Download als PDF: Gebet für Berlin – Juli/August 2009

Die Ferienzeit beginnt und daher erscheint diese Gebetsmail für Juli/August zusammen. Wir wünschen allen Betern eine erholsame Urlaubszeit. Wie gut, dass unser Gott immer für uns da ist!

Herzlich grüßt das Redaktionsteam

Good News – Christen aktiv

Auch wenn es keine offiziellen Statistiken gibt: Die Anzahl der Christen, die sich in Berlin für ihr Umfeld, ihren Kiez oder soziale Projekte einsetzen, scheint zuzunehmen. Die einen kümmern sich um Strafgefangene, andere um Drogenabhängige und wieder welche um die Kinder in ihrem Kiez oder sie bieten Menschen auf der Straße Gebet und Gespräche an. Wir danken Gott für viele kreative Projekte – und beten um weitere Zunahme.

Finanzen Gemeinsam für Berlin

Diese Gebetsmail ist ein Dienst des Netzwerks Gemeinsam für Berlin, das nun seit sieben Jahren besteht. In dieser Zeit ist viel Neues entstanden. Auch unter Christen ist mehr »zusammen gewachsen, was zusammen gehört«. Gott hat einen bis dahin so nicht gekannten vernetzten Dienst für die Stadt auch finanziert – durch viele Förderer und eine Reihe von Gemeinden und Werken. Viel Grund zum Danken! Aber »auf der sicheren Seite« ist das Werk finanziell nicht. Ohne eine deutliche Erhöhung der Monatseinnahmen kann die Arbeit im bisherigen Umfang nicht aufrechterhalten werden. Kündigungen will der Vorstand bei der Fülle der Aufgaben unbedingt vermeiden. Er erwartet weiterhin, dass Unterstützung auch aus dem außerchristlichen Bereich kommt – denn die Arbeit von GfB dient der Stadt als Ganzes!

Gebet:

  • Beten und engagieren Sie sich mit für das, was der Vorstand von Gemeinsam für Berlin so formulierte: »Wir tun, was wir können. Wir schauen zuversichtlich nach vorne. Wir vertrauen Gott, dass er uns weiterhin versorgt.«

statsWie viel Christen gibt es in Berlin?

Nach Angaben des Landesamtes für Statistik waren Ende 2008 in Berlin 981.000 Mitglieder in einer der beiden großen christlichen Kirchen registriert. Das sind knapp 30 Prozent der rund 3,4 Millionen Einwohner. 2004 waren es noch 1,26 Millionen. Die Mitgliederzahl der deutschen Freikirchen ist nicht erfasst. Hinzu kommt noch eine erhebliche Zahl von fremdsprachigen Gemeinden verschiedener Konfessionen oder ohne konfessionelle Zugehörigkeit. So können wir von rund 32% Christen ausgehen. Damit ist allerdings noch nichts über die Lebendigkeit des Glaubens ausgesagt. Neben Christen gibt es in Berlin noch ca. 8% Angehörigen anderer Religionen und etwa 60% der Bevölkerung ohne Religionszugehörigkeit!

In einigen Berliner Bezirken wird sowohl in evangelisch-landeskirchlichen, freikirchlichen als auch katholischen Gemeinden ein Zuwachs an Gottesdienstbesuchern festgestellt – gegen den Trend der anderen Stadtteile. In Teilen von Prenzlauer Berg und Kreuzberg und in den Zuzugsgebieten am Stadtrand besuchen seit einiger Zeit besuchen immer mehr junge Familien mit ihren Kindern Gottesdienste. Dort wachsen die Gemeinden. Diese Familien suchen eine geistliche Heimat für sich und ihre Kinder. Meist außerhalb der Großkirchen gibt es in Berlin Gemeindeneugründungen, die in speziellen Milieus suchenden Menschen eine geistliche Heimat bieten.

Gebet:

  • dass immer mehr Berliner zum Glauben an Jesus kommen und in einer christlichen Gemeinde eine geistliche Heimat finden
  • dass besonders im Ostteil der Stadt der Heilige Geist den im Atheismus erzogenen Menschen hilft, ihre Herzen für den Glauben zu öffnen
  • Segen auch für alle neuen, alternativen Gemeindeprojekte

Zunahme linker Gewalt

Etwa seit April kommt es verstärkt zu Anschlägen und Aktionen von linksradikalen Gruppen. In der ersten Jahreshälfte wurden Dutzende Autos angezündet (bis Ende Juni rund 30), daneben auch Baugerüste und anderes in Brand gesetzt. Da es sich offensichtlich um mobile Einzeltäter handelt, ist es sehr schwer, sie zu fassen. Mit den »Aktionswochen« rief die radikal-linke Szene zur Aktionen auf, die bewusst zum Übertreten von Gesetzen aufforderten z. B. war für Mitte Juni eine Besetzung des Flughafens Tempelhof geplant, die jedoch durch ein massives Polizeiaufgebot verhindert wurde. Es kam dabei zu Ausschreitungen. Die Polizei beklagt, dass sich der rot-rote Senat nicht klar genug von der radikal linken Szene abgrenzt. Polizeipräsident Dieter Glietsch forderte mehr Unterstützung von der Politik gefordert. »Wer die Bekämpfung des gewaltbereiten Linksextremismus der Polizei überlässt, der muss zur Kenntnis nehmen, dass auf Dauer keine durchgreifenden Erfolge zu erzielen sind.«

Gebet:

  • Weisheit und Wachsamkeit für die Polizei, um im Vorfeld Straftaten zu verhindern
  • Schnelle Identifizierung und Festnahme der Drahtzieher der illegalen Aktionen und Anschläge
  • Klare, politische Stellungnahmen gegen Gewalt

Urlaub und Ferien

Traditionell ist der Sommer die Zeit, in der Familien gemeinsam Urlaub machen. Das bietet die Chance, durch gemeinsame Erlebnisse den Zusammenhalt in der Familie zu stärken. Andererseits entladen sich in den Ferien häufig lang angestaute Spannungen und nicht bewältigte Konflikte.

Für viele Singles ist die Ferienzeit nicht einfach – sie brauchen gute Alternativen oder die richtigen Reisepartner, wenn sie nicht alleine Urlaub machen wollen. Auch für Erwerbslose und sozial schwache Menschen ist es nicht einfach, wenn sie andere verreisen sehen, sich selbst aber keine Reise leisten können.

Gebet:

  • schöner, erholsamer und begegnungsreicher Urlauf für Paare, Familien und Freunde, die miteinander Urlaub machen
  • Auftanken und neue Kraft für alle, die erschöpft und müde sind
  • gute Alternativen für diejenigen, für die Reisen nicht möglich ist

Sommereinsätze

Verschiedene Gruppen werden im Sommer mit kreativen und karitativen Aktionen in der Stadt unterwegs sein, um Menschen auf Jesus aufmerksam zu machen, ihnen zu dienen und für sie zu beten. Einige der geplanten Aktionen sind:

Summer2go-Tour von jungen Leuten durch Deutschland, vom 15.-17.7. in Berlin, www.nolimit.eu

Love Europe der Vineyard-Bewegung, 16.7. bis 2.8. in Berlin, www.love-europe.eu

Für diese und andere Einsätze kann noch bis zum 14. Juli 2009 mit gebetet werden: 40-Tage Fasten-Anbetungs-Gebetskette, täglich von 19 bis 21 Uhr im Gebetshaus, Moabit, Spenerstr. 15

Gebet:

  • von Gott inszenierte Begegnungen mit Menschen, die offen für ihn sind
  • Weisheit für die Veranstalter die richtige Form der Ansprache zu wählen
  • dass Gott selbst die Herzen von Menschen vorbereitet, berührt und zu sich zieht

Rechtsextreme Stiftung

Der schwedische Rechtsextremist und DVU-Mitglied Patrik Brinkmann will seine Kontinent-Europa-Stiftung (KES) nach Berlin verlegen und sucht dafür eine »repräsentative Niederlassung« in der Innenstadt. Brinkmann gilt als eine Führungsfigur im europäischen Rechtsextremismus. In seiner Stiftung versammelt er rechtsextreme Intellektuelle aus ganz Europa. KES will eine europäische Denkfabrik sein und dazu beitragen, die europäische Rechte zu einigen. Neben faschistischem Gedankengut ist auch die reale physische Gewalt, die von einigen rechtsextremen Gruppen ausgeht, sehr bedrohlich. Obwohl derzeit mehr Linksextreme in Berlin durch Gewalt auffallen, gibt es auch eine hohe Zahl gewaltbereiter Rechtsextremer. 2008 stieg die Zahl rechtsextremer Gewaltdelikte stark an.

Gebet:

  • um Gottes Hilfe, dass von Berlin kein rechtsextremes Gedankengut mehr wirksam verbreitet wird und dass hier kein Platz für diese Stiftung ist
  • Schutz vor rassistisch motivierten Übergriffen
  • für eine wirksame Arbeit des Verfassungsschutzes und aller Gruppen, die sich gegen Rechtsextremismus engagieren

Dran bleiben: Schutz vor Terror

Es ist nicht selbstverständlich, dass unsere Stadt bisher vor islamistischen und anderen Terroranschlägen verschont geblieben ist. Wir beten weiter um Schutz für unsere Stadt und dafür, dass geplante Anschläge schon im Vorfeld aufgedeckt werden.

Terminvorschau

  • 8. Sept., 19 Uhr, Gedächtniskirche: Podiumsgespräch der Berliner Spitzenkandidaten zur Bundestagswahl über Fragen zu Kirche und Glauben
  • 3. Oktober, 18 bis 21 Uhr, Interkultureller Gebetstag für unser Land, Christus-Gemeinde Hohenschönhausen