Download als PDF: Gebet für Berlin – Juni 2009

Good News – Stadtteilmutter wird Beruf

stadtteilmutterSeit September 2008 läuft in Berlin ein Modellprojekt, bei dem Migrantinnen vom Diakonischen Werk speziell dafür geschult wurden, Familien mit Migrationshintergrund bei ihren täglichen Problemen zu unterstützen. Sie beraten bei Drogenproblemen, helfen bei Behördengängen, geben Rat in Erziehungsfragen. Diese Frauen werden so zu »Stadtteilmüttern«. Nun soll aus dem Projekt erstmals ein staatlich anerkannter Beruf werden. Den Frauen wird eine zweieinhalbjährige Fachschulausbildung angeboten, die an zwei christlichen Einrichtungen in Berlin beginnt. Der offizielle Beruf wird dann »Sozialassistentin« für interkulturelle Familienarbeit heißen.

Berlin könnte mit diesem gelungenen Projekt ein Beispiel für andere deutsche Städte werden.

Gebet:

  • Dank für diese wegweisende christliche Initiative
  • Segen für alle Beteiligten

Good News – Weniger Angriffe auf BVG

Öfter schon haben wir hier zum Gebet für die Bediensteten der Verkehrsbetriebe (BVG) um Schutz vor Aggression aufgerufen. Nun meldet die BVG, dass im letzten Jahr die Zahl der Attacken auf Busfahrer und Sicherheitspersonal deutlich zurückgegangen ist: vom Höchstwert von 709 Fällen in 2005 über 554 in 2007 auf 326 in 2008! Grund dafür seien die Videoüberwachung, aber auch, dass Mitreisende die Attacken nicht mehr tolerieren.

Danken wir Gott dafür!

Atheisten-Bus-Tour startet in Berlin

Im vergangenen Jahr fuhren einige Hundert Linienbusse mit der atheistischen Botschaft »Es gibt vermutlich keinen Gott« durch London. Die von Protesten begleitete britische »Atheist Bus Campaign« wurde von deutschen Atheisten aufgegriffen. Auch in Deutschland wollte die Initiative »Buskampagne.de« auf öffentlichen Verkehrsmitteln mit dem Slogan »Es gibt (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) keinen Gott« werben.

Nachdem alle angefragten Verkehrsbetriebe die Werbung ablehnten und die Zusage aus Essen nach Protesten und Boykottaufrufen zurückgezogen wurde, wird nun ein privater Doppeldecker vom 30. Mai bis 18. Juni 24 Städte direkt ansteuern. Die Atheisten möchten für ein selbst bestimmtes Leben ohne Gott werben. Start der Kampagne ist in Berlin. Einige Christen werden vor Ort sein und Flyer mit dem Slogan verteilen »Es gibt (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) nur einen Gott – probieren Sie’s aus!«

Gebet:

  • dass der Slogan Menschen in ein echtes Fragen nach Gott bringt
  • dass Christen die Gelegenheit ergreifen, Zeugnis für ihren Glauben abzulegen
  • dass Gott gerade Menschen, die ihn massiv ablehnen, eine direkte Begegnung schenken möge

Nachwehen des 1. Mai

Nachdem mehrere Jahre hintereinander die Gewaltausbrüche am 1. Mai kontinuierlich zurückgegangen waren, kam es in diesem Jahr bereits zu Beginn der »Revolutionären 1.-Mai-Demonstration« gegen 19 Uhr zu einem massiven Gewaltausbruch aus dem »schwarzen Block«. Die Polizei wurde mit Steinen und Flaschen beworfen. Es gab sogar Brandanschläge auf Polizisten.

Dass kein Polizist dabei schwer verletzt wurde, ist angesichts der hasserfüllten Gewalt als eine Gebetserhörung von denjenigen gesehen worden, die vor Ort betend die Demo begleiteten. Obwohl über 400 Polizisten Verletzungen meldeten, musste niemand im Krankenhaus bleiben. Auch kam es zu keiner größeren Sachbeschädigung. Am Vormittag des 1. Mai hatten sich trotz kurzfristiger Ankündigung rund 400 Christen zu einem Open-Air-Gottesdienst auf dem Mariannenplatz eingefunden, um gemeinsam für den Frieden in der Stadt zu beten.

Auch wenn es in Kreuzberg zu dieser schweren Randale kam, blieb es doch an den anderen Brennpunkten der Stadt, für die gebetet worden war, ruhig. Auch der 30. April verlief weitgehend ruhig.

Die Mai-Krawalle hatten ihr erstes parlamentarisches Nachspiel im Deutschen Bundestag. Die Abgeordneten befassten sich in einer aktuellen Stunde mit den Ausschreitungen. Nach der Auswertung der Erfahrung bei der diesjährigen Demonstration wird die Polizei in der nächsten Zeit sicherlich besonders wachsam gegenüber potentiell gewaltbereiten Demonstranten sein.

Es ist weiterhin ein dringliches Anliegen, dass die fast täglichen Brandanschläge auf Autos in Berlin aufgeklärt und die Täter gefasst werden.

Gebet:

  • Dank für alle Bewahrung an Leib und Leben trotz so vieler Gewalt
  • dass es der Polizei gelingt, gewalttätige Aktionen in der Stadt zu verhindern
  • dass der Geist der Liebe Menschen erreicht, die voller Hass sind

Homosexualität und Politik

Für die Homosexuellenbewegung ist Berlin eine wichtige Stadt, von der aus sie auch ihre politischen Forderungen vorantreibt. Am 27. Juni wird es in Berlin wieder einen »Christopher-Street-Day« gegeben. Zum 60. Geburtstag der Bundesrepublik fordern die Veranstalter eine Änderung des Grundgesetzes dahingehend, dass niemand auf Grund seiner sexuellen Identität diskriminiert und benachteiligt werden darf.

Die Berliner Politik hat sich vorgenommen, in Bezug auf die Förderung der Gleichstellung von eingetragener Lebenspartnerschaft und Ehe eine Vorreiterrolle im Bund einzunehmen. Am 2. April wurde dafür im Abgeordnetenhaus von allen (!) Parteien ein Antrag der SPD-Fraktion und der Fraktion »Die Linke« angenommen mit dem Titel: Initiative »Berlin tritt ein für Selbstbestimmung und Akzeptanz sexueller Vielfalt«.

Schon im Namen des Programms wird deutlich, um was es geht: Nicht mehr Toleranz ist das Ziel, sondern Akzeptanz (Bejahung und Annahme). Berlin hat nun mit dieser Initiative ein ausgefeiltes Programm erarbeitet, wie diese Akzeptanz auch in der Bevölkerung durchgesetzt werden soll. In Kindergarten, Schule, Jugendarbeit und in allen Behörden soll durch spezielle Programme darauf hingewirkt werden, dass Homosexualität als selbstverständlicher Lebensstil akzeptiert wird. Auch an eine breit angelegte Werbekampagne ist gedacht. Für Christen wird es zunehmend schwierig, sich diesem Druck nach Akzeptanz zu widersetzen.

Gebet:

  • dass viele Homosexuelle von der Liebe und dem Licht Gottes erfasst werden
  • dass von Berlin Leben fördernde Impulse ausgehen
  • dass Menschen bereit werden, Sexualität wieder in Verantwortung vor Gott zu leben

Stiftung Jona

Am westlichen Stadtrand gibt es eine Einrichtung, die 365 Tage im Jahr sicherer Hafen für Kinder und Jugendliche ist: »Jona’s Haus«. Es ist das erste Projekt der Stiftung Jona, die von Prof. Dr. Dr. Jürgen Bier († 2007) und Prof. Dr. Angelika Bier gegründet wurde. Standort ist der Problemkiez im Bereich Heerstraße-Nord im Bezirk Spandau. Viele Kinder und Jugendliche in diesem Bereich erfahren schon frühzeitig Vernachlässigungen vielfältiger Art, reagieren mit Entwicklungsrückständen und unangepasstem Sozialverhalten.

»Jona’s Haus« durchbricht den Kreislauf sozialer Benachteiligung. Den Kindern und Jugendlichen werden soziale und christliche Werte vermittelt. Es wird für ihr leibliches, geistiges und seelisches Wohl gesorgt. Es werden ihnen sinnvolle Perspektiven für ein verantwortliches Leben aufgezeigt.

Neben Workshops gibt es täglich »Jona’s Herz« und alle zwei Wochen die »Kids Party«, wo christliche Inhalte einschließlich Beten und Singen spielerisch vermittelt werden. Junge Menschen erfahren, dass sie als Persönlichkeiten wertgeschätzt und von Gott geliebt werden. Sie erfahren Unterstützung durch stets präsente Ansprechpartner, durch Talent-Förderung und Stärkung bei Lernschwächen. Es werden auch Praktika und Ausbildungsplätze vermittelt.

Gebet:

  • Entwicklungsfortschritte bei den Kindern und dass sie Jesus kennen lernen
  • Gewinnung von neuen Mitarbeitern, insbesondere jungen Männern, die im Rahmen einer Nebentätigkeit mitarbeiten

Neuer Bischof gewählt

Die Landessynode der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) hat am 15. Mai 2009 im vierten Wahlgang Dr. Markus Dröge zum Bischof gewählt. Der Bischof vertritt die Landeskirche in der Ökumene und in der Öffentlichkeit. Er ist zugleich Vorsitzender der Kirchenleitung. Der Amtswechsel findet am 14. November 2009 statt.

Dröge ist seit 2004 Superintendent im Kirchenkreis Koblenz. Er hat auch eine Ausbildung als Systemischer Berater. Markus Dröge ist verheiratet und hat drei Kinder. Sein noch amtierender Vorgänger, Bischof Huber, wünschte ihm – und das ist auch unser Gebet

  • Freude am Amt und Mut, unserer Kirche angesichts der Herausforderungen der nächsten Jahre geistliche Orientierung zu geben

Termin:

  • 31. Mai, 18:00 -21:30, Interkultureller Gebetsgottesdienst – Afrikanische Jesus Miracle Harvest Church, Koloniestr. 29, Berlin-Wedding, mit Gebetsgängen im Soldiner Kiez