Donload als PDF: Gebet für Berlin – Oktober 2008

Good News: Christen und Moslems begegnen einander

Im Sommer verbrachten Berliner Christen acht abwechslungsreiche Tage mit ca. 15 Jugendlichen aus meist muslimischem Hintergrund: die CONNECTION WEEK. Stadtführungen, Picknicks, sportliche, musikalische und sonstige Aktivitäten standen auf dem Programm. Gemeinsam wurde gekocht, gelacht, erzählt und zugehört. Die teilnehmenden Jungen und Mädchen kamen aus verschiedenen Nationen – dennoch war das Miteinander von Respekt und Offenheit geprägt. Viele der Jugendlichen berichteten am Ende der Woche davon, wie sehr sie von der Liebe und Achtung, die sie in dieser Zeit erlebt hatten, berührt waren. Einige der Teilnehmer haben anschließend an die Woche erstmals in ihrem Leben einen Gottesdienst besucht. Die Mitarbeiter stehen weiter mit ihnen in Kontakt und wollen Zeit mit ihnen verbringen. Die CONNECTION WEEK ist ein gelungenes Beispiel und Modell dafür, wie tief das gelebte Evangelium Menschen berührt, selbst wenn es überwiegend in Taten und weniger mit Worten verkündet wird.

Gebet:

  • Dank für die guten Begegnungen bei der Connection Week
  • Weiterer Kontakt zu und weiteres Wirken Gottes an den teilnehmenden Jugendlichen
  • Dass mehr Christen sich auf Begegnung mit Menschen einlassen, die Gottes Liebe brauchen

Eröffnung Café Neustart

Über drei Jahrzehnte lang unterhielt die christliche Suchtkrankenhilfe TEEN CHALLENGE e. V. (TC) am Drogenstrich Kurfürstenstraße eine christliche Teestube, um sich um die Menschen zu kümmern, die sich prostituierten, um ihre Drogensucht zu finanzieren. Vielen der Drogenabhängigen konnte in dieser Zeit nachhaltig geholfen werden. Einige Ex-Junkies wurden dort später selbst Mitarbeiter. 2006 musste die Teestube schließen. Zu dieser Zeit machte TC bereits Streetwork am Kottbusser Tor in Kreuzberg und eröffnete dort im Mai 2008 das „Café Sehnsucht“.
Die Arbeit in der Kurfürstenstraße übernahm der neue Verein NEUSTART, der trotz der organisatorischen Trennung freundschaftlich mit TC kooperiert. NEUSTART kümmert sich um die drogenabhängigen Frauen, die sich in der Region Kurfürsten-/Potsdamer Str. prostituieren. Am 8. November eröffnet NEUSTART in der Kurfürstenstr. 40 ein eigenes Café. Es soll ein Ort der Liebe und Annahme sein, in dem die Prostituierten sich aufwärmen und zurückziehen können und in geschütztem Rahmen Gespräche mit den Mitarbeitern führen können. In den letzten Monaten erlebten die Mitarbeiterinnen vermehrt, dass sich die Frauen ihnen immer mehr öffneten und großes Vertrauen entgegen brachten. Der Verein bemüht sich zurzeit darum, Fördermittel für die Anstellung einer Sozialarbeiterin zu bekommen.

Gebet:

  • Dank für alle Christen, die sich dort und in ähnlichen Arbeiten engagieren
  • für einen guten Start des Cafés und Verständnis der Anwohner für diese Art christlicher Hilfe
  • für die nötigen Finanzen dieser und ähnlicher christlicher Arbeiten
  • dass viele Prostituierte durch diese Arbeit Gottes Liebe erfahren

Schulprojekt Campus Rütli

Rund um die Rütli-Schule in Neukölln soll in den kommenden Jahren ein bundesweit einmaliger Bildungscampus entstehen. Die Schule war vor zwei Jahren in die Schlagzeilen geraten, nachdem die Lehrer sich in einem offenen Brief über die katastrophalen Zustände an ihrer Schule beklagt hatten. Seitdem hat sich in der Rütli-Schule vieles zum Positiven verändert. Auf dem Gelände rund um die Schule, das zurzeit noch anderweitig genutzt wird, soll in den kommenden Jahren alles zusammengefasst werden, was für die Bildung von Kindern wichtig ist: Kindergärten, Schulen, Berufsberatungszentren, Werkstätten, Klubs, ein Café, sowie Eltern- und Sozialberatungsstellen.
Insgesamt 1400 Schüler sollen dort dann lernen können und für ihren Lebensweg Unterstützung erhalten. Daneben ist eine neue Quartiershalle mit Bühne für verschiedene Veranstaltungen geplant, die auch die Anwohner nutzen können. Die Rütlistraße soll komplett für den Autoverkehr gesperrt werden.
Mit der Bildungsinitiative „Campus Rütli“ sollen benachteiligten Kindern aus Nord-Neukölln, wo die Arbeitslosenquote 35 % beträgt, neue Chancen eröffnet werden. Bis Anfang 2009 sollen die Ergebnisse eines städtebaulichen Wettbewerbs für das Gelände feststehen. Das Geld für die Neubauten kommt vom Senat, dem Bund, der EU, von Stiftungen und Unternehmen. Vor Baubeginn müssen noch rechtliche Einsprüche der Kleingärtner und anderer Nutzer des Geländes geklärt werden.

Gebet:

  • für ein Gelingen dieses einmaligen Projekts
  • dass die Chancen auch von den Anwohnern erkannt und ergriffen werden
  • Freisetzung vieler kreativer Anregungen für dieses Projekt und seine Planung

Schulleiter

Direktoren tragen Verantwortung für die pädagogische und praktische Gestaltung des Schulalltages. Sie prägen das Profil und Klima der Schule. Bei Schulen privater Träger wählen sie meist das Personal und häufig auch die Schüler aus. Ein Rektor kann, wenn er seine Gestaltungsmöglichkeiten gut nutzt, einen inspirierenden und sicheren Lebensraum für alle gestalten.

Gebet

  • Dank für alle, die in Gesetzgebung und Schulverwaltung Verantwortung tragen
  • Weisheit, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass sie Leben und Lernen fördern und Sicherheit und Orientierung bieten

(Gebetsanregung aus: »Für Schulen beten – Impulse für veränderndes Gebet« erhältlich bei www. down-to-earth.de)

CDU in Berlin

In dieser Gebetsmail enthalten wir uns jeder parteipolitischen Stellungnahme. Der erbärmliche Zustand einer der großen Parteien in der Hauptstadt treibt uns jedoch ins Gebet. Wie bundesweit gemeldet, wurde der Fraktionsvorsitzende der CDU im Berliner Landesparlament, Friedbert Pflüger, vor kurzem abgewählt. Er war auch Spitzenkandidat bei der letzten Abgeordnetenhaus-Wahl. Er hatte versucht, im Blick auf die nächste Wahl in einem Jahr, auch Parteivorsitzender zu werden. Dies wurde ihm zum Verhängnis. Dies wäre ein normaler demokratischer Vorgang, wenn nicht in alldem die Krise der Berliner CDU zum Vorschein käme. Sie wird seit Längerem von internem Machtgerangel zwischen den „Bezirksfürsten“ gelähmt. Auch der Parteivorsitzende, Ingo Schmitt, will Anfang 2009 zurücktreten. Überzeugende und mehrheitsfähige Kandidaten für die beiden Ämter sind noch nicht in Sicht. Wie mehr oder weniger kritisch man auch zur rot-roten Koalition in Berlin steht – es braucht eine funktionierende Oppositionskraft neben den Grünen und der FDP im Landesparlament. Die CDU hat zu sehr mit sich selbst zu tun. Programmatische und personelle Alternativen sind dringend erforderlich. Eine innere Erneuerung und Stabilisierung der CDU würde dem demokratischen Gefüge in Berlin gut tun.

Gebet:

  • Besinnung der Verantwortlichen auf ihre landespolitische Verantwortung und ihre christlichen Wurzeln
  • Personelle und programmatische Erneuerung der Partei
  • Überzeugende Alternativen zur herrschenden Profilarmut

Dran bleiben: Terrorgefahr

Ende September wurden auf dem Flughafen Köln-Bonn zwei Männer festgenommen, die angeblich zur Ausbildung in ein Terrorcamp ausreisen wollten und Anschläge planten. Andere, wie die so genannten „Sauerlandtäter“, stehen bald vor Gericht. Sicherheitsbehörden und Innenpolitiker warnen immer wieder davor, dass auch in Deutschland die Gefahr von Anschlägen nicht geringer wird. Wir wollen Gott sehr dankbar sein, dass unser Land bisher von islamistischen Anschlägen verschont blieb. Umso mehr sollten wir darum beten, dass Gott seine schützende Hand weiter über uns hält und dass die Behörden geplante Terrorakte rechtzeitig aufdecken und verhindern. Als besonders gefährdet gelten neben Regierungsgebäuden und jüdischen Einrichtungen so genannte „weiche“ Ziele wie öffentliche Verkehrsmittel und Großveranstaltungen.

Gebet:

  • Gottes gnädiger Schutz und seine Engel über Land und Hauptstadt
  • Erfolge für die Fahndungsbehörden und Wachsamkeit der Bevölkerung
  • Besinnung der Radikalen, die zu Selbstmordanschlägen bereit sind, und Veränderung durch Gottes Liebe

Termine

  • Interkultureller Gebetstag für unser Land, 3. Oktober, 15:30 bis 21:30 Uhr, Lukas-Gemeinde, Kurfürstenstr. 133, Schöneberg. „Interkulturell Gott loben und beten – gemeinsam für unsere Nation“ mit Christen mehrerer afrikanischer Gemeinden, Tamilen und koptischen Christen aus Ägypten mit ihren musikalischen Traditionen; Wechsel von Fürbittezeiten und Musik zum Lob Gottes.
  • Seminar von Gemeinsam für Berlin: „Gebet für den Kiez“, Samstag 01. 11., 10 bis 16 Uhr, FEG Friedrichshain, Oderstr.27. Weitere Informationen hier: Seminar (PDF). Anmeldung: Tel. 29000829 oder rolf.cyrus@feg.de