Herunterladen als PDF: [Gebet für Berlin - März 2013]

Good News: Wohnraum für christliche Roma

Dem Engagement des katholischen Immobilienmangers Benjamin Marx ist es zu verdanken, dass rund 500 christliche Roma jetzt ein sicheres Zuhause in Neukölln haben. Er überzeugte die katholische Wohnbaugenossenschaft „Die Aachener“ davon, einen heruntergekommenen Wohnkomplex zu kaufen und zu sanieren – mit Spielplatz, Musik- und Gottesdiensträumen – sowohl für die pfingstkirchlichen Roma (mit ca. 400 Gottesdienstteilnehmern!) als auch für eine katholische Kommunität. 30 Roma sind in der Anlage selbst als Hausmeister, Sicherheitskräfte usw. angestellt. Daneben gibt es zur besseren Integration Deutschkurse sowie Handarbeitskurse. Das Projekt zeigt: Es geht also doch! Der glühende christliche Glaube der Roma ist bei diesem Projekt allerdings eine wesentliche Voraussetzung für das Gelingen gewesen – was man nicht übersehen darf.

Gebet:

  • Dank für dieses erfolgreiche Projekt
  • Auswirkungen des Beispiels auf andere

Gottes Absichten mit BER

Christen aus Uganda haben erzählt, dass sie jahrelang gegen alle Probleme in ihrem Land gebetet haben. Irgendwann wurde ihnen bewusst: Wir sollten nicht gegen Probleme beten, sondern dass Gottes Absichten und Berufungen zum Ziel kommen. Dann lösen sich viele Probleme von selbst. Gott hat mit jedem einzelnen Menschen, aber auch mit ganzen Ländern und Nationen und sogar mit Gebäuden Heil bringende Absichten – und sogar mit Infrastruktur-Projekten. Sie sollen Begegnung zwischen Menschen ermöglichen und ihnen helfen, effektiv von einem Ort zum anderen zu kommen. In diesem Sinn möchten wir auch für den neuen im Bau befindlichen Berliner Flughafen beten – dass nicht nur die Probleme gelöst, sondern er Gottes Plänen und Absichten dient – und damit auch den Menschen.

Gebet:

  • Dass Gottes gute Absichten für den BER zum Zuge kommen
  • Weisheit für alle Verantwortlichen – besonders für Matthias Platzeck um klare, zukunftsweisende Entscheidungen
  • Effektives Abarbeiten der 20.000 Punkte umfassenden Mängelliste

Themenjahr Zerstörte Vielfalt

zvIm Berliner Themenjahr 2013 soll der Vielfalt des Lebens in der Weltstadt Berlin und deren Zerstörung im Nationalsozialismus gedacht werden. Anlass ist der 80. Jahrestag der Machtübertragung an die Nationalsozialisten im Jahr 1933 und der 75. Jahrestag der Novemberpogrome des Jahres 1938. Beide Daten haben für Berlin eine herausgehobene Bedeutung. Denn Berlin war als Reichshauptstadt Schauplatz der Machtübernahme sowie als jüdische Metropole mit rund 160.000 jüdischen Bürgern von den Auswirkungen der Judenverfolgung besonders stark betroffen.
Zahlreiche kulturelle Veranstaltungen und Aktivitäten in Museen, Kirchen, Kultureinrichtungen etc. tragen zum Themenjahr bei und betrachten spezifische Aspekte der Ausgrenzung von „Anderen“. Im Mittelpunkt aller Aktivitäten steht die Erinnerung an Menschen, an jene Berlinerinnen und Berliner, die zur Vielfalt der Stadt beigetragen haben.

(Quelle und Infos: www.berlin.de/2013/themenjahr)

Gebet:

  • Dank für die Aktion, die erinnert, mahnt und die Vielfalt feiert
  • Dass die Erinnerung zu mehr Toleranz und Offenheit heute beiträgt
  • Dass latent neonazistische und antisemitische Haltungen dadurch vermindert oder verhindert werden

Neues Leitbild für Berlin

Berlin entwickelt sich mit einer großen Dynamik. Was eigentlich schon unmittelbar nach der Wiedervereinigung vorausgesagt wurde, tritt jetzt ein: Berlin wächst. Und laut der jüngsten Bevölkerungsprognose soll die Stadt bis zum Jahr 2030 um rund 250.000 Einwohner wachsen. Auf diese Zukunft muss sich jetzt die Politik einstellen und die Weichen dafür stellen. Dafür ist Stadtentwicklungssenator Michael Müller zuständig. Im Februar haben die Beratungen zu einem neuen Stadtentwicklungskonzept 2030 begonnen. Bis März 2014 soll ein ressortübergreifendes Leitbild für die Stadt entwickelt werden.

Wenn Berlin tatsächlich in großem Maße wächst, muss es viele neue Wohnung geben, mehr Schulen, bessere Verkehrsverbindungen usw. Es gibt in Berlin noch genug Flächen, um ungefähr 210.000 Wohnungen zu bauen. Umstritten ist im Moment der Bau von 4.700 Wohnungen auf dem stillgelegten Flughafen Tempelhof. Dagegen hat sich eine Bürgerinitiative stark gemacht, die das Flughafengelände auch nicht in kleinem Maß bebaut sehen will.

Damit es bezahlbaren Wohnraum für alle gibt, soll auch eine neue Wohnungsbauförderung eingeführt werden. Geplant ist, damit jährlich den Bau von 1.000 Wohnungen zu unterstützen, um die Mieten auf einen Quadratmeterpreis von 6 € monatlich (kalt) zu senken.

Das neue Leitbild soll in öffentlichen Veranstaltungen mit den Bürgern diskutiert werden. Senator Müller geht es entscheidend darum, ein Leitbild für ein gutes soziales Zusammenleben zu finden.

Gebet:

  • Dank für das dynamische Wachstum dieser Stadt
  • dass im Verlaufe des nächsten Jahres immer klarer erkannt wird, welche Komponenten ein neues Leitbild für Berlin enthalten soll
  • das Gottes Absichten für diese Stadt sich auch im Leitbild niederschlagen

Dran bleiben: Gentrifizierung und Gewalt

Beim Räumen von Wohnungen kommt es nach wie vor zu gewalttätigen Protesten und schweren Sachbeschädigungen. Wir beten um Lösungen für die Wohnungsproblematik und einen Rückgang der Gewalt.

Streit um Flüchtlingsunterkünfte

Seit Monaten wird in Berlin über eine bessere Verteilung von Flüchtlingen debattiert. Unstrittig ist, dass drei Bezirke die meisten Asylbewerber aufnehmen. Senator Mario Czaja (CDU) hatte die Bürgermeister der anderen Bezirke deshalb darauf festgelegt, sich besser zu beteiligen. Notfalls müsse man Gebäude beschlagnahmen. Das war vergangenen November – geschehen ist seitdem wenig. Trotz der steigenden Zahl von Asylsuchenden gibt es offenbar kein langfristiges Unterbringungskonzept.

Mehr als 5000 Flüchtlinge leben in Berlin. Davon haben erst im vergangenen Jahr rund 3000 einen Asylantrag gestellt. Viele sind vor dem Bürgerkrieg in Syrien geflohen, außerdem kamen Roma, die in ihren Heimatländern auf dem Balkan diskriminiert werden. In Wittenau (Bezirk Reinickendorf) und Lichtenrade (Bezirk Tempelhof-Schöneberg) wehren sich Anwohner gegen die Einrichtung von Unterkünften. Aber: Während in Reinickendorf ohnehin wenige Flüchtlinge leben, ist Tempelhof-Schöneberg einer der Bezirke, die am meisten Plätze bereitstellen. Seit Monaten harren außerdem protestierende Flüchtlinge in einem Zeltcamp auf dem Oranienplatz in Kreuzberg aus. (Quelle: Der Tagesspiegel 22.02.2013)

Gebet:

  • Einigung der Bezirke auf eine gerecht verteilte Unterbringung
  • Mehr Toleranz und Gastfreundschaft bei der Bevölkerung
  • Wirksame Maßnahmen, um Flüchtlingen zu einer würdigeren Existenz zu verhelfen

Junge Spanier und Griechen in Berlin

Deutschland erlebt derzeit eine Migrationswelle. Aus den Ländern, die am stärksten von der Euro-Krise betroffen sind, flüchten gut ausgebildete Akademiker vor allem nach Berlin – obwohl die Stadt weniger Jobs zu bieten hat als Stuttgart oder München. Allein in den letzten Jahren hat sich der Zuzug junger Spanier mehr als verdoppelt, von gut 700 auf 1.700. Auch viele junge Migranten aus Griechenland finden seit der Krise den Weg hierhin. Die jungen Leute suchen sich woanders eine Perspektive. Es zieht sie vor allem nach Deutschland. Allein im ersten Halbjahr 2011 hat sich laut dem Statistischen Bundesamt die Einwanderzahl aus Griechenland fast verdoppelt. 2012 sollen nach ersten Auskünften noch einmal mehr Griechen nach Deutschland gekommen sein als im Jahr zuvor. Der Grund ist einfach, es gibt immer weniger bis gar keine Arbeitsplätze. (Quelle: Deutschlandradio Kultur 06.02.2013)

Gebet:

  • Dass viele junge Südeuropäer hier Arbeit und Lebensperspektiven finden
  • Um Verständnis und Gastfreundlichkeit der Berliner
  • Begegnung mit Christen, die ihnen mehr als wirtschaftliche Hoffnung vermitteln

Termine

  • 02.03.2013, 16.45-21:00 Uhr, Gemeinsam für Berlin-Fest – Begegnung, Feiern, beispielhafte Projekte: Musik, Tanz, Interviews, Infos & „Vorhang auf“ für den neuen Look von GfB. 18.30 Uhr: Leckeres aus aller Welt – Projekte aus Berlin. 19.45 Uhr: Comedy, Musik, Inspirierendes aus Projekten. Parallel Kinderprogramm für 4- bis 11-Jährige
  • 13.03., 18 Uhr: Politisches Stadtgebet vor dem Roten Rathaus
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