Download als PDF: Gebet für Berlin Februar 2008

Mehr Geburten!Good News

Im letzten Jahr stieg die Anzahl der Geburten bundesweit um ca. 1%, in Berlin legte sie jedoch weit deutlicher zu. Bis September 2007 wurden hier 4,6% mehr Geburten registriert, genau 866 mehr Kinder als im Vorjahr. Lediglich in Zehlendorf-Steglitz ging die Anzahl der Geburten leicht zurück (-0,2%). Der geburtenfreudigste Bezirk ist nicht Pankow, sondern Charlottenburg-Wilmersdorf (Zunahme 8,8%). Dennoch war in der Presse vor allem von dem Geburtenzuwachs in Pankow (+7,6%) zu lesen, zu dem auch der »fruchtbare« Stadtteil Prenzlauer Berg gehört. Dort gibt es inzwischen sogar Schwierigkeiten, die älteren Kinder einzuschulen.
Auch die Freie Evangelische Schule in diesem Bezirk verzeichnet weit mehr Bewerbungen als freie Plätze. Obwohl die Zahl der Abtreibungen leicht zurückging, gibt es in Berlin immer noch prozentual die meisten Schwangerschaftsabbrüche bundesweit.

Die Arbeit der Streetworker

So genannte Streetworker sind in Berlin seit den 80er Jahren im Einsatz. Die Vereine »Gangway« und »Outreach« sind neben anderen zuständig für die Sozialarbeit auf den Straßen. Auch christliche Dienste wie die »Berliner Stadtmission«, »Teen Challenge« oder »Straßenkinder e.V.« sind seit vielen Jahren in der sogenannten aufsuchenden Arbeit unterwegs. Die Ziele der Sozialarbeiter sind überall gleich: Jugendliche beraten und unterstützen, Lösungen für ihre Konflikte finden, die nicht in Gewalt und Straffälligkeit enden. Für viele Jugendliche sind die Streetworker oftmals die ersten, manchmal die einzigen Erwachsenen, die einen Zugang zu ihnen suchen und sie als Menschen ernst nehmen. Diese Ansprechpartner sind besonders wichtig für Kinder und Jugendliche, die ihre Freizeit meist auf Straßen und Plätzen, in Parks oder Einkaufszentren verbringen. Die Eltern sind oft nicht in der Lage oder überfordert, ihren Kindern zu helfen. Das liegt unter anderem an Arbeitslosigkeit, Selbstaufgabe, häuslicher Gewalt oder Desinteresse. Bei Migranten- und Aussiedlerfamilien kommt dann noch erschwerend die Sprachbarriere hinzu. In Neukölln kommen rund 70 Prozent der Streetworker selbst aus Migrantenfamilien. Sie verstehen die Sprache der Jugendlichen und werden von ihnen respektiert. Alarmierend ist die Tatsache, dass die hilfsbedürftigen Kinder, die auf der Straße angetroffen werden, immer jünger werden. Schon kleine Kinder schwänzen die Schule und suchen sich auf der Straße eine Ersatzfamilie.
Am Kottbusser Tor in Kreuzberg ist der christliche Verein »Teen Challenge« im Einsatz. Er hat neue Räume gemietet, die stark renovierungsbedürftig sind. Dort soll ein Café entstehen, in dem neben sozialdiakonischer Hilfe auch christliche Orientierung angeboten wird. Immer wieder gelingt es den Mitarbeitern, Jugendlichen beim Ausstieg aus der Sucht zu helfen und sie in christliche Therapieeinrichtungen zu vermitteln. »Straßenkinder e.V.« sucht am Alexanderplatz und am Bahnhof Friedrichstraße Kinder und Jugendliche auf und hat einen Treffpunkt in Friedrichshain.

Gebet:

  • dass den Streetworkern der Aufbau von Vertrauen bei den Jugendlichen gelingt
  • um Gottes Erbarmen und Eingreifen in der Not
  • dass vielen durch die Arbeit christlicher Organisationen der Ausstieg aus einem Leben mit Drogen, Alkohol und auf der Straße gelingt

Berlinale mit Gebetsfrühstück

Die Berlinale ist das wohl bekannteste Berliner Filmfestival, das Besucher aus dem In- und Ausland anzieht. Während der Berlinale 2008 wird in der Zeit vom 8. – 15. Februar täglich in der Green Bear Lounge im Filmhaus am Potsdamer Platz von 9.30 -11.00 Uhr das »Berlinale Prayer Breakfast« unter dem Titel »Faith in Film« stattfinden.

Gebet:

  • dass es gelingt, mit Filmschaffenden, Künstlern und Gästen ins Gespräch über den Glauben zu kommen
  • Förderung christlicher Werte im Filmbusiness

Christliche Cafés und Treffpunkte

Cafés gelten in Deutschland als Orte des Austausches und der Gemütlichkeit. In Berlin entsteht derzeit auch eine von Christen gestaltete Café-Szene, die stetig wächst und unterschiedliche Gesellschaftsgruppen anspricht. Dort können Menschen mit Mitarbeitern über den Glauben sprechen, wenn sie möchten. Einige Beispiele: In Pankow gibt es das Kiezcafé »Impuls« des Marburger Kreises, in Mitte das CVJM-Restaurant »mittendrin« und das Stadtteilcafé »Miteinander« der Berliner Stadtmission. Unweit des Kurfürstendammes die missionarisch-diakonische »City-Station«. In den multikulturell geprägten Bezirken Neukölln und Kreuzberg »Luthers Café« als Kirchencafé sowie das »Breakout« als Anlaufpunkt für arabische und türkische Kinder und Jugendliche. Erst letztes Jahr starteten ein Bibliothekscafé und das »Johannes 3,16« in Schöneberg. Ein ähnliches Projekt wie das schon erwähnte Café von Teen Challenge ist vom Verein Neustart am Drogenstrich in der Kurfürstenstraße geplant. Ende Januar eröffnete das »Café Contact« in Zusammenhang mit einem Kinder- und Familienzentrum in Moabit.

Gebet:

  • Dank für die Christen, die sich dort engagieren und Gebet um weitere Mitarbeiter
  • dass in den Cafés Menschen Gottes Liebe konkret erfahren
  • dass immer mehr Christen und Gemeinden auf ähnliche Weise den Menschen da »entgegen kommen«, wo sie leben

Gottes Herz für unsere Städte

Unter diesem Motto richtet Gemeinsam für Berlin in Verbindung mit anderen Stadtnetzwerken vom 21. bis 23. Februar die Konferenz »Transforum 2008« aus. Sie soll Gemeinden und Einzelne inspirieren und praktische Anleitung geben, ihre Umgebung mit dem Evangelium zu erreichen und zu verändern. Das vielfältige Programm enthält unter anderem: Einen Pastorentag, einen Tag für Christen in Wirtschaft und Gesellschaft, eine große Auswahl an praxisorientierten Seminaren, anregende Vorträge und Projektberichte.
Angemeldet sind Referenten und Teilnehmer aus Berlin, anderen Städten Deutschlands, Europas und den USA. Die Konferenz braucht Gebetsunterstützung für die umfangreiche Vorbereitung. Wir wünschen uns, dass die Teilnehmer von Gott vorbereitet und für die Umsetzung der Impulse befähigt werden. Gemeinsam für Berlin will dadurch auch seinem Auftrag als Impulsgeber für die Transformation von Großstadtkulturen nachkommen. Mehr Informationen: www.transforum-berlin.de

Gebet:

  • Gelingen bei Vorbereitung und Durchführung der Konferenz
  • Bewahrung für Mitarbeiter und Teilnehmer
  • Impulse für Berlin und andere Städte, dass Menschen und Milieus, Kulturen und Kieze vom Evangelium verändert werden

Erhöhte Terrorgefahr

Die Gefahr von Anschlägen islamistischer Terroristen auf jüdische Einrichtungen in Berlin hat sich offenbar erhöht. Zu befürchten seien Aktionen militanter Islamisten, die Rache üben wollten, heißt es in Sicherheitskreisen. Als Anlässe werden der Prozess gegen den Kofferbomber Youssef al Hajdib genannt und die Festnahme weiterer Islamisten im Sauerland. Die konkrete Bedrohungslage ist allerdings nicht klar einzuschätzen.

Gebet:

  • Aufdeckung aller Terror-Pläne im Vorfeld
  • erhöhte Wachsamkeit bei Polizei und Bürgern
  • besonderer Schutz Gottes auf jüdischen Einrichtungen

Michael auf der Straße und im Knast

Menschen begegnen selten »einfach so« Jesus. Meist wird die Hinwendung zu ihm durch den Kontakt zu Christen eingeleitet. Michael ist ein Mann, der es wagt, in Kontakt mit Menschen zu treten, die sich außerhalb seines beruflichen und privaten Horizontes befinden. Er ist »ganz normaler« Christ, arbeitet bei einer Software-Firma und ist in seiner Gemeinde aktiv.
Schon vor mehr als zehn Jahren empfand er in einer Gebetszeit, dass Gott ihn gebrauchen will, um Armen und Bedürftigen zu dienen. So weit, so gut. Nur – es geschah nichts. Bis ihm klar wurde, dass Gott es ihm selbst überlassen wollte, wie er sich engagieren will. Er nahm Kontakt zum Forum Sraffälligenhilfe von GfB auf und arbeitet jetzt in der Betreuung von derzeitigen und ehemaligen Insassen mit. Darüber hinaus motivierte er das Musikteam seiner Gemeinde, einmal pro Monat die Gottesdienste im Gefängnis musikalisch zu gestalten. Er freundete sich mit einem Obdachlosen an, der an einem S-Bahnhof seinen Lebensunterhalt mit Betteln verdient und der dieses Jahr vom Alkohol loskommen möchte. Michael unterstützt ihn dabei. Als Freund.

Gebet:

  • Segen für Michael und engagierte Christen wie ihn, sowie für die Menschen, denen sie begegnen
  • Ideen, wie Christen auf für sie passende Weise Menschen in ihrem Umfeld begegnen können
  • Berufungen und Entstehen von weiteren Gruppen und Teams, die sich für andere engagieren.

Termine

  • Stadt-Gebets-Gottesdienst zum Thema »Gebet für den Strafvollzug« am 9.2.2008, 19.00 Uhr, Apostel-Petrus-Gemeinde, Märkisches Viertel, Wilhelmsruher Damm 161., Bus M21, X33
  • Beten in der Fastenzeit für Gerechtigkeit und gegen Armut: vom 6.2.-19.3. Mittwochs um 7.00 Uhr, Christus-Treff Berlin, Isingstr.5-6, 13435 Berlin-Treptow, Micha-Gruppe Berlin, www.micha-initiative.de // www.christus-treff-berlin.de
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