Herunterladen als PDF: [Gebet für Berlin – Juni 2016]

Good News: 1. Mai weitgehend ruhig

Danke an alle, die für einen friedlichen 1. Mai gebetet und sich eingesetzt haben! Er war es auch weitgehend ruhig, wofür wir Gott sehr dankbar sind. In Kreuzberg feierten tausende den ganzen Sonntagnachmittag über friedlich. Bei der Revolutionären 1.-Mai-Demo flogen nur am Ende ein paar Flaschen. Die Nacht zuvor blieb weitgehend ruhig. Die letzten zehn Minuten nach Ende der Demo am Lausitzer Platz lassen die Bilanz leider nur „überwiegend positiv“ aussehen. Die Zahl der Flaschenwürfe, Verletzten und Festgenommenen ist immer noch zu viel. Bleiben wir dran!

Gebet:

  • Dank für einen relativ friedlichen 1. Mai
  • Bitte für einen total friedlichen 1. Mai 2017

Fastenmonat Ramadan 6.6. bis 4.7.

Im Monat Ramadan, dem muslimischen Fastenmonat, fasten Muslime von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Sie dürfen in dieser Zeit weder essen noch trinken. Sie wollen in besonderer Weise Gott begegnen. Spezielle Bedeutung hat dabei die sogenannte „Nacht der Kraft“, in der Muslime sich Offenbarung von Gott ersehnen und erbitten. 2016 fällt der Ramadan auf die Zeit vom 6. Juni bis 4. Juli – die längsten Tage des Jahres. Mehrere Zehntausende von geflüchteten Muslimen leben derzeit in Notunterkünften mit Menschen anderer Religionen. Das bringt besondere Herausforderungen mit sich. Es sind Konzepte nötig für Versorgung mit Nahrung außerhalb der üblichen Essenszeiten. Daneben birgt der lange Flüssigkeitsentzug große gesundheitliche Gefahren von Kopfschmerzen bis Kreislaufzusammenbruch. Und schließlich ist es eine Herausforderung für ein friedliches Miteinander, wenn Tausende von – durch Durst und Hunger leichter reizbaren – Menschen mit normal essenden Nichtmuslimen auf engstem Raum zusammenleben. Die Gefahr von Auseinandersetzungen mit Angehörigen anderer Religionen ist im Ramadan in der Regel weit höher als zu anderen Zeiten. Das Gebetsheft „30 Tage Gebet für die muslimische Welt“ gibt jeden Tag Impulse für das Gebet. Es ist erhältlich bei der Deutschen Evangelischen Allianz: http://www.ead.de/30-tage-gebet.htm

Gebet:

  • Dass Gott den Muslimen in dieser Zeit in besonderer Weise begegnet
  • Wirksame Konzepte für Versorgung, Gesundheit und Sicherheit in den Notunterkünften während des Ramadan

Studie zur Situation von Christen in Flüchtlingsheimen

Am 9. Mai wurde in Berlin eine (nicht repräsentative) Studie des Hilfswerks Open Doors vorgestellt, die Gewaltübergriffe gegen Christen in Flüchtlingsheimen dokumentiert. 88 % der 231 befragten Christen (meist Konvertiten) in den Heimen berichteten von verschiedenen schweren Übergriffen auf sie wegen ihres Glaubens. Laut dem Leiter von Open Doors, Markus Rode, leben christliche Flüchtlinge in Deutschland in einem „Klima der Angst und Panik“. Dies gelte auch für Jesiden und andere Minderheiten. Die Möglichkeit, sich jemandem anzuvertrauen, sei gering, da nicht selten auch der – häufig muslimisch geprägte – Wachschutz gewalttätig werde. Minderheiten in Flüchtlingsheimen verlören ihr Vertrauen in den deutschen Staat.

Pfarrer Gottfried Martens von der Dreieinigkeitsgemeinde Berlin-Steglitz (Selbständig Evangelisch-Lutherische Kirche – SELK) hat in seiner Gemeinde viele iranische und afghanische Konvertiten. Immer wieder musste er einige sehr spontan auch privat unterbringen. Ein Anliegen ist es, dass sich Christen bereit erklären, diese bedrohten Geschwister aufzunehmen. Außerdem wird gerade über die Idee einer Beratungsstelle für christliche Geflüchtete diskutiert.

Gebet:

  • Um göttliche Lösungen zum Schutz der Minderheiten
  • Dass politisch Verantwortliche das Problem nicht länger verdrängen
  • Dass Wachpersonal anders ausgebildet, zusammengestellt und kontrolliert wird
  • Dass sich Türen öffnen für eine Beratungsstelle für christliche Geflüchtete

Bildung: Schulen und Lehrer werden knapp

Berlins Schulen müssen in den kommenden acht Jahren 40.000 Schüler mehr als ursprünglich geplant aufnehmen. Aber schon heute gibt es zu wenige Schulplätze. An den Berliner Schulen werden in den nächsten acht Jahren 3.000 mehr neue Lehrer benötigt, als noch vor einem Jahr erwartet worden war. Insgesamt müssen bis zum Schuljahr 2023/24 mehr als 16.000 Neueinstellungen erfolgen. Das geht aus einer aktuellen Modellrechnung der Senatsbildungsverwaltung hervor.

Die Senatsprognose geht von zusätzlichen 75.000 Schülern aus – ein Anstieg von 25 Prozent. Die höchsten Zuwächse gibt es im Bezirk Lichtenberg. Um den Bedarf zu decken, wirbt die Bildungsverwaltung auch um Lehrer aus Österreich und den Niederlanden. (Tagesspiegel 25.5.) Bisher gelang es nicht, das Wachstum in den jungen Bevölkerungsschichten mit neuen Schulen und Erweiterungsbauten aufzufangen. Allein zum kommenden Schuljahr würden laut Prognose der Bildungsverwaltung 1100 zusätzliche Grundschullehrer benötigt. Schon zum laufenden Schuljahr musste ein großer Teil der offenen Stellen an Grundschulen durch Studienräte oder Quereinsteiger besetzt werden, weil es nicht genügend ausgebildete Bewerber gab. Es gilt den Lehrerberuf wieder attraktiver werden zu lassen. Im Hauruckverfahren haben die Freie Universität und die Humboldt-Universität gemeinsam mit der Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) vereinbart, die Zahl der Studienplätze für angehende Grundschullehrer zu verdoppeln. Und zwar schon zum kommenden Wintersemester. Doch wer jetzt mit dem Studium beginnt ist erst in sechs Jahren mit der Ausbildung fertig (Morgenpost).

Die Bildung mit Schulplatz- und Lehrermangel und der schlechte Zustand der Gebäude ist auch ein großes Thema bei den bevorstehenden Wahlen. Die CDU lässt inzwischen gern in Diskussionen einfließen, dass der Sanierungsbedarf bei rund fünf Milliarden Euro liegen dürfte und wirbt mit der Wiedereinführung der Verbeamtung von Lehrern.

Gebet:

  • Dank für die neuen Studienplätze
  • Weitere wirksame Maßnahmen, um dem steigendem Bedarf zu begegnen
  • Bitte um Freisetzung von Ressourcen besonders für die Grundschulen
  • Berufung von Menschen in die Lehrberufe

Jugendfestival „Ick brauch keen Hawaii“

Vom 20. bis 24. Juli haben Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene jeweils von 14 bis 18 Uhr Gelegenheit, den Sommer auf dem Tempelhofer Feld zu erleben – mit Sport, Kunst und Musik. Ab 18.30 Uhr öffnet die „Kirche“ ihre Türen. In einem 400 qm großen Zelt geben verschiedene Gäste Einblick in ihre Lebenssituationen und laden dazu ein, über Gott und das eigene Leben nachzudenken. Bei Musik und Cocktails klingt jeder der fünf Abende aus.

Veranstaltet wird das Festival vom CVJM Berlin in Kooperation mit Berlin UniteD, der Jugendschiene von Gemeinsam für Berlin, der Schüler-SMD, dem Gemeinschafts-Diakonieverband, sowie einer Reihe weiterer Gemeinden, Kirchen und Initiativen. Insgesamt beteiligen sich mehr als 30 Gruppen und mehr als 300 Ehrenamtliche an dem Event. Dieses Jahr sollen insbesondere auch jugendliche Geflüchtete eingeladen werden, dabei zu sein.

Gebet:

  • Dank für die Kooperation vieler christlicher Jugendgruppen in der Stadt
  • Gutes, stressfreies Miteinander
  • Ausreichende Finanzen durch Spender und Sponsoren
  • Göttlich vorbereitete Begegnungen und Gespräche über Glaubensfragen

Dran bleiben: Wahlen

Am 18. September wird das Abgeordnetenhaus von Berlin (der Landtag des Bundeslandes Berlin) neu gewählt. Mehrere Parteien beginnen bereits ihre ersten Plakatkampagnen im Wahlkampf. Die Parteiprogramme werden zurzeit in Klausuren diskutiert und bilden sich nach und nach heraus. Manch eine Partei sucht dabei auch den direkten Dialog zum Bürger.

Gebet:

  • Transparenter Wahlkampf mit realen Argumenten und Themen
  • Wahlkampf ohne Denunzierung der anderen Parteien
  • Umsetzung von Gottes Willen bei der Wahl und in der kommenden Regierungsperiode

In eigener Sache

Ende Juni des Jahres geht Pfarrer Axel Nehlsen nach fast 14 Jahren als Geschäftsführer von Gemeinsam für Berlin in den Ruhestand. Er war auch Mit-Initiator der Gebetsmail und ist bis heute im Redaktionsteam. In einer Sabbatzeit über den Sommer wird er vor Gott prüfen, wo künftig sein Auftrag im Bereich Gebet und an anderen Stellen sein soll.

Bis dahin hat Rosemarie Stresemann die redaktionelle Verantwortung. Ana Hoffmeister aus dem neuen Leitungsteam wird die Verantwortung im Sinne des Presserechts übernehmen.

Termine

  • 8. 6., 18 Uhr: Politisches Stadtgebet am Roten Rathaus
  • 10. – 11. Juni: Seminar „Kulturverständnis entwickeln, islamische Kultur verstehen“ mit Andrea Meyerhoff, mit Besuch einer Moschee. Anmeldung: dte-training.de/anmeldung

Download PDF: [Prayer for Berlin – June 2016]

Good News: May 1 mostly peaceful

Thanks to all who prayed and worked for a peaceful May 1st! It was mostly quiet, for which we are very grateful to God. In Kreuzberg thousands celebrated all Sunday afternoon peacefully. Only a few bottles were thrown towards the end of the Revolutionary May 1st demonstration. The night before remained mostly calm. Unfortunately, the ten minutes after the demo on Lausitzer Platz ended resulted in the summary statement: only “mostly positive”. The numbers of bottle-throwing incidents and people injured and arrested are still too high. Let’s keep praying!

Prayer:

  • Thank God for a mostly peaceful May 1st
  • Pray for a completely peaceful May 1, 2017

Pray for Ramadan June 6-July 4

During the month of Ramadan, the Muslim fasting month, Muslims fast from sunrise to sunset. They do not eat or drink during this time. Their desire is to meet God in a special way. Special importance is given to the so-called „Night of Power“ in which Muslims desire and ask for a revelation from God. In 2016 Ramadan takes place from June 6 to July 4—the longest day of the year. Tens of thousands of Muslims refugees are currently living in shelters with people of other religions. This poses particular challenges. Plans to supply food outside of normal meal times must be made. In addition, the long period of time without anything to drink can be a major health hazard, resulting in headaches and even circulatory collapse. It also poses a challenge for a peaceful coexistence, when thousands of people who are easily irritable because of thirst and hunger are living in a confined space with those who are eating normally. The risk of clashes with members of other religions is usually far higher during Ramadan than at other times. The prayer booklet „30 days of prayer for the Muslim world“ gives inputs for daily prayer. It is available from the German Evangelical Alliance: http://www.ead.de/30-tage-gebet.htm

Prayer:

  • Pray that God will reveal Himself to Muslims during these days in special ways
  • Pray for successful concepts for food supply, health, and security in the refugee housing during Ramadan

Study on the Situation of Christians in Refugee Housing

On May 9, a (non-representative) study from Agency Open Doors was presented in Berlin, documenting the violent attacks on Christians in refugee camps. 88% of Christians surveyed 231 (mostly converts) in various refugee housing reported serious assaults on them because of their faith. According to the head of Open Doors, Markus Rode, Christian refugees in Germany are living in a „climate of fear and panic“. This also applies to Yazidis and other minorities. There are few opportunities tell someone about what is happening, because the security personnel, who are predominantly Muslims themselves, often become violent. Minorities in refugee camps are losing their trust in the German state. Pastor Gottfried Martens of the Dreieinigkeitsgemeinde Berlin-Steglitz (SELK) has many Iranian and Afghan converts in his church. Many times he has had to spontaneously provide private accommodations for them. He would like to see more Christians agree to take these threatened believers into their homes. The idea of a counselling centre for Christian refugees is also being discussed.

Prayer:

  • Pray that God will provide solutions to protect minorities
  • Pray that the politicians responsible to make decisions would no longer ignore the problem
  • Pray the security personnel would be trained, recruited, and controlled differently
  • Pray that doors will be opened for a counselling centre for Christian refugees

Education: schools and teachers are becoming scarce

Berlin schools must absorb 40,000 students more than originally planned during the next eight years. But even before the refugee crisis, there were already too few school places. 3,000 more new teachers will be needed in Berlin’s schools in the next 8 years than what was predicted a year ago. A total of more than 16,000 teachers must be hired by the school year 2023/24. These numbers emerge from a recent model calculation done by the Senate Education Administration. The Senate forecasts an additional 75,000 students – an increase of 25 percent. The highest increases are in the Lichtenberg district. To meet the demand, the educational administration is recruiting teachers from Austria and the Netherlands. (Tagesspiegel 25.5.) So far, it has not been possible to absorb the growth in population among young people with new schools and extensions. According to the forecasts of the educational administration, for the coming school year 1100 new primary school teachers would be needed. There are many teacher vacancies in primary schools even in the current school year that could not be filled because there were not enough trained applicants. Teaching must once again become more attractive. As an emergency measure, the Free University and the Humboldt University in collaboration with the Education Senator Sandra Scheeres (SPD) have agreed to double the number of places for prospective primary school teachers already for the coming winter semester. But those who are just now beginning their studies will not be finished for six years. (Morgenpost).

The challenge of providing education in light of the current shortages both in teachers and schools, along with the poor condition of school buildings, is also a big issue in the upcoming elections. The CDU is bringing the fact that the restauration costs are estimated to be around five billion euros into the discussions, and is advertising with the reintroduction of the tenure of teachers.

Prayer:

  • Thank God for new places for students of education at the universities
  • Pray for further successful measures to meet the increasing need
  • Pray that resources can be set free, especially for primary schools
  • Pray that people will be called to become teachers

Youth Festival „Ick brauch keen Hawaii“ (I don’t need Hawaii)

From July 20-24, children, adolescents and young adults will have the opportunity every day from 2-6 pm to experience the summer at the Tempelhof field with sports, art and music. Beginning at 6:30pm, the „church“, a 400-m² tent, will open its doors. Different speakers will provide insight into their lives and invite people to think about God and their own lives. Each of the five evenings will end with music and cocktails.

The festival is organized by the YMCA Berlin in cooperation with Berlin UniteD, the youth track of Together for Berlin, the student-SMD, the Gemeinschafts-Diakonieverband, as well as a number of other churches and initiatives. Overall, more than 30 groups and more than 300 volunteers will participate in the event. This year there will also be a particular emphasis on inviting young refugees to participate.

Prayer:

  • Thank God for the cooperation of many Christian youth organizations and youth groups in the city
  • Pray for good, stress-free cooperation
  • Pray for sufficient finances through donors and sponsors
  • Pray that God will prepare encounters and conversations about faith

Keeping On: Elections

On September 18, the Berlin House of Representatives (the parliament of the state of Berlin) will be elected. Several parties are already beginning their first poster campaigns in the election campaign. The party platforms are currently being discussed in various meetings are gradually being finished. Many parties are therefore seeking direct dialogue with residents in the city.

Prayer:

  • Pray for an transparent campaign with real arguments and topics
  • Pray for a campaign without denunciation of the other parties
  • Pray for the implementation of God’s will in the choice and in the coming period of government

On a Personal Note

At the end of June, Pfarrer Axel Nehlsen, who has been the director of Together for Berlin for 14 years, will be retiring. He was also the co-initiator of the prayer mail and is still in the editorial team.

During a sabbatical over the summer, he will pray about what his future role in the area of prayer and in other areas will be. Until then, Rosemarie Stresemann has editorial responsibility. Ana Hoffmeister from the new leadership team will be responsible in terms of the press.

Dates

  • June 8, 6pm: Prayer for city politicians at the Rote Rathaus
  • June 10– 11: Seminar “Developing Cultural Understanding – Understanding Islamic Culture” with Andrea Meyerhoff, including a visit to a mosque. Registration: dte-training.de/anmeldung

Herunterladen als PDF: [Gebet für Berlin – Mai 2016]

Good News: Razzia in Großbordell

Offensichtlich erfolgreich war eine Großrazzia im Artemis, dem größten Bordell Berlins und bei 16 weiteren Adressen. Nach polizeilichen Ermittlungen haben die Prostituierten bei „Artemis“ – direkt am Stadtring Ausfahrt Kurfürstendamm – nicht selbständig, sondern weisungsbefugt gearbeitet. Es besteht der Verdacht auf massiven Steuerbetrug (über 23 Millionen Euro) sowie Zwangsprostitution und Menschenhandel. Sechs Haftbefehle – unter anderem gegen die beiden Betreiber – wurden vollstreckt. Sie wollten in der Nähe des geplanten Flughafen BER ein weiteres Großbordell eröffnen. Das sichergestellte Beweismaterial wird jetzt ausgewertet. Das Bordell ist allerdings immer noch geöffnet.

Gebet:

  • Dank für diesen Schlag gegen Menschenhandel und Ausbeutung von Frauen
  • Gebet für weitere erfolgreiche Maßnahmen gegen Zwangsprostitution und Menschenhandel in Berlin
  • Schließung des Artemis und keine weiteren Großbordelle

Aktuelles zum 1. Mai

Bei Redaktionsschluss war die gerichtliche Auseinandersetzung zwischen den Anmeldern der linken „Revolutionären 1. Mai-Demo“ und der Polizei noch nicht entschieden. Die Demo will mitten durch die große Straßenparty „Myfest“ ziehen, was ihr wegen Sicherheitsrisiken vom Verwaltungsgericht untersagt wurde. Berufung ist allerdings möglich. In mehreren östlichen Stadtteilen sind auch rechte Demos angemeldet, die eher klein sein dürften. In den letzten Jahren war der 1. Mai nahezu gewaltfrei geworden. Er braucht aber weiterhin unser Gebet.

Die Gebetsaktionen und der Gottesdienst stehen dieses Jahr unter dem Motto „Frieden den Nahen und Fernen – Gebet für einen friedlichen 1. Mai 2016“.

  • Gebetsgottesdienst 1.5., 14 Uhr: Gemeinde Gospel Believers International, St. Simeon-Kirche, Wassertorstr. 21 A, 10969 Berlin
  • 4., 20 Uhr, bis 1.5., 24 Uhr, BURN – 28 Stunden Lobpreis im Gebetskeller Kreuzberg vom. Genaueres: http://www.gebetskeller-kreuzberg.de
  • 5. um 12, 16 und 20 Uhr: Fürbitte-Zeiten Gebetskeller Kreuzberg
  • Straßengebet: Wie in den vergangenen Jahren werden auch wieder kleine Teams auf den Straßen während der Demonstrationen beten.

Gebet:

  • Gute Entscheidung über die Demo-Route
  • Dass es in er ganzen Stadt friedlich bleibt
  • Deeskalierende Polizei-Einsätze
  • Schutz des Myfests

Integrationskonzept

Mitte März wurde vom Berliner Senat den „Masterplan Integration und Sicherheit“ beschlossen. Die Handlungsfelder dabei sind: Schnelle Arbeitsmarktintegration, gute Ausbildung und Bildung, Schaffung von Wohnraum und Verhinderung der Segregation (Ausgrenzung einer Minderheit), mehr Sicherheit und aktive Prävention, sowie eine offene und integrative Stadtgesellschaft. Dies beinhaltet u.a. die Einrichtung des Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten. Der Rat der (Bezirks-)Bürgermeister begrüßt das grundsätzlich, fordert jedoch eine vertiefte Weiterentwicklung in allen Bereichen und finanzielle wie personelle Unterstützung für die Bezirke. Parallel hat die Bundesregierung einen Gesetzesentwurf für das Integrationsgesetz erstellt, welcher noch vor der Sommerpause vom Bundestag beschlossen werden soll.

Gebet:

  • Weisheit bei der Weiterentwicklung und Diskussion dieser Integrationskonzepte
  • Effektive Umsetzung gemäß christlichen Werten in allen Handlungsfeldern
  • Für ein Aufeinander zugehen in der Gesellschaft

NeuköllnKriminelle Clans / schwierige Bezirke

Unter der Überschrift „Die Hauptstadt ist verloren“ schrieb die Tageszeitung „Die Welt“ kürzlich: „Kriminelle arabische Großfamilien beherrschen ganze Stadtviertel, vor allem in Berlin. Nun rekrutieren sie auch in Flüchtlingsheimen. Ihr Hauptargument: Selbst im Knast ist es besser als im Krieg.“ Auch wenn die meisten Berliner das für übertrieben halten, gibt es ein echtes Problem. Etwa 40 % der organisierten Kriminalität wie etwa Glücksspiel, Raubüberfälle, Schutzgelderpressung liegt in Berlin in den Händen von etwa sechs arabischen Großfamilien. Die Clans hatten in der Vergangenheit Aufsehen erregende Verbrechen verübt – etwa den Schmuckraub im KaDeWe am helllichten Tage, möglicherweise auch den Sprengstoffanschlage auf das Auto eines „Konkurrenten“. In letzter Zeit versuchen sie verstärkt, enttäuschte und gelangweilte junge Männer in Flüchtlingsheimen zu rekrutieren. Bei einer Großrazzia im Mai konnten acht mit Haftbefehl gesuchte Mitglieder eines Clans verhaftet werden. Der Erfolg war möglich, weil die Polizei von Insidern Informationen erhielt.

Immer wieder wird auch von „rechtsfreien Räumen“ in Stadtvierteln mit hohem Migrationsanteil gesprochen. Tatsächlich kann sich die Polizei in manche Straßen nur in Mannschaftsstärke wagen, weil sich Teile der Anwohner etwa bei Kontrollen oder Festnahmen mit den Verdächtigten solidarisieren. Die Zustände sind aber nicht vergleichbar mit den von Terroristen als Schutzraum genutzten Stadtteilen von Paris und Brüssel.

Gebet:

  • Lasst uns glauben und beten: Die Hauptstadt ist nicht verloren!
  • Dank für diesen Schlag gegen die organisierte Kriminalität
  • Gebet für weitere Erfolge der Polizei gegen das organisierte Verbrechen
  • Misslingen der Pläne, Flüchtlinge zur Mitarbeit zu gewinnen
  • Verhinderung von rechtsfreien Räumen

Christliche Schule Christburg Campus

Der Träger von evangelischen Kitas und Schulen in Berlin bietet christliche Bildung vom Kleinkindalter bis zur 10. Klasse an, und ab 2017 ist die erste 11. Klasse zum Abitur geplant. Neben den etablierten Standorten in Prenzlauer Berg, Spandau und Hellersdorf wird in diesem Jahr eine weitere Kita in Moabit geöffnet werden, letztere in Zusammenarbeit mit dem Reformations-Campus an der Reformationskirche. Besonders in sozialen Brennpunkten in Hellersdorf und Spandau, sowie am neuen Standort in Moabit gibt es große familiäre Herausforderungen der Kinder und ihrer Familien. Der Christburg Campus ist dankbar für Gebete für seine Mitarbeitenden und die ihm anvertrauten Kinder. Wegen des Wachstums sucht er immer wieder nach Erzieher/innen und Lehrer/innen. Mehr Info unter: http://www.Christburg-Campus.de

Gebet:

  • Gelingende Neugründungen von Kitas
  • Für die besonderen Herausforderungen der Brennpunktschulen
  • Mehr gläubige Lehrer/innen und Erzieher/innen

Wahlen im September

Am 18. September finden in Berlin die Wahlen zum Abgeordnetenhaus (sonst „Landtag“) statt. SPD und Linke haben ihre Wahlprogramme schon verabschiedet. Hatte bei der letzten Wahl zum Abgeordnetenhaus die Piratenpartei die angestrebte Koalitionsbildung unmöglich gemacht, wird bei der kommenden Wahl die Stärke der AfD eine entscheidende Rolle spielen. SPD und CDU hätten evtl. keine Regierungsmehrheit mehr. Dann müssten Dreierkoalitionen (Rot-Rot-Grün oder Rot-Schwarz-Grün) ausgelotet werden.

Bei der SPD verschieben sich zurzeit die Machtverhältnisse in der Führungsspitze. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller will jetzt auch das Amt des Parteivorsitzenden übernehmen. Am 30. April stellt er sich zur Wahl. Der bisherige Vorsitzende Jan Stöß, der Müller 2012 verdrängt hatte, hat auf eine Kampfkandidatur verzichtet. Der Fraktionsvorsitzende Raed Saleh unterstützt Müllers Kandidatur.

Vor der Abgeordnetenhauswahl 2011 begann im Mai ein regelmäßiges Gebet im Vorfeld, das sich schließlich zu dem einmal im Monat stattfindenden politischen Stadtgebet am Rathaus entwickelte. Auch diese Wahl soll mit Gebet vorbereitet werden.

Gebet:

  • Dass unterschiedliche Lösungsansätze der Parteien für die Probleme der Stadt von den Medien sachgemäß verdeutlicht werden
  • Dass verborgene oder schädliche Planungen ans Licht kommen und die Kandidaten auch von Gottes Geist „durchleuchtet“ werden
  • Dass sich immer mehr Christen in das Gebet für die Wahl einklinken

Dran bleiben: „Kotti und Görli“

Die Gegend vom Kottbusser Tor bis zum Görlitzer Park ist eine Hochburg für Taschendiebe und Drogenhandel. Die Zahl der Zwischenfälle ist in den letzten Monaten gestiegen. Gewerbetreibende, Anwohner und Polizei scheinen bisher machtlos zu sein. Hier ist neben besserer Polizeitaktik göttliches Eingreifen nötig, um Veränderung zum Positiven zu bringen.

Gebet:

  • Schutz der Anwohner und Passanten vor Gewalt, Drogen und Raub
  • Effektive Strategien für die Überwachung und Befriedung der Gegend
  • Hinwendung von Schlüsselpersonen der Szene zu Christus.

Termine

  • 5., 18 Uhr: Politisches Stadtgebet vor dem Roten Rathaus

Download PDF: [Prayer for Berlin – May 2016]

Good News: Raid in Large Brothel

A large raid in “Artemis”, the largest brothel in Berlin, and at 16 further addresses was obviously successful.

According to police investigation, the prostitutes at “Artemis”, which is directly on the city-ring exit Kurfürstendamm, were not working independently but were rather forced to work for a common authority. Massive tax fraud (23 million Euros), forced prostitution and human trafficking are suspected.

Six arrest warrants – including some against the two operators – have been issued. They wanted to open another large brothel near the planned BER airport.

The evidence which was seized is now being evaluated, but the brothel is still open.

Prayer:

  • Thank God for this blow to human trafficking and the exploitation of women
  • Pray for further successful action against forced prostitution and human trafficking in Berlin
  • Pray that the “Artemis” will be closed and that no further large brothels will be opened

Integration Concept

The Berlin Senate’s “Master Plan Integration and Safety” was finalized. The action points include: Integration into the workplace, good education and training, creation of housing, and prevention of segregation (exclusion of a minority), more security and active prevention, as well as an open and inclusive urban community.

This includes, among other things, the establishment of a State Office for Refugee Affairs. The Council of the Mayor agrees in principle, but calls for in-depth development in all areas and financial and personnel support for the districts.

In addition, the federal government drafted an Integration Act, which is to be adopted by the Bundestag before the summer break.

Prayer:

  • Pray for wisdom in the development and discussion of these integration concepts
  • Pray for effective implementation according to Christian values in all fields
  • Pray for a “coming-together“ in society

Criminal Clans and Difficult Neighborhoods

The daily newspaper “Die Welt” recently published an article with the title, “The Capital is Lost”.

The article explained, “Criminal Arab extended families dominate entire neighborhoods, especially in Berlin. Now they are recruiting in refugee camps. Their main argument: Even in prison, it is better than war.”

Although most Berliners feel that is exaggerated, there is a real problem. Approximately 40% of organized crime such as gambling, robberies, and extortion in Berlin is in the hands of about six Arab extended families. The clan has committed sensational crimes in the past, such as the jewelry robbery in KaDeWe (a high-price shopping center) in broad daylight and possibly bomb attacks on the car of a „competitor“. Recently they have been increasingly recruiting disappointed and bored young men in refugee camps.

In a major raid in May eight members of a clan were arrested. The success was possible because the police had received insider information. People are beginning to speak of “lawless areas” in neighborhoods with a high percentage of immigrants. In fact, the police can venture into some streets only in large numbers, because some of the residents side with those being controlled or arrested. These circumstances however cannot be compared with those areas being used by terrorists for shelter in Paris and Brussels.

Prayer:

  • Let us believe and pray that the capital is not lost!
  • Thank God for this blow against organized crime
  • Pray for continued success for police against organized crime
  • Pray that plans to recruit refugees will fail
  • Pray for the prevention of „lawless areas“

Christian School “Christburg Campus” is growing

Evangelical pre-schools and schools in Berlin provide education from infancy through to 10th grade, and in 2017 the first 11th grade class will be formed, leading to graduation.

In addition to the established locations in Prenzlauer Berg, Spandau and Hellersdorf, another pre-school will be opened in Moabit this year in collaboration with the Reformation Campus at the Reformationskirche. Particularly in the deprived areas of Hellersdorf and Spandau and in the new location of Mobait, the children and families are faced with huge family challenges.

The Christburg campus is grateful for prayers for its employees and the children entrusted to them. Because of the growth, the school is continually looking for teachers. More information can be found at: http://www.Christburg-Campus.de

Prayer:

  • Pray for successful establishment of new pre-schools
  • Pray for the special challenges of schools in deprived areas
  • Pray for more Christian teachers

Elections in September

Elections for the state parliament will be held in Berlin on September 18. The SPD (Social Democrats) and Left have finalized their campaign platforms. In the last election, the “Pirate Party” made the desired coalition impossible; in the coming election, it will be the strength of the AFD (Alternative for Germany) which will play a crucial role.

SPD and CDU (Christian Democrats) could possibly no longer have a government majority, so three-party coalitions are being explored (red-red-green or red-black-green).

Within the SPD the balance of power in the leadership is currently changing. Mayor Michael Müller now took over the post of party chairman. The former chairman, Jan Stöß, who was displaced by Müller in 2012 has decided not to run. The parliamentary chairman Raed Saleh supports Müller’s candidacy.

In May, 2011 before the election for the House of Representatives a regular prayer meeting began, which developed into the current monthly prayer for city politicians in front of the Rotes Rathaus. The upcoming election also needs to be bathed in prayer.

Prayer:

  • Pray that different approaches of the parties will be explained clearly in the media
  • Pray that hidden or malicious plans come to light and that God’s Spirit will bring things about the candidates to light
  • Pray that more Christians will be in prayer for the elections

Keeping On: “Kotti” and “Görli“

The area between the Kottbusser Tor (“Kotti”) and Görlitzer Park (“Görlki”) is a stronghold for pickpockets and drug trafficking. The number of incidents has increased in recent months.

Tradespeople, residents and police seem powerless. Divine intervention and better police tactics are needed to bring positive change.

Prayer:

  • Pray for protection for residents and bystanders from violence, drugs, and robbery
  • Pray for effective strategies for monitoring and bringing peace to the area
  • Pray for effective on-site prayer
  • Pray that key figures in the scene will come to Christ

Dates

May 9, 6pm: Prayer for city politicians in front of the Rotes Rathaus.

Herunterladen als PDF: [Gebet für Berlin – April 2016]

Good News: Flüchtlingsausweis

Das bislang unerträgliche Chaos bei der Registrierung von Asylsuchenden in Berlin scheint sich langsam zu ordnen. Berlin hat als erstes Bundesland einen eigenen Ausweis für Flüchtlinge eingeführt, der unter anderem den Fingerabdruck und andere persönliche Daten speichert. In ganz Deutschland sollen Asylsuchende ab Ende Mai den speziellen Ausweis erhalten. Die Registrierung soll jetzt schneller klappen.

Wer in Berlin ankommt, wird inzwischen meist innerhalb von 24 Stunden registriert. Der große Rückstau von nicht registrierten Flüchtlingen ist im Wesentlichen abgebaut. Aber noch längst sind nicht alle Probleme beseitigt; beispielsweise klappt die regelmäßige Auszahlung für Lebensmittel an bereits registrierte Flüchtlinge noch nicht reibungslos.

Neues vom Flughafen BER

Karsten Mühlenfeld ist jetzt seit einem Jahr Geschäftsführer der Flughafengesellschaft. Seine Arbeit macht wesentlich weniger Schlagzeilen als die seiner Vorgänger Schwarz und Mehdorn. Er hat sich ein Team aufgebaut, in dem jeder seine Aufgabe genau kennt. Für ihn war es enorm wichtig, die Mitarbeiter zu ermutigen. „Baustelle tut weh“, sagte er in einem Interview.

Größtes noch nicht bewältigtes Problem ist immer noch die Entrauchungsanlage. Hier und an einigen anderen Stellen macht die Genehmigungsbehörde (Landkreis Dahme-Spree) weiterhin Auflagen. Am 22. April wird Mühlenfeld bei der nächsten Sitzung des Aufsichtsrates ankündigen, ob der BER noch im Jahr 2017 eröffnet werden kann.

Gebet:

  • Dank für die Arbeit des Geschäftsführers und aller anderen auf der Baustelle Tätigen
  • Dass die letzten Probleme der Entrauchungsanlage gelöst werden können
  • Zügige Fertigstellung noch 2017

firstofmayMyfest findet verändert statt

Das Myfest ist in Form von drei politischen Versammlungen angemeldet worden. Nach Jahren, in denen vorwiegend mit lauter Musik und Verpflegungsständen gefeiert wurde, sollen die politischen Themen nun wieder mehr im Vordergrund stehen. Die Polizei bestätigte, dass sie die Anmeldung als sogenannte Versammlung, also als politische Kundgebung im Gegensatz zu einer Feier-Veranstaltung, akzeptiert habe. Eine Reihe von rechtlichen und Sicherheitsfragen sind immer noch offen.

Somit ist der Kiez SO36 und vor allem die Oranienstraße mit Veranstaltungen belegt. Dennoch kündigten die Anmelder der traditionellen linksradikalen 18-Uhr-Demonstration am 1. Mai an, auf ihrer alten Strecke durch die Oranienstraße ziehen zu wollen. „Wir werden unserer Demonstrationsrecht notfalls einklagen“, erklärten die Veranstalter.

Gebet:

  • Ein gewaltfreier Mai-Feiertag in Berlin
  • Weisheit für die Polizei, dass ihre Maßnahmen deeskalierend wirken
  • Dass die 18 Uhr-Demo eine Route außerhalb des Myfests bekommt

Antisemitische Übergriffe

Immer mehr Juden werden wegen ihrer jüdischen Kopfbedeckung (Kippa) angegriffen. Vermehrt werden Mahnmale beschmiert und auf Kundgebungen antisemitische Parolen gebrüllt. Die Informationsstelle Antisemitismus berichtet von einem Anstieg solcher Vorfälle um mehr als 30 % gegenüber dem Vorjahr. Die meisten Juden verstecken inzwischen ihre Kippa unter einem Basecap und tragen im öffentlichen Raum keine Davidsterne.

In Berlin wie auch in ganz Deutschland wird immer deutlicher, dass Muslime aus dem arabischen Kulturkreis en dort weit verbreiteten und anerzogenen Hass auf Israel auch hier ausleben. In den Schulen sind die Lehrer bislang nicht ausreichend darauf vorbereitet, diesem Hass wirksam entgegenzutreten. Es fehlt ein Konzept des Senats für den Bildungsbereich.

Den starken Anstieg der Zahl der Geflüchteten aus dem arabischen Kulturraum sehen Juden auch in Berlin sehr kritisch. Es gibt inzwischen vermehrt jüdische Mitbürger, die sich nicht länger auf der Straße verstecken wollen und deswegen nach Israel auswandern. Die Jewish Agency unterhält ein Büro in Berlin, das bei den Formalitäten für eine Ausreise behilflich ist.

Gebet:

  • Schutz für die jüdischen Mitbürger
  • Für ein Bildungskonzept, dass Lehrer befähigt, mit dem muslimischen Antisemitismus umzugehen
  • Dass antisemitische Vorfälle aufgedeckt und wirksam unterbunden werden können

Der Fall McKinsey – Diwell

Ende September hatten McKinsey-Berater mit der Arbeit am Lageso zur Optimierung der bis dahin katastrophalen Registrierung der Flüchtlinge begonnen. Zunächst arbeitete das Unternehmen pro bono (kostenlos), später sollte es für 238.000 Euro ein Integrationskonzept ausarbeiten. Der Ex-Staatssekretär Lutz Diwell (SPD) soll davon profitiert haben. Die Vergabe erfolgte – angeblich aus Zeitdruck – ohne Ausschreibung. Nach viel Kritik an dem Verfahren hört McKinsey am Lageso auf. Der verantwortliche Chef der Senatskanzlei, Björn Böhning, musste am 23.3. vor dem Innenausschuss des Abgeordnetenhauses Rede und Antwort stehen. Er wies jeden Verdacht der Einflussnahme von sich. Eine Reihe von Fragen blieb offen. Die Aufklärung geht nach den Osterferien weiter.

Gebet:

  • Vollständige Aufklärung des Falles
  • Mehr Transparenz beim Senat
  • Dass der Fall keine Lähmung des Politikbetriebs oder der Arbeit des Lageso bewirkt

Schutz für geflüchtete Christen

Nach wie vor kommt es wöchentlich zu verbalen und tätlichen Angriffen gegen geflüchtete Christen in den Flüchtlingsunterkünften – bis hin zu Todesdrohungen. Insgesamt sind weit über hundert Fälle bekannt geworden. Die häufig islamischen Sicherheitsdienstmitarbeiter schauen weg oder agieren selbst aggressiv gegen Christen.

Bisher hat der Senat noch kein Konzept zu verbessertem Schutz für die Christen vorgelegt. Der Vorschlag des Ökumenischen Rates, die Anzahl von Christen auf wenigstens 10% pro Unterkunft zu erhöhen, wurde bisher nicht aufgegriffen.

Gebet:

  • Gottes Schutz und Bewahrung für unsere Geschwister
  • Entwicklung eines nachhaltigen Sicherheitskonzeptes
  • Dass Berliner Christen geflüchtete Christen in ihren Häusern und Gemeinden aufnehmen

Dran bleiben: Schutz vor Terror

Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) zufolge existieren in der Bundeshauptstadt keine von Islamisten geprägten Parallelgesellschaften wie etwa im Brüsseler Stadtteil Molenbeek. Es gebe zwar bekannte Treffs und Moscheevereine, in denen die Szene zusammenkomme, „doch solche Islamistenhochburgen wie Molenbeek haben wir bei uns nicht.“ Allerdings sei es schon eine Herausforderung, dass der relevante Personenkreis sehr dynamisch wächst. Schwerpunkte der Salafistenszene befinden sich nach den Worten Henkels beispielsweise in den Stadtteilen Neukölln oder Wedding. Derzeit würden dem salafistischen Bereich 710 Menschen zugeordnet, von denen rund die Hälfte als gewaltorientiert eingeschätzt werde.

Henkel zufolge funktioniert die präventive Terrorbekämpfung in Deutschland bislang recht gut, nimmt die Kapazitäten von Polizei und Geheimdiensten jedoch stark in Anspruch. Größtes Problem der Berliner Sicherheitsbehörden seien aktuell rund 50 Rückkehrer aus den Kriegsgebieten im Irak und Syrien. „Grundsätzlich steht Berlin natürlich auf der Liste möglicher Anschlagsziele.“ Berlins Verfassungsschutzchef Palenda hatte im Februar von Erkenntnissen gesprochen, nach denen der Islamische Staat eine europaweite Anschlagsagenda verfolgt, zielgerichtet auf alle europäischen Großstädte.

Weiterhin gilt in Berlin eine abstrakt hohe Gefährdung. (Der Tagesspiegel 24.3.)

Gebet:

  • Gott sei Dank, dass unsere Stadt bisher vor Terroranschlägen verschont blieb
  • Gottes Schutz über Stadt und Land
  • Effektive Präventionsarbeit und frühzeitige Aufdeckung
  • Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden auf Bundes- und Europa-Ebene

Termine

  • 4., 18 Uhr: Politisches Stadtgebet vor dem Roten Rathaus

Gebetsaktionen und Gottesdienst am 1. Mai stehen dieses Jahr unter dem Motto Friede den Nahen und Fernen – Gebet für einen friedlichen 1. Mai 2016. Postkarten sind ab 1.4. verfügbar und im GfB-Büro zu bestellen. Im Einzelnen ist geplant:

  • Gebetsgottesdienst 1.5., 14 Uhr: Gemeinde Gospel Believers International, St. Simeon-Kirche, Wassertorstr. 21 A, 10969 Berlin
  • 4., 20 Uhr, bis 1.5., 24 Uhr, BURN – 28 Stunden Lobpreis im Gebetskeller Kreuzberg vom. Genaueres: www.gebetskeller-kreuzberg.de
  • 5. um 12, 16 und 20 Uhr: Fürbitte-Zeiten Gebetskeller Kreuzberg
  • Straßengebet: Wie in den vergangenen Jahren werden auch wieder kleine Teams auf den Straßen im Voraus und während der Demonstrationen beten. Wer sich daran beteiligen will, kann hier nähere Informationen anfordern: info@gfberlin.de

Download PDF: [Prayer for Berlin – April 2016]

Good News: Refugee ID Card

The intolerable chaos in the registration of asylum seekers in Berlin that had been happening up until recently is slowly getting better organized. Berlin was the first state to introduce its own document for refugees, which stores the fingerprint and other personal data, among other things. Asylum seekers throughout Germany will be receiving this special pass from the end of May on.

Registration should now work faster. Anyone who arrives in Berlin is now usually registered within 24 hours. The large backlog of unregistered refugees has been reduced substantially. However not all problems have been eliminated–for example the regular payments for food for refugees.

  • Thank God for the progress made in registration of refugees

News from the BER Airport

Karsten Mühlenfeld has been the CEO of the airport company for a year now. His work has been associated with significantly fewer headlines than his predecessors Black and Mehdorn. He has a team set up in which everyone knows exactly what his job is. It was very important for him to encourage the employees. “Construction sites hurt,” he said in an interview.

The largest problem still not solved is the smoke exhaust system. The authorities (Dahme-Spreewald) continue to make further requirements. On April 22 during the next meeting of the supervisory board, Mühlenfeld will announce if the airport can be opened in 2017.

Prayer:

  • Thank God for the work of the manager and all other on-site workers
  • Pray that the recent problems with the smoke exhaust system can be solved
  • Pray the construction can be completed in 2017

Myfest takes place in different form

firstofmayThe Myfest was filed in the form of three political meetings. After years where the Myfest was celebrated mainly with loud music and food stalls, the political issues are now in the foreground once again. The police have confirmed that they have accepted the Myfest as a so-called meeting (Versammlung), that is, a political rally as opposed to a public event. A number of legal and security issues are still open.

Thus, the district SO36 and especially the Oranienstrasse is filled with events. Nevertheless organizers of the traditional radical leftist 6pm demonstration want to use their old route through the Oranienstrasse. “We will sue for our right to demonstrate if necessary,” said the organizers.

Prayer:

  • Pray for a non-violent May Day in Berlin
  • Pray for wisdom for the police and that their measures will lead to de-escalation
  • Pray that the 6pm demonstration will get a route outside of the Myfest.

Anti-Semitic Incidents

More and more Jews are being attacked because of their Jewish caps (kippah). The numbers of memorials being smeared and incidents of anti-Semitic shouting at rallies are increasing. The official Antisemitism Observation Committee reported an increase in such incidents by more than 30% over the previous year. Most Jews hide now their kippahs under a baseball cap and do not wear Stars of David in public places.

In Berlin, as in the whole of Germany, it is becoming increasingly clear that Muslims who come from Arab cultures are living out the widespread instilled hatred of Israel here. Teachers in schools are not sufficiently prepared to confront this hatred effectively. The Ministry of Education needs to develop a concept.

Jews in Berlin view the sharp increase in the numbers of refugees from Arab cultures very critically. There is an increasing tendency among Jews who no longer want to hide their identity on the streets to emigrate to Israel. The Jewish Agency has an office in Berlin which assists with the formalities for emigration.

Prayer:

  • Pray for the protection of Jewish residents
  • Pray that an educational concept can be developed to help teachers deal with Muslim anti-Semitism
  • Pray that anti-Semitic incidents can be discovered beforehand and prevented

The McKinsey-Diwell Case

The end of September the McKinsey consultants began work to optimize the registration of refugees at the LaGeSo which hitherto had been disastrous. Initially the company worked pro bono (free). Later 238,000€ were to be paid for drawing up integration plans. Ex-Secretary Lutz Diwell (SPD) is accused of profiting from the deal. The contract was made – supposedly because of time pressure – without a tender between Christmas and the New Year.

After much criticism McKinsey has stopped working at the LaGeSo. On March 23, Björn Böhning, who is in charge of the Senate Chancellery, had to answer questions before the Internal Affairs Committee of the Lower House. He refused to accept any responsibility. A number of questions remained open. The investigation will continue after the Easter holidays.

Prayer:

  • Pray for a complete investigation of the case
  • Pray for more transparency in the Senate
  • Pray that the case does not paralyze the political situation or the work of the Lageso

Protection for Christian Refugees

Verbal and physical attacks against Christians in refugee housing continue to happen weekly. There have even been death threats. More than one hundred cases have been reported. Security forces, which often have an Islamic background, look away or even take part in aggressive behavior towards Christians. So far, the Senate still has not presented a concept to improve the protection of Christians. The Ecumenical Council suggested that the number of Christians in each housing unit be increased to at least 10%, but this has not been put into practice.

Prayer:

  • Pray that God will protect and preserve our brothers and sisters in Christ
  • Pray for the development of a sustainable safety concept
  • Pray that Berliners will take Christian refugees into their homes and churches

Keeping On: Protection from Terrorism

According to Berlin’s Senator of the Interior Frank Henkel (CDU), no parallel Islamic societies exist in the capital like those in the Brussels district of Molenbeek. Although there are “known meeting places and mosque associations where Muslims meet, we do not have Islamists strongholds like Molenbeek.” However it is quite a challenge because the “relevant group of people is growing dynamically.”

According to Henkel, the main Salafist scene is in the districts of Neukölln or Wedding. Currently around 710 people have been identified as Salafists, of which approximately half are considered to be “violence-oriented”. Henkel thinks that the “fight against terror” in Germany is currently working “quite well”, but is sharply increasing the responsibilities of the police and home security. The biggest current problem of the Berlin authorities is the approximately 50 returnees from war zones in Iraq and Syria… Of course, Berlin is on the list of possible terrorist targets.

In February Berlin’s State Protection Chef Palenda spoke of knowledge that the Islamic State has a “European-wide attack agenda targeted to all major European cities.” An ‘abstract high risk’ continues in Berlin. (Der Tagesspiegel 3/24)

Prayer:

  • Thank God that our city has so far been spared from terrorist attacks
  • Pray for God’s protection over the city and the country
  • Pray for effective prevention work and early detection
  • Pray for cooperation between security authorities at the federal and European level

Dates

  • April 13, 6pm: Prayer for city politicians in front of the Rote Rathaus

Prayer events and worship service take place on May 1 with the motto “Peace to Those Near and Far—Prayer for a Peaceful May 1, 2016”. Postcards are available as of April 1 and can be ordered through the Together for Berlin office. Plans include:

  • Prayer Service May 1, 2pm: Gemeinde Gospel Believers International, St. Simeon-Kirche, Wassertorstr. 21 A, 10969 Berlin
  • April 30, 8pm – May 1 midnight BURN – 28 hours of praise in the Gebetskeller Kreuzberg More info: http://www.gebetskeller-kreuzberg.de
  • May 1 12 noon, 4pm and 8pm Intercessory Prayer at Gebetskeller Kreuzberg
  • On-site prayer on the streets: As in past years small teams will again be on the streets praying before and during the demonstrations. Those desiring to take part can find more information here: info@gfberlin.de

Herunterladen als PDF: [Gebet für Berlin – März 2016]

Good News

6.000 Studienplätze für Geflüchtete: In unserer Dezember-Mail berichteten wir über die Kiron University. Mit Crowdfunding und durch zwei Stiftungen wurden die ersten 1.000 Studienplätze finanziert. Jetzt hat eine Stiftung 5.000 weitere Stipendien zugesagt.

Weitere Zunahme beim Tourismus: Im Jahr 2015 zählte Berlin über 30 Millionen Übernachtungen (2010 waren es noch 21 Millionen), davon 39 Prozent aus dem Ausland. Das ist eine Zunahme von 5,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Rückgang der Armut: In Berlin ist erstmals seit 2006 das Armutsrisiko spürbar zurückgegangen. Die Armutsquote sank im Jahr 2014 auf 20 Prozent – ein Minus von 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das geht aus dem aktuellen Armutsbericht vom 23. Februar hervor. Trotz der positiven Entwicklung gehört Berlin weiter zu den ärmsten Bundesländern Deutschlands – nach Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Auch das braucht weiter Gebet.

Gebet:

  • Dank für die Studienplätze und die steigende touristische Attraktivität Berlins
  • Dank für den Rückgang der Armut, aber Gebet für noch an Armut leidenden Menschen

Wohnraum für Geflüchtete

Die Pläne des Senats, noch mehr Flüchtlinge auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof unterzubringen, stoßen auf viel Kritik in der Bevölkerung. Sie will Ghettobildung vermeiden und fordern menschenwürdige Unterbringung für Geflüchtete. Zahlreiche verschiedene Initiativen helfen Flüchtlingen dabei, Wohnraum zu finden: in WGs, Familien, und Wohnungen. Oder sie entwickeln gemeinsame Wohnmöglichkeiten wie beispielsweise das Sharehaus Refugio. Oder Ideen, Leerstand zu nutzen oder Huckepack- Wohnkuben, die man auf Flachdächer bauen kann – etwa auf Gemeindehäuser oder Werkstätten. Der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt. Die Umsetzung scheitert zum Teil an der Finanzausstattung, aber häufig auch an der schleppenden Bürokratie. Hier werden gerade gemeinsam Lösungen gesucht.

Gebet:

  • Dank für alle kreativen Ansätze
  • Wohlwollende, reibungslose Zusammenarbeit zwischen Initiativen und Behörden
  • Viele Familien und WGs, die Geflüchteten Wohnraum geben

Netzwerk für geflüchtete Christen

Am LaGeSo und in Massenunterkünften werden geflüchtete Christen häufig von radikalen Moslems wegen ihres Glaubens angegriffen – verspottet, bedroht, geschlagen. Die (häufig muslimischen) Sicherheitskräfte schauen weg oder prügeln in einzelnen Fällen sogar mit. Um die Christen wirksam zu schützen, wäre es nötig, die Zustände den Verantwortlichen bekannt zu machen – zum Beispiel durch Petitionen oder Briefe an Abgeordnete. Und Wohnräume zu schaffen, in denen bedrohte Christen unterkommen können. Hier sind gerade auch christliche Gemeinden gefragt. Eine ökumenische Initiative wurde gestartet.

Gebet:

  • Schutz unserer Glaubensgeschwister
  • Mehr Menschen, die sich für die auch hierzulande verfolgten Christen einsetzen
  • Christen, die Lösungen entwickeln, um bedrohte Christen unterzubringen
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Foto: rgbstock

Wohnungsbau

Laut Senat ist es schon in vier Jahren möglich, dass die Einwohnerzahl Berlins die 4 Millionen-Grenze überschreitet. Benötigt werden für den geschätzten jährlichen Bevölkerungszuwachs von 40.000 Menschen pro Jahr 20.000 neue Wohnungen, sagt der Staatssekretär für Bauen und Wohnen der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Lütke Daldrup. Doch wurden 2015 nur 11.500 neue Wohnungen von den 15.000 geplanten gebaut. In den letzten Jahren sind vor allem teure Häuser und Wohnungen entstanden und „der Nachholbedarf im sozialen Wohnungsbau ist riesig“, so Lütke Daldrup.

Nun ist bis 2020 der Bau von 60.000 landeseigenen Wohnungen geplant. Neben dem Wohnungsbau muss zwingend auch die Einbindung des Umlandes und der Ausbau der Nahverkehrssysteme und digitalen Infrastruktur in die Stadtplanung einbezogen werden. (Quelle: tagesspiegel.de)

Gebet

  • Weisheit für den Senat in allen Entscheidungen
  • Schnelle und gute Umsetzung der Pläne
  • Erweiterung der sozialen Wohnungsbauvorhaben

Masterplan Integration

Für das laufende Jahr wird mit einem ähnlich starken Zuzug von Flüchtlingen wie 2015 gerechnet. Die Unternehmensberater von McKinsey sind vom Senat beauftragt worden, einen Masterplan für die Integration von Flüchtlingen zu erarbeiten.

Jetzt muss der Integrationsprozess geplant und eingeleitet werden. Diese komplexe Aufgabe kann die Verwaltung in kurzer Zeit nicht alleine bewältigen. In dem Masterplan sollen die Fragen rund um Bildung, Integration in den Arbeitsmarkt, Wohnungsbau, Sicherheitsfragen und die Koordination freiwilliger Helfer zusammenfassend bearbeitet werden.

Im März soll dieser Plan fertig werden. McKinsey hatte dem Senat auf freiwilliger Basis schon bei der Neuordnung des Lageso (Landesamt für Gesundheit und Soziales) geholfen.

Gebet:

  • Weisheit für diesen Plan
  • Dass ganz neue Wege entwickelt werden, wie Flüchtlinge gut integriert werden können

Myfest am 1. Mai ungewiss

Seit 13 Jahren ist das Myfest in Kreuzberg am 1. Mai eine Attraktion für Menschen weit über Berlin hinaus. Erfolgreich hat es (neben viel öffentlichem und verborgenem Gebet) dazu beigetragen Ausschreitungen zu verhindern. Der 1. Mai war zuletzt nahezu gewaltfrei. Doch ob das 14. Myfest 2016 stattfinden kann, ist ungewiss. Es gibt derzeit einen letzten Rettungsversuch: Zwischen Bezirk, Polizei, Senat und Abgeordnetenhaus laufen intensive Gespräche, um noch eine Lösung zu finden. Dabei spielen auch Befürchtungen eine Rolle, dass am 1. Mai ohne Myfest wieder mehr Gewalt droht. Kann das Fest mit dem Ziel, Gewalt einzudämmen, als politische Versammlung oder Demonstration bei der polizeilichen Versammlungsbehörde angemeldet werden? Oder ist es als Straßenfest anzusehen wie der Karneval der Kulturen, was die Vorbereitungen und das Genehmigungsverfahren stark verkomplizieren würde? Darum wird gerungen. Bis zum 1.3. gab es noch kein Ergebnis.

Gebet:

  • Unterstützen wir mit unserem Gebet das Ringen um eine gute Lösung
  • Gewaltfreie Demos und Frieden am 1. Mai

Gewalt am Kotti

In letzter Zeit nehmen kriminelle Aktivitäten am sozialen Brennpunkt Kottbusser Tor deutlich zu. Es gibt 50 Prozent mehr Überfälle, 100 Prozent mehr Diebstähle. Ex-Hausbesetzer und türkische Gastronomen verlangen, dass härter durchgegriffen wird. Laut „Tagesspielgel“ (18.2.) wurden in den vergangenen Monaten am Kottbusser Tor fast täglich Passanten umringt, um Portemonnaies, Telefone, Handtaschen zu stehlen. Klappte das nicht, schlugen die Täter zu, manche besprühten ihre Opfer mit Reizgas oder zogen Messer. Einigen Frauen wurde an den Busen gefasst oder ins Gesicht geschlagen. Szenen wie in der Kölner Silvesternacht gibt es am Kottbusser Tor mit dem gleichen Täterprofil.

Die Polizei hat eine Statistik zum Taschendiebstahl am Kotti erstellt. Die Täter kommen aus 17 Ländern. Osteuropäer und deutsche Staatsbürger sind dabei. Ganz oben aber stehen Tunesier, Libyer, Marokkaner, Ägypter. Die Zahl arabischsprachiger Täter steigt rasant – und die Gewalt bis hin zum Mord ebenso.

Obwohl es mehr Polizeieinsätze gibt, gab es keine Besserung. Nun helfen sich die Anwohner selbst: Die Wirte und Ladenbetreiber warnen sich über eine Telefonkette. Zieht eine Gang durch den Kiez, rufen sie einander an. Am Wochenende bewachen Türsteher die Bars.

Respekt vor der Polizei fehlt bei den Tätern, die eine andere Härte aus ihren Ländern gewohnt sind; sowohl Polizei als auch Justiz schrecken sie nicht ab.

Gebet:

  • Unterstützung für Innensenator Henkel im Bemühen, rechtsfreie Räume nicht zuzulassen
  • Dass die reale Gefahr für die Bewohner erkannt wird und Polizei und Justiz geeignete Maßnahmen zur Eindämmung ergreifen
  • Schutz für Anwohner und Passanten

Dran bleiben: Innere Sicherheit

Die unspezifische Gefahr durch islamistische Terroranschläge ist auch in Berlin weiter hoch. Beten wir besonders für den Schutz der Engel Gottes für „weiche Ziele“, also Bahnhöfe, Großveranstaltungen wie Fußballspiele, Straßenfeste, Konzerte usw. – und für effektive Aufklärungsarbeit der Sicherheitsbehörden rechtzeitig im Vorfeld geplanter Anschläge.

Termine

  • 3.-5.3.: Transforum-Konferenz über Lebenswelten in Berlin, Christus-Gemeinde Hohenschönhausen. Frühgebet Freitag und Samstag 8:30 Uhr. Viele Workshops, u.a. über „Erkundung von Lebenswelten durch Gebetsgänge“ und. „Verändert dein Gebet deinen Kiez?“ Mehr unter http://www.transforum-berlin.de Bitte auch bei zeitweiser Teilnahme unbedingt anmelden!
  • 9.3., 18 Uhr: Politisches Stadtgebet vor dem Roten Rathaus
  • 1. und 29.4., 17:00, Gebetskeller am Kotti, Adalbertstr. 97: Gebetsgang im Vorfeld des 1. Mai
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