Herunterladen als PDF: [Gebet für Berlin – Juli/August 2015]

Good News: 10,5 Prozent Arbeitslose

Die Zahl der Arbeitslosen in Berlin ist im Juni weiter gesunken. 191.613 Berliner waren erwerbslos gemeldet, 4.740 weniger als im Mai und 9.577 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote ging um 0,3 Punkte auf 10,5 Prozent zurück. Vor einem Jahr hatte die Quote bei 11 Prozent gelegen. Es gibt auch mehr Ausbildungsplätze – in einigen Bereichen so viele, dass nicht alle besetzt werden können.

Kabel entwirrtGood News: BER – Kabel entwirrt

Kurz vor der ursprünglich geplanten Eröffnung des Flughafens wurden viele Kabel eilig gelegt – was zu einem schier unübersehbaren Kabelsalat geführt hat. Der konnte im Mai fertig entwirrt werden. Ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Fertigstellung des Flughafens!

Berliner CDU lässt Mitglieder über „Homo-Ehe“ abstimmen

Da Mitte Juni das Land Niedersachsen im Bundesrat einen Entschließungsantrag zur Gleichstellung homosexueller Partnerschaften mit der Ehe eingebracht hat, wollte die Berliner SPD für den Antrag stimmen, aber der Koalitionspartner CDU war dagegen. Sie will zuerst eine Mitgliederbefragung abhalten. Bei der sogenannten „Homo-Ehe“ sollen gleichgeschlechtliche Paare das Recht auf zivile Eheschließung bekommen. Neben der Gewährung gleicher Rechte und der vollen rechtlichen Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften seitens des Staates geht damit vor allem eine Anerkennung gleichgeschlechtlicher Paare in der Gesellschaft einher. Zurzeit können diese Paare eine eingetragene Lebenspartnerschaft eingehen. Es gibt in Deutschland 78.000 solcher Lebenspartnerschaften – aber 18 Millionen Ehen (in 2013). In der Bundesratsinitiative wird die Bundesregierung aufgefordert, die „bestehende Benachteiligung eingetragener Lebenspartnerschaften zu beenden und eine vollständige Gleichbehandlung der Ehe von gleich- und verschiedengeschlechtlichen Paaren im gesamten Bundesrecht herzustellen.“ Dies soll die Öffnung der Ehe durch Änderung des Bürgerlichen Gesetzbuches und die Schaffung eines vollen Adoptionsrechts für gleichgeschlechtliche Paare beinhalten, wird betont.

Die Berliner CDU hat sich entschlossen, bis zum 24. Juli eine Mitgliederbefragung zu dem Thema durchzuführen. Damit ist sie der erste Landesverband, der seine Mitglieder über dieses Thema befragt. Inzwischen engagieren sich prominente CDU-Mitglieder pro und contra. Das Ergebnis wird im ganzen Land beachtet werden. Andere Landesverbände der CDU interessieren sich bereits stark für diese Möglichkeit der Meinungsbildung.

Gebet:

  • Dass im Vorfeld die Möglichkeit einer klaren eigenen Meinungsbildung nicht durch Diffamierungen beeinträchtigt wird
  • Für eine rege Beteiligung bei der Abstimmung
  • Mehr kontroverse Diskussion über dieses Thema auch in den Medien

Al Quds Demo am 11. Juli

Für den 11. Juli 2015 wird wie jedes Jahr am internationalen Jerusalem-Tag in der Berliner City West zur „Al-Quds-Demonstration“ aufgerufen. Im letzten Jahr wurde diese Demo von antisemitischen Hassparolen begleitet, bis hin zu Todesrufen gegen Israel und Juden. Ein erhebliches Polizeiaufgebot war nötig. Die öffentliche Empörung war groß. Im Iran wurde der Tag 1979 als Staatsfeiertag eingeführt, an dem die „Befreiung Jerusalems von den zionistischen Besatzern“ gefordert wird. Die (vom Verfassungsschutz beobachtete) Hisbollah hat diesen Tag bald darauf auch bei uns in Form einer „Demonstration” eingeführt. Es gibt auch immer eine oder mehrere antifaschistische oder christlich-jüdische Gegenkundgebungen, die zur Solidarität mit Israel und den Juden aufrufen.

Gebet:

  • Eindämmung antisemitischer Parolen in der Öffentlichkeit mit allen gesetzlichen Mitteln
  • Verhinderung von Zusammenstößen
  • Solidarität mit Israel und Juden

Berlin deutsches Silicon Valley?

Berlin zieht immer mehr europäische Technologieförderung an. Vor nicht einmal einem Jahr wurde daher Deutschlands größter Start-up-Campus „Factory“ eröffnet. Dieses Internet-Firmenzentrum ist so erfolgreich, dass es jetzt einen massiven Expansionsplan vorlegte. Bis Ende 2016 will die „Factory“ mehr als 100.000 m² Bürofläche anbieten und danach in den kommenden Jahren erneut rund zehnmal so viel. Im Moment sind alle Büroflächen vermietet. Inzwischen spricht man schon davon, dass Berlin das „Silicon Valley Europas“ wird. Start-ups haben verschiedene Bedürfnisse und deswegen sollen ihnen auch künftig Dienstleistungen wie Carsharing oder Rechts- und Steuerberatung angeboten werden. Es gibt Co-Working-Bereiche, wo der einzelne Gründer eine Menge anderer kreativer Köpfe kennen lernen kann. Solch eine kreative Gemeinschaft wird geschätzt und ist auch nötig, damit die kleinen Unternehmen an Investoren herankommen. Um erfolgreiche Geschäftsmodelle zu entwickeln, braucht es eine Menge Unterstützung. Daher versucht man, Kooperationen mit der deutschen Industrie zu fördern, damit große Konzerne mit ihren Milliarden die neuen digitalen Geschäftsmodelle finanzieren. Das dürfte für beide Seiten Vorteile bringen.

Gebet:

  • Dank für die positive kreative Entwicklung von Neugründungen
  • Für eine gelingende Verzahnung von Finanzen und Wissen zwischen großen Industrieunternehmen und kleinen Start-ups
  • Dass Gott kreative Entwicklungen zum Segen von vielen Menschen schenkt

ProChrist Live in Spandau

Als einziger Veranstaltungsort im Berliner Raum findet ProChrist Live 2015 vom 12.-16. Oktober in der Weinberggemeinde Gnadenkirche, Jaczostr. 52, 13595 Berlin–Spandau statt – jeweils um 19:00 Uhr mit Pfarrer Alexander Garth als Verkündiger. Wurde die Veranstaltung bisher von einem zentralen Ort per Satellit in die verschiedensten Orte übertragen, so findet in diesem Jahr ProChrist Live vom 3.10. bis 14.11. an ca. 100 Orten in ganz Deutschland statt (einige Orte auch in der Schweiz und Österreich). Das Programm enthält Elemente wie Musik, Gesang, Theaterstücke und Interviews. Im Mittelpunkt steht ein Vortrag, der in eine Einladung zum Glauben mündet. Als Interview-Partner haben u.a. Prof. Dr. Angelika Bier, Dr. Irmhild Bärend und der Bäckermeister Dietmar Plentz ihre Teilnahme zugesagt.

Gebet:

  • Gelingende Vorbereitungen und Öffentlichkeitsarbeit
  • Erfolgreiche persönliche Einladungen

Eine App für Berlins Babys

Eine erfreuliche Nachricht: die Zahl der Geburten in Berlin steigt kräftig. 2003 kamen 28.000 Babys im Jahr zur Welt; 2013 schon 35.000! 2014 stieg die Zahl der Geburten noch weiter an. Der Senator für Gesundheit und Soziales, Mario Czaja (CDU), stellte kürzlich die neu entwickelte „Baby-Berlin-App“ vor. Dieses Programm bündelt alle Angebote rund um die Geburt und gibt wichtige Informationen, Termine, Fristen und Adressen für alle 12 Berliner Bezirke auf einen Blick. Unterteilt in verschiedene Kategorien wie Gesundheit, Arbeit, Behörden und Finanzen erleichtert es den werdenden Eltern, Antworten auf alle Fragen von Gesundheit bis zu Behörde im Blick auf das neue Kind zu bekommen. Bei Fragen wie Elterngeld Kindergeld, Betreuungsgeld, Kita-Gutschein usw. bekommen jetzt auch Ausländer mit der App eine effektive Hilfe, denn es gibt sie in mehreren Sprachen.

Mehr Informationen unter http://tinyurl.com/pcvkam9

Gebet:

  • Dank für die wachsende Zahl von Geburten und Segen für alle Neugeborenen
  • Für eine rege Nachfrage nach dieser App, damit die Hilfe ankommt
  • Weisheit und weitere kreative Ideen für den Amtsbereich von Senator Czaja

Dran bleiben: Flüchtlinge

Der Zustrom von Flüchtlingen auch nach Berlin ist ungebrochen. Es wird zunehmend schwierig, Häuser für die Erstaufnahme und Wohnungen für die Dauerunterbringung zu finden. Die Zustände sind oft katastrophal. Die zuständige Senatsdienststelle war offenbar überfordert, was zu unrechtmäßigen Mietverträgen und der Versetzung des Leiters der Behörde führte. Beten wir weiter, dass neue und menschenwürdige Unterbringungsplätze gefunden werden – und für einen Ausbau der Willkommenskultur in den Stadtteilen, wo es inzwischen an vielen Stellen gutes Engagement gibt.

Erweiterung des Redaktionsteams

Wenn du politisch interessiert und gut informiert bist, wenn du die Nachrichten über Politik und Stadt in Berlin mit aufmerksamem geistlichen Blick verfolgst, wenn du was du siehst und liest wieder in dein Gebet hinein nimmst – dann bist du genau die Richtige oder der Richtige für das Redaktionsteam unserer Gebetsmail! Wir drei (Rosemarie Stresemann, Kerstin Hack, Axel Nehlsen) als kleines Online-Redaktionsteam suchen weitere Leute, die mit beten, mit denken und dann auch mit schreiben können. Melde dich bei uns: info@gfberlin.de

Gebet:

  • Dank für 13 Jahre Berliner Gebetsmail
  • Gelingende Erweiterung des Teams

Termine

  • 8.7. und 12.8., 18 Uhr, Politisches Stadtgebet vor dem Roten Rathaus

Download PDF: [Prayer for Berlin – July/August 2015]

Good News: 10.5 Percent Unemployment

The number of unemployed in Berlin fell further in June. 191,613 Berlin residents were registered as unemployed, which is 4,740 less than in May and 9,577 less than a year ago. The unemployment rate fell by 0.3 points to 10.5 percent. A year ago, the unemployment rate was 11 percent. There are also more vocational training places available – in some areas, so many that they cannot all be filled.

CablesGood News: BER – Cables unravelled

Shortly before the originally scheduled opening of the airport, many cables were laid in a hurry – which led to an almost unimaginable clutter. The cables were unravelled in May–an important milestone on the way to completion of the airport!

Berlin CDU Members to vote on „Gay Marriage“

Since the state of Lower Saxony introduced a resolution on equality for homosexual partnerships with marriage in the Bundesrat, the Berlin SPD has wanted vote for the motion, but the coalition partner CDU was against it. The CDU first wants to conduct a survey among its members. Same-sex partners in so-called “gay marriages” want to have the same rights as civil marriages. Same-sex couples want to be acknowledged in society in addition to being granted equal rights and full legal recognition by the State. Currently these couples can become a registered partnership. In Germany, there are 78,000 such partnerships – compared to 18 million marriages (in 2013). This initiative calls for the federal government to end the “discrimination of existing registered life partnerships and to establish the full equality of opposite and same-sex marriages in all federal law.” This would broaden the definition of marriage by amending the Civil Code and create full adoption rights for same-sex couples.

The Berlin CDU has decided to carry out a member survey on this issue by July 23. They are the first regional association of the CDU to ask its members about this issue. Prominent CDU members are voicing both pro and contra opinions on the issue. The result will be closely watched by entire country. Other regional associations of the CDU are already showing a strong interest in this way of forming an opinion. 4Prayer:

  • Pray that the opportunity to form a clear personal opinion will not be affected in advance by defamation
  • Pray that many will participate in the vote
  • Pray for more controversial discussion on this issue in the media

Al Quds Demonstration on July 11

The so-called “Al-Quds Demonstration” takes place annually on Jerusalem-Day in Berlin City West. This year, it will be held on July 11. Last year, this demonstration was accompanied by anti-Semitic hate speeches including death threats against Israel and Jews. A significant police presence was necessary. The public outrage was great. The Day was introduced in Iran in 1979 as a national holiday on which the “liberation of Jerusalem from Zionist occupation” is called for. Soon after, the Hezbollah (which is being watched by German intelligence) began a similar “day” in the form of a demonstration here. There are always one or more anti-fascist or Christian-Jewish rallies against the demonstration, which call for solidarity with Israel and Jews.

Prayer:

  • Pray that anti-Semitic slogans in public will be curbed by all legal means
  • Pray for the prevention of clashes between the two groups
  • Pray for solidarity with Israel and Jews

Berlin: German Silicon Valley?

Berlin is attracting more and more European Technology innovators. Less than a year ago, Germany’s largest start-up campus, the “Factory”, was opened. This centre for internet companies has been so successful that it has now presented a massive expansion plan. By the end of 2016, the “Factory” will offer more than 100,000 square meters of office space, and then in the coming years expand to about ten times as much. At the moment all of the office space has been leased. Meanwhile Berlin is already being called the new Silicon Valley of Europe. Start-ups have different needs and therefore services such as car sharing and legal and tax advice will continue to be offered. There are co-working spaces, where the individual founders can get to know a lot of other creative minds. Such a creative community is much-appreciated and is also necessary for the small companies to gain investors. A lot of support is needed in order to develop successful business models. Therefore, cooperation with German industry is being promoted, so that large corporations can finance the new digital business models with their billions. That should bring benefits to both sides.

Prayer:

  • Thank God for the positive development of creative start-ups
  • Pray for a successful integration of finances and knowledge between major industrial companies and small start-ups
  • Pray that God will give creative developments that will bless many people

ProChrist Live in Spandau

From October 12-16, ProChrist Live 2015 will take place in the Vineyard Gnadenkirche, Jaczostr. 52, 13595 Berlin–Spandau. This is the only venue for ProChrist Live in the Berlin area. They will begin each evening at 7pm. Pastor Alexander Garth will be speaking. Previously, the event was carried live via satellite to a variety of places, but this year’s event will take place live from October 3 to November 11 in about 100 places all over Germany (as well as in some places in Switzerland and Austria). The program includes elements such as music, singing, skits and interviews. The main part of the evening is a lecture which concludes with an invitation to faith. Prof. Dr. Angelika Beer, Dr. Irmhild Baerend, and the master baker Dietmar Plentz have confirmed their participation as interview-partners.

Prayer:

  • Pray for success in preparations and public-relations work
  • Pray for successful personal invitations

An App for Berlin’s Babies

Good news–the number of births in Berlin continues to grow rapidly. 28,000 babies were born in Berlin in 2003. In 2013 35,000 were born! In 2014 the number of births increased even more. The Senator for Health and Social Affairs, Mario Czaja (CDU), recently presented the newly-developed “baby-Berlin-app”. This program combines all the offers surrounding giving birth and provides at a glance all important information, dates, deadlines and addresses for all 12 districts of Berlin. The app is divided into different categories such as health, employment, government agencies, and finances, which makes it easier for expecting parents to get answers to all their questions surrounding the new child, from health issues to governmental authorities.

For questions such as governmental child support money, child-care allowance, vouchers for child-care, etc. foreigners now have an effective aid, since the app is available in several languages. For more information visit  http://tinyurl.com/pcvkam9

Prayer:

  • Thank God for the growing number of births, and ask Him for his blessings on all new-borns
  • Pray that many will use this new app so that help can be found
  • Pray for wisdom and more creative ideas for the area that Senator Czaja is responsible for

Keeping On: Refugees

The influx of refugees to Berlin continues unabated. It is becoming increasingly difficult to find housing for initial reception and also apartments for long-term housing. The conditions are often catastrophic. The Senate office which is responsible to find housing was apparently overwhelmed, resulting in illegal rental contracts and the transfer of the head of the department. Let us continue to pray that new and decent housing can be found – and for an expansion of the welcoming culture in the districts where there is already good involvement in many places.

Expansion of the Editorial Team

If you are interested in politics and are well-informed, if you follow the news in Berlin about politics and the city with an attentive spiritual “eye”, if you pray about what you see and read—then you’re just the right person for the editorial team of our prayer mail. Our small online editorial team consisting of three people (Rosemarie Stresemann, Kerstin Hack, Axel Nehlsen) is looking for more people who would pray and think and then write with us. Please join with us: info@gfberlin.de

Prayer:

  • Thank God for 13 years of the Berlin prayer mail

Pray for a successful expansion of the team

Dates

  • July 8 and August 12, 6pm Prayer for city politicians in front of the Rote Rathaus

Als PDF herunterladen: [Gebet für Berlin – Juni 2015]

Good News: Gedenken und Feiern zu 70 Jahre Kriegsende

Vom 8. bis 10. Mai gab es eine Reihe von Veranstaltungen zu 70 Jahre Kriegsende beziehungsweise Befreiung und dem Ende des Holocaust; darunter erstmalig eine bewegende Veranstaltung mit Vortrag, Gebet und Abendmahlsfeier im T-Gebäude am Konzentrationslager Sachsenhausen, dem zentralen Verwaltungsgebäude aller KZs. Ferner wurden Gottesdienste mit Gedenken und Versöhnung unter Beteiligung von bis zu 18 Holocaust-Überlebenden veranstaltet.

Am Sonntag ging der erste „Marsch des Lebens“ durch Berlins Mitte, vorbei an den Schaltzentralen der Macht während der NS-Zeit. Rund 800 Personen beteiligten sich an der Kundgebung vor dem Brandenburger Tor. Unter anderem sprach ein Holocaustüberlebender, der als junger Mann zwei Todesmärsche überlebte. Er war begeistert, nun ein drittes Mal an einem „Marsch des Lebens“ teilnehmen zu können. Stephan Kramer, ehemaliger Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, zeigte sich dankbar über diese Bewegung aus der Mitte der Zivilgesellschaft, durch die jüdische Mitbürger und Holocaustüberlebende wahre Freundschaft und Liebe erlebten. Einige junge Menschen berichteten betroffen von der Entdeckung der Gräueltaten ihrer Großväter. Sie wollen nie mehr zu Antisemitismus und Judenhass schweigen und sich in Freundschaft an die Seite Israels stellen. So wies die Veranstaltung deutlich nach vorne, zu einem Weg gelebter Solidarität mit der jüdischen Bevölkerung in unserem Land und dem Staat Israel.

Das Wetter war eher kühl und grau. Als gegen Ende neben einigen Bibelstellen auch Jesaja 61, 1- 3 (Der Geist des Herrn ist auf mir…) gelesen wurde, beleuchtete plötzlich die Sonne die Bühne – wie ein „himmlischer Scheinwerfer“ des Wohlwollens Gottes.

Gebet:

  • Dank für geistlich tiefe und versöhnend nach vorne weisende Gedenkfeiern
  • Dass die verborgenen und öffentlichen Aktionen der Christen ihre freisetzenden Folgen in Gesellschaft und Politik haben

Makkabi-Spiele in Berlin

mgZum ersten Mal finden vom 27. Juli bis 5. August die Europäischen Makkabi-Spiele in Berlin statt, eine große jüdische Sportveranstaltung mit 2.300 Athleten aus fast 40 Ländern, die in 20 Sportarten gegeneinander antreten.

Die Makkabi-Spiele ziehen in den Berliner Olympiapark ein. 70 Jahre nach Kriegsende ist das ein besonderes Zeichen des Vertrauens. Noch nie gab es eine größere und bedeutendere jüdische Veranstaltung auf deutschem Boden. Vor dem 2. Weltkrieg befand sich das Büro der Makkabi-Welt-Union in Berlin.

Die Eröffnungsfeier soll am 28. Juli in der Waldbühne stattfinden. Die Vorbereitungen laufen auf vollen Touren. Enttäuschend für die Veranstalter ist die geringe Resonanz aus der Wirtschaft. Normalerweise werden große Sportveranstaltungen durch Sponsoren unterstützt. Spielt hier eine Angst um Märkte und Kundenverlust die Rolle?

Für alle Berliner gibt es die Chance, Gastfamilie für die internationalen Freiwilligen zu werden. Man kann auch selbst als Freiwilliger helfen oder durch Spenden die Spiele unterstützen. Mehr Informationen findet man unter http://www.emg2015.de

Gebet:

  • Dass sich noch genug Sponsoren für die Spiele finden
  • Dass sich viele Gastfamilien finden lassen
  • Dass die Spiele jüdisches Leben in Berlin noch bekannter machen und positiv wahrgenommen werden

Neuer Rahmenlehrplan für Schulen

Was in Baden-Württemberg noch heftig diskutiert wird, ist in Berlin längst Unterrichtspraxis. Seit 2001 sehen die Rahmenrichtlinien der Lehrpläne das Thema sexuelle Vielfalt vor. Aktuelle Grundlage sind Rahmenpläne, die seit dem Schuljahr 2006/2007 gelten. Der viel diskutierte neue Rahmenlehrplan für die Schulen in Berlin und Brandenburg wird ein Jahr später eingeführt als bisher geplant. Es bestehe noch weiterer Diskussionsbedarf, erklärten Berlins Bildungssenatorin Sandra Scheeres und Brandenburgs Bildungsminister Günter Baaske. Deshalb solle der Rahmenlehrplan für die Klassenstufen eins bis zehn erst zum Schuljahr 2017/18 wirksam werden.

Zu den sieben Bereichen, die nun mit den Verbänden vertieft besprochen werden sollen, gehört auch die Sexualerziehung. Hier deutete sich eine von vielen ethisch eher konservativen Christen erwünschte Korrektur des bisherigen Rahmenplans an.

Der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD) kritisiert jedoch den derzeitigen Entwurf. Bezüglich der Berücksichtigung von sexueller Vielfalt und geschlechtlicher Identität bestünden große Defizite. Sexualerziehung sei nicht mehr als fächerübergreifendes Thema vorgesehen. Die Perspektive von lesbischen, schwulen, bisexuellen, transidenten und intergeschlechtlichen Jugendlichen werde weitestgehend ignoriert. Die Rolle von nicht-heterosexuellen Lehrpersonen als Vorbilder wird, anders als in den bisher gültigen Richtlinien, ebenfalls ausgeblendet. (Berliner Morgenpost 23.04.2015, LSVD 18.03.2015)

Gebet:

  • Gründliche Diskussion der neuen Richtlinien für Sexualerziehung unter Einbeziehung auch von christlichen Positionen
  • Respekt vor allen sexuellen Orientierungen, aber keine Indoktrination der Schüler
  • Gottes Leitung für die Entscheider

Berufsfeld Erzieherin

Das Berufsfeld ist ein sehr umfangreiches und buntes. Die meisten Erzieher (beiderlei Geschlechter sind im Text jeweils angesprochen) sind in einer Kita (Krippe und Elementargruppe) beschäftigt. Hier gilt es, mit viel Überblick und Empathie individuell auf die Kinder zu reagieren, sowie einen guten Kontakt zu den Eltern zu pflegen. Dabei brauchen Erzieher  eine hohe Flexibilität, viel Geduld und immer wieder gute Ideen, um in der jeweiligen Situation entsprechend zu reagieren.

Jedes Kind bringt eine andere Welt mit in den Kindergarten. Das kann der kulturelle Hintergrund sein oder die Prägung der Familie. Es ist eine große Freude, die individuellen Entwicklungen der Kinder über einen längeren Zeitraum zu erleben und daran einen kleinen Anteil zu haben. Jedoch sind es viele Kinder nicht (mehr) gewohnt, sich einzuordnen und zu warten. Vielen Kindern werden zu Hause kaum Grenzen gesetzt. Das Soziale muss erst noch erlernt werden, was eine große Herausforderung an die Erzieher stellt.

Ein großes und aktuelles Problem in Berliner Kitas ist der Personalmangel und auch grundsätzlich der vorgegebene Personalschlüssel, der keine Reserven zulässt (für Kinder zwischen 3 und 6 Jahren: ein Erzieher pro 10 Kinder, für Kinder zwischen 2 und 3 Jahren: ein Erzieher pro 6 Kinder). Ständig gilt es, Personalengpässe zu überbrücken.

In Berlin leben viele Migrantenfamilien, die wenig Deutsch können und eigene Problemlagen mitbringen. Für Kitas in solchen Wohngebieten gibt es zwar eine minimale Personalaufstockung, aber keine ausreichende Abdeckung, so dass diese Kinder wirklich gut gefördert und unterstützt werden könnten. Die gesamtgesellschaftliche Situation spiegelt sich in den Kindereinrichtungen wieder: Kinder wachsen mehr und mehr in einer medialen Welt auf, reale Spielgefährten werden weniger erlebt, Auseinandersetzung mit Gleichaltrigen oder Geschwistern findet weniger statt, Erwachsene widmen den Kinder wenig qualitative Zeit, Stadt-Kinder machen wenig Naturerfahrungen.

Diese pauschalen Einschätzungen müssen natürlich individuell betrachtet werden, aber viele Kinder kennen aufgrund fehlender Anregungen und hohen Medienkonsums das eigene freie Spielen und natürliches Interagieren mit anderen Kindern nicht mehr.

Gebet:

  • Starke Teams, die Zuversicht und Liebe ausstrahlen
  • Dass Erzieher vom Träger und anderen Stellen Unterstützung erfahren
  • Dass immer mehr christliche Kitas entstehen und dort Gottes Liebe weitergeben wird

Neuer BER-Manager

In einem Interview Mitte Mai äußerte sich der neue Flughafenchef Karsten Mühlenfeld erstmal genauer über seine Erwartungen. Bis dahin waren 21 Prozent der anstehenden Restarbeiten erledigt; nach Plan wären es 23 Prozent. Man wolle im Frühjahr 2016 mit dem Bauen fertig sein, um dann innerhalb eines Jahres die Genehmigungen und Probeläufe zu absolvieren.

Eine Erweiterung solle es zunächst nicht geben; man müsse bei der erwarteten Steigerung der Passagierzahlen notfalls mit Provisorien leben. Er sei zuversichtlich, dass 2017 tatsächlich eröffnet werde.

Gebet:

  • Umsicht, Geschick, Effizienz für Karsten Mühlenfeld
  • Gelingende Weiterarbeit unter Gottes Schutz

Dran bleiben: Schutz vor Terror

Wir sind Gott dankbar für alle Bewahrung und Schutz vor Terroranschlägen im Land und in Berlin. Das ist nicht selbstverständlich!

Im April und Mai wurden wieder zwei geplante Terroranschläge in anderen Städten aufgedeckt. Nicht nur von Islamisten geht Gefahr aus, sondern auch von Rechtsextremisten. Ein aufgedeckter Plan stand in Beziehung zu einer rechtsterroristischen Vereinigung.

Gebet:

  • Dank für alle Bewahrung
  • Aufdeckung und Verhinderung möglicher geplanter Anschläge
  • Segen für die Arbeit der Polizei und Sicherheitsbehörden in unserer Stadt

Termin

  • 10. 6., 18 Uhr, Politisches Stadtgebet vor dem Roten Rathaus

Download PDF: [Prayer for Berlin – June 2015]

Commemoration and Celebration of 70 Years after the End of the War

From May 8 to 10 there were a number of events commemorating 70 years after the end of the war, the liberation and the end of the holocaust. For the first time, a very moving event with a lecture, prayer and communion service took place in the T-building of the former concentration camp Sachsenhausen, which served as the central administration of all concentration camps. In addition, there were further commemorative and reconciliation services with up to 18 Holocaust survivors.

On Sunday the first “March of Life” went through the centre of Berlin, passing the centres of power during the Nazi era. Around 800 people participated in the rally in front of the Brandenburg Gate. Among others, a Holocaust survivor, who survived two death marches as a young man, spoke. He was thrilled to be able to participate in a “March of Life” for a third time. Stephan Kramer, former secretary general of the Central Council of Jews in Germany, expressed his gratitude to this movement in the middle of society, through which Jewish residents and Holocaust survivors have experienced true friendship and love. Some young people reported how deeply they have been affected by the discovery of the atrocities committed by their grandfathers. They vowed to never remain silent about anti-Semitism and hatred of Jews, and want to be friends on the side of Israel. Thus, the event significantly pointed forward to a way of living-out solidarity with the Jewish population in our country and the State of Israel.

The weather was rather cool and grey. But near the end of the event, as some Bible passages were being read (Isaiah 61:1-3 “The Spirit of the Lord God is upon me…”), the sun suddenly illuminated the stage—like a “heavenly spotlight” of God’s goodwill.

Prayer:

  • Thank God for these deeply spiritual and reconciliatory services which point the way to the future
  • Pray that the hidden and public actions of Christians will result in setting people free in both society and politics

Maccabi-Games in Berlin

mgThe European Maccabi-Games will be held in Berlin for the first time from July 27 to August 5. This is a large Jewish sports event with 2,300 athletes from 40 countries competing in 20 sports against each other. The Maccabi-Games will be held in the Berlin Olympic Park. 70 years after the war, this is a special sign of trust. There has never been a larger and more significant Jewish event on German soil. Before World War II, the Maccabi World Union office was in Berlin. The opening ceremony will be held at the Waldbühne on July 28. Preparations are in full swing. The organizers are disappointed with the low response from the business community. Normally, major sporting events are supported by sponsors. Is fear of damaging their market and losing customers playing a role here? Berliners have the opportunity to become host families for international volunteers. You can also help as a volunteer or support the Games through donations. More information can be found at http://www.emg2015.de/

Prayer:

  • Pray that enough sponsors can be found for the Games
  • Pray that many host families can be found
  • Pray that the Games will make Jewish life in Berlin more well-known in a positive way

New Curriculum for Schools

That which is still being hotly debated in Baden-Württemberg has long been standard teaching practice in Berlin. Since 2001, the general curricula guidelines provide space for the issue of sexual diversity. The current curricula are based on frameworks that have been in place since the school year 2006/2007. The much-discussed new curriculum for schools in Berlin and Brandenburg will be introduced a year later than previously planned. Berlin’s Education Minister Sandra Scheeres and Brandburg’s Education Minister Günter Baaske explained that further discussion is still needed. Therefore, the new framework curriculum for grades one to ten will not take effect until the school year 2017/18. Sex education now belongs to the seven areas that are to be discussed with the associations. A correction of the previous master plan in favor of one more pleasing to ethically conservative Christians was suggested. However, the Lesbian and Gay Association Berlin-Brandenburg (LSVD) criticized the current draft. They feel that there are great shortcomings with regard to the consideration of sexual diversity and gender identity. “Sex education” is no longer provided as a cross-curricular topic. The perspective of lesbian, gay, bisexual, transgender and intersex young people was largely ignored. The role of non-heterosexual teachers as role models, unlike in the previously valid regulations, was also taken out. (Berliner Morgenpost 23.04.2015, LSVD 18.03.2015)

Prayer:

  • Pray for thorough discussions of new guidelines for sex education, including also from Christian positions
  • Pray for respect for all sexual orientations, but that no indoctrination of students will take place
  • Pray for God’s guidance for decision-makers

Occupational Group Pre-School Teachers

The pre-school teacher profession is very extensive and varied. Most pre-school teachers work in day-care centres (nursery and elementary group). They must know at all times what is going on and must respond empathetically to each individual child, as well as maintain good contact with the parents. Pre-school teachers need to be flexible, very patient and have wise ideas how to respond in each situation.

Every child brings a different world into the pre-school—perhaps his/her cultural background or the imprint of the family. It gives the teachers great pleasure to experience each child’s development over a long period and to have a small part in it. However, many children are no longer used to integrating themselves or waiting. Many children don’t have boundaries at home. Social interaction must be learned, which represents a major challenge for the teachers. A large and ongoing problem in Berlin pre-schools is the shortage of staff and also the prescribed staffing allowance which does not permit reserves (for children from 3 to 6 years: one teacher for every 10 children; for children aged 2 to 3 years: one teacher for every 6 children). It is constantly necessary to bridge staff shortages.

Many immigrant families live in Berlin, and many of them speak little German, which brings its own set of problems. For day care centres in such areas, a minimal increase in staff is allowed, but it is not really sufficient to really encourage and support these children. The overall social situation is reflected in the pre-schools—Children are growing up more and more in a world of media; they have less and less real playmates; they deal less with peers or siblings; adults devote little quality time to the children; urban children have little contact with nature. Of course these generalizations must be considered individually, but due to lack of ideas and high media consumption, many children no longer know how to play freely and interact naturally with other children.

Pray:

  • Pray for strong teams which exhibit confidence and love
  • Pray that pre-school teachers will receive support from their employers and others
  • Pray that more Christian pre-schools will be opened and that God’s love will be shared there

New BER-Manager

In an interview mid-May, Karsten Mühlenfeld, the new airport manager, expressed his expectations in more detail for the first time. At that point, 21 percent of the pending remaining work was done—According to plan, it should have been 23 percent. He wants construction to be done by the spring of 2016 and then to complete the approvals and trials within a year after that. An extension is not planned initially. With the expected increase in passenger numbers, people will have to live with temporary arrangements. He is confident that the airport can actually be opened in 2017.

Prayer:

  • Pray for wisdom, skill, and efficiency for Karsten Mühlenfeld
  • Pray for successful further work and God’s protection

Keeping On: Protection from Terror

We are grateful to God for His protection against in the country and in Berlin. This is not to be taken for granted! In April and May two terrorist attacks that were planned in other cities were discovered. It is not only Islamists who are dangerous, but also right-wing extremists. An attack being planned by a right-wing extremist group was discovered.

Prayer:

  • Thank God for His protection
  • Pray that attacks that are being planned can be discovered and stopped
  • Pray that God will bless the work of the police and law-enforcement agencies

Dates

  • June 10, 6pm, Prayer for City Politicians in front of the Rotes Rathaus

Herunterladen als PDF: [Gebet für Berlin – Mai 2015]

Good News: Wahrheit bricht durch

Am 28. März fand in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche unter Mitwirkung von Gemeinsam für Berlin ein ökumenischer Bußgottesdienst statt, der die Mitschuld Deutschlands am Völkermord an den Armeniern zum Inhalt hatte.

Die Schuld wurde benannt und der armenische Erzbischof sprach die Vergebung zu.

Das Thema der Mitschuld war vorher in Deutschland lange verschwiegen worden und die Politiker wollten den Begriff „Völkermord“ nicht gebrauchen.

In den Folgewochen des Gottesdienstes änderte sich die Situation von Tag zu Tag. Die Zeitungen berichteten ausführlich und die Bundesregierung kam durch die klare Haltung des Bundespräsidenten unter Druck. Am 23. April benannte Gauck im Berliner Dom deutlich die Mitverantwortung Deutschlands an diesem Völkermord und auch die Abgeordneten des Bundestags weigerten sich schließlich, weiter zu verdrängen.

70 Jahre nach Kriegsende

Brennendes BerlinAls am 8. Mai 1945 die bedingungslose Kapitulation unterzeichnet wurde, waren mehr als 60 Millionen Menschen tot. Vom 16. April bis zum 2. Mai 1945 wurde erbittert die letzte Schlacht um Berlin ausgetragen.

Die Kämpfe forderten Schätzungen zufolge über 170.000 Gefallene und 500.000 verwundete Soldaten sowie den Tod mehrerer zehntausend Zivilisten.

Berlin war eine völlig zerstörte Stadt. Insgesamt war nur ein Viertel aller Wohnungen unbeschädigt geblieben. Die Alliierten wollten sie aufgeben und an einer anderen Stelle wieder aufbauen lassen. Das verhinderten jedoch die Einwohner Berlins mit ihrem Einsatz – vor allem die Frauen, die als so genannte „Trümmerfrauen“ entscheidend dazu beitrugen, dass aus den Trümmersteinen dieser Stadt wieder etwas Neues aufgebaut werden konnte.

Wer heute unsere mit Leben erfüllte Stadt besucht, kann sich nicht vorstellen, wie groß das Ausmaß der Zerstörung damals gewesen ist.

Wir haben daher 70 Jahre nach Kriegsende viel Grund, Gott für die Gnade zu danken, die er diesem Land gezeigt hat. In der Zeit vom 8. bis 10. Mai wollen Christen auf verschiedene Art und Weise der Ereignisse der Vergangenheit gedenken und dankbar nach vorne blicken.

Es beginnt am Freitag, dem 8. Mai, mit einem Dank- und Erinnerungsgottesdienst. Am 9. Mai schließt sich eine Veranstaltung in dem sogenannten „T-Gebäude“ der Gedenkstätte Sachsenhausen an – von diesem Gebäude wurden alle Konzentrationslager Europas verwaltet. Am Sonntag, den 10. Mai, findet dann ein „Marsch des Lebens“ statt, bei dem es darum geht, sich zu erinnern, sich zu versöhnen und ein Zeichen gegen Antisemitismus zu setzen.

Unter dem Motto: „70 Jahre – Dankbar nach vorne gehen“ wird der Marsch in einer öffentlichen Veranstaltung vor dem Brandenburger Tor enden.

Ab Montag, dem 11. Mai, soll dann die Konferenz: „Ein neuer Tag für Deutschland – Die Herrlichkeit Gottes erfahren“ mit David Herzog neue Segenserfahrungen ermöglichen.

Gebet:

  • Dank für alle Gnade und Hilfe, die Berlin in den 70 Jahren erfahren hat
  • Schutz und Segen für alle geplanten Veranstaltungen zum Gedenken
  • Dass Gottes Geist diese Stadt weiter mit Leben erfüllt

Integrationsarbeit der Josua Gemeinde in Spandau

Im Bezirk Spandau hat die Josua-Gemeinde begonnen, den Nöten von Flüchtlingen praktisch zu begegnen. Für viele Flüchtlinge, die auf ihr Asylverfahren warten, gibt es in der Motardstraße in Spandau eine große Erstaufnahmeeinrichtung. Da sich immer mehr Christen mit Migrationshintergrund in der Josua Gemeinde in Spandau trafen, wurde die Idee zu einem Integrationskurs „Zuhause in Deutschland“ geboren.

An sechs Abenden wurde nach gemeinsamen Abendessen in Kleingruppen über Vorträge zu Kultur, Vorschriften und Politik in Deutschland von Migranten und Deutschen gesprochen.

Im Anschluss an den Kurs wurde das „Café der Kulturen“ eröffnet. Von Mittwoch bis Samstag ist es nun in den Räumen der Josua Gemeinde von 16 bis 19 Uhr für Menschen aller Nationalitäten geöffnet. Bei Kaffee, Kuchen und Snacks trifft man sich zum Austausch und zum Kennenlernen.

Ehrenamtliche Mitarbeiter der Gemeinde bieten nicht nur Deutschunterricht an, sondern helfen auch bei Hausaufgaben, Behördengängen, Übersetzungen und der oft schwierigen Wohnungssuche. Die Gäste kommen aus Ländern wie Ägypten, Marokko, Kenia, Togo, Syrien, Iran und Irak.

Die Gespräche werden überwiegend in Deutsch geführt, um den Gästen die Möglichkeit zu geben, sich besser in Deutschland zu integrieren und sich in unserem Land zu orientieren.

„Das Ziel ist, verschiedene Kulturen zusammen zu bringen, damit sich Flüchtlinge in unserem Land angenommen fühlen, damit sie sich bei uns ganz einfach zu Hause fühlen können“, sagt Pastor Jörg Gerasch.

Samstags wurde ein Gottesdienst für arabische Christen in den Cafébetrieb integriert. Es ist der bisher einzige Gottesdienst für protestantische arabische Christen in Berlin. (Weitere Informationen: office@josuagemeinde.de)

Gebet:

  • Dank für diese Initiative, die die durch kulturelle Grenzen nicht einschränkbare Kraft des Evangeliums praktisch erfahrbar macht
  • Dass die guten Erfahrungen andere Gemeinden ermutigen, sich für Christen aus fremden Kulturen weiter zu öffnen
  • Segen für diese und andere kreative Initiativen, die Flüchtlingen in unserer Stadt helfen und sie willkommen heißen

Gefährlicher Alexanderplatz

Leider zählt der Alexanderplatz zu den gefährlichsten Orten der Stadt. Im April kam es dort erneut zu einem Gewaltverbrechen, durch das ein 20 Jahre alter Mann aus Pakistan bei einem Streit im Bahnhof schwer verletzt wurde.

In der Nähe des Alexanderplatzes wurde am Ostersonntag in der Franziskaner-Klosterruine die entstellte Leiche eines Israelis gefunden; auch er war Opfer eines Gewaltverbrechens geworden.

Die auffällige Häufung von Gewaltdelikten – immer wieder auch mit Todesfolge – auf dem und rund um den Alexanderplatz machen betroffen. Die Polizei steht schon seit einigen Monaten mit einem Streifenwagen als mobile Wache vor dem Bahnhof. Dennoch scheinen die Beamten mit den Herausforderungen des Ortes überfordert zu sein. Bemühungen, zusätzliches Personal einzusetzen, sind bis jetzt gescheitert.

Gebet:

  • Dass Gottes Friede sich über den Alexanderplatz lagert
  • Dass dieser Platz zu einem Ort des Lebens wird
  • Segen und Gelingen für die Arbeit der Polizei vor Ort

Termine

  • 8. 5., 19 Uhr, Dank- und Erinnerungsgottesdienst, Abschluss 100 Tage Gebet; Lukasgemeinde, Kurfürstenstr.133
  • 9. 5., 11 Uhr Gedenkveranstaltung im „T-Gebäude“ der Gedenkstätte Sachsenhausen; Heinrich-Grüber-Platz 3, 16515 Oranienburg
  • 9. 5. 19 Uhr, Gottesdienst: „70 Jahre Kriegsende – Dankbar nach vorne gehen“; C-Campus Berlin, Waidmannsluster Damm 7c-e
  • 10. 5. Marsch des Lebens 15:00 Uhr Start des Marsches am Anhalter Bahnhof (Stresemannstr./Anhalter Str. in Berlin-Mitte); 16:00 Uhr Kundgebung vor dem Brandenburger Tor „70 Jahre Kriegsende“
  • 11.-13.5. Konferenz „Ein neuer Tag für Deutschland – Die Herrlichkeit Gottes erfahren“ (Anmeldung bei: http://dbb-j.de)

Quelle Foto: Wikipedia; „Bundesarchiv Bild 183-J30142, Berlin, Brände nach Luftangriff“ von Bundesarchiv, Bild 183-J30142 / CC-BY-SA. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 de über Wikimedia Commons

Download PDF: [Prayer for Berlin – May 2015]

Good News: Truth breaks through

On March 28 in the Kaiser-Wilhelm-Memorial-Church, Together for Berlin participated in an ecumenical penitential liturgy concerning Germany’s complicity in the genocide of Armenians. The guilt was named, and the Armenian Archbishop responded with forgiveness.

In the past, the issue of German complicity had not been addressed, and politicians did not use the term “genocide”.

In the weeks following the service, the situation changed from day to day. Newspapers reported in detail and the federal government experienced pressure through the clear position of the President. In the Berliner Dom on April 23, Gauck clearly spoke about Germany’s co-responsibility in the genocide, and the members of the Bundestag ultimately decided to no longer suppress the issue.

70 years after the end of the war

Brennendes BerlinBy the time the unconditional surrender was signed on May 8, 1945, more than 60 million people were dead. From April 16 to May 2, 1945, the final battle for Berlin was bitterly fought. The fighting took more than 170,000 lives, wounded 500,000 soldiers, and also caused the deaths of tens of thousands of civilians.

Berlin was completely destroyed. Only one fourth of all housing was undamaged. The Allies wanted to give up and let Berlin be rebuilt at another location. However, the inhabitants of Berlin prevented that from happening—especially the so-called “rubble women”, who so resolutely made it possible that something new could be constructed from the rubble.

Those who visit our bustling city today cannot imagine how large the destruction once was.

Therefore, today, 70 years after the end of the war, we have lots of reasons to thank God for the grace he has shown this country. From May 8-10, Christians will be commemorating past events and gratefully looking forward to the future.

Special events begin on Friday, May 8 with a thanksgiving and remembrance worship service. On May 9, an event will take place in the so-called “T-building” Sachsenhausen Memorial. All concentration camps of Europe were administered from this building. On Sunday, May 10, a march of life will take place to remember, to reconcile, and to take a stand against anti-Semitism.

The march will end with a public event called “70 years – gratefully going forward” in front of the Brandenburg Gate. A conference offering new blessing experiences with David Herzog called “A new day for Germany — Experiencing the glory of God” will begin on May 11.

Prayer:

  • Thank God for all the grace and help that Berlin has experienced in the last 70 years
  • Pray for protection and blessing on all the commemorative events
  • Pray that God’s Spirit will continue to fill our city with life

Integration ministry of Josua church in Spandau

In the district of Spandau, this church has begun to meet the needs of refugees in practical ways.

There is a large reception center in the Motardstrasse for many refugees waiting for their asylum procedure. As more and more Christians with a migration background began to meet in the Josua church in Spandau, the idea was born to offer an integration course called “Home in Germany”.

On six evenings, after eating dinner together, Germans and immigrants first listened to input about culture, regulations and politics in Germany and then discussed these topics in small groups.

Following the course, the “Café of the Cultures” opened. From Wednesdays to Saturdays, the Café in the Josua Church is still open for people of all nationalities from 4 to 7pm. People meet to exchange ideas and get to know each other over a coffee, cake and snacks.

Volunteers provide the community not only with German language lessons, but also help with homework, administrative procedures, translations, and in the search for living accommodations, which is often difficult.

The guests come from countries such as Egypt, Morocco, Kenya, Togo, Syria, Iran and Iraq.

Conversation usually takes place in German in order to give guests the opportunity to become better integrated in Germany and to orient themselves to our country.

“The goal is to bring different cultures together so that refugees feel welcome in our country and thus feel at home,” says Pastor Jörg Gerasch.

On Saturdays there is a service for Arab Christians integrated into the café. So far, it is the only worship service for Protestant Arabic Christians in Berlin (further information: office@josuagemeinde.de).

Prayer:

  • Thank God for this initiative which is allowing the culturally unlimited power of the gospel to be experienced in practical ways
  • Pray that the good experiences encourage other churches to open themselves to Christians from other cultures
  • Pray that God will bless these and other creative initiatives that help refugees and make them feel welcome

Dangerous Alexanderplatz

Unfortunately, the Alexanderplatz is one of the most dangerous places in the city.

Once again in April, there was a violent crime committed on the Alexanderplatz, in which a 20 year old man from Pakistan was seriously injured in a fight at the train station.

On Easter Sunday, the disfigured corpse of an Israeli was found in the ruins of the Franciscan monastery not far from the Alexanderplatz. He had also been the victim of a violent crime.

The noticeable accumulation of violent crime that often ends in death on and around the Alexandeplatz is cause for great concern. For several months, the police have had a police car stationed outside the train station as a kind of mobile police station. However, the officials seem to be overwhelmed with the challenges of the area. Efforts to deploy additional staff have failed so far.

Prayer:

  • Pray that God’s peace would settle on the Alexanderplatz
  • Pray that this place will become a place of life
  • Pray for blessing and success for the work of the police on site

Dates

  • May 8, 7pm Thanksgiving and Remembrance Worship Service, Conclusion of 100 Days of Prayer, Lukasgemeinde, Kurfürstenstr.133
  • May 9, 11:00 Commemoration Event in the “T-Building“ of the Memorial Site Sachsenhausen; Place: Heinrich-Grüber-Platz 3, 16515 Oranienburg
  • May 9, 7pm, Worship Service: „70 Years after the End of the War – Gratefully going forward“; Place: C-Campus Berlin, Waidmannsluster Damm 7c-e
  • May 10 March of Life: 3pm March begins at Anhalter Bahnhof (Stresemannstr./Anhalter Str. in Berlin-Mitte); 4pm Demonstration in front of the Brandenburger Tor “70 Years after the end of the war“
  • May 11-13 Conference “Experiencing God’s glory“ (Registration at: http://dbb-j.de/)

Source of photograph: Wikipedia; „Bundesarchiv Bild 183-J30142, Berlin, Brände nach Luftangriff“ von Bundesarchiv, Bild 183-J30142 / CC-BY-SA. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 de über Wikimedia Commons

Herunterladen als PDF: [Gebet für Berlin – April 2015]

Good News: Uni-Partnerschaft Berlin – Jerusalem

Im Jubiläumsjahr „50 Jahre diplomatische Beziehungen Deutschland – Israel“ erweitern die Hebräische Universität Jerusalem und die FU Berlin ihre Partnerschaft. Ein neues Abkommen ermöglicht die gemeinsame Promotion in allen Fachbereichen. Es ist das erste dieser Art zwischen einer israelischen und einer deutschen Uni. Die Absolventen werden in Berlin und Jerusalem ausgebildet und erhalten einen Doktortitel von zwei Universitäten. Außerdem sammeln sie internationale Forschungserfahrung und knüpfen Verbindungen in beiden Staaten. So soll nicht nur Wissenschaft, sondern auch Versöhnung und Verständnis gefördert werden.

Good News: Deutsche Schuld und armenische Vergebung

Der ökumenische Bußgottesdienst für die Mitschuld Deutschlands am Völkermord an den Armeniern vor 100 Jahren war ein bewegendes Ereignis, das (so eine Armenierin) „Geschichte schrieb“. In der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche versammelten sich rund 300 Personen. Pfarrer Philip von Preußen predigte, stellte sich als Nachfahre von Kaiser Wilhelm II. der Schuld seiner Vorfahren und bat die anwesenden Armenier um Vergebung. Das geschah ebenso in einem Bußgebet, das alle anwesenden Deutschen mitbeten konnten. Der armenische Erzbischof für Deutschland nahm das Bekenntnis an und sprach die Vergebung zu. Das Bekenntnis der (nachgewiesenen, massiven) Mitschuld Deutschlands geschah in dieser Weise wohl erstmalig. Beten wir dankbar um nachhaltige Folgen auch in der deutschen Politik!

100 Tage Michael Müller

http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Michael_M%C3%BCller_(2014).jpg

Foto: WikiCommons

Entgegen allen Erwartungen ist der neue Regierende Bürgermeister Michael Müller rasch zum beliebtesten Politiker in Berlin aufgestiegen. Seine Beliebtheitswerte übersteigen bereits in den ersten 100 Tagen seiner Amtszeit die seines Vorgängers während dessen besten Zeiten. Wahrscheinlich honorieren die Berliner damit eine Art des Regierens, die nicht auf Showeffekte setzt. „Gut regieren“ ist Müllers Motto. Es ist schon eine erstaunliche Leistung, wenn es in den ersten 100 Tagen der Regierung keine Anfängerfehler und keine Fehlgriffe beim Personal gibt. Der neue Regierende Bürgermeister produzierte also keine negativen Schlagzeilen. Für Müller ist es wichtig, dass die Regierung die Bürgernähe sucht. Auf seine Initiative tagt der Senat nun regelmäßig in den Bezirken, im Anschluss ist er für die Bürger da. Auch im Roten Rathaus kann man ihn besuchen. Er hält dort eine Bürgersprechstunde. Für Müller ist es wichtig, sich um konkrete Probleme zu kümmern – mit großen Visionen für die Zukunft ist er bis jetzt nicht aufgefallen. Zugleich zeigt er Führungsstärke. Er setzte sich beim Umbau des BER-Managements gegen den Bund durch.

Gebet:

  • Dank für diesen positiven Start in die Regierungszeit
  • Klarheit, wie die vielfältigen Probleme in dieser Stadt gezielt angegangen werden können
  • Mut, wegweisende, wenn auch unpopuläre Entscheidungen zu treffen

Islamische Religionslehrer und Islamisten

Der Senat möchte nicht mehr, dass in den Moscheen Imame und islamische Religionslehrer tätig sind, die aus dem Ausland hierher geschickt werden, die oft kein Deutsch sprechen und nur wenig Verständnis für die Lebenswirklichkeit der in Deutschland und Berlin lebenden Muslime haben. Daher soll ein Berliner Institut für Islamische Theologie eingerichtet werden. Dort sollen dann in Zukunft Religionslehrer für die Berliner Schulen, sowie auch Imame für die Moscheen und Sozialarbeiter ausgebildet werden. Angesichts zunehmender Radikalisierung besonders auch junger Menschen beschäftigt sich der Senat ernsthaft mit Gegenmaßnahmen. Die Ausbildung von islamischen Religionsgelehrten auf Deutsch hat für den Senat den Vorteil, dass diese Personen die deutsche Gesellschaft kennen und darin verwurzelt sind. Laut Bildungsverwaltung soll zu diesem Projekt nun eine Arbeitsgruppe eingerichtet werden, die von einem Beirat beraten wird.

Seit 2011 hat sich die Zahl der Salafisten in Berlin, die dem Verfassungsschutz bekannt sind, auf 620 verdreifacht. 330 gelten als gewaltorientiert. Zurzeit wird vom Senat auch das Verbot des Trägervereins der Al-Nur-Moschee diskutiert. Diese Moschee gilt als Treffpunkt von Salafisten und wird vom Verfassungsschutz beobachtet. Dort wurde schon gegen Juden gehetzt und zuletzt gab es eine äußerst frauenfeindliche Predigt, die sich gegen deutsche Gesetze zur Achtung der Rechte von Frauen richtete.

Gebet:

  • Weisheit und Gelingen für Umsetzung der geplanten Lehrerausbildung
  • Noch mehr Erkenntnis, wie der Radikalisierung Jugendlicher entgegengetreten werden kann
  • Für ein mächtiges, rettendes Wirken des Heiligen Geistes unter den Muslimen

Alte Mitte – Neue Liebe

Die Mitte Berlins ist immer noch nicht zu Ende gestaltet. Es geht um die historische Mitte rund um den Alexanderplatz zwischen Fernsehturm und Spree. Jetzt werden die Bürger mit einbezogen und können mit diskutieren, auch online unter www.altemitte-neueliebe.de. Dort kann man schon jetzt seine Meinung über diesen Ort mitteilen – die meisten Einträge beurteilen die Mitte als nicht einladend zum Verweilen. Am 18. April ist im Berliner Congress Center der öffentliche Auftakt zum Bürgerdialog des Senats. Es geht unter anderem um folgende Fragen: Soll der Neptunbrunnen zurück ans Schloss versetzt werden? Wie geht man mit dem Denkmal von Marx und Engels um? Was wird mit der großen Freifläche gemacht – bleibt sie erhalten, oder darf sie bebaut werden? Wenn ja, wie? Bis Ende 2015 können die Bürger diskutieren und dann eine Art Manifest für das Areal formulieren. Anschließend wird sich das Abgeordnetenhaus mit den Bürgerwünschen beschäftigen und dementsprechend einen Beschluss fassen. 2016 sollen dann Architekten in einem Wettbewerb die Vorgaben umsetzen und städtebauliche Ideen entwerfen. Schon jetzt wird das Gelände rund um die Marienkirche umgebaut und das große Lutherdenkmal soll an seinen historischen Platz nahe der Kirche zurückkehren.

Gebet:

  • Freisetzung von göttlichen Ideen für die Gestaltung der alten Mitte
  • Dass sich Gottes Liebe für diese Stadt auch in der konkreten architektonischen Gestaltung ausdrücken kann
  • Gelingen des Bürgerdialogs – ohne provokative Störungen

Beratung für Dschihad-Rückkehrer

In Berlin startet Anfang April eine Beratungsstelle für desillusionierte Rückkehrer aus dem Dschihad. Vom Senat finanzierte Betreuer sollen ihnen helfen, in ein friedliches Leben zurückzufinden. Der Verein VPN hat bereits Erfahrungen in anderen Bundesländern gesammelt. 90 gewaltbereite Islamisten aus Berlin sind bisher in den „Heiligen Krieg“ gezogen, hat der Berliner Verfassungsschutz gezählt. Ein Drittel von ihnen ist wieder in die Hauptstadt zurückgekehrt. Berlin gilt als Hochburg der Dschihadisten-Szene. Der Leiter des Berliner Verfassungsschutzes warnt vor vielen Heimkehrern. Sie seien radikalisiert, sie seien abgestumpft, sie könnten eine Gefahr darstellen. Die Erfolgsaussichten der Beratung für Rückkehrer werden als relativ hoch eingeschätzt.

Gebet:

  • Für eine hohe Erfolgsquote der Aussteiger-Beratung
  • Dass über die Grausamkeit des „Islamischen Staats“ (IS) Enttäuschte wahres Leben in Jesus Christus finden

1. Mai

Der 1. Mai naht. In den letzten Jahren war er auch Dank des Gebets immer gewaltärmer geworden. Fürbitter werden wieder auf den Straßen unterwegs sein (bei Interesse bitte wenden an info@gfberlin.de). Die Tage werden durch andauerndes Lob Gottes unterlegt (siehe Termine). Es ist derzeit noch nicht absehbar, welche Demonstrationen es geben wird und wie das Gewaltpotential einzuschätzen ist. Erstmals werden in diesem Jahr christliche Musikgruppen auf einer der Bühnen im „Myfest“-Gelände mitwirken. Ein Gospelchor und Bands verschiedener ethnischer Herkunft werden am Heinrichplatz spielen.

Gebet:

  • Dank für die interkulturelle Musikbühne und gelingende Vorbereitung
  • Ein gewaltfreier Mai-Feiertag in Berlin
  • Weisheit für die Polizei, dass ihre Maßnahmen deeskalierend wirken

Termine

  • 8. 4., 18 Uhr, Politisches Stadtgebet vor dem Roten Rathaus
  • 30. 4. bis 2.5., BURN, kontinuierlicher Lobpreis mit Fürbittezeiten für den 1. Mai, Gebetskeller Kreuzberg, Adalbertstr. 97 (am Kotti)
  • 1. Mai, 13 bis 17 Uhr, Interkulturelle Musikbühne mit christlichen Bands als Teil des „Myfest 2015“, Heinrichplatz, Kreuzberg
  • Vorschau: 8. bis 10. Mai, 70. Jahrestag der Befreiung: Abschluss von 100 Tage Gebet (8.5.), Gedenkfeier im KZ Sachsenhausen (9.5.), Marsch des Lebens vom Anhalter Bahnhof zum Brandenburger Tor (10.5., 15 Uhr). Näheres in der nächsten Gebetsmail!
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