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up.jpgGood News: Wirtschaftsentwicklung

Gott erhört offensichtlich unsere Gebete für eine positive wirtschaftliche Entwicklung in Berlin. Die Potentiale der Stadt werden immer deutlicher erkennbar. Bis zum Fall der Mauer hatte Berlin viele stark subventionierte Industrieunternehmen. Nach dem Wegfall der Subventionen brach auch die Industrie dramatisch ein. Lange sah man keine Möglichkeit mehr für einen Aufschwung der Berliner Industrie.
Parallel zum Rückgang der „alten“ Berliner Industrie haben sich neue Wirtschaftszweige herausgebildet, die auch vom Senat besonders gefördert werden. Es wurden fünf Kompetenzfelder identifiziert: Biotechnologie, Medizintechnik, optische Technologien, Informations- und Kommunika-tionstechnologie und Verkehrssystemtechnik. Diese Entwicklungen führten dazu, dass die Aufträge für die Berliner Wirtschaft im ersten Halbjahr 2007 um 12 Prozent gestiegen sind. Zurzeit schreibt Berlin eine Image- und Marketingkampagne aus, um die wirtschaftliche und touristische Entwicklung der Stadt weiter zu fördern.

Gebet

  • Dank für die zunehmende positive Entwicklung
  • für einen weiteren Aufschwung der Industrie
  • Gute Ergebnisse beim Image-Wettbewerb

Soziale Schere geht auseinander

Der aktuelle Berliner Sozialatlas beschreibt eine bedenkliche soziale Entwicklung. Mit der Schlagzeile „Hauptstadt der zwei Geschwindigkeiten“ schreibt der TAGESSPIEGEL am 22.11.1007:

„Die Schere zwischen den wohlhabenden Stadtteilen mit positiver Dynamik und den stagnierenden Quartieren mit großen sozialen Problemen öffnet sich in Berlin immer weiter. Allerdings verlagern sich die Brennpunkte: Während einige Gebiete des traditionell „schwierigen“ Bezirks Kreuzberg von dem leichten Aufschwung am Arbeitsmarkt etwas profitieren, verschärft sich die Lage trotz guter Konjunktur in Wedding, Neukölln und Tiergarten.
Aussagekräftig ist die Fluktuation aus diesem Grund: Wo niemand wohnen will, zieht man weg, sobald man kann, und es bleibt, wer sich keine bessere Lage leisten kann. Oft sind in diesen Quartieren auch besonders viele Menschen nichtdeutscher Herkunft. Denn sie verdienen durchschnittlich etwa 20 Prozent weniger als Deutsche. Deshalb liegt für sie auch die Schwelle zu einem Wohnort in den bevorzugten Gebieten höher.
Aus diesen und weiteren Merkmalen haben die Wissenschaftler ein „Ranking“ der Berliner Quartiere gemacht. Ganz hinten sind gleich mehrere Weddinger Stadtteile zu finden… Eine sehr gute Entwicklung nehmen dagegen durchweg nur Quartiere aus den bevorzugten Wohngebieten Berlins…“

Der Bericht hebt auch wachsende soziale Probleme im Bezirk Marzahn-Hellersdorf hervor.

Gebet:

  • effekive politische Maßnahmen zur Förderung von Problemkiezen
  • Gelingen und Ausweitung der Arbeit des „Quartiersmanagement“
  • Gemeinden und christliche Initiativen, die im Gebet und mit Hilfsprojekten ihren Stadtteil „adoptieren“

Bau neuer religiöser Zentren

Berlin wird zunehmend zu einem spirituellen Anziehungspunkt für nichtchristliche Religionen. Migranten bringen ihre Religionen mit in die Stadt. Zu den schon stark vorhandenen Einflüssen des Islams kommen inzwischen auch vermehrt fernöstliche Religionen hinzu, die hier versuchen – oft auch mit Hilfe von Unterstützung aus dem Ausland – durch spektakuläre Bauten eine starke, sichtbare Präsenz aufzubauen.
Dahinter steht nicht nur das Bedürfnis der Gläubigen, einen Ort der Anbetung zu haben, sondern es verbinden sich auch strategische Ziele damit. Man will von Berlin aus nach Deutschland bzw. Europa hineinwirken und weitere Anhänger gewinnen, weil das, was in Berlin geschieht, häufig weit reichende Auswirkungen hat. Dieses strategische Potential möchten sich andere Religionen auch zu Nutze machen. In unseren Gebeten erbitten wir jedoch, dass alle Gaben, die Gott dieser Stadt gegeben hat, in seinem Sinne genutzt werden, damit sich das Reich Gottes in unserer Stadt und durch sie ausbreiten kann. Wir stellen nun zum Gebet drei der jüngsten Vorstöße fernöstlicher Religionen in Berlin vor.

Gebet

  • dass die Wahrheit über Jesus Christus sich von dieser Stadt aus in viele Länder ausbreitet
  • dass es anderen Religionen nicht gelingt, ihren Einfluss durch ihre Präsenz in Berlin weltweit zu verstärken

1. Hindutempel in der Hasenheide

Mit einer religiösen Zeremonie und dem symbolischen ersten Spatenstich hat Anfang November in Neukölln der Bau des zweitgrößten Hindu-Tempels Europas begonnen. Der Hindu-Tempel entsteht in den kommenden drei Jahren und soll 300 Gläubigen Platz bieten. Der Bezirksbürgermeister von Neukölln, Heinz Buschkowsky (SPD), musste dazu mit einem roten Punkt und nur auf Strümpfen (symbolische Anerkennung des Hinduismus) in der Hasenheide vor mehr als 100 Besuchern böse Geister vertreiben und 33 Millionen Götter besänftigen.
Der Tempel wird nicht nur ein Gebetsort sein, sondern soll auch als interkulturelle Begegnungsstätte und Lehrzentrum dienen. In einem Anbau entsteht ein Kulturzentrum für Yoga, Meditation, Tanz und Musik und ein Forum für Gesundheit und Wirtschaft.

Gebet:

  • dass in Politik und Öffentlichkeit stärker zwischen der positiven Offenheit für andere Kulturen und der religiösen Vereinnahmung unterschieden
  • das gerade auch in Neukölln der Heilige Geist vermehrt Menschen in die Gemeinschaft mit Christus führt

2. Buddhistisches Zentrum

Neben den Hindus haben auch die Berliner Buddhisten ein Großprojekt in Angriff genommen. Anfang Oktober wurde in Charlottenburg ein großes buddhistisches Zentrum eröffnet, das Wohnmöglichkeiten ebenso anbietet wie die Möglichkeit, sich in Meditation und Lehre einweisen zu lassen. Ein Café dient als Begegnungsstätte mit dem Ziel, aktiv die Lehren Buddhas zu verbreiten.

Gebet:

  • dass Menschen, die auf der Suche nach Gott sind, von Gott in die Begegnung mit Christen gezogen werden
  • dass suchende Menschen sich nicht verführen lassen

3. Yoga auf dem Teufelsberg

Wo heute im Bezirk Charlottenburg der Teufelsberg liegt hatten schon die Nazis eine Universität zur Ausbildung ihrer Führungskräfte geplant. Der Bau konnte wegen des Krieges nicht vollendet werden. Über den Ruinen wurde ein Hügel aus Kriegsschutt errichtet. Während des Kalten Krieges stand auf dem Berg eine amerikanische Radarstation als Vorposten des Westens. Nun soll dort unter Regie des Filmemachers David Lynch (Grusel-Filmen wie „Blue Velvet“ und „Twin Peaks“) die Errichtung einer „Universität des unbesiegbaren Deutschland“ gebaut werden. Sie soll die Lehren der Transzendentalen Meditation (TM) verbreiten, einer esoterischen Heilslehre. Es gibt Verhandlungen, obwohl das Gelände als Waldgebiet nicht bebaut werden darf. Politiker haben bereits deutlich gemacht, dass sie es auch nicht zur Bebauung freigeben wollen.

Gebet:

  • Scheitern der Kaufvertragsverhandlungen
  • Nutzung des Teufelsberges zum Wohl der Stadt

Das Wunder vom Prenzlauer Berg

„Das Wunder vom Prenzlauer Berg“ – so nennt das Berliner Stadtmagazin Tip einen überraschenden Trend im Szene-Bezirk. Journalisten, Soziologen und Pfarrer sind gleichermaßen erstaunt über einen kirchlichen Aufschwung, den der Tip auf seiner Titelseite mit „Heimweh nach Gott“ überschreibt. 200 bis 400 Gottesdienstbesucher und mehr sind keine Seltenheit, die Zahl der Kircheneintritte hat stark zugenommen, ebenso die Zahl der Taufen. Offensichtlich wird Gott wieder eine Adresse, von der man sich Antworten und Hilfe erwartet. (Eine ausführliche Zusammenfassung erscheint demnächst auf unserem Blog blog.gfberlin.de.)

Den Menschen das Evangelium bringen

Auch die Ausbreitung anderer Religionen ist für Christen eine Herausforderung, den Glauben an Jesus vermehrt in attraktiver und glaubwürdiger Weise an andere Menschen weiterzugeben. Offensichtlich sind viele wie schon lange nicht mehr auf der Suche nach spirituellen Antworten. Sie sind offen für eine Begegnung mit dem lebendigen Gott und warten darauf, mehr von ihm zu erfahren. Gerade in der Weihnachtszeit bieten sich viele Möglichkeiten, auch mit Angehörigen anderer Religionen und Nichtglaubenden über Christus ins Gespräch zu kommen.
Wie im Vorjahr gibt es wieder eine CD mit der „Weihnachtsgeschichte auf Berlinerisch… und anderen Weltsprachen“, die gegen eine Schutzgebühr von einem Euro im Büro von Gemeinsam für Berlin (Tel. 030-23003403) zu haben ist.

Gebet:

  • dass mehr einzelne Christen und Gruppen sich ihrer Umgebung zuwenden
  • dass suchende Menschen gerade in der Advents- und Weihnachtszeit mit Christen in Kontakt kommen, die ihnen die gute Nachricht weitergeben

Dran bleiben

Die Proteste gegen eine Ausweitung der Bordellbetriebe an der Potsdamer Straße gehen weiter. Eine Lösung ist noch nicht gefunden. Auch für den Justizvollzug wollen wir weiterhin beten. Nachhaltige Veränderungen brauchen Zeit und begleitendes Gebet.