Download als PDF: Gebet für Berlin – April 2008

Good News – Kampagne »Sei Berlin«

Kürzlich ging der Berliner Senat mit der Kampagne »Sei/Be Berlin« an die Öffentlichkeit. Sie bietet Berlinern die Möglichkeit, zum Ausdruck zu bringen, was ihnen ihre Stadt bedeutet, sich miteinander zu vernetzen und die vielen Geschichten und Gesichter der Stadt neu zu entdecken. Wir sehen darin eine weitere Möglichkeit, das Profil und die Potentiale der Stadt zu erkennen und zu schärfen. Auch GfB will sich beteiligen. Zu finden im Internet: www.sei-berlin.de

Good News – Kriminalität geht zurück

Die Zahl der bei der Polizei erfassten Straftaten ist im vergangenen Jahr erneut gesunken. Dies ist der niedrigste Stand seit der Wende. Zudem ist die Aufklärungsquote weiter gestiegen.
Auffällig sind die Anstiege bei aufgedeckter Kindesmisshandlung und Verletzung der Fürsorgepflicht. Polizeipräsident Glietsch erklärt das so: »Es werden nicht mehr Kinder misshandelt, sondern es wird nicht mehr weggesehen.«
Bei der Jugendgruppengewalt sank die Zahl der Körperverletzungen sogar um 18 %. Im Jahr 2006 war die Jugendgewalt noch deutlich um 8,4 Prozent gestiegen. 44 % der ermittelten Täter hatten Migrationshintergrund. Da aber 40 % der unter 18-Jährigen Berliner einen Migrationshintergrund haben, relativiert sich dieser Wert. Quelle: Der Tagesspiegel 8.3.2008

Gebet:

  • Dank für den Rückgang von Kriminalität und Gewalt
  • Weitere Wachsamkeit der Bürger
  • Erfolgreiche Maßnahmen zur Eindämmung von Kriminalität

Aktionen zum 1. Maimyfest.gif

Seit zwei Jahren verläuft der 1. Mai in Kreuzberg weitgehend friedlich – eine sichtbare Gebetserhörung! Schon länger beten Christen an diesem Tag auch vor Ort auf der Straße um den Frieden Gottes. Auch 2008 wird es wieder ein von Kreuzberger Bürgern veranstaltetes »Myfest« geben. GEMEINSAM FÜR BERLIN beteiligt sich zum fünften Mal mit einem Open-Air-Gebetsgottesdienst zum Thema »1. Mai – Tag der Hoffnung?« Er findet dieses Jahr auf dem Heinrichplatz im Zentrum des Kiezes statt.
Im April laufen für alle Aktivitäten wichtige Planungen und Vorbereitungen. Die Polizei betreibt im Vorfeld Prävention und Aufklärungsarbeit in den Schulen, um die Jugendlichen von Gewalt abzuhalten. (Bilder vom MyFest-Blog)

Gebet:

  • für einen friedlichen 30.April/1.Mai, dass er zu einem Tag der Hoffnung wird
  • Segen für alle Vorbereitungen: Gottesdienst, »Myfest«, Präventivmaßnahmen der Polizei
  • dass Gott potentiellen Gewalttätern begegnet und sie von Gewalt abhält

Erwählt das Leben!

Die Zahl der gemeldeten (!) Abtreibung in Deutschland geht seit 2004 kontinuierlich zurück. Im vergangenen Jahr sank sie erneut um 2,4 Prozent (= 2800 Kinder mehr, die leben durften).
Berlin verzeichnet jedoch mit 323 Abtreibungen auf 1000 geborene Kinder immer noch die höchste Abtreibungsrate in Deutschland! Aber hier ist seit 2001 ein drastischer Rückgang zu erkennen. Die Zahl der Abtreibungen sinkt in Berlin weitaus stärker als anderswo in der Bundesrepublik. Im Jahr 2001 gab es pro 1000 geborene Kinder noch 403 Kinder, denen das Lebensrecht verweigert wurde. Das bedeutet: Beinahe jedes zweite Kind wurde abgetrieben! Jetzt ist es „nur“ noch jedes dritte. Gott fordert uns immer wieder auf, das Leben zu erwählen. [Quelle: Statist. Bundesamt]

Gebet:

  • Bitte um Gottes Erbarmen für Menschen, die andere zur Abtreibung gedrängt oder sich selber dafür entschieden haben
  • Dank, dass sich immer mehr Berliner/innen gegen Abtreibung und für das Leben entscheiden
  • Lasst uns den Geist Gottes, der ein Geist des Lebens ist, in die Stadt einladen!

Urteil zu Gebetsräumen in Schulen

Das Berliner Verwaltungsgericht gab im März dem Antrag eines 14-jährigen muslimischen Weddinger Gymnasiasten statt. Er hatte darauf geklagt, dass er in einer Pause oder Freistunde am Vormittag in Schulräumen ein Gebet verrichten dürfe. Das Gericht entschied vorläufig, die Schule müsse ihm dies ermöglichen. Zur Religionsfreiheit gehöre auch die praktische Religionsausübung, war die Begründung. Die Richter erklärten, Schulen müssten »zumutbare Bedingungen« für »ungestörtes Beten« schaffen. Viele Schulleiter reagierten entsetzt auf diesen Beschluss, weil sie ihn als kontraproduktiv für das friedliche Zusammenleben an der Schule betrachten. Um das Urteil umzusetzen, müssten dann in allen Schulen eigene Gebetsräume geschaffen werden. Nicht nur diesem islamischen Schüler wurde zuvor das Gebet verboten, sondern in Einzelfällen wurden auch christlichen Schülergebetskreisen Räume versagt. Der Bildungssenator will für eine Regelung bezüglich des konkreten Vorgehens das endgültige Urteil abwarten. Da es eine Reihe von Schülergebetskreisen gibt, die sich in der Pause zum Gebet treffen, ist nicht klar, was für Auswirkungen ein Urteil auch auf sie hätte.

Gebet:

  • für eine weise Entscheidung der Richter und des Schulsenators
  • Erhalt der Möglichkeit für Christen, an Schulen zu beten

Gesundheitsstadt Berlin

Berlin entwickelt sich immer mehr zu einem Standort für die Gesundheitsbranche. Bald wird das große Pharma-Unternehmen Pfizer seine Firmenzentrale mit rund 500 Arbeitsplätzen von Karlsruhe an den Potsdamer Platz verlegen. Auch der Verband der Angestellten-Krankenkasse zieht nach Berlin. Schon jetzt arbeiten rund 180.000 Menschen, also fast jeder achte Berliner, im Gesundheitssektor. Berlins Uni-Kliniken sind führend in Forschung und Entwicklung. Auch immer mehr Christen fragen sich, wie man Menschen mit Heilung durch Gebet im Namen Jesu dienen kann. Gute Erfahrungen mit dem Gebet für Kranke machten engagierte Christen, die auf einer Esoterik-Messe im Februar »christozentrische Heilung« anboten. Viele Menschen, für die gebetet wurde, kamen erstmals mit der christlichen Botschaft in Berührung. Eine große Anzahl davon erfuhr auch direkt vor Ort körperliche Heilung.

Gebet:

  • Berlin soll zu einem Ort werden, von dem Heilung und Gesundheit im medizinischen und geistlichen Bereich ausgeht
  • dass vermehrt Heilung durch Gebet im Namen Jesu überall in der Stadt geschieht

Volksbegehren Religionsunterricht

Mit 34.472 gültigen Unterschriften ist es nun seit Anfang Januar amtlich: die erste Hürde des Volksbegehrens zur Gleichstellung von Religion und Ethik an Berliner Schulen ist erfolgreich überwunden! Sie war notwendig geworden, weil der rot-rote Senat das Pflichtfach Ethik an Stelle des konfessionellen Religionsunterrichts gesetzt hatte. Das nahm den Schülern die Wahlmöglichkeit zwischen Religionsunterricht und Ethik als Pflichtfach. Der Religionsunterricht wurde so an den Rand gedrängt. Nun startet die zweite Phase des Volksbegehrens. Berlinweit müssen 170.000 Unterschriften gesammelt werden. Diese zweite entscheidende Unterschriften-Sammlung wird etwa von September 2008 bis Januar 2009 stattfinden. Die Mehrheit der Bevölkerung will – unabhängig von der jeweiligen Parteipräferenz – weiterhin den Religionsunterricht in der bisherigen und in allen anderen Bundesländern geltenden Form. Dies belegen auch neueste repräsentative Umfragen (Forsa Berlin-Barometer Januar 2008).

Gebet:

  • Gute Planung und Erfolg der Kampagne
  • Breite Unterstützung der Kampagne durch Bürger und Medien

Dran bleiben – geplantes Bordell

Wie erwartet, hat Ismael Karaca, der potentielle Betreiber eines neuen Bordells in der Kurfürstenstraße, Klage beim Verwaltungsgericht eingereicht. Der Bezirk hatte seinen Antrag auf Einrichtung eines Bordells nicht stattgegeben – nicht zuletzt, weil die Belästigung der Anwohner und ein weiteres Ausufern des Straßenstrichs in der Region befürchtet werden. Bürger und Bezirkspolitiker wehren sich weiter dagegen.
Gebet:

  • dass Gott Herrn Karaca begegnet und ihm andere Möglichkeiten des Gelderwerbs aufzeigt
  • Kein Erfolg der Klage beim Verwaltungs-gericht

Termine

  • 1.5.,Himmelfahrt, 11:30 Uhr, Open-Air-Gottesdienst für einen friedlichen Maifeiertag: »1. Mai – Tag der Hoffnung?«, Heinrichplatz in Kreuzberg
  • 11.5., Pfingstsonntag, 10:00 Uhr, Interkultureller Gottesdienst mit Beteiligung von GfB, Heilig-Kreuz-Kirche, Blücherplatz, Kreuzberg. Anschließend bis 13:00 Uhr Gospel und religiöse Musik

Weitere Termine immer auf unserer Übersicht.