Download als PDF: Gebet für Berllin – Januar 2009

Nichts ist unmöglich – Jahreslosung 2009

Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich (Lukas 18, 27). Daran erinnert uns die diesjährige Jahreslosung, mit der wir als Redaktionsteam zu Jahresbeginn grüßen. Was heißt das für unser Gebet in Berlin? Es erinnert uns an die unbegrenzten Möglichkeiten Gottes, die wir mit unserem Gebet „anzapfen“. Das lenkt den Blick weg von menschlichen Unmöglichkeiten und hin zu einer größeren Perspektive. Es bedeutet aber nicht, dass unser Handeln überflüssig wird.
Wenn nur Gott tun kann, was unmöglich ist, dann mindert das nicht den Wert dessen, was wir tun können: nämlich das, was möglich ist. Unser konkretes Handeln in und mit der Welt hat seinen Wert – und darüber hinaus können wir darauf vertrauen, dass Gott mit uns und durch uns wirken will – und eben das tut, was jenseits unserer Möglichkeiten liegt. In diesem Sinne: Frohes Beten 2009!
Ihr / Euer Redaktionsteam

Good News: Winter2go

Von großer Offenheit für das Evangelium berichteten Teilnehmer an der Aktion „Winter2go“, bei der hundert als Weihnachtsmänner verkleidete Christen Menschen auf öffentlichen Plätzen und in den Nahverkehrsmitteln das Evangelium nahe brachten.

Mehr als 60 Personen sprachen ein Gebet nach, in dem sie ihr Leben Jesus anvertrauten. Viele andere wurden vom Evangelium berührt. Selbst die Tagesschau berichtete über die Aktion.

Gebet

  • Dank für das Engagement der Christen und die positiven Reaktionen
  • Dass Menschen, die mit dem Glauben in Berührung kamen, diesen Weg weitergehen

Good News: Neue BVG-Sicherheit

Bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) erhalten alle Busse Sicherheitsscheiben, die das Fahrpersonal vor Angriffen von vorn und hinten schützen sollen. Damit reagiert die BVG nach einer Reihe von Gewalttaten gegen Busfahrer. Bis Ende 2009 sollen alle Busse nachgerüstet werden.
Im Dezember startete ein Projekt des Spandauer SPD-Abgeordneten Raed Saleh „Stark ohne Gewalt on Tour“, bei dem Jugendliche ehrenamtlich Busse begleiten und besonders auf andere Jugendliche mäßigend einwirken wollen.

Gebet

  • Dank für diese Gebetserhörung
  • für die Wirksamkeit der Maßnahmen

Good News: Weniger Raubüberfälle

Gegenüber dem Jahr 2007 ging die Zahl der Raubüberfälle in Berlin um ca. 20 Prozent zurück. Polizeipräsident Glietsch sieht die Gründe für den Rückgang in dem Intensivtäter-Konzept. Jugendliche, die mehr als zehn Straftaten pro Jahr begehen, bekommen bei Polizei und Justiz einen persönlichen Bearbeiter. Daneben gibt es jetzt auch ein neues „Schwellentäter-Konzept“, durch das gezielt Jugendliche erfasst werden, die fünf bis neun Straftaten im Jahr begehen.
Noch eine gute Nachricht: In den Gefängnissen der Stadt gibt es kaum noch Platznot, nachdem die Berliner Justiz jahrelang über überfüllte Haftanstalten klagte. Gab es 2007 noch neun Prozent Überbelegung, liegt sie aktuell zwischen ein und zwei Prozent. Das reduziert Stress und Aggressivität in den Haftanstalten. Darauf ist möglicherweise die stark reduzierte Selbstmordrate unter den Häftlingen zurückzuführen.

Gebet

  • Dank für die positiven Veränderungen
  • Noch mehr gute Maßnahmen im Bereich der Justiz und Polizei, die zu weiterem Rückgang der Kriminalität führen

Ideen für soziales Unternehmertum

Berlin ist eine Stadt, von der immer wieder innovative Impulse in die ganze Welt ausgingen und dort prägend wirkten. Daher zieht diese Stadt immer wieder Menschen an, die dieses Potenzial nutzen möchten.
Anfang November fand an der Freien Universität (FU) der zweite „Vision Summit“ statt – ein Visionsgipfel für soziales Unternehmertum mit dem Friedensnobelpreisträger M. Yunus aus Bangladesch. Mit seiner Idee der Vergabe von Mikrokrediten an die Ärmsten hat Yunus vielen Menschen in seinem Heimatland zu einer Lebensperspektive verholfen.
Nun hat er im vergangenen Jahr eine Initiative zur Förderung des sozialen Unternehmertums ins Leben gerufen. Weltweit sollen Unternehmen gegründet werden, die nicht nach Gewinnmaximierung streben, sondern gesellschaftliche Probleme lösen und sozialen Nutzen erwirtschaften.
Yunus hat für diese Projekte Berlin zum Hauptort seiner Aktivitäten erwählt. Die FU soll das Zentrum der wissenschaftlichen Begleitung dieser neuen Sozialunternehmen werden. Für Yunus steht die Stadt mit dem Mauerfall für einen friedlichen Übergang von einem System in ein neues. In Berlin soll eine Art „Kreativlabor“ für soziales Unternehmertum entstehen. Auch das Modell der Mikrokredite soll in Deutschland erprobt werden. Die hohe Zahl von über 1000 Teilnehmern an dem Visionstreffen bewies das große Interesse an diesem neuen Konzept.

Gebet

  • Dank für Menschen wie Yunus, die nach Wegen suchen, sozial zu wirtschaften
  • dass im Berliner Kreativlabor noch ganz neue Wege des sozial-unternehmerischen Handelns entwickelt werden
  • dass Bahn brechende Impulse für soziales Unternehmertum von der Stadt ausgehen

Haushaltsplanungen 2010 / 2011

Im neuen Jahr beginnt in der Finanzverwaltung Berlins die Planung für die Aufstellung des Doppelhaushalts 2010/2011. Es ist in der derzeitigen Finanzkrise so schwer wie nie abzuschätzen, wie sich Wirtschaft und Finanzen weiterentwickeln werden. Finanzsenator Thilo Sarrazin wird aus den verschiedenen Bereichen der Berliner Verwaltung mit großen finanziellen Wünschen konfrontiert. Angesichts einer immer schwieriger werdenden Wirtschaftslage werden von vielen Seiten mehr Investitionen zur Ankurbelung der Wirtschaft gefordert. Dies ist eine große Herausforderung für die Haushaltsplanung.
Haushaltsplanungen sind immer auch politische Weichenstellungen für die Zukunft. Es stellt sich die Frage: Welche Investitionen machen Berlin zukunftssicherer? Welche Ausgaben stärken die nächste Generation?

Gebet

  • Weisheit und Weitsicht für den Finanzsenator und seine Mitarbeiter bei der Haushaltsplanung
  • für eine Finanzplanung des Landes Berlin, die der nächsten Generation Chancen eröffnet

Dran bleiben 1 – linke und rechte Gewalt

In Lichtenberg kam es im Dezember am Rande einer genehmigten rechtsradikalen Demonstration zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Gegendemonstranten. Auch wenn der überwiegende Teil der Gegendemonstranten friedlich war, nutzten gewaltbereite Autonome die Gelegenheit für Auseinandersetzungen. Wir beten weiter, dass linke und rechte Gewalt in unserer Stadt abnimmt und Menschen friedliche Wege der politischen Auseinandersetzung wählen.

Dran bleiben 2 – ProReli

Die Initiative ProReli, die sich für eine Wiedereinführung von Religion oder Ethik als Wahlpflichtfach einsetzt, sammelt noch bis 21. Januar Unterschriften. Bis dahin müssen 170.000 Unterschriften für das Volksbegehren zusammenkommen, damit die Grundlage für einen Volksentscheid gegeben ist. Wir beten weiter für ein Gelingen des Volksbegehrens.

Gebetswoche Evangelische Allianz

Auch in diesem Jahr laden Christen verschiedener Konfessionen in vielen Ländern und auch in Berlin anlässlich der Internationalen Allianz-Gebetswoche zum gemeinsamen Gebet ein. In der Zeit zwischen dem 11. und 18. Januar 2009 finden in der Hauptstadt über 100 Gebetsveranstaltungen statt.
Was können wir erwarten? „Dass Berlins Geschichte nach dieser Woche anders verläuft, als wenn die Christen der Stadt zu Hause geblieben wären“, schreibt der Korrespondent des Evangeliums-Rundfunk, Oliver Jeske, in seinem Vorwort zur Veranstaltungszeitschrift der Berliner Allianz. Während der Gebetswoche gibt es ein stadtweites Gebetskonzert, das am 16. Januar um 19 Uhr in der Lukas-Gemeinde (Kurfürstenstraße 133, Schöneberg) stattfindet.
Der gemeinsame Abschlussgottesdienst der Gebetswoche ist am 18. Januar um 15 Uhr in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. Die Predigt hält Pfarrer Axel Nehlsen. Eine Übersicht über alle Gebetstreffen in den Berliner Bezirken findet sich im Internet unter www.ev-allianz.de. Die Texte des Impulsheftes der Deutschen Evangelischen Allianz können auf der Webseite www.ead.de eingesehen werden. Beide Hefte liegen in allen beteiligten Gemeinden aus.

Gebet

  • dass viele Christen einander und Gott in dieser Woche neu begegnen
  • dass viele Beter ermutigt werden, 2009 mit mehr Glauben und Erwartung zu beten
  • dass Impulse für das geistliche Leben der Stadt davon ausgehen