Download als PDF: Gebet für Berlin – Februar 2009

Pro ReliGood News – genug Stimmen für ProReli

Die erste Stufe des Volksbegehrens für die freie Wahl zwischen Religionsunterricht und Ethik in den Berliner Oberschulen hat die erforderliche Zahl von Unterschriften erreicht. 181.000 sind schon offiziell bestätigt, 170.000 waren das Minimum. Nach der Auszählung werden es wohl über 280.000 werden. Ein er-staunlicher Erfolg der Kampagne und eine Gebetserhörung! Nun wird die zweite Stufe einer Volksabstimmung vorbereitet. Am günstigsten wäre wahrscheinlich die Zusammenlegung mit der Europawahl im Juni.

Gebet:

  • für den besten Weg für die Berliner Schüler und Gesellschaft, der religiöse Bildung, Wahlfreiheit und Integration fördert
  • für den günstigsten Termin der Abstimmung

Good News – Kinderclub macht weiter

Dieser offene Freizeitladen für Schüler in der Soldiner Straße im Stadtteil Wedding, einem Problemkiez, arbeitet mit großem ehrenamtlichen Einsatz seit Jahren für Kinder aus muslimischem Hintergrund. Das Anliegen der Kinderclub-Arbeit ist, den Kindern und Eltern praktische Unterstützung zu geben und ihnen so Gottes Liebe zu zeigen. Durch eine Unterstützung vom Bezirksamt sowie den Einsatz von Spendern und ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen ist nun die Weiterführung der Arbeit möglich.

Autonome zünden Autos an

Seit zwei Jahren werden immer wieder Brandanschläge auf Autos verübt. 2007 waren es 113 und im Jahr 2008 insgesamt 68 Fahrzeuge, die angezündet wurden. Lange Zeit tappte die Polizei im Dunkeln. Jetzt hat sich die autonome Gruppe »Bewegung für militanten Widerstand« zu mehreren Brandanschlägen bekannt und gab als Begründung an, die teuren Autos wären aus Protest gegen Stadtumstrukturierung angezündet worden. Weitere Anschläge wurden angekündigt.
Besonders unter den Autonomen gibt es großen Widerstand gegen Veränderungen in Stadtvierteln, in denen sie ihren eigenen Begriff von Freiheit bislang leben konnten. Das betrifft Gebiete in Kreuzberg, Friedrichshain, Neukölln, Prenzlauer Berg und Mitte. Durch Sanierung steigen Wohnqualität und Mieten. Es verändert sich die Sozialstruktur: Einkommensschwache müssen wegziehen, Bewohner mit höherem Einkommen ziehen stattdessen ein.

Gebet:

  • dass alle Betroffenen Wege finden, ihre Anliegen gewaltlos zu vertreten
  • dass es der Polizei gelingt, gewalttätige Aktionen zu unterbinden
  • dass genug bezahlbarer Wohnraum für niedrige Einkommensschichten bleibt

Schulreform und neue Probleme

Bildungssenator Zöllner plant eine Reform der Schulstruktur ab 2010, die jedem Schüler die Möglichkeit geben soll, das Abitur zu erlangen. Kernstück ist die Zusammenlegung von Haupt-, Real- und Gesamtschulen zu dem neuen Schultyp »Sekundarschule«. Daneben bleibt das Gymnasium als eigenständiger Schulzweig bestehen. Bis zum Schuljahr 2013/2014 soll die Umstrukturierung abgeschlossen werden. Das bedeutet für die Schulen, die fusionieren müssen, gewaltige zusätzliche Belastungen! Alle Sekundarschulen und Gymnasien sollen zusätzlich Ganztagsschulen werden und müssen dafür umgebaut werden.
Ein Brandbrief von Schulleitern des Bezirks Mitte über Missstände an ihren Schulen zeigte aber gerade auf, dass es mit Strukturreformen  an der Schule allein nicht getan ist. Um die vielfältigen Probleme zu lösen, braucht es auch neue Konzepte, wie die Lehrer bei ihren Aufgaben besser unterstützt werden können.

Gebet:

  • dass Wege gefunden werden, Schulen in sozialen Brennpunkten finanziell und personell besser zu stellen
  • dass die Strukturreform zeitmäßig so geplant wird, dass sich alle Beteiligten gründlich darauf vorbereiten können
  • Gottes Segen für alle, die im Bereich Schule und Bildung arbeiten

»Die Bekehrung Berlins« – BSR

In den nächsten Monaten möchten wir in loser Folge zum Gebet für große Dienstleistungsbereiche in der Stadt anleiten, in denen Menschen anderen dienen. Dazu gehören etwa Krankenhäuser oder Versorgungsunternehmen.
Wir beginnen mit der Entsorgung, die bei uns funktioniert, aber in anderen Großstädten wie z.B. Neapel manchmal große Probleme macht. Bei uns wird sie von der Berliner Stadtreinigung (BSR) durchgeführt, früher Müllabfuhr genannt. Weihnachtsbäume einsammeln, Demo- und Silvesterüberreste beseitigen, Elektroschrott recyceln, Straßen kehren, Schnee räumen, Hausmüll abfahren, Gartenabfälle kompostieren. Das sind nur einige der vielen Aufgaben der 5.500 Mitarbeiter. Ohne ihren Dienst bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit würde die Stadt schnell verdrecken.
Im letzten Geschäftsbericht heißt es: »Als modernes Dienstleistungsunternehmen im Eigentum des Landes Berlin verfügt die BSR über das Know-How, die qualifizierten Mitarbeiter sowie die unternehmerische Flexibilität, um die abfallwirtschaftlichen Ziele wie auch die Anforderungen an die Reinigung der Hauptstadt zuverlässig und nachhaltig zu gewährleisten.«
Im Stadtbild fällt die BSR seit Jahren mit einer intelligenten und humorvollen Imagekampagne auf. Mit Werbemitteln von Aufklebern bis zu Großplakaten versucht sie, die Bürger zur Mitverantwortung für Sauberkeit und Umweltschutz zu gewinnen: Sprüche wie »we kehr for you«, »Feger und Sammler« oder »die Bekehrung Berlins« bringen manche zum Schmunzeln – und vielleicht auch zum Nachdenken. Die Berliner werden aufgefordert: »Zögern Sie nicht: Lassen wir gemeinsam unsere Stadt erstrahlen – gestern, heute und morgen.« Das ist im doppelten Sinn ein gutes Anliegen!

Gebet:

  • Anerkennung für die oft unattraktive Arbeit der 5.500 Mitarbeiter, die entscheidend zur Lebensqualität und zum Image der Stadt beiträgt
  • Gute unternehmerische Entscheidungen zum Wohl der Belegschaft und der Stadt
  • Für eine größere Bereitschaft der Bürger, aktiv für ein sauberes und attraktives Berlin beizutragen

Stadtplanung: Flugfeld Tempelhof

Für die Gestaltung eines neuen Stadtquartiers auf dem ehemaligen Flughafengelände  von Tempelhof wurde kürzlich von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung ein städtebaulicher Ideenwettbewerb ausgelobt. Nun hat eine Jury aus 80 eingereichten Konzepten 12 Arbeiten in die engere Wahl genommen. Darunter ist auch ein Entwurf, der neben einem Stadtquartier die Errichtung eines Rotlichtviertels auf den ausgewiesenen Gewerbeflächen vorschlägt. Laut Senatsbaudirektorin kommt er aber keinesfalls in Frage. Insgesamt ist die Idee, in drei Gebieten am Rand des Flughafens bis zu 5000 neue Wohnungen entstehen zu lassen, um-stritten. Ob der  Standort zwischen drei großen Verkehrsachsen attraktiv genug ist, wird bezweifelt. Für die Nutzung des denkmalgeschützten Flughafengebäudes läuft ein gesonderter Ideenwettbewerb, zu dem auch Projektanträge aus dem Ausland eingegangen sind. Jetzt werden die Vorschläge ausgewertet.
Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit bezeichnete die Entwicklung des ehemaligen Flughafengeländes als »größte Herausforderung für die Stadtplanung«. Das einstige Flugfeld soll in jedem Fall als Park gestaltet werden. Ein Wettbewerb für die Gestaltung der Parklandschaft startet noch 2009.

Gebet:

  • dass die Jury den Entwurf erkennt, der gemeinsames Leben und Arbeiten optimal ermöglicht
  • dass schädliche Ideen und Vorschläge keine Mehrheit finden
  • dass Gottes gute Absichten dort konkret verwirklicht werden.

40 Tage beten und fasten für unser Land

Vom 25.2. bis Ostern findet zum sechsten Mal die Fürbitteaktion statt. Im Mittelpunkt stehen die Zehn Gebote. Im begleitenden Gebetsheft gibt es leicht überschaubare »Tagesrationen«, handlich aufbereitet für die persönliche Fürbitte oder den Gebetskreis. Jeder Tag wird mit kurzen Infos eingeführt, denen zwei Gebetsanliegen und Tipps zur Umsetzung folgen. 2009 wird es noch 15 Wahlen geben: Europawahlen, die Wahl des Bundespräsidenten, Landtags- und Kommunalwahlen und die Bundestagswahl. Im Superwahljahr 2009 will die Gebetsaktion erinnern an die Grundlagen unserer Gesellschaft.
Wer will, kann das Beten durch freiwilligen Verzicht (Fasten) unterstützen. Dazu gibt es Hinweise im Begleitheft. Ebenso eine Liste von Büchern, die der Vertiefung dienen.
Die Gebetstexte gibt es – auch in englischer Sprache – zum Herunterladen: www.40Tagebetenundfasten.de. Das Heft zum Bestellen: Campus für Christus, Gebet für unser Land, Am Unteren Rain 2, 35394 Gießen. Preis pro Heft 0,50 € inkl. Porto – Staffelpreise bei Mengenbestellungen, z. B. 50 Hefte für 20 €.

Termine

  • 05.02., 18.30 Uhr: Gebet für Berlin im Foyer an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche.
  • 07.02., 18 Uhr: Übergemeindlicher Anbetungsabend von GoWorship, Turnhalle der Ev.-Freikirchlichen Gemeinde Schöneberg, Feurigstraße 28