Download als PDF: Gebet für Berlin – November 2008

Good News: Christen engagieren sich beim „Fest der Religionen“

Im Oktober beteiligte sich die freikirchliche Lukas-Gemeinde am Fest der Religionen in Berlin-Schöneberg. Das Fest sollte – vom Quartiersmanagement unterstützt – Berührungspunkte zwischen den Religionen und Kulturen im Kiez schaffen. Es wurde von verschiedenen Kirchen- und Moscheegemeinden organisiert. Die Lukas-Gemeinde stellte Projekte vor, an denen sie beteiligt ist, z. B. die Arbeit von Neustart e.V. unter Prostituierten, die Christliche Freiwilligenagentur von Gemeinsam für Berlin sowie das Betreute Wohnen für Männer in Neukölln.

Die Gemeindeglieder brachten sich ohne Angst in den „Wettbewerb der Religionen“ ein und haben durch diese Präsenz „einen Unterschied bewirkt“. Ihr Einsatz wurde belohnt und ihre Gebete erhört. Die Kinder waren begeistert über die von der Gemeinde organisierte Spielstraße. Es gab gute Gespräche an den Ständen. Das Netzwerk zwischen den christlichen Gemeinden im Kiez wurde gestärkt. Auf der Bühne konnten Musiker der Gemeinde die christliche Botschaft klar und professionell vermitteln. Das Quartiersmanagement bedankte sich für das Engagement der Gemeinde und sagte, dass die Professionalität der Lukas-Gemeinde das Fest bereichert hätte.

Gebet:

  • Dank für die positive Resonanz und weitere Stärkung der entstandenen Beziehungen
  • Verstärktes Engagement von Christen und Gemeinden mitten in ihrem Kiez

Good News: Ein Tag drogenfrei

Im Oktober haben Anwohner der Hasenheide mit einer Kunstaktion gegen den illegalen Handel mit Drogen in der Hasenheide protestiert: „Hip Hop statt Heroin“ wurde auf die Gehwege gepinselt oder „Null Käufer. Null Deal“. Sie wollten mit ihren frechen Sprüchen zum Ausdruck bringen: Hier soll ein sicherer Ort für uns und unsere Kinder sein – Drogen haben hier keinen Platz. Sie hatten damit Erfolg. Zumindest einen Tag lang ließ sich dort kein Drogendealer blicken. Für nachhaltige Veränderung braucht es sicher mehr als solche einmaligen Aktionen. Doch der kreative Kunstprotest hat gezeigt: Aktionen von Anwohnern können etwas bewirken. [Quelle: Der Tagesspiegel]

Gebet

  • Dank – und Vorbildwirkung der Aktion
  • dass die Drahtzieher des Drogenhandels gefasst und dass der Handel hier und woanders in Berlin zurückgeht

Auswirkungen der Finanzkrise

In den letzten Jahren ist die Wirtschaft Berlins deutlich gewachsen. Das Wachstum könnte 2008 erstmals seit 1994 wieder bundesweites Niveau erreichen. Im ersten Halbjahr lag die Wirtschaftsleistung in der Hauptstadt um 2,5 Prozent höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres – und damit sogar leicht über dem bundesweiten Durchschnitt von 2,4 Prozent. Noch vor einem Jahr hatte Berlin mit einem Halbjahreswachstum von 1,0 Prozent das Schlusslicht unter den 16 Bundesländern gebildet. 2008 kommt die Hauptstadt auf Platz sieben. Berlin lebt vor allem von der guten Baukonjunktur und seiner jungen, aber leistungsfähigen Industrie. Allein das Industriewachstum hat im ersten Halbjahr 7,5 Prozent betragen. Durch die Finanzkrise wird jedoch auch der Aufschwung in Berlin sicherlich nicht ungebremst weitergehen. Die Industrieaufträge waren in den letzten beiden Monaten schon rückläufig. Da jeder zweite Euro in Berlin durch den Export ins europäische Ausland verdient wird, muss mit einem weiteren Rückgang gerechnet werden.

Gebet:

  • Dank für die positive Entwicklung im letzten halben Jahr
  • dass die ansässigen Firmen weise wirtschaften können, um eventuelle Schwierigkeiten gut zu überwinden
  • Weisheit für den Wirtschaftssenator zur Förderung von heimischer Wirtschaft und Neuansiedlungen

Impulse durch Flughafenbau

Allein in der Berliner Randgemeinde Schönefeld (Brandenburg) haben sich seit der Entscheidung für den Bau des neuen Großflughafens mehr als 1700 Firmen angesiedelt. Mehr als 40.000 neue Arbeitsplätze sollen ab 2011 entstehen – und sie entstehen schon jetzt durch Planung und Vorbereitung. Neben dem Flughafen wird die Airport-City entstehen, wo nach bisheriger Planung bis zu 10.000 Menschen leben und arbeiten können. Etwa 80 % der Aufträge mit einem Gesamtvolumen von einer Milliarde Euro werden an Firmen in Berlin und Brandenburg vergeben – was der Wirtschaft positive Impulse gibt. Rund um Schönefeld sollen neue Wohnflächen für die Menschen entstehen, die beim Flughafen arbeiten werden.

Gebet:

  • gute, korruptionsfreie Planung und Durchführung des Flughafenbaus
  • gelingende Planung für Wohnen und Arbeiten rund um Schönefeld
  • Rückgang der Arbeitslosigkeit und Stärkung der Berliner Wirtschaft durch den Flughafenbau

Öffentlicher Nahverkehr

In den letzten Jahren gab es immer wieder Meldungen über tätliche Übergriffe auf Fahrer und Fahrzeuge der BVG. Die Zahl solcher Vorfälle nimmt wieder zu. Schon geringste Anlässe genügen, dass es zu einem Angriff kommt. Zum Beispiel erhielt ein Busfahrer der Linie M 85 in der Steglitzer Schlossstraße einen Faustschlag ins Gesicht. Der 25-Jährige hatte einen Fahrgast mit ungültigem Fahrschein aufgefordert, ein neues Ticket zu lösen. Daraufhin schlug der Unbekannte zu und flüchtete.

Fahrer werden etwa bedroht, bespuckt oder mit Messern angegriffen. Die BVG hat immer noch kein überzeugendes Konzept gefunden, um ihre Fahrer besser zu schützen. Busse, S- und U-Bahnen sind auch immer wieder Ziel von Zerstörung. Scheiben werden eingeschlagen und Sitzpolster aufgeschlitzt. Viel Geld muss dadurch in Ausbesserungsarbeiten gesteckt werden.

Gebet:

  • Dank für alle Mitarbeiter der BVG
  • Schutz vor Überfällen, neues Konzept zum Schutz der Fahrer
  • dass die Überfälle aufhören

Semesterstart an den Hochschulen

Mitte Oktober hat das Wintersemester begonnen. Von den etwa 134.000 Studierenden, die in Berlin an den Fachhochschulen und Universitäten studieren, kommen viele aus anderen Bundesländern. Im Moment stammt ungefähr die Hälfte der Studienanfänger nicht aus Brandenburg oder Berlin. Berlin hat auch 16.800 ausländische Studierende. Wer neu nach Berlin kommt, kann sich leicht in der Großstadt verlieren. Christliche und andere Gruppen bieten Möglichkeiten zum Kennenlernen und Gemeinschaft an.

Studenten sind für die Stadt nicht nur ein geistiger, kultureller, sondern auch einen wichtiger wirtschaftlicher Faktor. Sie bringen unter anderem auch künftige Arbeitsplätze. So schufen Firmen, die von Absolventen der TU Berlin in den letzten Jahren gegründet wurden, in der Stadt allein 6.200 Arbeitsplätze.

Gebet:

  • dass Studierende sich für Jesus öffnen
  • dass sie ihre Begabung gut entfalten können und Spaß am Lernen haben
  • dass ausländische Studenten hier Freunde finden

Dran bleiben

Es ist wichtig, weiterhin für eine innere Erneuerung der Berliner CDU zu beten. Gesunde Parteien sind – ungeachtet persönlicher politischer Präferenzen – eine Vorraussetzung für gut funktionierende politische Arbeit. Der Vorschlag des CDU-Landesvorstandes, Frank Henkel zum neuen Parteichef und Monika Grütters als „Stellvertreterin in herausgehobener Position“ zu wählen, hat in Teilen der Basis Unmut über das Verfahren ausgelöst.

Beten wir, dass die Partei aus ihren inneren Querelen herauskommt und zu einer intensiven inhaltlichen Arbeit findet.

Finanzen von Gemeinsam für Berlin

Diese Gebetsmail ist Teil der vielfältigen Arbeit des Stadtnetzwerks Gemeinsam für Berlin. Es lebt mit seinen 2 Vollzeit- und 2 Teilzeit-Angestellten, den 9 verschieden Foren, den Gottesdiensten, Publikationen u. v. a. ausschließlich von Spenden.

Akut besteht Bedarf für eine Zunahme der monatlichen Spenden um ein Drittel. Für einige Arbeitsbereiche liegen Projektbeschreibungen für die gezielte Förderung vor, die unter info@gfberlin.de angefordert werden können.

Beten Sie als Bezieher mit:

  • für die finanzielle Versorgung der „Mutterorganisation“ von „Gebet für Berlin“
  • für strategische Kontakte durch den Empfang für gesellschaftlich Verantwortliche am 26. November 2008

Termine

  • Für Kurzentschlossene: Seminar „Gebet für den Kiez“, Samstag, 1. November 2008, 10 bis 16 Uhr, FEG Friedrichshain, Oderstr.27. Anmeldung: Tel. 29000829 oder rolf.cyrus@feg.de
  • 16. November 2008: Weltweiter Gebetstag der Evang. Allianz für verfolgte Christen – Die Gemeinden sind aufgerufen, in ihren Gottesdiensten für verfolgte Geschwister einzutreten. Gutes Material unter http://www.ead.de/idop