Seiten als ihr Werkzeug für Mission und Gemeindeaufbau nutzen. Sie werden Partner des Projekts und benennen E-Mail-Gesprächspartner aus ihren Reihen.

Spezielle Webseiten laden Suchende auf eine geistliche Reise ein: Das Evangelium wird ihnen einfach und verständlich erklärt; sie können auf der Webseite über verschiedene Schritte bis zu einem Gebet gelangen, mit dem sie einen Anfang im Glauben an Jesus Christus dokumentieren. Davor oder danach können sie mit eigens geschulten E-Mail-Gesprächspartnern in Kontakt treten.

Ziel ist es, suchende Menschen über den E-Mail-Kontakt hinaus in Gruppen der Gemeinden zu integrieren und so mit gelebtem Glauben in Verbindung zu bringen. Weitere Partner-Gemeinden mit E-Mail-Gesprächspartnern sind willkommen: Tel. 397 42 733, info@internetmission-berlin.de

Gebet:

  • Gelingen bei den weiteren Schritten zur Entwicklung des Internetauftritts
  • Genügend fähige und sensible E-Mail-Gesprächspartner
  • erste und ernsthafte Interessenten für Gespräche über den Glauben per E-Mail

Chaos bei der Berliner S-Bahn

Das seit Monaten anhaltende Chaos bei der Berliner S-Bahn ist inzwischen weit über die Stadt hinaus bekannt: Massenweise wiederholte Stilllegungen vieler Züge wegen gravierender Sicherheitsmängel – das ist ein Skandal angesichts unserer hoher Sicherheits-Standards! Obwohl die Berliner sonst gut im Meckern sind, nehmen sie die dauernden Einschränkungen ihrer (teils im Voraus bezahlten!) Mobilität fast fatalistisch zur Kenntnis. Sind kriminell anmutende Sparmaßnahmen mit einkalkulierten Sicherheitsrisiken etwa akzeptierbar? Verschieben sich gesellschaftlichen Werte hier in Richtung Lethargie und Schlendrian? Jüngst kam es vereinzelt zu Angriffe auf S-Bahn-Bedienstete, die doch nichts dafür können. Das Management der Deutsche-Bahn-Tochter ist verantwortlich! Es muss sich hier massiv etwas ändern – in der öffentlichen Meinung, der Arbeitsethik und ganz in der Behebung des eingeschränkten Nahverkehrs.

Gebet

  • Wertewandel bei der S-Bahn im Bezug auf korrekte Arbeit und hohe Sicherheit an Stelle von Gewinnmaximierung und Sparzwang
  • Schnelle Behebung der Mängel
  • Dass die wirklich Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden und der Druck auf die Bediensteten abnimmt

Artikel und Schreiber gesucht

Die redaktionelle Verantwortung für die Gebetsmail liegt im wesentlichen auf den Schultern von drei Menschen: Axel Nehlsen, Kerstin Hack und Rosemarie Stresemann. Wir machen die Arbeit gerne, wünschen uns aber Unterstützung durch Menschen, die

  • eine stadtweite Perspektive haben und sich besonders in den Bereichen Kunst, Kultur, Bildung und Medien auskennen
  • gerne beten
  • kurz, klar und kompetent schreiben können.

Interessierte können sich gern bei der Redaktion melden.

Gebet

  • Unterstützung des Redaktionsteams durch engagierte, kompetente Mitarbeiter

Dran bleiben: Brandanschläge Autos

Nach wie vor werden in Berlin fast jede Nacht Autos angezündet – in der letzten Zeit gab es auch Anschläge auf Luxuswohnungen. Die Täter, die dem links-autonomen Spektrum zugeordnet werden, sind schwer zu fassen. Bei mehr etwa einer Million Autos, die auf Berlins Straßen geparkt sind, sind vorbeugende Maßnahmen praktisch unmöglich.

Gebet:

  • Ende der Brandanschläge und Überführung der Täter

Termine

  • 3.10., 17-20 Uhr, Christus-Kirche, Anklamer Str.31, Berlin-Mitte, U 8 Bernauer Str. – »Danken – Feiern – Beten – 20 Jahre Mauerfall« – Interkultureller Gebetstag mit geschichtlichem Rückblick auf den Mauerfall durch Zeitzeugen aus Ost und West, Austausch von eigenen Erfahrungen zwischen Deutschen und Migranten beim Buffet, interkultureller Lobpreis und gemeinsames Gebet für unser Land abschließend an der Mauer-Gedenkstätte.