PDF herunterladen: [Gebet für Berlin – Februar 2016]

Good News: Körperwelten-Ausstellung verboten

Im Februar 2015  eröffnete die dauerhafte Körperwelten-Ausstellung, das „Menschen-Museum“, am Alexanderplatz. Mehrfach ist der Bezirk Berlin-Mitte deswegen vor Gericht gegangen. Im Dezember fiel nun das Urteil: Nach der Auffassung des Oberverwaltungsgerichts fallen die plastinierten Ausstellungsstücke auch nach ihrer Herstellung unter den Begriff der Leiche im Sinne des Berliner Bestattungsgesetzes und unterliegen damit grundsätzlich dem im Gesetz geregelten Ausstellungsverbot.

Die Chance auf die nun benötigte Genehmigung für die Ausstellung der Leichen ist sehr gering, jedoch könnte es trotzdem noch bis zu einem Jahr dauern, bis dieses Urteil rechtskräftig ist. So lange bleibt das Museum geöffnet. Zusätzlich ist nun das regelmäßige Angebot eines Anatomie-Workshops für 8- bis 12-jährige Kinder anhand der Präparate geplant. Die mögliche Jugendgefährdung wird derzeit noch geprüft.

Gebet:

  • Dank für das gerichtliche Ausstellungsverbot
  • Dass das Urteil schnell rechtskräftig wird und auch die Anatomie-Workshops für Kinder verboten werden können

Humboldtforum: neuer Intendant kommt, Projektleiter geht

Beim Berliner Stadtschloss, dem künftigen Humboldtforum, gibt es Personalwechsel. Der Vorstand der Stiftung und bisherige Manager der Großbaustelle, Manfred Rettig, lässt sich zum 1.3. in den (altersmäßig schon fälligen) Ruhestand versetzen. Der ausgewiesene Fachmann hatte schon den Regierungsumzug von Bonn nach Berlin gemanagt. Er geht ins Kuratorium der Schloss-Stiftung, beendet aber seine berufliche Projektleitung. Als für den Baufortschritt verantwortlicher Ingenieur fasziniere ihn zwar das Projekt weiterhin, aber er könne weitere bauliche Veränderungen im Inneren und in der Nutzung nicht mittragen, sagte Rettig. Das ist insofern delikat, als neben den beiden Gründungsintendanten Parzinger und Bredekamp in diesen Tagen der Brite Neil MacGregor nach Berlin kam. Seine Berufung durch Kultur-Staatssekretärin Monika Grütters war viel gerühmt worden: ein ausgewiesener Deutschland-Kenner und kreativer Kopf – mit Nähe zum christlichen Glauben. Er will nochmal nachdenken über die Bedeutung des Humboldt-Forums als Schloss der Kulturen der Welt – gerade jetzt, wo so viele Menschen wie nie zuvor aus allen Kulturen der Welt in Berlin und im Land stranden. Solches Nachdenken passte dem Bauplaner Rettig offenbar nicht.

Gebet:

  • Dank für den bisherigen Baufortschritt im Zeit- und Kostenrahmen (eine Ausnahme!)
  • Dass der Bund und das Land Berlin sich schnell auf einen Nachfolger einigen
  • Konstruktive und kreative Weiterarbeit am Schloss zum Wohl von Stadt und Land

Gebet für Berliner Ämter: LaGeSo

Im Berliner Wahljahr 2016 wollen wir besonders für die Berliner Verwaltung beten. Sie hat in den letzten Jahren immer mal wieder Schlagzeilen gemacht, leider meist keine positiven. Für Veränderung ist politischer Wille nötig – und Gebet, dass die richtigen Menschen die nötigen Maßnahmen erkennen und anpacken.

Wir beginnen die Gebetsserie mit dem Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales, kurz LaGeSo. Es hat vielfältige Aufgaben: Gesundheit – also z.B. auch Zulassung von Ärzten, Fürsorge für Menschen mit Behinderung und den großen Bereich „Soziales“, zu dem in Berlin bisher auch die Betreuung von Flüchtlingen gehört. Durch veraltete Computertechnik und massiven Stellenabbau war das Amt schon vor 2015 an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit geraten. Der Zustrom an Flüchtlingen im Jahr 2015 führte zur völligen Überforderung. Die Menschen müssen tagelang und nächtelang anstehen, um überhaupt eine Chance zu haben dranzukommen. Viele Flüchtlinge waren wochenlang obdachlos. Der bisherige Leiter des LaGeSo bat im Dezember 2015 nach massiver Kritik an seiner Amtsführung um Rücktritt. Sein kommissarischer Nachfolger für etwa ein Jahr ist Sebastian Muschter. Er kommt nicht aus der Verwaltung, sondern der Unternehmensberatung und kennt sich vor allem in IT-Optimierung gut aus. Der Bereich „Flüchtlingshilfe“ soll aus dem LaGeSo ausgegliedert und zu einem eigenen Amt werden.

Gebet:

  • Dank für die vielfältigen Aufgaben, die das LaGeSo für die Berliner Bürger wahrnimmt
  • Schnelle Lösungen für die vielen Menschen – besonders die Geflüchteten – die unter den ineffizienten Strukturen leiden
  • Nachhaltige Verbesserung der IT und Prozesse und eine gute Struktur und Team für das neue Flüchtlingsamt

Abgeordnetenhaus-Wahl September

Am 18. September 2016 wählen die Berliner das neue Abgeordnetenhaus. Am selben Tag werden auch die Bezirksverordnetenversammlungen neu gewählt. Die meisten Direktkandidaten für das Abgeordnetenhaus wurden bereits innerhalb der Parteien festgelegt. Zum Beispiel wählte die SPD im Wahlkreis 4 den regierenden Bürgermeister Müller mit 100% der Stimmen.

Nach aktueller Forsa-Umfrage sieht es so aus, als würde sich bei der Sitzverteilung bei den vier stärksten Parteien nur geringfügig etwas ändern. Aber die Piraten-Partei ist derzeit unter die 5%-Marke gefallen und die Mehrheit der bisherigen Abgeordneten will Die Linke unterstützen. Möglicherweise könnte die AfD als fünfte Partei einziehen. Bei der letzten Wahl 2011 lag die Wahlbeteiligung bei 60,2%, ein leichter Anstieg gegenüber dem Tiefpunkt 2006.

Gebet:

  • Dass Gottes Wille bei der Wahl und der nachfolgenden Koalitionsbildung geschieht
  • Dass die Wahlbeteiligung weiter steigt

Berliner des Jahres – Flüchtlingshelfer

Im vergangenen Jahr sind rund 80.000 Flüchtlinge nach Berlin gekommen. Tausende Berliner haben sich in allen Bezirken dabei engagiert, Flüchtlingen zu helfen. Die Berliner Morgenpost wählte jetzt zusammen mit RTL104,6 einen der Flüchtlingshelfer als “Berliner des Jahres“. Der Student Phillipp Bertrams war Helfer der ersten Stunde, als das ehemalige Rathaus Wilmersdorf zu einer Flüchtlingsunterkunft umgewandelt wurde. Er organisierte die Facebook-Gruppe „Wilmersdorf hilft“, die sofort nach Gründung am ersten Tag 200 Hilfsbereite mobilisieren konnte, um bei der Einrichtung der Unterkunft mitzuhelfen. Pro Tag helfen vor Ort immer noch 150 bis 200 Freiwillige und Phillipp Bertrams hat inzwischen sein Studium unterbrochen und wurde stellvertretender Leiter der Unterkunft. Mit ihm werden alle diejenigen geehrt, die sich heute Tag für Tag um das Wohl der Flüchtlinge kümmern.

Gebet:

  • Dank für alle, die sich unermüdlich für die Flüchtlinge einsetzen
  • Dass die Helfer noch mehr Unterstützung auch von den staatlichen Stellen erfahren
  • Dass die Kreativität der Helfer erkannt und wo möglich gefördert wird zum Wohl aller
Bild von Wikipedia

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Flüchtlingsdorf in Tempelhof

Die Anzahl der Flüchtlinge fordert neues und unkonventionelles Denken auf vielen Ebenen. Entscheidungen müssen schneller und unbürokratischer gefällt werden können. Wie schwierig das aber ist, zeigt sich schon an der Planung für temporäre Flüchtlingsunterkünfte, von denen einige auch neu gebaut werden sollen – so etwa auf dem Tempelhofer Feld. Nach einem Volksentscheid darf das Tempelhofer Feld nämlich nicht bebaut werden. Geplant ist nun eine temporäre Randbebauung, die ca. 7000 Menschen eine Unterkunft bieten soll. Mit einer Änderung des Tempelhof-Gesetzes geht es aber nicht so schnell voran, wie sich das der Regierende Bürgermeister Müller wünscht. Darüber muss das Parlament beraten, was erst Ende Januar geschehen soll. Gleichzeitig muss der Bau von Wohnungen für die auch durch Zuzug wachsende Anzahl der Berliner politisch geplant und staatlich gefördert werden. Auch viele sozial schwache Berliner finden nur noch sehr schwer Wohnraum.

Gebet:

  • Dass es gelingt, verfestigte, hemmende Vorgaben beim Wohnungsbau abzubauen
  • Dass eine rasche Lösung für die Planungen am Tempelhofer Feld gefunden wird
  • Dass eine Ankurbelung des Wohnungsbaus allen Berlinern zugutekommt

Dran bleiben: Terrorgefahr

Die Zahl der dem Verfassungsschutz bekannten Salafisten wächst in Berlin an. Mehr als 100 davon sind bereits nach Syrien und dem Irak ausgereist, um dort zu kämpfen. Etwa 30 halten sich inzwischen als Rückkehrer aus Syrien hier auf. Etliche davon werden als „Gefährder“ eingestuft.

Gebet:

  • Beten wir um weiteren Schutz vor Anschlägen und um Bekehrungen unter Salafisten

Termine

  • 10. 2., 18 Uhr: Politisches Stadtgebet vor dem Roten Rathaus
  • 3.-5.3.: Transforum-Konferenz von Gemeinsam für Berlin, u.a. mit einem Workshop über „Erkundung von Lebenswelten durch Gebetsgänge“ und Frühgebet. Mehr unter http://www.transforum-berlin.de

Download PDF: [Prayer for Berlin – February 2016]

Good News: Body Worlds Exhibition prohibited 

In February, 2015 the permanent Body Worlds exhibition, the “Human Museum”, opened on the Alexanderplatz. The district Berlin-Mitte took them to court several times and in December, the judgement was passed. “In the opinion of the administrative court, the plastinated exhibition pieces fall under the term corpse within the concept of the Berlin Burial Act even after their production, and are therefore forbidden to be exhibited.” The chance of necessary approval of the exhibition of the corpses is now very low, but it could still take more than one year until this judgement is final. Until then, the museum remains open. In addition, regular anatomy workshops for 8- to 12-year-olds using the plastinated body parts are now being planned. Whether or not this is a youth hazard is being investigated.

Prayer:

  • Thank God for the judicial ban on the exhibition  
  • Pray that the judgement quickly becomes legally binding and that the anatomy workshops for children will also be banned 

 

Humboldtforum: New Director comes, Project Director goes 

There are personnel changes at the Berlin City Castle (Stadtschloss), the future Humboldt Forum. The board of the foundation and former manager of the construction site, Manfred Rettig, will retire on March 1 (age-wise overdue). The experienced expert had already managed the government’s move from Bonn to Berlin. He will be on the Board of Trustees of the Stadtschloss Foundation, but will end his professional project management.

Mr. Rettig said that the project will continue to fascinate him as the construction engineer in charge, but that he felt he could no longer support further structural changes in the interior and in the use of the Stadtschloss. This is quite a delicate situation, because in addition to the two founding directors Parzinger and Bredenkamp, Neil MacGregor recently came from Britain. His appointment by Culture Secretary Monika Grütters had been much praised: a renowned Germany-connoisseur and a creative mind – with proximity to the Christian faith. He wants to think anew about the meaning of the Humboldt Forum as a Schloss of World Cultures – especially now that more people than ever from all cultures of the world have landed in Berlin and in Germany. The construction planner Rettig obviously did not agree with such thinking.

Prayer:

  • Thank God for the recent construction progress in terms of time and budget (an exception!)  
  • Pray that the federal government and the state of Berlin will quickly agree on a successor 
  • Pray for constructive and creative further work on the Schloss for the benefit of the city and the country 

 

Prayer for Berlin’s Administrative Offices: LaGeSo 

During this election year in Berlin, we want to pray especially for Berlin’s administrative offices. In recent years, they have made headlines from time to time, but they were unfortunately often not positive.

In order for change to happen, politicians must be willing to change, and we need prayer that the right people recognize and tackle the necessary measures.

We start this new prayer topic with the Berlin State Office for Health and Social Affairs, nicknamed LaGeSo. It has a variety of tasks: Health – for instance, the licensing of physicians, caring for people with disabilities, and a wide range of things that belong to “social affairs”, under which in Berlin the care of refugees presently belongs. The Office was already stretched to its limits in 2015 because of outdated computer technology and massive job cuts. The influx of refugees in 2015 led to massive overload.

People have to stand in line for days and nights to even have a chance at a turn. Many refugees were homeless for weeks. The former head of LaGeSo resigned in December following massive criticism of his administration. Sebastian Muschter will serve as interim successor for about a year. He does not come from the management side, but rather as a consultant to management. He has expertise in the area of IT-optimization. The area of caring for refugees is due to be separated from the LaGeSo and become a private office.

Prayer:

  • Thank God for the many tasks that the LaGeSo do for Berlin citizens  
  • Pray for quick solutions for the many people – especially the refugees – who are suffering because of inefficient structures 
  • Pray for sustainable improvement of IT and processes and a good structure and team for the new Refugee Office. 

 

House of Representatives Election September 

On September 18, 2016, Berliners will choose the new House of Representatives. The District Assemblies will be elected on the same day. Most direct candidates for the House of Representatives have already been defined within the parties. For example, the SPD elected Mayor Müller in constituency 4 with 100% of the votes.

According to the current Forsa survey, it looks as if only slight changes in the allocation of seats among the four strongest parties will occur. But the Pirate Party has currently fallen below the 5% threshold, and the majority of the previous representatives will support the Left. The AFD could possibly move in as the fifth party. At the last election in 2011 the turnout was 60.2%, a slight increase from the low point of 2006.

Prayer:

  • Pray that God’s will be done in the election and the following formation of a coalition  
  • Pray that the voter turnout will rise further 

 

Berliner of the Year – Refugee Helper 

Last year, some 80,000 refugees have come to Berlin. Thousands of Berliners from all walks of life have been involved in helping them. Together with RTL 104,6, the Berliner Morgenpost has chosen a refugee helper as “Berliner of the Year”. The student Phillipp Bertrams began helping from the very beginning when the former town hall in Wilmersdorf was converted into a refugee shelter. He organized the Facebook group “Wilmersdorf help” that was able to mobilize 200 helpers to help at the shelter on the day after it was created. 150-200 volunteers are still helping every day, and Phillip Bertrams has interrupted his studies to become the director of the shelter. The honour includes all those who are taking care of refugees every day.

Prayer:

  • Thank God for all who are working tirelessly to care for refugees  
  • Pray that the helpers will receive help from public authorities 
  • Pray that the creativity of the helpers will be recognized and promoted where possible for the benefit of all 

 

Refugee Village in Tempelhof 

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The number of refugees calls for new and unconventional thinking on many levels. Decisions must be able to be made more quickly and with less red tape. How difficult this is, however, is already evident in the planning for temporary refugee shelters, some of which will be newly built – such as on the Tempelhof Field. According to a referendum, there can be no construction on Tempelhof Field.

The current idea is to build a temporary development on the edge, which will provide housing for about 7,000 people. A change in the Tempelhof law is not progressing as fast as Mayor Müller desires. The Parliament must discuss what should be done, and this will not take place until the end of January. At the same time the construction of housing also for the growing influx of Berliners must be planned politically and receive state support. In addition, many low income Berliners are finding it extremely difficult to find housing.

Prayer:

  • Pray for success in reducing tight and narrow requirements for residential construction  
  • Pray for a quick solution for the planning of the Tempelhofer Field 
  • Pray that a boost in housing construction will benefit all Berliners 

 

Keeping On: The Terror Threat 

The number of Salafists in Berlin known by Homeland Security is growing. More than 100 of them have left the country to go to Syria and Iraq to fight there. Approximately 30 have returned here from Syria. Many of them are classified as “dangerous persons”.

Prayer:

  • Pray for further protection against attacks and for the conversion of Salafists  

 

Dates 

  • Feb. 10, 6pm: Prayer for city politicians in front of the Rote Rathaus
  • March 3.-5: Transforum-Conference of Together for Berlin, including a workshop on “Exploring worlds in which people live through prayer walks” and early morning prayer. More at http://www.transforum-berlin.de

Herunterladen als PDF: [Gebet für Berlin 12-15/1-16]

Good News

Zwei Berliner Studenten haben es angepackt, eine Uni für Geflüchtete ins Leben zu rufen, die sonst oft jahrelang warten müssen, bis sie ihr Studium wieder aufnehmen können. Zwei Jahre lang wird online studiert, dann auf eine reguläre Uni gewechselt. In einer Fundraising-Kampagne wurden über eine halbe Million Euro gesammelt – das reicht, um mehr als 400 Flüchtlingen ein komplettes Studium zu ermöglichen. http://kiron.university/

  • Dank für Beispiel gebende Berliner Kreativität

Flüchtlinge in Berlin

Nach wie vor kommen täglich rund 750 Flüchtlinge nach Berlin. Das bedeutet: Jeden zweiten Tag muss eine neue Unterkunft eröffnet werden, Tausende von Menschen suchen nach einer Wohnmöglichkeit und stehen an den Ämtern an, um Leistungen zu erhalten. Das ist und bleibt eine riesige Herausforderung. Die gute Nachricht: Der Regierende Bürgermeister hat in einer Regierungserklärung deutliche Worte gesprochen und alle Verantwortlichen zur Verbesserung der Zustände gedrängt. Nach Auskunft von Insidern gibt es jedoch nach wie vor Bezirke, die versuchen, sich der Verantwortung zu entziehen und Prozesse zu blockieren. Auch das Tempelhofer Feld soll mit temporären Flüchtlings-Unterkünften belegt werden; umstritten ist weiterhin, ob zusätzlich auch auf dem betonierten Vorfeld oder an den (bisher gesetzlich nicht bebaubaren) Rändern. Nach wie vor ist das Engagement von Tausenden von Ehrenamtlichen auch in den Kirchen großartig.

Gebet:

  • Dank für alle Hilfe, die wir in Berlin Flüchtlingen bisher geben konnten
  • Für schnelle Maßnahmen, um Prozesse zu optimieren und unbürokratischer zu machen
  • Lösungen für die Unterbringung
  • mehr Gemeinden, Wohngemeinschaften und Familien, die bereit sind, Flüchtlinge bei sich aufzunehmen oder zu unterstützen

Situation am LaGeSo

Manches hat sich am Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGeSo), wo Flüchtlinge sich registrieren lassen, verbessert: Durch private Spenden konnten zwei Busse finanziert werden, in denen Männer nachts warten können; Mütter und Kinder dürfen in ein Zelt. Es wurden Maßnahmen ergriffen, um die Verwaltungsprozesse zu beschleunigen und das LaGeSo zu entlasten: Mobile Registrierungsteams, Leistungsauszahlung in den Unterkünften und Bezirken, Verlängerung von Leistungen per E-Mail.

Doch nach wie vor ist die Lage vor Ort am LaGeSo sehr kritisch. Nacht für Nacht warten Hunderte von Menschen ungeschützt vor Kälte und Regen am Eingang, in der Hoffnung, am nächsten Morgen vielleicht dranzukommen. Beim Einlass kommt es regelmäßig zu Rangeleien mit Verletzungen. Viele stehen Tag für Tag 15 bis 20 Stunden an – versorgt alleine von Ehrenamtlichen. (Hier ein erschütternder Fernsehbericht dazu http://is.gd/r9olGX)

Gegenüber vom LaGeSo steht das Gebäude des ehemaligen Innenministeriums leer, für das pro Monat über 570.000€ Miete gezahlt wird. Doch der Bund will vor Ende 2016 aus dem Mietvertrag raus und der Eigentümer will das Gebäude lieber als Büro vermieten.

Gebet:

  • Dank für alle bisherigen Verbesserungen
  • Dass mehr Bezirke sich zur Auszahlung von Leistungen an Flüchtlinge bereit erklären
  • Effizientere Strukturen bei Bearbeitung, Wartemanagement und Versorgung
  • Öffnung des BMI-Gebäudes für die Wartenden

Erhöhte Ausgaben für Sicherheit

640px-VW_PolizeiwagenDas Entsetzen über den Terror von Paris und die Situation in Brüssel treibt uns ins Gebet. Die Behörden sagen, dass es auch in Berlin eine „anhaltende abstrakte Gefährdungslage“ gebe. Nun bekommt Berlin eine Anti-Terror-Soko (Sonderkommission). Wie Polizeipräsident Klaus Kandt am 22.11. im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses sagte, wurden in der Soko 70 Beamte zusammengezogen; sie untersteht dem Staatsschutz. Die Beamten sollen die Hinweise zu verdächtigen Gegenständen oder Personen „sichten und bewerten“.

Seit den Anschlägen von Paris gingen schon zahlreiche Hinweise ein. Kandt forderte auch eine verbesserte Ausrüstung der Polizei. Die Bewaffnung potentieller Attentäter habe neue Dimensionen erreicht; daher müsse man beim Schutz der Polizisten nachbessern.

Die Koalition hat sich auf einen erweiterten Haushaltsplan für 2016/17 geeinigt. Darin wird das Budget für Polizei und Feuerwehr um 50 Millionen Euro jährlich aufgestockt. Ein großer Teil des Geldes fließt in die Terrorbekämpfung durch das Spezialeinsatzkommando (SEK) und das Landeskriminalamt, einschließlich neuer Waffen, DNA-Analysegeräten, Nachtsichtausrüstung und 350 Dokumentenprüfgeräten, die gefälschte Pässe identifizieren können. Es wird eine Taskforce „zur Bewältigung besonderer Sicherheitslagen“ gebildet, dafür werden 75 neue Stellen geschaffen. Auch die polizeilichen Ressourcen zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität werden verstärkt. (Daten und Fakten: Der Tagesspiegel 23.11.)

Gebet:

  • Dank für die Erhöhung der Personal- und Geldmittel für die innere Sicherheit
  • Für eine verbesserte Ausrüstung der Polizei
  • Erfolgreiche Terrorprävention

Islamistische Radikalisierung

Die salafistische Szene in Berlin vergrößert sich in einem enormen Tempo. Laut Verfassungsschutz sind in der Stadt rund 670 Salafisten, 350 von ihnen gelten als gewaltbereit. Wir haben über 100 Ausreiser nach Syrien und in den Irak, und davon sind schon zehn ums Leben gekommen.

Die Radikalisierung findet überwiegend durch recht unauffällige Moschee-Mitglieder im „Hinterzimmer“ statt, d.h. unabhängig vom Imam und außerhalb der Moscheen. „Gleichwohl könne man nicht ausschließen, dass unter dem Deckmantel des Flüchtlingseins“ auch Anschläge vorbereitet werden könnten. Um mögliche Taten zu verhindern, setze der Verfassungsschutz stärker als in der Vergangenheit auf Prävention. „Deradikalisierungsmaßnahmen haben wir im Bereich des Salafismus bereits angefangen“, sagte der Leiter des Berliner Verfassungsschutzes, Bernd Palenda. Aber es reicht eben nicht, das nur an den Moscheen zu machen, sondern es muss auch gezielte Projekte an den Schulen geben. Viele Lehrer fühlen sich hilflos, weil sie gegen die Radikalisierung in den Schulen alleine nicht ankommen. (Quelle: rbb-online.de)

Gebet:

  • Aufbau und Verstärkung von Deradikalisierungs- und Präventionsmaßnahmen an Moscheen und Schulen
  • Übernatürliche Weisheit für die Sicherheitsbehörden zur Aufdeckung der „Hinterzimmer“
  • Bewahrung und Errettung der muslimischen Jugendlichen

Myfest 2016 vor dem Aus?

Das Kreuzberger Myfest, das seit 2003 als Gegenaktion zu den jährlichen Krawallen gestartet worden war, findet im nächsten Jahr voraussichtlich nicht mehr statt. Anwohner hatten gegen die inzwischen rein kommerzielle Veranstaltung geklagt und nun ist ihr der Status einer politischen Veranstaltung abgesprochen worden. Da der Senat bisher das Fest mit einigen Hunderttausend Euro unterstützt hatte, ist es fraglich, ob es als rein kommerzielles Straßenfest überleben kann.

Wir von GfB hatten in den letzten 12 Jahren durch gemeinsame Stadtgebetsgottesdienste vor Ort, durch Gebetseinsätze und im letzten Jahr neu durch Gospel-Musik auf einer Bühne mit dazu beigetragen, dass der 1. Mai friedlich blieb. Es gibt also Grund dafür zu danken, dass die Gegendemonstration in Form des Straßenfests nun nicht mehr als politisch notwendig angesehen wird, denn der 1. Mai ist zum größten Teil inzwischen ein friedlicher Tag geworden – auch in Kreuzberg.

Gebet:

  • Dank für die Befriedung des 1. Mai
  • Für eine neue Konzeption des Myfests, die auch Christen Raum gibt, sich einzubringen

Kita-Gebühren und Personalschlüssel

Der Senat aus SPD und CDU hat sich darauf verständigt, die Beiträge für die Betreuung zweijähriger Kinder ab 1. August 2016 abzuschaffen, ein Jahr später auch die Krippenbeiträge für einjährige Kinder. Die komplette Beitragsfreiheit kostet ab 2017 knapp 41 Millionen Euro jährlich.

Qualitätsverbesserungen bei der Kinderbetreuung sollen jedoch kein Widerspruch dazu sein. So werden die Mittel für den Kitaausbau um 30 Millionen Euro pro Jahr aufgestockt. Und der Betreuungsschlüssel für Kinder unter drei Jahren wird schrittweise von 5,9 Kindern pro Erzieher auf 4,9 verbessert. Das kostet ab 2017 jährlich 49 Millionen Euro.

Die Maßnahmen sind umstritten. Fachverbände bezweifeln, ob diese Mittel dafür ausreichen und ob genug Bewerberinnen für die rund 1.000 neuen Stellen gefunden werden.

Gebet:

  • Dank für die Verbesserung der Kita-Betreuung
  • Bleibende Freiheit für die Entscheidung von Eltern, wie sie ihre Kinder betreuen lassen
  • Finden von engagierten Erzieherinnen

Termine

  • 9. Dezember, 18 Uhr, Politisches Stadtgebet vor dem Roten Rathaus
  • 10.-17. Januar 2016, Internationale Gebetswoche der Evangelischen Allianz mit ca. 100 Veranstaltungen in Berlin. Ausführliches Programm als PDF zum Herunterladen unter:
    http://tinyurl.com/p82p6w3
  • Vorschau: 3.-5. März Transforum-Konferenz von Gemeinsam für Berlin zum Thema „Leben. Kennen. Lernen – die Stadt und ihre Welten“, Christus-Gemeinde Hohenschönhausen

Download PDF: [Prayer for Berlin – 12-15/1-16]

Good News

Two Berlin students took on the task of developing a university for refugees who otherwise often have to wait years before they can begin their studies again. Students study for two years online and then change to a regular university. In a fundraising campaign over half a million euros were collected – that’s enough to allow more than 400 refugees to complete their studies. http://kiron.university/

  • Thank God for exemplary Berlin creativity

Refugees in Berlin

About 750 refugees continue to arrive daily in Berlin. This means that every other day a new refugee housing must be opened. Thousands of people are looking for a place to live and are standing in line at the offices in order to receive benefits. That is and remains a huge challenge.

The good news: The mayor spoke strong words in a government statement and has urged all those responsible to improve the conditions. According to insiders, however, there are still districts that are trying to evade responsibility and block processes. In addition, additional temporary refugee housing was to be provided on Tempelhof Field, but it remains controversial whether on the tarmac or on the edges (which is so far not legally allowed). Thousands of volunteers, including many from churches, continue to be greatly involved.

Prayer:

  • Thank God for all the help that we in Berlin have been able to give to the refugees so far
  • Pray for quick measures which will optimize processes and make them less bureaucratic
  • Pray for solutions for accommodations
  • Pray that more churches, people sharing a flat, and families would be willing to take in refugees or support them

Situation at the LaGeSo

There have been some improvements at the State Office for Health and Social Affairs (LaGeSo): Through private donations, two buses could be financed in which men can wait during the night. Mothers and children are allowed to wait in a tent. Measures have been taken to speed up the administrative processes and to relieve the LaGeSo: Mobile registration teams, benefit payments on site at the accommodations and in the districts, applications for extension of services by e-mail.

But the situation on the ground at the LaGeSo is still very critical. Night after night hundreds of people wait at the entrance with no protection against the cold and rain, hoping to be admitted the next morning. When the doors open, there are usually scuffles resulting in injuries. Every day, there are many standing in line for 15 to 20 hours – being cared for only by volunteers. (Here’s a shocking TV report http://is.gd/r9olGX) Across the street from the LaGeSo, the building of the former Ministry of Interior has been standing empty for a month, for which each month over 570,000 € rent is paid. The government wants to get out of the lease by the end of 2016, but the owner wants to rent the building as office space.

Prayer:

  • Thank God for all the recent improvements
  • Pray that more districts agree to pay for refugee benefits
  • Pray for more efficient structures in processing, waiting management, and supply
  • Pray that the BMI will be opened for those who are waiting

Increased Spending on Security

640px-VW_PolizeiwagenThe horror of the terror attacks in Paris and Brussels drives us to prayer. The authorities say that there is also a “persistent non-specific threat situation” in Berlin. A new counterterrorism Soko (special commission) is being formed. Police chief Klaus Kandt reported to the committee on Internal Affairs in the German Parliament on Nov. 21 that 70 officers have been pulled together to form the Soko, which is designed to protect national security. These officials are to “sift and evaluate” all tip-offs about suspicious objects or persons.

Numerous tips have been received since the terror attacks in Paris. Kandt also called for improved police equipment. The weapons of potential assassins have reached new dimensions, and therefore the police must make improvements to protect police officers. The coalition has agreed on an expanded budget for 2016/17. The budget for police and fire department will be increased by 50 million euros annually. A large portion of the money will flow into the fight against terrorism through the special task force (SEC) and the Office of Criminal Investigation, including new weapons, DNA analysis devices, night vision equipment and 350 document verification machines, which can automatically identify fake passports. A new task force has been formed “to deal with special security situations”, which has created 75 new jobs. Police resources to combat organized crime will also be strengthened. (Facts and Figures: Der Tagesspiegel Nov. 23)

Prayer:

  • Thank God for the increase in personnel and the funds for internal security
  • Pray that police equipment will be improved
  • Pray for successful prevention of terror attacks

Islamist radicalization

The Salafist scene in Berlin is increasing at a tremendous pace. According to homeland security, there are about 670 Salafists in town, 350 of which are considered to be prone to violence. Over 100 have left Germany to go to Syria or Iraq, and ten of those have already died. The radicalization takes place largely through quite inconspicuous mosque members in “back rooms” that is, independent of the Imam and outside the mosques. “At the same time, it cannot be ruled out that terror attacks could be prepared under the guise of being refugees”.

To prevent possible terror acts, homeland security is attempting to increase prevention measures. “We have already begun de-radicalization measures in the area of Salafism”, said the head of Berlin’s intelligence service, Bernd Palenda. But it is not enough to undertake measures only in the mosques – there must also be targeted projects in schools. Many teachers feel helpless because they cannot fight radicalization in the schools alone. (Source: rbbonline.de)

Prayer:

  • Pray that de-radicalization and preventative measures can be established and strengthened in mosques and schools
  • Pray for supernatural wisdom for security agencies to uncover the “back rooms”
  • Pray for preservation and salvation of Muslim youth

Myfest 2016 cancelled?

The Kreuzberg Myfest, which was launched in 2003 as a counter action to the annual riots, might not happen next year. Local residents had complained against the now purely commercial event. Thus it has been denied the status of a political event. Since the Senate had previously supported the festival with several hundred thousand euros, it is questionable whether it can survive as a purely commercial street festival.

During the last 12 years, Together for Berlin has contributed to keeping May 1 peaceful through onsite city city-wide worship services, prayer events, and last year for the first time, gospel music on a stage. Thus there is reason to give thanks that the counter-demonstration in the form of a the street festival is no longer considered to be politically necessary, since May 1 for the most part has become a peaceful day – even in Kreuzberg.

Prayer:

  • Thank God that May 1 has become peaceful
  • Pray for a new concept for the Myfest which would also give Christians a place to be involved

Day-care fees and staff

The SPD and CDU Senate has agreed to abolish the fees for the care of two-year-olds beginning August 1, 2016. A year later the fees for one-year olds will also be abolished. The complete exemption from fees from 2017 on will cost almost 41 million euros annually.

This was not meant to detract from the necessity of improving the quality of childcare, so funds for the expansion of day care centres have been increased by 30 million euros per year. And the caseload for children under three years is to be gradually improved from 5.9 children per educator to 4.9. This will cost 49 million euros annually, beginning 2017. The measures are controversial. Trade associations question whether these funds are sufficient and if enough candidates can be found for the approximately 1,000 new jobs.

Prayer:

  • Thank God for the improvement of childcare
  • Pray that parents will continue to experience the freedom of choice concerning how to care for their children
  • Pray that dedicated daycare workers can be found

Dates

  • Dec 9, 6pm Prayer for City Politicians in front of the Rote Rathaus
  • Jan 10-17, 2016 Evangelical Alliance International Week of Prayer with 100 events around Berlin. Detailed programhttp://tinyurl.com/p82p6w3
  • Preview: March 3-5 Transforum-Conference from Gemeinsam für Berlin. Topic: Know. Learn – the city and its worlds, Christus-Gemeinde Hohenschönhausen

Herunterladen als PDF: [Gebet für Berlin – November 2015]

Good News: Flüchtlings-Initiativen

In diesem Jahr wurden in Berlin bis Ende September bereits 29.000 Flüchtlinge registriert; dazu kommt eine unbekannte Zahl nicht registrierter. Bis Jahresende können es mehr als 60.000 werden. So frustrierend die Unbeweglichkeit der Behörden sein kann, so begeisternd ist die Innovationskraft von vielen – oft jungen – Berlinern. So wird die ehrenamtliche Arbeit von etwa 20.000 Berlinern durch den volunteer-planner.org organisiert. Fluechtlinge-willkommen.de/ bringt Menschen, die Zimmer anbieten, mit Flüchtlingen in Kontakt, die Zimmer suchen. Die Kiron.University, von zwei Berliner Studenten gegründet, ist die weltweit erste Universität für Flüchtlinge. Knapp 1.000 Flüchtlinge haben im Oktober mit dem Online-Studium begonnen. Welcomedinnerberlin.de ermöglicht es Einzelnen, WGs und Familien, einen oder mehrere Flüchtlinge zum Essen einzuladen und kennenzulernen. Zehntausende von Berlinern spenden oder engagieren sich ehrenamtlich, um Menschen, die oft alles verloren haben, das Ankommen in Berlin zu erleichtern.

Gebet:

  • Dank für die große Zahl Engagierter und alle kreativen Lösungsansätze
  • Bitte um nachhaltige Integrations-Konzepte

Good News: Wirtschaft wächst

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) hält an ihrer Wachstumsprognose von 1,9 Prozent für das laufende Jahr fest, sagte ihr Vizechef Christian Wiesenhütter. Ausschlaggebend für den Aufschwung ist unter anderem die wachsende Touristenzahl: Im ersten Halbjahr 13,8 Millionen Übernachtungen. Erfreulich ist auch die Entwicklung im Handwerk. Die Betriebe hätten seit dem Frühjahr einen regelrechten Konjunkturschub erlebt. Niemand könne derzeit seriös bewerten, wie sich die Flüchtlingsproblematik entwickeln werde. Die IHK geht nach eigenen Berechnungen davon aus, dass im kommenden Jahr – nach ihrer Anerkennung – etwa 3.000 syrische Flüchtlinge mit guten Qualifikationen auf den Berliner Arbeitsmarkt kommen. Für sie wie auch für die weit größere Zahl der geringer Qualifizierten müsse das Ziel Nummer eins der Spracherwerb sein. Gemeinsam mit der Arbeitsagentur werde man Instrumente zur Integration entwickeln, die aber allen Arbeitsuchenden zur Verfügung stehen.

Gebet:

  • Dank für die positive Entwicklung
  • Sozial gerechter Umgang damit

Registrierung der Flüchtlinge

Durch die Verlegung der Erstregistrierung der Flüchtlinge an die Bundesallee hat sich die Lage am LaGeSo (Landesamt für Gesundheit und Soziales) in Moabit entspannt. Es wurde ein Warteraum in einem Gebäude eingerichtet; weitere Zelte sollen aufgebaut werden. Auch Ärzte der Charité sollen nun die Geflüchteten betreuen – statt wie bisher nur Ehrenamtliche. Das ist eine erhebliche Verbesserung im Vergleich mit den bisherigen Zuständen. Trotzdem kommt es nach wie vor dazu, dass Flüchtlinge auf der Straße schlafen müssen. Etwa 10.000 von ihnen sind noch nicht registriert worden. Und der Zustrom hält an.

Gebet:

  • Dank für die bisherigen Verbesserungen
  • Gute, effiziente Lösungen, um Flüchtlinge gut registrieren und unterbringen zu können

Alexanderplatz

By Christian Wolf, www.c-w-design.de (Own work) [CC BY-SA 3.0 de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons

Gegenüber den Vorjahren ist die Zahl der Gewalttaten auf dem Alexanderplatz in den ersten fünf Monaten dieses Jahres leicht zurückgegangen. Leider bleibt der Platz dennoch einer der gefährlichsten Berlins. Im Oktober wäre es beinah wieder zu einem Mord gekommen, als ein 17 Jahre alter Flüchtling aus dem Libanon ein angepöbeltes Mädchen verteidigen wollte. Er wurde daraufhin niedergestochen und schwer verletzt.

Der Alexanderplatz ist stark frequentiert. Täglich überqueren ihn 350.000 Passanten. Der Bürgerbeteiligungs-Prozess des Senats für die Neugestaltung der alten Berliner Mitte ist beendet. Es kristallisiert sich ein Konsens für den Erhalt eines öffentlichen Raumes inkl. Park heraus. Umstritten ist noch, ob und wie stark eine Bebauung stattfindet. Das Ergebnis wird dem Abgeordnetenhaus Anfang 2016 vorgelegt. Wenn sich allerdings die Interessen von Investoren zur Bebauung durchsetzen, entstünde in der Bevölkerung eine große Enttäuschung über „die da oben“. Das „Menschen-Museum“ mit den Plastinaten unter dem Fernsehturm wird von den Anwohnern und dem Bezirk Mitte abgelehnt. Man wünscht sich eine Menschen orientierte, nicht kommerzielle Nutzung im Sockelgebäude. Es gibt die Idee, dort einen christlichen Begegnungs- und Gebetsraum aufzubauen.

Gebet:

  • Dank für die Verringerung der Gewalt und weitere Befriedung des Platzes
  • Umsetzung der Bürgerwünsche für eine Menschen orientierte Neugestaltung
  • Klarheit, Ressourcen und offene Türen für eine mögliche christliche Nutzung

Willkommens-Klassen

Für Flüchtlingskinder gilt die Schulpflicht. Deren hohe Zahl stellt die Schulverwaltung vor große Aufgaben. In Berlin werden Flüchtlingskinder mit anderen Kindern, die kein Deutsch sprechen, in Willkommens-Klassen unterrichtet – kleine Klassen, wo eine Lehrerin sich um ca. 12 Schüler kümmert. Innerhalb von zwei Jahren hat sich die Zahl dieser Klassen verdreifacht. Nun müssen in immer rascherer Folge neue Klassen eingerichtet werden, die auch neue Lehrer brauchen. Insgesamt sind 354 Stellen dafür vorgesehenen. Die Lehrer werden mit vielfältigen Problemen konfrontiert. Durch Kriegs- oder Fluchterlebnisse sind viele Kinder traumatisiert. Lehrer in Willkommens-Klassen müssen eine spezielle Ausbildung haben. Häufig werden jetzt aber auch Quereinsteiger eingesetzt, die passende Sprachkenntnisse haben. Auch Privatschulen wollen jetzt Willkommensklassen einrichten, unter anderem Schulen der evangelischen und katholischen Kirche und des Christburg-Campus.

Gebet:

  • Dass sich die neuen Schüler schnell einleben und gute Freunde finden
  • Belastungsfähigkeit und Einfühlungsvermögen für alle Lehrkräfte
  • Dass genug Lehrer/innen gefunden werden, die den steigenden Bedarf abdecken können

Berlin wächst

Nicht nur durch die steigenden Flüchtlingszahlen wächst Berlin rasant. Bis zum Jahr 2030 könnten bis zu einer halben Million Menschen nach Berlin ziehen, erwartet der Regierende Bürgermeister Michael Müller. Deswegen muss die Infrastruktur (Schulen, Kindergärten, medizinische Versorgung usw.) ausgebaut werden. Eine besondere Herausforderung wird es sein, genug Wohnraum zu errichten. Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel plant deshalb, schon im kommenden Jahr 15.000 Wohnungen in Leichtbauweise zu errichten. Probleme gibt es immer noch in der Abstimmung zwischen dem Bund und dem Land Berlin. Berlin möchte bundeseigene Wohnungen in der Stadt übernehmen. Dem Bund gehören noch viele Grundstücke in Berlin, die der Senat gerne preiswert erwerben möchte – der Bund möchte aber lieber auf dem Markt einen hohen Preis erzielen.

Gebet:

  • Rasche Einigung zwischen Bund und Land in Bezug auf Immobilien
  • Kreative Lösungen im Bereich schnelles Bauen
  • Dass es nicht zu Verteilungskämpfen um Wohnraum zwischen den ärmeren Bevölkerungsschichten und Flüchtlingen kommt

Semesterstart

Im Oktober startete bereits das Wintersemester an den Universitäten und Hochschulen Berlins. Nach dem Rekordjahrgang vor einem Jahr bleiben die Studierendenzahlen hoch und viele junge Menschen kommen neu in die Stadt. Ein weltweiter Vergleich der Fixkosten für Studenten in den großen Uni-Metropolen ergab, dass vor allem aufgrund der fehlenden Studiengebühren Berlin als günstigste Stadt auf Platz 1 liegt. Doch bringt der Anstieg der Studierendenzahlen immer die Herausforderung der Unterbringung mit sich. Der Wohnungsmarkt für Studierende in Berlin ist sehr schwierig und oftmals müssen Übergangslösungen in Kauf genommen werden. Innerhalb von Deutschland liegt Berlin mit dem Preis für ein WG-Zimmer von 371 Euro bereits auf Platz 8 (Mittelwert 304 Euro). Auch an den Universitäten wird auf die hohen Flüchtlingszahlen reagiert. Zum Beispiel gibt es das In(2)TU Berlin-Programm oder Welcome@FU. Diese Programme bieten Flüchtlingen Beratung und Mentoring, sowie die kostenlose Teilnahme an Seminaren/Vorlesungen und studienvorbereitenden Sprachkursen. Außerdem ist die Neuorientierung der Erstsemester auch immer eine Gelegenheit, Studierende mit dem Evangelium zu erreichen. Es gibt mehrere christliche Studierendengruppen und Gemeinden, die gerade am Anfang dieses Semesters auf dem Campus aktiv sind.

Gebet:

  • Lösungen für die Wohnungsfrage und erleichterte Ankunft für Studierende in der Stadt
  • Dank für schon gestartete Programme für Flüchtlinge und Bitte um deren Ausbau auch an weiteren Hochschulen
  • Weisheit, offene Türen und Herzen für alle Christen, die auf dem Campus aktiv sind

Termine

  • 11.11., 18 Uhr: Politisches Stadtgebet vor dem Roten Rathaus
  • 14.11., 14.30 Uhr: Gebetstag für verfolgte Christen, EFG Tempelhofer Damm 133-137

Photo: By Christian Wolf, http://www.c-w-design.de (Own work) [CC BY-SA 3.0 de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)%5D, via Wikimedia Commons

Download PDF: [Prayer for Berlin – November 2015]

Good News: Refugee Initiatives

29,000 refugees have already been registered in Berlin by the end of September. In addition, an unknown number of unregistered refugees have arrived in Berlin. By year-end, it might be more than 60,000. The inflexibility of the authorities can be frustrating, but on the other hand, the innovative energy of many – often young – Berliners is inspiring. For instance, the volunteer work of about 20,000 Berliners has been organized through volunteer-planner.org. Fluechtlinge-willkommen.de/ brings people who offer rooms in contact with refugees who are looking for rooms. The Kiron.University, founded by two students from Berlin, is the world’s first university for refugees. Nearly 1,000 refugees began their online studies in October. Welcomedinnerberlin.de provides opportunities for individuals, people sharing a flat, and families to invite refugees for a meal and get to know one another. Tens of thousands of Berliners have donated or have done voluntary work in order to help people arriving in Berlin who have often lost everything.

Prayer:

  • Thank God for the large number of committed helpers and for all the creative solutions
  • Pray for sustainable integration concepts

Good News: The Economy is growing

Deputy chief Christian Wiesenhütter says the Chamber of Commerce (IHK) is hanging on to its growth forecast of 1.9 percent for the current year. The growing number of tourists has been decisive for the upswing. In the first six months of the year, there were 13.8 million overnight stays. The development of skilled crafts and trades is also encouraging. Tradesmen companies have experienced a real economic boost since spring. No one can currently assess with certainty how the refugee problem will develop. The Chamber of Commerce estimates that in the coming year, 3,000 Syrian refugees with good qualifications will enter the Berlin labour market after being granted asylum. For them as well as for the far greater number of low-skilled workers, the number one goal should be language-learning. The Job Centre will be working on tools for integration that will be available to all job seekers.

Prayer:

  • Thank God for the positive development
  • Pray that it will be dealt with in a socially just way

Registration of Refugees

The situation at the State Office for Health and Social Affairs in Moabit has improved since the first registration of refugees was moved to the Bundesallee. A waiting room was set up in a building. More tents will be set up. Instead of volunteers, doctors from the Charité will look after the refugees. This is a significant improvement compared to the existing conditions. Nevertheless, refugees still have to sleep on the street sometimes. Approximately 10,000 of them have not been registered yet. And the influx continues.

Prayer:

  • Thank God for the recent improvements
  • Pray for good, efficient solutions to register and accommodate refugees well

Alexanderplatz

By Christian Wolf, www.c-w-design.de (Own work) [CC BY-SA 3.0 de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia CommonsCompared to previous years, the number of acts of violence on the Alexanderplatz in the first five months of this year declined slightly. Unfortunately, it is still one of the most dangerous places in Berlin. In October another murder nearly took place when a 17 year old refugee from Lebanon wanted to defend a girl being molested. He was stabbed and seriously injured.

The Alexanderplatz is a busy place. 350,000 people cross it daily. The Senate’s process of resident-involvement for the redesign of the old Berlin Mitte has been completed. A consensus emerged for the preservation of a public space including a park. Whether and to what extent development should take place is still controversial. The results will be presented to the Parliament early in 2016. If, however, the interests of investors desiring construction prevail, many residents would be very disappointed. The “People-Museum” with the plastinated body parts under the TV tower was rejected by some local residents and the district of Mitte. People want a people-oriented, non-commercial use in the building at the bottom. Some have had the idea of making it into a Christian meeting and prayer room.

Prayer:

  • Thank God for the reduction of violence and more peace on the Alexanderplatz
  • Pray that the residents’ wishes for a people-oriented redesign will be implemented
  • Pray for clarity, resources, and open doors for a possible Christian usage

Welcome Classes

School is compulsory for refugee children. The large number of refugee children is a huge challenge for school administrations. In Berlin, refugee children are taught together with other children who do not speak German in “welcome classes” – small classes where a teacher takes care of about 12 students. Within two years, the number of these classes has tripled. Now new classes must be set up at an ever-increasing pace, and they all need teachers. A total of 354 positions have been created for this purpose. Teachers are confronted with multiple problems. Many children are traumatized by war or by having had to flee their home country. Teachers in welcome classes must have special training. At the moment however, career changers who have the appropriate language skills are often used. Private schools now also want to set up welcome classes, among others private Protestant or Catholic schools and the Christburg-Campus.

Prayer:

  • Pray that new pupils settle quickly and find good friends
  • Pray that all teachers will be able to withstand stress and have good empathetic skills
  • Pray that enough teachers can be found to meet the increasing demand

Berlin is growing

Berlin is growing rapidly not only because of the increasing number of refugees. Governing Mayor Michael Müller expects that over a half a million people will move to Berlin by 2030. Therefore, the infrastructure (schools, kindergartens, medical care, etc.) must be expanded and improved. A particular challenge will be to build enough housing. Therefore, Urban Development Senator Andreas Geisel is planning to build 15,000 lightweight construction homes in the coming year. There are still unsolved problems between the federal government and the State of Berlin. Berlin wants to take over state-owned apartments in the city. The federal government still owns many properties in Berlin, which the Senate would like to purchase cheaply, but the federal government wants to get a higher price on the open market.

Prayer:

  • Pray for a rapid agreement between federal and state governments concerning the properties
  • Pray for creative solutions for fast construction
  • Pray that there will be no conflicts about obtaining housing between poorer population groups and refugees

Semester Start

In October, the winter semester began at Berlin’s universities. Following the record high last year, the numbers of students have remained high, and many young people are new to the city. A global comparison of the fixed costs for students in large university cities showed that Berlin ranked first as the cheapest city, mainly due to the lack of tuition. But the increase in student numbers always causes the challenge of accommodation. The housing market for students in Berlin is very difficult and often temporary solutions must be accepted. In Berlin, the price of a room in a shared flat is 371€ Euros, which puts Berlin already in 8th place (average 304 Euros). The universities are responding to the high number of refugees. For instance, there is the In(2)TU Berlin program or Welcome@FU. These programs provide counselling and mentoring for refugees as well as free participation in seminars / lectures and preparatory language courses. In addition, the re-orientation of new students is always an opportunity to reach students with the Gospel. There are several Christian student groups and communities who are active on campus at the beginning of the semester.

Prayer:

  • Pray for solutions for the housing problem and easier orientation for students arriving in the city
  • Thank God for programs which have already begun. Pray that these will expand to other universities
  • Pray for wisdom, open doors and hearts for all Christians who are active on campus

Dates

  • Nov. 11, 6pm: Prayer for city politicians in front of the Rote Rathaus
  • Nov. 14, 2:30pm: Day of Prayer for persecuted Christians, EFG Tempelhofer Damm 133-137

Photo: By Christian Wolf, http://www.c-w-design.de (Own work) [CC BY-SA 3.0 de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)%5D, via Wikimedia Commons

Herunterladen als PDF: [Gebet für Berlin – Oktober 2015]

Good News: Kiron-Uni für Flüchtlinge

Viele Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen, sind gebildet. Oft fehlen ihnen jedoch die Dokumente, die Anerkennung als Schutzbedürftige oder Deutschkenntnisse, um hier studieren zu können.

Zwei Berliner haben jetzt die »Kiron-Universität« gegründet. Dort sollen ab Oktober die ersten 1.000 Flüchtlinge ihr Studium beginnen. Kiron arbeitet mit renommierten Unis weltweit zusammen. Das Studium beginnt mit zwei Jahren Grundstudium, danach können die Studierenden auf reguläre Unis wechseln. Ein volles Jahr Studium bei Kiron kostet nur 400 Euro pro Person. Die Kosten werden über Crowdfunding getragen. Quelle: https://kiron.university

Gebet

  • Dank für dieses Projekt, das eine große Lücke schließt
  • Genügend Sponsoren, um allen studierwilligen Flüchtlingen ein Studium zu ermöglichen
  • Dass weitere kreative Projekte entwickelt werden
Foto: Wikipedia - https://commons.wikimedia.org/wiki/File:130915-Flughafen_BER_Terminal.JPG

Foto: Wikipedia

Baustopp beim BER

Immer mehr Licht kommt in den Baupfusch und in Korruptions- oder Bereicherungsvorgänge einzelner Mitarbeiter oder Firmen. Kürzlich wurde die Insolvenz der Firma Imtech bekannt.

Nun musste am 19.9. aufgrund von Problemen mit der Statik ein Baustopp für die Haupthalle des Terminals verhängt werden. Über der Decke hängende Entrauchungsventilatoren waren schwerer als genehmigt. Der Berliner Flughafenchef Karsten Mühlenfeld rechnet mit weiteren Problemen am neuen Hauptstadt-Airport BER. »Ich bin mir sicher, dass wir auch künftig auf Vorgänge aus der Vergangenheit stoßen, die auf den ersten Blick unfassbar erscheinen«, sagte er. »Wir müssen die Fehler der Vergangenheit ans Tageslicht holen.« Er sprach von baulichen und planerischen Fehlern sowie von persönlichen Verfehlungen Einzelner.

Die Funktion des »Modulleiters Fluggastterminal« wird künftig von Frank Röbbelen übernommen, bisher zuständig für Planung und Vertragsmanagement. Nach einer Aufsichtsratssitzung scheinen die Probleme in der Haupthalle nun doch relativ bald behebbar zu sein. Auch der Eröffnungstermin im Herbst 2017 sei zwar knapp, könne aber gehalten werden, sagte der Regierende Bürgermeister Michael Müller nach der Sitzung des Kontrollgremiums am 25. September.

Gebet:

  • Für weitere gründliche Durchleuchtung des Bauvorhabens durch Gottes Licht
  • Gelingen für Flughafenchef Mühlenfeld in der Aufarbeitung der Alt-Probleme
  • Guter Fortgang der Baumaßnahmen

Kreativ beten: BVG-Gebet

Viele von uns wünschen sich, sie hätten mehr Zeit fürs Gebet – doch die stillen Stunden sind rar. Eine Möglichkeit, mehr zu beten, besteht darin, kleine Gebetsroutinen in den Alltag zu integrieren – so wie es die Juden tun, die Gebete beim Kochen, Badezimmerbesuch, Weintrinken, Reisen usw. sprechen.

Eine Idee: BVG-Gebet Wann immer du ein öffentliches Verkehrsmittel betrittst, kannst du kurz oder lang für drei Dinge beten:

  • Bewahrung: Schutz unserer Stadt vor Terror, Unglück und Gewalt.
  • Versorgung: Lass dir von Gott einen Menschen um dich herum zeigen und bete, dass Gott ihn an Leib, Seele und Geist versorgt und er Erlösung findet.
  • Gottes Herrlichkeit: Dass Gott sich in unserer Stadt in seiner ganzen Macht, Größe und Herrlichkeit zeigt.

Minderjährige Flüchtlinge

Im Jahr 2015 sind schon 1.500 minderjährige unbegleitete Flüchtlinge in Berlin eingetroffen. Es sind meist junge Männer. Die Jugendlichen unter 18 stehen unter besonderem Schutz. Sie erhalten bessere Betreuung, können sofort Sprachkurse besuchen und müssen keinen Asylantrag stellen, um vorerst bleiben zu dürfen. Sie werden zurzeit auch nicht auf andere Bundesländer verteilt. Es gibt ein spezielles Aufnahmeheim in Berlin-Steglitz für diese Flüchtlinge, in dem auch als erstes ihr Alter überprüft wird. Angestrebt wird, dass sie dort nicht lange verweilen, sondern bald in Pflegefamilien oder Heimen untergebracht werden. Es werden nun dringend Pflegefamilien gesucht.

Das Jugendamt Steglitz ist für alle minderjährigen Flüchtlinge zuständig – aber personell damit völlig überfordert. Es gibt nicht genügend Sozialarbeiter. Laut Gesetz steht den Jugendlichen auch ein Vormund zu – aber auch hier herrscht Mangel.

Wie auch in anderen Bereichen sind im Moment bestimmte Probleme, die aus den emporschnellenden Flüchtlingszahlen resultieren, nur mit Hilfe von Freiwilligen zu lösen. Ein neues Gesetz soll die Ämter entlasten und die unter 18-jährigen Flüchtlinge auf das ganze Bundesgebiet verteilen. Die zuständige Bundesministerin Manuela Schwesig hat inzwischen ein entsprechendes Gesetz eingebracht. In Kürze entscheidet der Bundestag darüber.

Gebet:

  • Dass neue Wege gefunden werden, wie dieser Flüchtlingsgruppe geholfen werden kann
  • Entlastung für das Jugendamt Steglitz durch ehrenamtliche Helfer
  • Segen und Perspektiven für die Minderjährigen, damit sie hier eine Zukunft finden

Flüchtlingswelle

Bundesweit überschlagen sich die Ereignisse; auch in Berlin kommen immer neue Flüchtlinge an. Bis Anfang September waren es in diesem Jahr nach Auskunft der Sozialverwaltung bereits rund 20.000. Weil die Berliner Verwaltung den Andrang bisher kaum bewältigen kann, ergriff der Senat ungewöhnliche Maßnahmen. Er holte den früheren Polizeipräsidenten Dieter Glietsch aus dem Ruhestand zurück und machte ihn zum Flüchtlingskoordinator, gemeinsam mit Sozialstaatssekretär Dirk Gerstle. Vor allem die Befriedung des 1. Mai mit der “Doppelstrategie” und dem “Konzept der ausgestreckten Hand” wird Glietsch zugeschrieben. Er geht für 2015 von bis zu 50.000 Flüchtlingen aus. Für das kommende Jahr wagt die Berliner Verwaltung keine Schätzung – dafür haben sich die Zahlen zuletzt zu rasant entwickelt. Weitere Ruheständler wurden gebeten, zu helfen. Beamte aus anderen Verwaltungen werden abgeordnet. Sogar Bundeswehrsoldaten helfen bei der Registrierung der Flüchtlinge. Neue Koordinationsstellen wurden eingerichtet, Verwaltungsvorgänge werden vereinfacht.

Dennoch bleiben die Unterbringungsprobleme massiv. Sporthallen, Verwaltungsgebäude und Kasernen wurden und werden für die Erstaufnahme der Flüchtlinge kurzfristig umgewidmet oder umgebaut. Auf der anderen Seite gibt es eine Fülle von freiwilligen Helfern. Die Medien berichten ständig über beeindruckende Projekte von Ehrenamtlichen. Die Situation braucht aber weiter intensives Gebet, auch damit die Stimmung in der Bevölkerung nicht umschlägt.

Gebet:

  • Dank für die riesige Hilfsbereitschaft vieler Freiwilliger
  • Göttliche Gunst, offene Türen und Gelingen für Dieter Glietsch
  • Dass die Berliner vor lauter Belastungen die Chancen durch die ankommenden Flüchtlinge nicht aus den Augen verlieren
  • Anhaltende Willkommenskultur und schnelle Eingliederung derer, die bleiben

Dran bleiben: Schutz vor Terror

Vom 7. bis 10. Oktober wird der israelische Ministerpräsident Netanyahu zu Regierungsgesprächen in Berlin sein. Dann herrscht wieder höchste Sicherheitsstufe. Dass es wichtig ist, weiter um Gottes Schutz zu beten, zeigt der Vorfall um den Islamisten Rafik Y., ein verurteilter Straftäter, der sich seiner elektronischen Fußfessel entledigt hatte und bei einem Angriff auf eine Polizistin erschossen wurde.

Am 22. September gab es eine Razzien, unter anderem in einer vom Verfassungsschutz beobachteten Tempelhofer Moschee. Salafisten besuchen sie. Beobachtet wird zurzeit der Versuch von Salafisten, auch Flüchtlinge für ihre Sache zu gewinnen.

Gebet:

  • Dank für allen bisherigen Schutz
  • Dass Anschläge im Vorfeld unterbunden werden können
  • Gottes Beistand für alle, die unsere Stadt von Amts wegen schützen helfen

Erinnerung: 3. Oktober

Wir danken Gott für das Wunder vor 25 Jahren und feiern das. Wir beten für die Flüchtlingsproblematik von heute und setzen Fluchtschicksale aus der damaligen DDR mit heutigen Fluchtgeschichten in Beziehung. Thomas von Grumbkow, dessen Fluchtversuch 1981 an der bulgarisch-türkischen Grenze scheiterte, berichtet um 15:00 Uhr in der ökumenischen Andacht auf dem Mauerstreifen (Kapelle der Versöhnung, Bernauer Straße, Mitte). Ein Ehepaar, das aus Libyen und dem Iran nach Deutschland floh, wird ebenfalls interviewt. Anschließend führt eine Prozession für die Maueropfer entlang der Mauer-Gedenkstätte zur Christus-Kirche in der Anklamer Str. 31, Mitte. Dort diskutieren ab 17 Uhr Verantwortliche von Berliner Flüchtlingsprojekten miteinander. Die Veranstaltung klingt mit einer Begegnung bei Essen und Trinken auf dem Hof aus.

Termine

  • 3. 10., 15 Uhr: Danken, feiern, beten – siehe oben
  • 14. 10., 18 Uhr, Politisches Stadtgebet vor dem Roten Rathaus
  • 19. 10., 18:30 Uhr, Zentrum der Berliner Stadtmission, Lehrter Str. 68, 10557 Berlin: Gebetsgottesdienst für den Berliner Strafvollzug. Haupt- und Ehrenamtliche sowie Haftentlassene sind beteiligt.
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