Download als PDF: Gebet für Berlin – März 2009

Good News: Babyrekord in Berlin

Das statistische Jahrbuch für 2007, jetzt erschienen, enthält eine kleine Sensation: In Berlin gab es 2007 erstmals seit Jahrzehnten mehr Geburten als Todesfälle – und zwar genau 194 mehr! Nach dem Krieg hatte es nur einmal Mitte der 60er und einmal in den 80er Jahren im ehemaligen Ostteil der Stadt einen Geburtenüberschuss gegeben.

Good News: Berlins Wirtschaft wächst

Im letzten Jahr ist das Bruttoinlandsprodukt in Berlin um 1,6 Prozent gestiegen. Damit lag der Anstieg in Berlin an zweiter Stelle im Vergleich mit anderen Bundesländern. Der Durchschnitt für Gesamtdeutschland lag bei nur 1,3 Prozent Wachstum. Die Berliner Industrie, die sich auf zukunftsträchtige Branchen wie Gesundheit, erneuerbare Energie oder Elektrotechnik konzentriert hat, konnte deutlich wachsen.

Gebet:

  • Dank für den Zuwachs an Geburten und die gute wirtschaftliche Entwicklung
  • dass die Berliner Wirtschaft sich auch in schwieriger Zeit gut behaupten kann

Junge Lehrer verlassen Berlin

Schon jetzt können an Berliner Schulen nicht alle offenen Stellen mit Fachpersonal besetzt werden. Es fehlen die entsprechenden Fachkräfte. Die Situation wird noch dadurch verschärft, dass viele junge, engagierte Lehrer Berlin verlassen, weil sie in anderen Bundesländern besser bezahlt und schneller verbeamtet werden.
Anfang Februar hatten mehr als hundert junge Pädagogen, die an Berliner Schulen arbeiten, ihre Freistellung beantragt, damit sie sich in anderen Bundesländern bewerben können. Diese Forderung zeigte Wirkung und innerhalb von zwei Wochen beschloss der Senat eine Erhöhung des Lehrergehalts, so dass neu eingestellte Junglehrer jetzt 1.200 € mehr verdienen. Damit liegt Berlin zwar an der Spitze, was den Bruttoverdienst angeht, allerdings werben andere Bundesländer mit einer schnellen Verbeamtung, so dass ein Lehrer dort letztlich doch besser gestellt ist. Es gibt einen bundesweiten Wettbewerb um junge Lehrer, der zum Teil mit aggressiven Werbekampagnen geführt wird. Um Abwerbung zu stoppen, müssten die Lehrergehälter bundesweit vereinheitlicht werden. Ob sich die Bundesländer auf solche Reglung einigen können, ist fraglich.

Gebet:

  • dass Lehrer eine klare Berufung spüren, in Berlin zu bleiben und sich hier zu engagieren
  • dass die neuen finanziellen Anreize ausreichen, um junge Lehrer in Berlin zu halten
  • für die Gesamtlage an den Schulen und um Stärkung für das vorhandene Personal

Krankenhäuser in Berlin

Berlin hat ca. 70 Krankenhäuser und 17.500 Ärzte. Seit Jahren werden auch in Berlin immer mehr Krankenhausbetten abgebaut und die Patienten bleiben immer kürzer im Krankenhaus um die Kosten zu senken. Viele Krankenhäuser werden inzwischen privat geführt. Der Arbeitsdruck auf Ärzte und Pflegepersonal nimmt dabei stetig zu. Pflegekräfte können aufgrund der Überlastung häufig keine Pause machen und sind am Rand völliger Erschöpfung.

Gebet:

  • Dank für alle, die im Gesundheitswesen arbeiten
  • Bitte um Schutz und wirksame Maßnahmen, um Erschöpfung und Burnout vorzubeugen
  • Für ein Erkennen, wie der Krankenhausbetrieb Kräfte sparend umstrukturiert werden kann

Neuer Finanzsenator

Es ist nun amtlich: Finanzsenator Thilo Sarrazin wechselt zum 1. Mai zur Bundesbank. Mit ihm verliert die Berliner Landespolitik einen ihrer profiliertesten Politiker. Sarrazin hat es in den letzten sechs Jahren mit eisernem Sparkurs geschafft, den maroden Berliner Haushalt zu sanieren und die Stadt in finanzieller Hinsicht handlungsfähiger für die Zukunft zu machen. Nachfolger soll nun Dr. Ulrich Nussbaum werden. Der 51-jährige Jurist und Unternehmer in Bremerhaven war vier Jahre lang Finanzsenator in Bremen. Er steht – angesichts des noch nicht abgetragenen Schuldenberges und der aktuellen Finanzkrise – vor großen Herausforderungen.

Gebet

  • Dank für die gute Arbeit von Thilo Sarrazin und für sein persönliches Engagement
  • Segen für ihn persönlich und beruflich
  • Weisheit, dass sein Nachfolger den guten Kurs auch angesichts finanzieller Herausforderungen fortführen kann

ProReli- Abstimmung im April

Der Regierende Bürgermeister hat sich dagegen entschieden, die Abstimmung über den Volksentscheid »ProReli« mit der Europawahl am 6. Juni zusammenzulegen. Sie wird nun am 26. April stattfinden. Durch diese Entscheidung kommen ungefähr 1,4 Millionen Euro Mehrkosten auf den Steuerzahler zu, was zu massiver Kritik von Opposition, den Kirchen und dem Bund der Steuerzahler geführt hat. Hinter dieser Entscheidung scheint die Hoffnung zu stehen, dass durch eine gesonderte Abstimmung der Erfolg des Volksentscheids, der Religion als mit Ethik gleichberechtigtes Wahlpflichtfach wieder eingeführt sehen möchte, verhindert werden könnte.

Gebet:

  • dass viele Menschen sich am Volksentscheid beteiligen
  • dass in den nächsten Wochen noch Wähler für »ProReli« gewonnen werden können
  • dass der frühe Abstimmungstermin sich letztlich als Vorteil erweist

Dran bleiben: Gute politische Köpfe

In den letzten Monaten ist der Regierende Bürgermeister mehrfach durch Alleingänge aufgefallen, die selbst seine eigene Partei überraschten. Er vergab beispielsweise einen Zehn-Jahresvertrag für die Nutzung aller Hangars des Flughafen Tempelhofs an die Modemesse »Bread and Butter«. Damit sind andere Nutzungen, für die es einen öffentlichen Ideenwettbewerb gab, stark behindert worden. Die Stadtentwicklungssenatorin wurde vor vollendete Tatsachen gestellt. Ein führender Politiker braucht zwar Gestaltungsspielräume, aber muss sich dennoch auch an die »Spielregeln« politischen Handelns halten. Berlin braucht – in allen Parteien – Menschen, die nicht in erster Linie auf den eigenen Machterhalt bedacht sind, sondern zum Wohl der Stadt Prozesse gut durchdenken und gestalten.

Gebet:

  • dass Politiker kreativ, aber auch demokratisch Prozesse gestalten
  • kluge Köpfe in allen Parteien, die gute Lösungen und Zukunftsperspektiven für die Stadt entwickeln
  • dass in den Ortsvereinen der Parteien politische Talente entdeckt und gefördert werden

NEU: Impulsheft »Gebet für Politik. Impulse, Menschen in Verantwortung zu stärken«. Nur 2 Euro: www.down-to-earth.de

Vorbereitungen für 1.Mai

Auch in diesem Jahr soll es wieder einen Gottesdienst auf dem »Myfest« in Kreuzberg geben, für den jetzt die Vorbereitung beginnt. In diesem Jahr ist auch ein Zelt für segnendes und heilendes Gebet geplant. Dafür findet eine Schulung im April statt (Info bei Termine). Für das Gebiet rund um das Kottbusser Tor suchen die Kommunalpolitiker Lösungen, um mit der großen Drogenproblematik anders umzugehen. Zunehmend leiden die Bewohner der Umgebung unter den Zuständen, die sie nicht länger hinnehmen wollen. Ein nahe gelegener »Druckraum« wird jetzt wegen Mieterklagen nun nach fünf Jahren geschlossen. Seit einem Jahr gibt es auch ein Café von Teen Challenge vor Ort, das von den Drogenabhängigen gut angenommen wurde. Gespräche über Gott und Gebet für Menschen in Not sind dort möglich.

Gebet:

  • für die Vorbereitungen und einen friedlichen 1. Mai
  • Lösungen für den Umgang mit der Drogenszene

Termine zum Vormerken:

  • Schulungstag für den 1.Mai: 25. 4., 15-18 Uhr, zu den Themen: Draußen beten; Segnungs- und Heilungsgebet; Prophetisches Gebet
  • 1. Mai, ca. 11 Uhr, Open-Air-Gottesdienst in Kreuzberg