Herunterladen als PDF: [Gebet für Berlin - Februar 2013]

Good News: Kleines Jobwunder

Construction Work

Das regionale Amt für Statistik meldete im November, dass die Beschäftigtenzahlen in Berlin stärker ansteigen als in allen anderen Bundesländern. Ende März des Jahres 2012 gab es 1,18 Millionen sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer in der Stadt, und damit 3,4 Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor. Besonders viele Jobs wurden in der Hauptstadt im Bereich der Dienstleistungen (plus 3,6 Prozent) und am Bau (plus 6 Prozent) geschaffen. Die Beschäftigtenzahlen in Berlin sind seit fast sechs Jahren ununterbrochen gestiegen.

Der Dienstleistungsbereich hat in den vergangenen Jahren einen starken Aufbau erlebt, denn mit dem Regierungsumzug sind viele Verbände, Interessenorganisationen, Beraterfirmen usw. nach Berlin gekommen. Die Bauwirtschaft wird von Infrastruktureinrichtungen, Gewerbebauten und dem Wohnungsbau angetrieben. (Berliner Zeitung vom 23.11. 12 und vom 5.1.13)

Gebet:

  • Dank für diese positive Entwicklung.

Flughafen BER – Probleme ohne Ende?

Am 07. 01. wurde eine weitere Verschiebung der Eröffnung des Hauptstadtflughafens BER öffentlich. Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit trat als Aufsichtsrat-Vorsitzender zurück. Sein bisheriger Stellvertreter, Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck, übernahm den Vorsitz. Der bisherige Flughafenchef wurde entlassen. Ein Nachfolger und weitere Fachleute werden noch gesucht. Auch andere Berliner Großprojekte verzögern sich in ihrer Fertigstellung. Seitdem wird nicht nur der Rücktritt weiterer Verantwortlicher gefordert, sondern auch generell die Eignung von Politikern für solche Posten bezweifelt. Neuer Eröffnungstermin könnte 2014 oder gar 2015 sein.

Gebet:

  • dass Fehler, Pfusch und Mängel bei Planung und Bau ans Licht kommen
  • dass die wirklich Verantwortlichen gefunden werden und Konsequenzen ziehen
  • um Durchsetzung der Veränderungen, die Ministerpräsident Platzeck als neuer Aufsichtsratsvorsitzender angehen will
  • um neue und fähige Fachleute im Flughafen-Aufsichtsrat
  • um zuverlässiges Arbeiten der Firmen und Abwendung weiteren Schadens

Terrorismusgefahren

Die Arbeit des Verfassungsschutzes steht in allen Bundesländern in der Kritik. Seit der Aufdeckung einer rechtsextremen terroristischen Vereinigung verschwinden immer wieder wichtige Akten aus den Verfassungsschutzämtern in verschiedenen Bundesländern. In Berlin gibt es seit dem Jahr 2000 kein eigenes Landesamt für Verfassungsschutz mehr, sondern eine »Abteilung Verfassungsschutz«, die in die Innenverwaltung eingegliedert wurde. Die Leiterin Claudia Schmid trat zurück, als auch in Berlin Akten, die für die Aufklärung der rechten Terroranschläge gebraucht wurden, sich als fälschlicherweise schon geschreddert herausstellten. Die kommissarische Leitung hat nun Bernd Palenda übernommen. Er wird Veränderungen einleiten: die Beobachtung des Rechtsextremismus wird gestärkt. Dafür wird ein neues Referat gegründet. Der Verfassungsschutz wird dafür auch personell verstärkt.

Neben den Gefahren, die von rechts- oder linksextremen Gruppen für den Staat und den Einzelnen ausgehen, wird auch die Bedrohung durch den Islamismus gesehen. In einem Interview mit der Berliner Zeitung machte Palenda darauf aufmerksam, dass die Bedrohung durch gewaltbereite Salafisten in Berlin ansteigt. Diese islamistische Gruppierung wächst besonders rasch an. Waren es vorher ca. 100 gewaltbereite Salafisten, werden inzwischen ungefähr 200 als gewaltorientiert angesehen.

Gebet:

  • Dank für alle Bewahrung vor terroristischen Anschlägen in Berlin
  • Gelingen für die Arbeit des Verfassungsschutzes und Weisheit bei der Führung der V-Leute
  • Dass geplante Anschläge aufgedeckt und im Vorfeld verhindert werden können

Berlins neuer Polizeipräsident

Seit Juni 2011 war der Posten des Polizeipräsidenten vakant, nachdem Dieter Glietsch in den Ruhestand verabschiedet wurde. Nach erfolgreicher Klage eines Gegenkandidaten musste das Auswahlverfahren wiederholt werden. Ende Dezember wurde nun endlich ein neuer Polizeipräsident ernannt. Es ist der gebürtige Baden-Württemberger Klaus Kandt (52 Jahre, verh., 2 Kinder), der zuletzt die Bundespolizeidirektion in Berlin leitete. Er bezeichnet sich selber als einen Mann, der die Herausforderung sucht. Jetzt wird er die mit 22.000 Mitarbeitern größte Polizei Deutschlands leiten. Mit den besonderen Herausforderungen von Demonstrationen in Berlin ist er auch vertraut. Er war schon am 1. Mai 1987 als SEK-Beamter dabei, als es die ersten Ausschreitungen gab.

Gebet:

  • Für eine rasche, erfolgreiche Einarbeitung und eine gute Zusammenarbeit mit der Vize-Präsidentin Margarete Koppers
  • Dass erkannt wird, wie mit den vorhandenen Ressourcen die Polizeiarbeit in Berlin noch effektiver gestaltet werden kann
  • Schutz und Segen für Herrn Kandt und seine Familie

Gebet für den Kiez

In der Spandauer Josua-Gemeinde findet seit Mai 2012 ein monatliches Gebt für den Kiez rund um die Gemeinde statt. Es entstand aus dem Eindruck, dass Christen da, wo sie wohnen und wo ihre Gemeinde ist, auch geöffnete Augen für die Nöte der Umgebung brauchen. Segen und Gebet soll den Kiez durchdringen und mit verändern. Die Beter treffen sich für ca. zwei Stunden. Nach einem gemeinsamen Anfang und Austausch gehen mehrere Teams mindestens eine Stunde durch den Kiez und beten vor Ort. Anschließend werden die Gebetserfahrungen ausgetauscht und mit einem gemeinsamen Gebet abgeschlossen. Es gibt mehrere Gebetsrouten mit unterschiedlichen Schwerpunkten, wie z.B. Grundschulen und Kitas, Jugendclubs, Gebet an besonderen (Brennpunkt-)Plätzen, »politisches« Gebet für die Bezirksregierung u.a.

Nicht nur mit Gebet, sondern auch durch Teilnahme am öffentlichen Leben, sich einbringen in politische Entscheidungen und Kontakte zu den Verantwortlichen des Bezirks sind die Christen hier »Licht und Salz«. Silvester wurde erstmals eine öffentliche Dank-Veranstaltung zum Jahresende auf dem Spandauer Marktplatz abgehalten, zu der ca. 250 Besucher kamen. Die Vision der Josua-Gemeinde ist es, dass viele Gemeinden in Berlin sich rufen lassen und hinausgehen zu Gebet und Engagement für ihren Kiez.

Gebet:

  • Dass immer mehr Christen sich mit Gebet und sozialem Engagement in ihrem Kiez einbringen
  • Dank für die Spandauer Gemeinde, die hierin ein Vorbild für andere sein kann

Musicboard Berlin

Seit Januar 2013 hat der Berliner Senat ein Music-board eingerichtet, das von nun an mit einer Million Euro jährlich die Berliner Popmusikszene aktiv unterstützt sowie die wirtschaftliche Strahlkraft international stärken soll. Bundesweit ist die Initiative einzigartig.

Katja Lucker, bestens vernetzt in der Berliner Musikszene, wurde vom Senat zur Musikbeauftragten berufen. An der Schnittstelle zwischen Popmusikszene, Verwaltung, Wirtschaft und Partnerbranchen wird das Musicboard neue Impulse für die Berliner Pop- und Rockmusik setzen und Synergien schaffen. Konkrete Ziele sind, die direkte Unterstützung der Popmusiker (durch Vermittlung, erleichterten Zugang zu Informationen und Ansprechpartnern), die Verbesserung der Berliner Musikinfrastruktur (Proberäume, Studios, Auftrittsmöglichkeiten zu fairen Konditionen), sowie die Stärkung des Standortmarketings Berlin (Kooperationsprojekte vermitteln, Vermarktung und Export erweitern).

Informationen: http://tinyurl.com/aly3gpv

Gebet:

  • Dank für die Initiative, die Berlin als Kreativstandort attraktiver macht und Künstler konkret unterstützt
  • offene Türen für Verhandlungen und Kooperationen der Beauftragten
  • wirtschaftliche Stärkung der Musikszene

Dran bleiben: Raum für Asylsuchende

Der Ansturm von Asylsuchenden in Berlin stellt die Behörden vor zunehmende Herausforderungen. Insbesondere für Familien mit mehreren Kindern fehlen Räume oder Wohnungen zur Unterbringung. Beten wir für schnelle und menschenwürdige Lösungen!

Termine

  • Politisches Stadtgebet 13.02., 18 Uhr, vor dem Roten Rathaus
  • Gemeinsam für Berlin-Fest, 02.03., 17 bis 21 Uhr, Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde, 10827 BerlinSchöneberg, Hauptstr.125: Ein buntes und vielfältiges Fest, das Beziehung durch Begegnung ermöglicht, ermutigende Modelle und Projekte darstellt, mit Musik, Unterhaltung, Essen und der Vorstellung des neuen »Auftritts« von Gemeinsam für Berlin. Auch alle Empfänger der Gebetsmail sind herzlich eingeladen.
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