Herunterladen als PDF: [Gebet für Berlin – Mai 2015]

Good News: Wahrheit bricht durch

Am 28. März fand in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche unter Mitwirkung von Gemeinsam für Berlin ein ökumenischer Bußgottesdienst statt, der die Mitschuld Deutschlands am Völkermord an den Armeniern zum Inhalt hatte.

Die Schuld wurde benannt und der armenische Erzbischof sprach die Vergebung zu.

Das Thema der Mitschuld war vorher in Deutschland lange verschwiegen worden und die Politiker wollten den Begriff „Völkermord“ nicht gebrauchen.

In den Folgewochen des Gottesdienstes änderte sich die Situation von Tag zu Tag. Die Zeitungen berichteten ausführlich und die Bundesregierung kam durch die klare Haltung des Bundespräsidenten unter Druck. Am 23. April benannte Gauck im Berliner Dom deutlich die Mitverantwortung Deutschlands an diesem Völkermord und auch die Abgeordneten des Bundestags weigerten sich schließlich, weiter zu verdrängen.

70 Jahre nach Kriegsende

Brennendes BerlinAls am 8. Mai 1945 die bedingungslose Kapitulation unterzeichnet wurde, waren mehr als 60 Millionen Menschen tot. Vom 16. April bis zum 2. Mai 1945 wurde erbittert die letzte Schlacht um Berlin ausgetragen.

Die Kämpfe forderten Schätzungen zufolge über 170.000 Gefallene und 500.000 verwundete Soldaten sowie den Tod mehrerer zehntausend Zivilisten.

Berlin war eine völlig zerstörte Stadt. Insgesamt war nur ein Viertel aller Wohnungen unbeschädigt geblieben. Die Alliierten wollten sie aufgeben und an einer anderen Stelle wieder aufbauen lassen. Das verhinderten jedoch die Einwohner Berlins mit ihrem Einsatz – vor allem die Frauen, die als so genannte „Trümmerfrauen“ entscheidend dazu beitrugen, dass aus den Trümmersteinen dieser Stadt wieder etwas Neues aufgebaut werden konnte.

Wer heute unsere mit Leben erfüllte Stadt besucht, kann sich nicht vorstellen, wie groß das Ausmaß der Zerstörung damals gewesen ist.

Wir haben daher 70 Jahre nach Kriegsende viel Grund, Gott für die Gnade zu danken, die er diesem Land gezeigt hat. In der Zeit vom 8. bis 10. Mai wollen Christen auf verschiedene Art und Weise der Ereignisse der Vergangenheit gedenken und dankbar nach vorne blicken.

Es beginnt am Freitag, dem 8. Mai, mit einem Dank- und Erinnerungsgottesdienst. Am 9. Mai schließt sich eine Veranstaltung in dem sogenannten „T-Gebäude“ der Gedenkstätte Sachsenhausen an – von diesem Gebäude wurden alle Konzentrationslager Europas verwaltet. Am Sonntag, den 10. Mai, findet dann ein „Marsch des Lebens“ statt, bei dem es darum geht, sich zu erinnern, sich zu versöhnen und ein Zeichen gegen Antisemitismus zu setzen.

Unter dem Motto: „70 Jahre – Dankbar nach vorne gehen“ wird der Marsch in einer öffentlichen Veranstaltung vor dem Brandenburger Tor enden.

Ab Montag, dem 11. Mai, soll dann die Konferenz: „Ein neuer Tag für Deutschland – Die Herrlichkeit Gottes erfahren“ mit David Herzog neue Segenserfahrungen ermöglichen.

Gebet:

  • Dank für alle Gnade und Hilfe, die Berlin in den 70 Jahren erfahren hat
  • Schutz und Segen für alle geplanten Veranstaltungen zum Gedenken
  • Dass Gottes Geist diese Stadt weiter mit Leben erfüllt

Integrationsarbeit der Josua Gemeinde in Spandau

Im Bezirk Spandau hat die Josua-Gemeinde begonnen, den Nöten von Flüchtlingen praktisch zu begegnen. Für viele Flüchtlinge, die auf ihr Asylverfahren warten, gibt es in der Motardstraße in Spandau eine große Erstaufnahmeeinrichtung. Da sich immer mehr Christen mit Migrationshintergrund in der Josua Gemeinde in Spandau trafen, wurde die Idee zu einem Integrationskurs „Zuhause in Deutschland“ geboren.

An sechs Abenden wurde nach gemeinsamen Abendessen in Kleingruppen über Vorträge zu Kultur, Vorschriften und Politik in Deutschland von Migranten und Deutschen gesprochen.

Im Anschluss an den Kurs wurde das „Café der Kulturen“ eröffnet. Von Mittwoch bis Samstag ist es nun in den Räumen der Josua Gemeinde von 16 bis 19 Uhr für Menschen aller Nationalitäten geöffnet. Bei Kaffee, Kuchen und Snacks trifft man sich zum Austausch und zum Kennenlernen.

Ehrenamtliche Mitarbeiter der Gemeinde bieten nicht nur Deutschunterricht an, sondern helfen auch bei Hausaufgaben, Behördengängen, Übersetzungen und der oft schwierigen Wohnungssuche. Die Gäste kommen aus Ländern wie Ägypten, Marokko, Kenia, Togo, Syrien, Iran und Irak.

Die Gespräche werden überwiegend in Deutsch geführt, um den Gästen die Möglichkeit zu geben, sich besser in Deutschland zu integrieren und sich in unserem Land zu orientieren.

„Das Ziel ist, verschiedene Kulturen zusammen zu bringen, damit sich Flüchtlinge in unserem Land angenommen fühlen, damit sie sich bei uns ganz einfach zu Hause fühlen können“, sagt Pastor Jörg Gerasch.

Samstags wurde ein Gottesdienst für arabische Christen in den Cafébetrieb integriert. Es ist der bisher einzige Gottesdienst für protestantische arabische Christen in Berlin. (Weitere Informationen: office@josuagemeinde.de)

Gebet:

  • Dank für diese Initiative, die die durch kulturelle Grenzen nicht einschränkbare Kraft des Evangeliums praktisch erfahrbar macht
  • Dass die guten Erfahrungen andere Gemeinden ermutigen, sich für Christen aus fremden Kulturen weiter zu öffnen
  • Segen für diese und andere kreative Initiativen, die Flüchtlingen in unserer Stadt helfen und sie willkommen heißen

Gefährlicher Alexanderplatz

Leider zählt der Alexanderplatz zu den gefährlichsten Orten der Stadt. Im April kam es dort erneut zu einem Gewaltverbrechen, durch das ein 20 Jahre alter Mann aus Pakistan bei einem Streit im Bahnhof schwer verletzt wurde.

In der Nähe des Alexanderplatzes wurde am Ostersonntag in der Franziskaner-Klosterruine die entstellte Leiche eines Israelis gefunden; auch er war Opfer eines Gewaltverbrechens geworden.

Die auffällige Häufung von Gewaltdelikten – immer wieder auch mit Todesfolge – auf dem und rund um den Alexanderplatz machen betroffen. Die Polizei steht schon seit einigen Monaten mit einem Streifenwagen als mobile Wache vor dem Bahnhof. Dennoch scheinen die Beamten mit den Herausforderungen des Ortes überfordert zu sein. Bemühungen, zusätzliches Personal einzusetzen, sind bis jetzt gescheitert.

Gebet:

  • Dass Gottes Friede sich über den Alexanderplatz lagert
  • Dass dieser Platz zu einem Ort des Lebens wird
  • Segen und Gelingen für die Arbeit der Polizei vor Ort

Termine

  • 8. 5., 19 Uhr, Dank- und Erinnerungsgottesdienst, Abschluss 100 Tage Gebet; Lukasgemeinde, Kurfürstenstr.133
  • 9. 5., 11 Uhr Gedenkveranstaltung im „T-Gebäude“ der Gedenkstätte Sachsenhausen; Heinrich-Grüber-Platz 3, 16515 Oranienburg
  • 9. 5. 19 Uhr, Gottesdienst: „70 Jahre Kriegsende – Dankbar nach vorne gehen“; C-Campus Berlin, Waidmannsluster Damm 7c-e
  • 10. 5. Marsch des Lebens 15:00 Uhr Start des Marsches am Anhalter Bahnhof (Stresemannstr./Anhalter Str. in Berlin-Mitte); 16:00 Uhr Kundgebung vor dem Brandenburger Tor „70 Jahre Kriegsende“
  • 11.-13.5. Konferenz „Ein neuer Tag für Deutschland – Die Herrlichkeit Gottes erfahren“ (Anmeldung bei: http://dbb-j.de)

Quelle Foto: Wikipedia; „Bundesarchiv Bild 183-J30142, Berlin, Brände nach Luftangriff“ von Bundesarchiv, Bild 183-J30142 / CC-BY-SA. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 de über Wikimedia Commons

Download PDF: [Prayer for Berlin – May 2015]

Good News: Truth breaks through

On March 28 in the Kaiser-Wilhelm-Memorial-Church, Together for Berlin participated in an ecumenical penitential liturgy concerning Germany’s complicity in the genocide of Armenians. The guilt was named, and the Armenian Archbishop responded with forgiveness.

In the past, the issue of German complicity had not been addressed, and politicians did not use the term “genocide”.

In the weeks following the service, the situation changed from day to day. Newspapers reported in detail and the federal government experienced pressure through the clear position of the President. In the Berliner Dom on April 23, Gauck clearly spoke about Germany’s co-responsibility in the genocide, and the members of the Bundestag ultimately decided to no longer suppress the issue.

70 years after the end of the war

Brennendes BerlinBy the time the unconditional surrender was signed on May 8, 1945, more than 60 million people were dead. From April 16 to May 2, 1945, the final battle for Berlin was bitterly fought. The fighting took more than 170,000 lives, wounded 500,000 soldiers, and also caused the deaths of tens of thousands of civilians.

Berlin was completely destroyed. Only one fourth of all housing was undamaged. The Allies wanted to give up and let Berlin be rebuilt at another location. However, the inhabitants of Berlin prevented that from happening—especially the so-called “rubble women”, who so resolutely made it possible that something new could be constructed from the rubble.

Those who visit our bustling city today cannot imagine how large the destruction once was.

Therefore, today, 70 years after the end of the war, we have lots of reasons to thank God for the grace he has shown this country. From May 8-10, Christians will be commemorating past events and gratefully looking forward to the future.

Special events begin on Friday, May 8 with a thanksgiving and remembrance worship service. On May 9, an event will take place in the so-called “T-building” Sachsenhausen Memorial. All concentration camps of Europe were administered from this building. On Sunday, May 10, a march of life will take place to remember, to reconcile, and to take a stand against anti-Semitism.

The march will end with a public event called “70 years – gratefully going forward” in front of the Brandenburg Gate. A conference offering new blessing experiences with David Herzog called “A new day for Germany — Experiencing the glory of God” will begin on May 11.

Prayer:

  • Thank God for all the grace and help that Berlin has experienced in the last 70 years
  • Pray for protection and blessing on all the commemorative events
  • Pray that God’s Spirit will continue to fill our city with life

Integration ministry of Josua church in Spandau

In the district of Spandau, this church has begun to meet the needs of refugees in practical ways.

There is a large reception center in the Motardstrasse for many refugees waiting for their asylum procedure. As more and more Christians with a migration background began to meet in the Josua church in Spandau, the idea was born to offer an integration course called “Home in Germany”.

On six evenings, after eating dinner together, Germans and immigrants first listened to input about culture, regulations and politics in Germany and then discussed these topics in small groups.

Following the course, the “Café of the Cultures” opened. From Wednesdays to Saturdays, the Café in the Josua Church is still open for people of all nationalities from 4 to 7pm. People meet to exchange ideas and get to know each other over a coffee, cake and snacks.

Volunteers provide the community not only with German language lessons, but also help with homework, administrative procedures, translations, and in the search for living accommodations, which is often difficult.

The guests come from countries such as Egypt, Morocco, Kenya, Togo, Syria, Iran and Iraq.

Conversation usually takes place in German in order to give guests the opportunity to become better integrated in Germany and to orient themselves to our country.

“The goal is to bring different cultures together so that refugees feel welcome in our country and thus feel at home,” says Pastor Jörg Gerasch.

On Saturdays there is a service for Arab Christians integrated into the café. So far, it is the only worship service for Protestant Arabic Christians in Berlin (further information: office@josuagemeinde.de).

Prayer:

  • Thank God for this initiative which is allowing the culturally unlimited power of the gospel to be experienced in practical ways
  • Pray that the good experiences encourage other churches to open themselves to Christians from other cultures
  • Pray that God will bless these and other creative initiatives that help refugees and make them feel welcome

Dangerous Alexanderplatz

Unfortunately, the Alexanderplatz is one of the most dangerous places in the city.

Once again in April, there was a violent crime committed on the Alexanderplatz, in which a 20 year old man from Pakistan was seriously injured in a fight at the train station.

On Easter Sunday, the disfigured corpse of an Israeli was found in the ruins of the Franciscan monastery not far from the Alexanderplatz. He had also been the victim of a violent crime.

The noticeable accumulation of violent crime that often ends in death on and around the Alexandeplatz is cause for great concern. For several months, the police have had a police car stationed outside the train station as a kind of mobile police station. However, the officials seem to be overwhelmed with the challenges of the area. Efforts to deploy additional staff have failed so far.

Prayer:

  • Pray that God’s peace would settle on the Alexanderplatz
  • Pray that this place will become a place of life
  • Pray for blessing and success for the work of the police on site

Dates

  • May 8, 7pm Thanksgiving and Remembrance Worship Service, Conclusion of 100 Days of Prayer, Lukasgemeinde, Kurfürstenstr.133
  • May 9, 11:00 Commemoration Event in the “T-Building“ of the Memorial Site Sachsenhausen; Place: Heinrich-Grüber-Platz 3, 16515 Oranienburg
  • May 9, 7pm, Worship Service: „70 Years after the End of the War – Gratefully going forward“; Place: C-Campus Berlin, Waidmannsluster Damm 7c-e
  • May 10 March of Life: 3pm March begins at Anhalter Bahnhof (Stresemannstr./Anhalter Str. in Berlin-Mitte); 4pm Demonstration in front of the Brandenburger Tor “70 Years after the end of the war“
  • May 11-13 Conference “Experiencing God’s glory“ (Registration at: http://dbb-j.de/)

Source of photograph: Wikipedia; „Bundesarchiv Bild 183-J30142, Berlin, Brände nach Luftangriff“ von Bundesarchiv, Bild 183-J30142 / CC-BY-SA. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 de über Wikimedia Commons

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Good News: Uni-Partnerschaft Berlin – Jerusalem

Im Jubiläumsjahr „50 Jahre diplomatische Beziehungen Deutschland – Israel“ erweitern die Hebräische Universität Jerusalem und die FU Berlin ihre Partnerschaft. Ein neues Abkommen ermöglicht die gemeinsame Promotion in allen Fachbereichen. Es ist das erste dieser Art zwischen einer israelischen und einer deutschen Uni. Die Absolventen werden in Berlin und Jerusalem ausgebildet und erhalten einen Doktortitel von zwei Universitäten. Außerdem sammeln sie internationale Forschungserfahrung und knüpfen Verbindungen in beiden Staaten. So soll nicht nur Wissenschaft, sondern auch Versöhnung und Verständnis gefördert werden.

Good News: Deutsche Schuld und armenische Vergebung

Der ökumenische Bußgottesdienst für die Mitschuld Deutschlands am Völkermord an den Armeniern vor 100 Jahren war ein bewegendes Ereignis, das (so eine Armenierin) „Geschichte schrieb“. In der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche versammelten sich rund 300 Personen. Pfarrer Philip von Preußen predigte, stellte sich als Nachfahre von Kaiser Wilhelm II. der Schuld seiner Vorfahren und bat die anwesenden Armenier um Vergebung. Das geschah ebenso in einem Bußgebet, das alle anwesenden Deutschen mitbeten konnten. Der armenische Erzbischof für Deutschland nahm das Bekenntnis an und sprach die Vergebung zu. Das Bekenntnis der (nachgewiesenen, massiven) Mitschuld Deutschlands geschah in dieser Weise wohl erstmalig. Beten wir dankbar um nachhaltige Folgen auch in der deutschen Politik!

100 Tage Michael Müller

http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Michael_M%C3%BCller_(2014).jpg

Foto: WikiCommons

Entgegen allen Erwartungen ist der neue Regierende Bürgermeister Michael Müller rasch zum beliebtesten Politiker in Berlin aufgestiegen. Seine Beliebtheitswerte übersteigen bereits in den ersten 100 Tagen seiner Amtszeit die seines Vorgängers während dessen besten Zeiten. Wahrscheinlich honorieren die Berliner damit eine Art des Regierens, die nicht auf Showeffekte setzt. „Gut regieren“ ist Müllers Motto. Es ist schon eine erstaunliche Leistung, wenn es in den ersten 100 Tagen der Regierung keine Anfängerfehler und keine Fehlgriffe beim Personal gibt. Der neue Regierende Bürgermeister produzierte also keine negativen Schlagzeilen. Für Müller ist es wichtig, dass die Regierung die Bürgernähe sucht. Auf seine Initiative tagt der Senat nun regelmäßig in den Bezirken, im Anschluss ist er für die Bürger da. Auch im Roten Rathaus kann man ihn besuchen. Er hält dort eine Bürgersprechstunde. Für Müller ist es wichtig, sich um konkrete Probleme zu kümmern – mit großen Visionen für die Zukunft ist er bis jetzt nicht aufgefallen. Zugleich zeigt er Führungsstärke. Er setzte sich beim Umbau des BER-Managements gegen den Bund durch.

Gebet:

  • Dank für diesen positiven Start in die Regierungszeit
  • Klarheit, wie die vielfältigen Probleme in dieser Stadt gezielt angegangen werden können
  • Mut, wegweisende, wenn auch unpopuläre Entscheidungen zu treffen

Islamische Religionslehrer und Islamisten

Der Senat möchte nicht mehr, dass in den Moscheen Imame und islamische Religionslehrer tätig sind, die aus dem Ausland hierher geschickt werden, die oft kein Deutsch sprechen und nur wenig Verständnis für die Lebenswirklichkeit der in Deutschland und Berlin lebenden Muslime haben. Daher soll ein Berliner Institut für Islamische Theologie eingerichtet werden. Dort sollen dann in Zukunft Religionslehrer für die Berliner Schulen, sowie auch Imame für die Moscheen und Sozialarbeiter ausgebildet werden. Angesichts zunehmender Radikalisierung besonders auch junger Menschen beschäftigt sich der Senat ernsthaft mit Gegenmaßnahmen. Die Ausbildung von islamischen Religionsgelehrten auf Deutsch hat für den Senat den Vorteil, dass diese Personen die deutsche Gesellschaft kennen und darin verwurzelt sind. Laut Bildungsverwaltung soll zu diesem Projekt nun eine Arbeitsgruppe eingerichtet werden, die von einem Beirat beraten wird.

Seit 2011 hat sich die Zahl der Salafisten in Berlin, die dem Verfassungsschutz bekannt sind, auf 620 verdreifacht. 330 gelten als gewaltorientiert. Zurzeit wird vom Senat auch das Verbot des Trägervereins der Al-Nur-Moschee diskutiert. Diese Moschee gilt als Treffpunkt von Salafisten und wird vom Verfassungsschutz beobachtet. Dort wurde schon gegen Juden gehetzt und zuletzt gab es eine äußerst frauenfeindliche Predigt, die sich gegen deutsche Gesetze zur Achtung der Rechte von Frauen richtete.

Gebet:

  • Weisheit und Gelingen für Umsetzung der geplanten Lehrerausbildung
  • Noch mehr Erkenntnis, wie der Radikalisierung Jugendlicher entgegengetreten werden kann
  • Für ein mächtiges, rettendes Wirken des Heiligen Geistes unter den Muslimen

Alte Mitte – Neue Liebe

Die Mitte Berlins ist immer noch nicht zu Ende gestaltet. Es geht um die historische Mitte rund um den Alexanderplatz zwischen Fernsehturm und Spree. Jetzt werden die Bürger mit einbezogen und können mit diskutieren, auch online unter www.altemitte-neueliebe.de. Dort kann man schon jetzt seine Meinung über diesen Ort mitteilen – die meisten Einträge beurteilen die Mitte als nicht einladend zum Verweilen. Am 18. April ist im Berliner Congress Center der öffentliche Auftakt zum Bürgerdialog des Senats. Es geht unter anderem um folgende Fragen: Soll der Neptunbrunnen zurück ans Schloss versetzt werden? Wie geht man mit dem Denkmal von Marx und Engels um? Was wird mit der großen Freifläche gemacht – bleibt sie erhalten, oder darf sie bebaut werden? Wenn ja, wie? Bis Ende 2015 können die Bürger diskutieren und dann eine Art Manifest für das Areal formulieren. Anschließend wird sich das Abgeordnetenhaus mit den Bürgerwünschen beschäftigen und dementsprechend einen Beschluss fassen. 2016 sollen dann Architekten in einem Wettbewerb die Vorgaben umsetzen und städtebauliche Ideen entwerfen. Schon jetzt wird das Gelände rund um die Marienkirche umgebaut und das große Lutherdenkmal soll an seinen historischen Platz nahe der Kirche zurückkehren.

Gebet:

  • Freisetzung von göttlichen Ideen für die Gestaltung der alten Mitte
  • Dass sich Gottes Liebe für diese Stadt auch in der konkreten architektonischen Gestaltung ausdrücken kann
  • Gelingen des Bürgerdialogs – ohne provokative Störungen

Beratung für Dschihad-Rückkehrer

In Berlin startet Anfang April eine Beratungsstelle für desillusionierte Rückkehrer aus dem Dschihad. Vom Senat finanzierte Betreuer sollen ihnen helfen, in ein friedliches Leben zurückzufinden. Der Verein VPN hat bereits Erfahrungen in anderen Bundesländern gesammelt. 90 gewaltbereite Islamisten aus Berlin sind bisher in den „Heiligen Krieg“ gezogen, hat der Berliner Verfassungsschutz gezählt. Ein Drittel von ihnen ist wieder in die Hauptstadt zurückgekehrt. Berlin gilt als Hochburg der Dschihadisten-Szene. Der Leiter des Berliner Verfassungsschutzes warnt vor vielen Heimkehrern. Sie seien radikalisiert, sie seien abgestumpft, sie könnten eine Gefahr darstellen. Die Erfolgsaussichten der Beratung für Rückkehrer werden als relativ hoch eingeschätzt.

Gebet:

  • Für eine hohe Erfolgsquote der Aussteiger-Beratung
  • Dass über die Grausamkeit des „Islamischen Staats“ (IS) Enttäuschte wahres Leben in Jesus Christus finden

1. Mai

Der 1. Mai naht. In den letzten Jahren war er auch Dank des Gebets immer gewaltärmer geworden. Fürbitter werden wieder auf den Straßen unterwegs sein (bei Interesse bitte wenden an info@gfberlin.de). Die Tage werden durch andauerndes Lob Gottes unterlegt (siehe Termine). Es ist derzeit noch nicht absehbar, welche Demonstrationen es geben wird und wie das Gewaltpotential einzuschätzen ist. Erstmals werden in diesem Jahr christliche Musikgruppen auf einer der Bühnen im „Myfest“-Gelände mitwirken. Ein Gospelchor und Bands verschiedener ethnischer Herkunft werden am Heinrichplatz spielen.

Gebet:

  • Dank für die interkulturelle Musikbühne und gelingende Vorbereitung
  • Ein gewaltfreier Mai-Feiertag in Berlin
  • Weisheit für die Polizei, dass ihre Maßnahmen deeskalierend wirken

Termine

  • 8. 4., 18 Uhr, Politisches Stadtgebet vor dem Roten Rathaus
  • 30. 4. bis 2.5., BURN, kontinuierlicher Lobpreis mit Fürbittezeiten für den 1. Mai, Gebetskeller Kreuzberg, Adalbertstr. 97 (am Kotti)
  • 1. Mai, 13 bis 17 Uhr, Interkulturelle Musikbühne mit christlichen Bands als Teil des „Myfest 2015“, Heinrichplatz, Kreuzberg
  • Vorschau: 8. bis 10. Mai, 70. Jahrestag der Befreiung: Abschluss von 100 Tage Gebet (8.5.), Gedenkfeier im KZ Sachsenhausen (9.5.), Marsch des Lebens vom Anhalter Bahnhof zum Brandenburger Tor (10.5., 15 Uhr). Näheres in der nächsten Gebetsmail!

Download PDF: [Prayer for Berlin – April 2015]

Good News: University-Partnership Berlin – Jerusalem

In the anniversary year 50 years of diplomatic relations Germany- Israel, the Hebrew University of Jerusalem and the Freie University of Berlin are expanding their partnership. A new agreement allows students to pursue doctorates simultaneously at both universities in all departments.

This agreement is the first of its kind between an Israeli and a German university. Graduates will be trained in both Berlin and Jerusalem, and will receive a doctorate from both universities. They will also gain international research experience and establish relationships in the two countries. Thus, not only academics, but also reconciliation and understanding will be encouraged.

Good News: German guilt and Armenian forgiveness

The ecumenical repentance liturgy for German complicity in the genocide of Armenians 100 years ago was a moving event that (according to an Armenian) “made history”.

About 300 people gathered in the Kaiser Wilhelm Memorial Church. Pastor Philip from Prussia, a descendant of Emperor Wilhelm II, preached and asked the Armenians who were present for forgiveness. In addition, a prayer of repentance was prayed, which all Germans present could pray. The Armenian Archbishop of Germany took the confession and granted forgiveness. This confession of the (proven, massive) complicity of Germany probably happened for the first time in this way.

Let us pray for lasting consequences also in German politics.

http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Michael_M%C3%BCller_(2014).jpg

Source: WikiCommons

100 Days Michael Müller

Contrary to expectations, the new mayor Michael Müller has quickly risen to be the most popular politician in Berlin. In the first 100 days of his term of office, his popularity-rating exceeded that of his predecessor during his best times. Probably the Berliners are honouring the way he governs, which is not aimed at making a big show. “Govern well” is Mueller’s motto.

It’s astounding that there have been no beginner’s errors and no mistakes in personnel choices in the first 100 days of the government. Thus the new mayor has produced no negative headlines. For Müller, it is important that the government seek out residents.

On his initiative, the Senate is now meeting regularly in the districts, after which he makes himself available to the residents. People can also visit him in the Rote Rathaus, where he also holds consultations with residents. It’s important to Müller to address specific problems – he’s not spoken about great vision for the future yet. At the same time he is showing strong leadership. He was successful in pushing through a change in the management of the BER against the federal government.

Prayer:

  • Thank God for Müller‘s positive start in office
  • Pray for clarity on how to address the many problems of the city
  • Pray for courage to make good decisions even if they are unpopular

May 1

The 1st of May is approaching. Because of prayer, May 1 has become increasingly less violent in recent years. Intercessors will be back on the streets (if interested please contact info@gfberlin.de). The days will be filled with continuous praise (see schedule).

It is not yet clear which demonstrations will take place, nor how to estimate the potential for violence.

For the first time, Christian music groups will participate this year on one of the stages at the “Myfest”. A gospel choir and bands of various ethnic backgrounds will be playing at the Heinrichplatz.

Prayer:

  • Thank God for the intercultural music stage and pray for successful preparation
  • Pray for a non-violent May 1 holiday in Berlin
  • Pray for wisdom for the police, and that their actions will lead to de-escalation

Old Mitte – New Love

The design of Berlin’s Mitte is still not finished. It is about the historical centre around Alexanderplatz between the television tower and the Spree river. Now, residents are being involved and can discuss ideas, also online. There, people are already expressing their opinions–most of the entries describe the area as not conducive to lingering.

On April 18, the public beginning of official dialogue with the Senate will take place at the Berlin Congress Centre. Among others, the following questions will be discussed: Should the Neptune Fountain be moved back to the castle? How do you deal with the monuments of Marx and Engels? How should the large open area be used? Should it be retained or should it be opened for construction? If so, how?

Residents can discuss until the end of 2015 and then formulate a kind of manifesto for the area. The Parliament will then take a look at the residents’ wishes and decide accordingly. In a competition in 2016, architects will make a design which integrates the ideas and plans. The area surrounding the Marienkirche is already being re-done, and the large Luther monument will be returned to its historic place near the church.

Prayer:

  • Pray for God-given ideas for the design of Mitte
  • Pray that God’s love for the city can be expressed through the architectural design
  • Pray for successful civil dialogue – without provocative interference

Islamic religion teachers and Islamists

The Senate no longer wants imams and Islamic religion teachers who are sent from abroad to teach here in the mosques, because they often do not speak German and have little understanding of the reality of life of people living in Germany and of Muslims living in Berlin. Therefore, a Berlin Institute of Islamic theology is to be established. Future Islamic religion teachers for Berlin’s schools as well as imams for the mosques will be trained there.

Due to the increasing radicalization, especially of young people, the Senate is seriously working on countermeasures. The Senate thinks that the training of Islamic religious scholars in German has the advantage that these people know the German society and are rooted in it. According to educational administration, a committee and an advisory board are to be set up for this project.

Since 2011, the number of Salafists in Berlin known to the Protection of the Constitution tripled to 620. 330 are considered to be violence-prone. Currently, the Senate is also considering a ban of the association of the Al-Nur-Mosque. The mosque is a meeting-place of Salafists and is being observed by inland security. There have been hate-campaigns against Jews, and recently there was also a sermon with very strong anti-women sentiments directed against the German law concerning respecting the rights of women.

Prayer:

  • Pray for wisdom and success for the implementation of the teacher training
  • Pray for more insight as to how to counter the radicalization of young people
  • Pray for a powerful, saving work of the Holy Spirit among Muslims

Counselling for jihad returnees

In addition, in early April a Counselling Centre for disillusioned returnees from jihad will begin in Berlin. Caregivers funded by the Senate will help them rediscover a peaceful life. The club VPN has already gained experience in other states. So far, Berlin’s inland security personnel have counted 90 violent Islamists from Berlin who have gone to the “holy war”. One third of them have returned to the capital city.

Berlin is considered a stronghold of the jihadist’s scene. The head of the Berlin Constitutional protection is warning about many returnees—they are radicalized, they are jaded, they could pose a danger. The rate of “successful” counselling for returnees is estimated to be quite high.

Prayer:

  • Pray for a high success rate for counselling of jihad returnees
  • Pray that those who are disappointed because of the brutality of the „Islamic State“ (IS) will find true life in Jesus Christ

Dates

  • April 8, 6pm, Prayer for city politicians in front of the Rotes Rathaus
  • April 30-May 2, BURN, continual praise with intercessory prayer times for May 1st, Gebetskeller Kreuzberg, Adalbertstr. 97 (Kottbusser Tor)
  • May 1, 1-7pm, Intercultural Music Stage with Christian bands as part of the „Myfest 2015“, Heinrichplatz, Kreuzberg
  • Preview: May 8-10, 70th anniversary of the deliverance of Berlin: Completion of 100 days of prayer (May 8), Commemoration in concentration camp Sachsenhausen (May 9), March of Life (March 10, 3pm)
    More details in the next prayer mail!

Herunterladen als PDF: [Gebet für Berlin – März 2015]

Good News: Haushalts-Überschuss

Das Land Berlin hat 2014 einen Haushaltsüberschuss erzielt. Der wird auch für 2015 erwartet. Dadurch wurde ein Sonder-Investitions-Programm des Senats möglich. Das ist nach Jahrzehnten von steigenden Schulden eine große Gebetserhörung. Obwohl die Wirtschaftskraft von Berlin weiter wächst, steigt auch die Zahl der Armen in der Stadt. Die soziale Schere geht weiter auseinander.

Gebet:

  • Dank für die Erfolge der Sparpolitik des Senats der letzten Jahre
  • Dank für Berlins wachsende Wirtschaftskraft
  • Für eine gute Verteilung der Mittel – besonders für Schulen, Straßen und zusätzlichen Wohnungsbau
  • Wirksame Maßnahmen zur Verringerung der Armut

Berufsgruppen im Einzelhandel

Jeder von uns begegnet ihnen fast täglich, meistens im Supermarkt an der Kasse. Wie oft steht man ungeduldig in der langen Schlange und ist froh, wenn man Brot und Milch bezahlt und den Laden verlassen hat, um sich anderen Aktivitäten zu widmen. Die Verkäufer dagegen bedienen jeden Tag hunderte von Kunden. Neben der Verkaufstätigkeit gehören u.a. die Instandhaltung des Ladens, Ein- und Ausladen der Regale und natürlich Kompetenz und Freundlichkeit im Kundenumgang zu den täglichen Aufgaben und Herausforderungen in diesem Berufsfeld. Das lässt sich fast besser selber beobachten als hier beschreiben.

Wir möchten in diesem Monat dazu anregen, „bewusst“ einkaufen zu gehen. Beim Griff zur Butter die Verkäuferin beachten, die im Kühlregal nebenan neue Joghurtbecher einsortiert – vielleicht bedankt man sich sogar dafür, dass sie Neues nachlegt!? Dem Gabelstapler im Gang nicht nur ausweichen, sondern den Verkäufer bei den Milchpaletten dahinter freundlich anlächeln. Wie wäre es, wenn man sich vom Stress an der Kasse nicht mitreißen lässt, sondern in Gedanken Gott für den Menschen an der Kasse dankt und ihn segnet! Klar, auch diese Leute machen „nur ihren Job“, aber er ist für uns alle lebensnotwendig und wertvoll! Der Trend zum verkaufsoffenen Sonntag nimmt immer mehr zu. Das stellt eine zusätzliche Stressbelastung für die Angestellten dar. Beten wir auch dafür, dass das Bewusstsein eines Ruhetages in unserer Gesellschaft wieder stärker wird.

Gebet:

  • Dank für Menschen, die uns mit „selbstverständliche“ Dienstleistungen sorgen
  • Abbau von Stress durch Zeichen der Freundlichkeit im Einkaufs-Alltag

Jüdisches Leben in Berlin

synagogue: synagogueIn der Jüdischen Gemeinde zu Berlin sind acht Synagogen unterschiedlicher Ausrichtung von liberal bis orthodox zusammengeschlossen. Jüdisches Leben hat sich verändert. Es findet neue Formen, seitdem immer mehr junge Juden nach Berlin ziehen. Besonders anziehend ist die Synagoge am Fraenkelufer. Dort gibt es die Initiative „Freunde des Fraenkelufers“, wo man sich einmal im Monat mit Betenden zu einem gemeinsamen Essen trifft. In jeder Woche gibt es dort auch Unterricht oder Gesprächskreise zu jüdischen Themen. Die jungen Menschen suchen nach einer neuen, authentischen Form, wie sie ihr jüdisches Leben gestalten können. Rabbinerstudenten bieten zum Beispiel lockere Treffen zum gemeinsam Beten und Lernen an. Das zieht besonders junge Leute an, die sonst nicht in die Synagogen-Gottesdienste gehen. Während die Jüdische Gemeinde seit Jahren darunter leidet, dass sie tief zerstritten ist, gibt es hier einen neuen Aufbruch. Viele junge Israelis kommen zum Studium in die Stadt oder einfach, um ein paar Jahre in Berlin zu leben. Schätzungen gehen von bis zu 50.000 Israelis in Berlin aus. Seit 15 Jahren werden am Abraham- Geiger-Kolleg wieder Rabbiner für deutschsprachige Gemeinden ausgebildet. In ganz Deutschland sind etwas über 100.000 Mitglieder in den jüdischen Gemeinden registriert, 10.157 davon in Berlin.

Der zunehmende Antisemitismus macht allerdings auch den Juden in Berlin zu schaffen. Aus Angst vor Anschlägen verschickt die Jüdische Gemeinde zukünftig ihre Gemeindezeitung nur noch verhüllt in einem Schutzumschlag. Nach den Anschlägen in Paris und Kopenhagen haben vor allem ältere Berliner Juden vermehrt Angst. Ein besonderes Highlight werden die 14. European Maccabi Games in Berlin sein. Es ist das größte jüdische Sportfest in Europa und findet vom 24. Juli bis 15. August statt. Rund 2.000 Athlet/innen werden in 24 Disziplinen antreten. Die Maccabi Games werden zum ersten Mal seit ihrem Bestehen in Deutschland veranstaltet! Die Planung dieses Events läuft zurzeit intensiv – hier gelten ganz besondere Sicherheitsstandards.

Gebet:

  • Dank für neue, attraktive Aufbrüche von jüdischem religiösen Leben
  • Schutz für alle jüdischen Mitbürger
  • Weisheit und Gelingen für die Planungen zu den Maccabi Sportspielen im Sommer

Schreien statt Diskutieren

Der Senat versucht zurzeit in Bürgerversammlungen mit den Bürgern über die Olympiabewerbung der Stadt ins Gespräch zu kommen. Bei einem ersten Bürgerforum konnte aber keine Diskussion stattfinden, weil eine Gruppe von Olympia-Gegnern lautstark alle anderen niederbrüllte. Ebenso erging es den Diskussionsveranstaltungen mit Anwohnern zur Umgestaltung des Görlitzer Parks in Kreuzberg. Drei Veranstaltungen haben schon stattgefunden und in jeder Versammlung wurden diejenigen niedergebrüllt, die eine Meinung äußerten, die eine bestimmte Gruppe nicht hören wollte. Das ist eine neue Form von Meinungsterror, der hier ausgeübt wird, und so werden die guten Ansätze, Bürger in konkrete Planung mit einzubeziehen, ad absurdum geführt. Bis jetzt haben die jeweiligen Veranstalter noch keinen guten Weg gefunden, damit umzugehen.

Gebet:

  • Dass auch politisch brisante Diskussionen mit Bürgerbeteiligung möglich bleiben
  • Weisheit und Mut für alle Verantwortlichen, die Meinungsfreiheit zu schützen

Olympia-Bewerbung

Berlin bewirbt sich ebenso wie Hamburg um die Austragung der Olympischen und Para-Olympischen Spiele im Jahr 2024 oder 2028. Ende März entscheidet der Deutsche Olympische Sportbund, welche Stadt sich international bewerben kann. In Berlin sollen die Bürger über Olympia mitentscheiden können. In den nächsten Wochen wird auf Bürgerforen das Konzept vorgestellt. Bei einer ersten Befragung gab es in Hamburg mehr Zustimmung für eine Bewerbung als in Berlin. Ende Februar wurde die telefonische Umfrage wiederholt.

Gebet:

  • Eine klare Entscheidung für oder gegen Berlin in den nächsten Wochen
  • Dass Gottes Wille sich in dieser Entscheidung verwirklicht
  • dass Olympia kein neuer Streitpunkt wird

BER: neuer Flughafenchef

Der langjährige Rolls-Royce Manager Karsten Mühlenfeld wird neuer Flughafenchef. Etwas, das schief gelaufen ist, wieder in die richtige Bahn zu lenken ist weit schwerer, als etwas von vorne zu beginnen. In einem Interview sagte er: „Ich bin nicht entspannt. Aber optimistisch.“ Eine große Herausforderung besteht neben den vielfältigen technischen Problemen in der Konstellation des Unternehmens. An der Flughafengesellschaft sind der Bund und die Länder Berlin und Brandenburg beteiligt. Sie sind sich nicht immer einig. Die beiden Vertreter des Bundes etwa stimmten gegen den Personalvorschlag, auf den sich Berlin und Brandenburg kurz zuvor geeinigt hatten. Mühlenfeld braucht für die Aufgabe Klarheit, Umsicht, Durchsetzungsvermögen und Einheit im Team und innerhalb der Gesellschafter.

Gebet:

  • Klare Strategien, wie Probleme bewältigt und das Projekt BER vorankommen kann
  • Einheit zwischen den Gesellschaftern und unter den Mitarbeitenden
  • Segen und Schutz für Karsten Mühlenfeld und seine Familie

Dran bleiben: Körperwelten

Die Ausstellung „Körperwelten“ durfte inzwischen vorläufig eröffnen, das öffentliche Interesse ist allerdings eher gering. Aktuell läuft noch ein gerichtliches Berufungsverfahren des Bezirks Mitte gegen die Ausstellung, da eine „Ausstellung von Leichen ohne die gebotene Würde dem Berliner Bestattungsgesetz widerspricht“.

Die Kirchen und viele Beter engagieren gegen die Ausstellung.

Termine

  • 11.3., 18 Uhr: Politisches Stadtgebet vor dem Roten Rathaus
  • 21.3., 16 bis 20 Uhr: Gemeinsam für Berlin-Fest Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Schöneberg, Hauptstr. 125. Christen, Gemeinden und Initiativen aus den unterschiedlichen Kirchen und Traditionen, Generationen und Nationen feiern zusammen. In einem Bühnenprogramm „Berlin von seinen besten Seiten“ werden kreative Modelle und vorgestellt, wie das Evangelium in Berlin gelebt werden kann. Musik macht eine Gospelgruppe. Es gibt internationale Speisen.
  • 28.3.,15 bis 19 Uhr: Seminar als Vorbereitung für den Bußgottesdienst zur Mitschuld Deutschlands am Völkermord an den Armeniern, ChristusKirche Anklamer Str. 31; ab 19.30 Film „Aghet“
  • 29.3., 18 Uhr, Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, Breitscheidplatz: Ökumenischer Bußgottesdienst zur Mitschuld Deutschlands am Völkermord an den Armeniern vor 100 Jahren. Der armenische Erzbischof von Deutschland ist beteiligt.

Download PDF: [Prayer for Berlin – March 2015]

Good News: Budget Surplus

The State of Berlin achieved a budget surplus in 2014, and it is expected that there will be a surplus again in 2015. This made a special investment program of the Senate possible. This is a great answer to prayer after decades of rising debt.

Although the economic power of Berlin continues to grow, the number of poor is increasing in the city. The social gap is widening.

Prayer:

  • Thank God for the success of the Senate’s austerity programme in recent years
  • Thank God for Berlin’s growing economic power
  • Pray for good distribution of resources – particularly for schools, roads and additional housing
  • Pray for effective measures to reduce poverty

Occupational Groups: Retail Sector

Every one of us meets them almost daily, usually at supermarket checkout. We often stand impatiently in line and are happy as soon as we have paid for our bread and milk so that we can leave the store and pursue other activities. In contrast, the retailers serve hundreds of customers. In addition to sales, their daily duties and challenges include store maintenance, stocking and clearing shelves, and of course competence and friendliness in dealing with customers. This is easier to see than to describe here.

We want to encourage you this month to go shopping with “eyes wide open”. When you reach for the butter, be aware of the retailer who is sorting the yoghurt packages onto the shelves. Maybe you would even want to say thank-you that she is filling the shelves for you? Don’t just dodge the fork-lift—smile at the retailer behind the pallets of milk. How about if you don’t get irritated by the stress at the checkout, but rather thank God for the cashiers and bless them?

Of course, these people are “just doing their job”, but that job is vital and valuable for all of us. The trend of shops being open sometimes on Sundays is on the rise. This results in additional stress for employees. Let us pray that an understanding of the need for a day of rest will increase.

Prayer:

  • Thank God for people who provide us with services which are often overlooked
  • Pray for a reduction in stress through more friendliness in everyday shopping

Jewish Life in Berlin

synagogue: synagogueIn Berlin’s Jewish community, there are synagogues with eight different orientations, from liberal to orthodox. Jewish life has changed. It is finding new forms, since more and more young Jews are moving to Berlin. The synagogue on the Fraenkelufer is particularly appealing. There is an initiative called “Friends of Fraenkelufers” which meets there once a month for a meal with those who have gathered to pray. During the week there are also lessons or discussion groups on Jewish topics. The young people are looking for new, authentic ways of living as Jews. Rabbinical students, for example, offer casual meetings to pray and study together, which attract young people who do not go to synagogue worship otherwise.

Though the Jewish community has suffered for years because it is deeply divided, a new beginning is happening. Many young Israelis come to study in the city or just to live a few years in Berlin. It is estimated that there are up to 50,000 Israelis in Berlin. During the last years, rabbis have once again been trained at the Abraham-Geiger-Kolleg for German-speaking congregations. About 100,000 members of Jewish communities are registered in Germany, 10,157 of which live in Berlin.

However, increasing anti-Semitism is causing distress among Jews in Berlin. Because of fear of attacks, the Jewish community newspaper is now being delivered covered with a protective envelope. Following the attacks in Paris and Copenhagen, older Jews in Berlin in particular are experiencing an increase in anxiety. The 14th European Maccabi Games in Berlin will be a special highlight. It is the largest Jewish sports festival in Europe and will take place from July 24 to August 15. Around 2,000 athletes will compete in 24 disciplines. The Maccabi Games will be held for the first time since its inception in Germany!  Intense planning for this event is currently taking place, especially because of special safety standards.

Prayer:

  • Thank God for attractive new awakenings of Jewish religious life
  • Pray for protection of all Jewish citizens
  • Pray for wisdom and success for the planning of the Maccabi sports games in the summer

Screaming instead of Discussing

The Senate is currently trying to discuss with residents in town meetings the possibility of hosting Olympic games. However, in a first public forum, no discussion could take place, because a group of Olympics opponents screamed loudly at everyone else.  The same thing happened to the discussions with local residents about transforming the Görlitz Park in Kreuzberg. Three events have already taken place, and at each meeting, those who expressed an opinion a particular group did not want to hear were shouted down. This is a new form of opinion terror. Thus, good approaches designed to include residents in specific planning are being carried out ad absurdum. The organizers have yet to find a good way to deal with it.

Prayer:

  • Pray that even politically sensitive discussions with residents can remain possible
  • Pray for wisdom and courage for all those who carry the responsibility of protecting the freedom of opinion

Application for Hosting the Olympics

Berlin, as well as Hamburg, is applying to host the Olympics and Para-Olympic Games in 2024 or 2028. The end of March, the German Olympic Sports Confederation will decide which city can apply internationally. Berlin’s residents are to have a say in the decision. In the coming weeks, the concept will be presented in residents’ forums. In an initial survey, approval for an application was higher in Hamburg than in Berlin. The telephone survey was repeated the end of February.

Prayer:

  • Pray for a clear decision for or against Berlin in the next few weeks
  • Pray for God’s will to be done in this decision
  • Pray that the Olympics will not become a new point of contention

BER: The new Airport CEO

The long-standing Rolls-Royce Manager Karsten is the new airport manager. Getting something that went wrong back on the right track is far more difficult than starting something from scratch. In an interview he said, “I’m not relaxed. But optimistic.” In addition to the many technical challenges, a major challenge is the formation of the company. Both the federal government and the States of Berlin and Brandenburg are involved. The do not always agree. For instance, the two representatives of the federal government voted against the staff proposal to which Berlin and Brandenburg had recently agreed. Mühlenfeld needs clarity, discretion, perseverance, and unity within the team and between shareholders for his task.

Prayer:

  • Pray for clear strategies for solving problems and how to make progress with the project BER
  • Pray for unity between the shareholders and among employees
  • Pray for blessing and protection for Karsten Mühlenfeld and his family

Keeping On: Body Worlds

The exhibition “Body Worlds” was allowed to open for the time being. The decision to allow the exhibition is currently being appealed on the grounds that the exhibition contradicts Berlin’s laws concerning internment. Churches and many prayer partners are against the exhibition.

Dates

  • March 11, 6pm: Prayer for city politicians in front of the Rote Rathaus
  • March 21, 4-8pm, Together for Berlin-Festival Evangelisch-Freikirchliche-Gemeinde Schöneberg, Hauptstr. Christians, churches, and initiatives from various churches and spiritual traditions, generations and nations will celebrate together. A stage program will introduce creative models and ways the gospel can be lived out in Berlin. A gospel group will provide the music, and international food will be available.
  • March 28, 3-7pm: Seminar to prepare for a repentance service for the German complicity in the genocide of Armenians, Christus Kirche Anklamer Str. 31; the film Aghet will be shown, beginning at 7:30 pm.
  • March 29, 6pm Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-kirche, Breitscheidplatz: Ecumenical Repentance Service for German complicity in the genocide of Armenians 100 years ago. The Armenian Archbishop from Germany will participate.

Herunterladen als PDF: [Gebet für Berlin – Februar 2015]

Good News: Iraner werden Christen

Schon seit Jahren sind immer wieder Berichte zu hören, dass sich bundesweit viele Iraner dem christlichen Glauben zuwenden. Oft haben sie dramatische Erfahrungen von Gefängnis und Flucht hinter sich.

In Berlin sind es insbesondere eher konservative Gemeinden wie die Selbstständig Evangelisch Lutherische Kirche (SELK) oder die Landeskirchliche Gemeinschaft in Buckow, in denen Iraner zu Dutzenden Christen werden und sich taufen lassen. Aber auch in der presbyterianischen Farsi sprechenden Gemeinde in Neukölln lassen sich viele nach einem Glaubenskurs taufen.

Es sind überwiegend gebildete jüngere Leute, die in Deutschland bleiben wollen und großes Interesse an einer schnellen Integration haben.

Linksextreme formieren sich neu

Mit der Auflösung der „Antifaschistischen Linken Berlins“ (ALB) und dem Zerfall der „Antifaschistischen Revolutionären Aktion Berlin“ (ARAB) geht offensichtlich kein Rückgang linksextremer Straftaten einher. Im Gegenteil: Berliner Linksextremisten werden aktiver und aggressiver, wie Innensenator Frank Henkel berichtete. Im 1. Halbjahr 2014 gab es etwa 60 % mehr Straftaten als 2013, insgesamt 240. Die Anschläge werden immer brutaler. Es gab 57 Angriffe auf Polizisten, die ein besonderes Ziel linken Hasses sind. Bei den Auseinandersetzungen und Demonstrationen um geplante Flüchtlingsheime sind Teilnehmer von Linksextremisten mit Teleskopschlagstöcken angegriffen worden.

Da die 1. Mai-Demonstrationen inzwischen befriedet wurden, wird jetzt der Hass durch Aktionen in Kleingruppen auf die Straße getragen. Das geht über Angriffe auf Häuser, die durch Aufwertung einer Wohngegend vermeintlich zur Verdrängung beitragen, über Zerstörung von Läden in solchen Gebäuden bis zum Angriff auf das Wachpersonal.

Inzwischen haben sich die zersplitterten linksradikalen Gruppen zu einer neuen Gruppierung zusammengeschlossen unter dem Namen „Radikale Linke“. Ideologische Gräben scheinen nicht mehr unüberwindbar zu sein in der Szene. (Quelle: Tagesspiegel 3.u.18.1.15)

Gebet:

  • Dass Politik und Polizei wirksame Strategien zur Gewalteindämmung finden
  • Dass Gottes Liebe die hasserfüllten Herzen berührt und verändert
  • Dass geplante Anschläge aufgedeckt werden

Körperwelten-Ausstellung

In einem im Dezember verkündeten Urteil des Verwaltungsgerichts wurde das Verbot der geplanten Körperwelten-Ausstellung in Räumen unter dem Fernsehturm am Alexanderplatz aufgehoben. In der mündlichen Begründung war das Gericht der Meinung, dass es sich bei den ausgestellten Körpern nicht um Leichen handelt, weil man sie nicht bestatten kann und weil sie nicht verwesen können. Bezirksbürgermeister Christian Hanke (SPD) hat inzwischen das schriftliche Urteil genau prüfen lassen und hat erneut Rechtsmittel dagegen eingelegt. Die Initiatoren wollen die Ausstellung im Februar eröffnen. Der Bezirk hat für diesen Fall tägliche Strafgelder angedroht. Die Auseinandersetzung wird also wohl noch weitergehen.

Gebet:

  • Weisheit, dass alle Rechtsmittel ausgeschöpft werden, damit keine „Leichen“ sondern Leben, das Gott ehrt, in diese Räume einziehen kann

Stolpersteine

Foto: Stplpersteine-Berlin.de

Foto: Stplpersteine-Berlin.de

In Berlin findet man sie immer öfter: Kleine Gedenkplatten im Gehweg – quaderförmige Steine mit einer Oberfläche aus Messing, auf der der Name eines NS-Opfers eingraviert ist. Das sind die Mahnmale des deutschen Künstlers Gunter Demnig. Er versteht sie als Grabsteine zum Gedenken an die jüdischen Mitbürger, die einst in den Häusern gewohnt haben und dann umgebracht wurden. 1996 wurden die ersten Stolpersteine im Rahmen eines Kunstprojekts verlegt, bis heute sind es allein in Berlin über 6000.

Welche Auswirkungen diese Initiative auf die hier lebenden Menschen sowie die Nachfahren der Ermordeten hat, kann man in dieser längeren Geschichte erfahren: http://tinyurl.com/n3evgfg

In einer kurzen Moabiter Straße mit 27 Hausnummern entdeckt ein Bewohner den bisher einzig verlegten Stolperstein. Er fängt an zu recherchieren und erfährt, dass über hundert jüdische Bürger in seiner Straße gewohnt hatten, die alle ermordet worden sind. Er möchte nun selber einige Stolpersteine verlegen. Wer einen Stolperstein in Auftrag geben will, muss die biografischen Daten des Opfers kennen. Und hier beginnt die bewegende Geschichte: Die Nachbarn der Straße werden in der intensiven Suche zusammengebracht, Leben werden berührt und verändert – sowohl der Berliner vor Ort als auch der jüdischen Verwandten, die in der ganzen Welt verstreut leben.

Stolpersteine als eine Möglichkeit sich zu erinnern, Menschen dem Vergessen zu entreißen und sich mit der Geschichte (auch der eigenen Familiengeschichte) auseinanderzusetzen – was einmal als Kunstprojekt begann, hat sich inzwischen in 18 europäische Staaten verbreitet. Über 47.000 solcher Gedenksteine sind bisher verlegt worden. In Berlin gibt es 12 bezirkliche Stolperstein-Initiativen. Es werden sicherlich noch mehr werden. Mehr darüber im Internet bei http://www.stolpersteine-berlin.de/berlin

Gebet:

  • Dank für diese Initiative
  • Dass immer mehr Menschen sich dafür interessieren, ermordete jüdische Mitbürger durch Gedenken zu ehren
  • Etablierung einer nachhaltigen Gedenkkultur in der Stadt

Berliner Wohnungsmarkt

Die Angebote auf dem Berliner Wohnungsmarkt sind weiter rar und teuer. Hauptursachen sind stark steigende Einwohner- und Haushaltszahlen bei einer bis vor kurzem noch geringen Neubautätigkeit.

Im Jahr 2013 gab es ein Plus von rund 42.000 Einwohnern. Der Geburtenüberschuss gegenüber den Todesfällen betrug 8 Prozent, neben Hamburg der höchste in Deutschland. Der größte Faktor sind allerdings Wanderungsgewinne, vorwiegend aus dem Ausland. Im Jahr 2014 kam die stark wachsende Zahl der Flüchtlinge hinzu. Dem stehen nur rund 6.600 neu gebaut Wohnungen (2013) gegenüber. Der neue Regierende Bürgermeister Michael Müller hat den verstärkten Neubau von bezahlbaren Wohnungen zu einem Schwerpunkt seines Programms gemacht.

Zwar soll Mietern die für 2015 geplante Preisbremse Entlastung bringen, viele Menschen müssen sich nach Ansicht des Deutschen Mieterbunds dennoch auf steigende Mieten einstellen. Die Bundesregierung hatte den Gesetzentwurf im Oktober beschlossen. Ein Termin für die abschließende Beratung im Bundestag ist aber noch nicht in Sicht.

Laut Mietpreisbremse darf eine Wohnungsmiete bei einem Mieterwechsel nur noch so stark steigen, dass sie höchstens zehn Prozent teurer als eine vergleichbare Wohnung derselben Lage und Größe ist. Das soll aber nur in Gebieten gelten, die von den Bundesländern als “angespannte Wohnungsmärkte” ausgewiesen werden. Spitzenreiter bei der Mietpreissteigerung in Berlin ist Neukölln. In dem als neuem In-Bezirk gefeierten Quartier haben die Mieten in den letzten fünf Jahren um 54,5 Prozent am stärksten zugelegt. Aber auch in Kreuzberg, Treptow und Friedrichshain (42 bis 44 Prozent) sind die Angebotsmieten hochgeschnellt. Trotzdem ist das Wohnen in Berlin immer noch vergleichsweise günstig. Erst in 10 bis 20 Jahren werde hier das Miet- und Kaufpreisniveau anderer deutscher Metropolen erreicht, sagen Fachleute.

Gebet:

  • Schnelle Erfolge für das forcierte Wohnungsbauprogramm des Senats
  • Spürbare Auswirkungen der Mietpreisbremse besonders für Niedrigverdienende

Schutz vor Terror

Die Anschläge in Paris haben auch bei uns die Gefahr und Wachsamkeit vor möglichen Terroranschlägen islamistischer Kämpfer erhöht. Experten sagen, dass es nur eine Frage der Zeit sei, bis auch in deutschen Städten wie Berlin ein Anschlag verübt werde. Lasst uns dieser „säkularen Prophetie“ unser inständiges Gebet um Gottes Schutz entgegen setzen! Im Blick der Sicherheitsorgane sind besonders zurückkehrende IS-Kämpfer aus Syrien und dem Irak und junge Männer, die sich hier durch das Internet und salafistische Gruppen radikalisieren.

Gebet:

  • Dank für Gottes bisherige Bewahrung
  • Erfolgreiche Aufdeckung von Vorbereitungen und Verhinderung von Anschlägen
  • Verblassen der Faszination von IS und Al Qaida für junge Muslime
  • Echte Alternativen für Muslime durch Begegnung mit authentischen Christen

Dran bleiben: Flüchtlinge

Die Zahl der in Berlin ankommenden Flüchtlinge vor allem aus den Bürgerkriegsgebieten in Syrien, Irak und Nigeria ist weiterhin sehr hoch. Viele von ihnen sind verfolgte Christen.

Die Berliner Stadtmission hat seit Dezember beispielhaft ausgestattete Traglufthallen für die Erstaufnahme errichtet. Demonstrationen gegen neue Flüchtlingsunterkünfte werden eher weniger, die Willkommenskultur wird besser.

Termine

  • 11. 2., 18 Uhr: Politisches Stadtgebet vor dem Roten Rathaus
  • 27. 1. bis 8.5.: 100 Tage Gebet für Deutschland und Israel – gedenken, umkehren, beten http://100tagegebet.de,
  • ab 18.2. zusammen mit 40 Tage beten und fasten für unser Land, http://www.40tagebetenundfasten.de. Wir ermutigen zur Beteiligung an den Gebetsaktionen.
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