Herunterladen als pdf:  Gebet für Berlin -Mai 2012

Good News 1: Engel im Rotlichtviertel

Im März ist das Buch von Patricia Green „Ein Engel im Rotlichtviertel“ erschienen. Es beschreibt die Arbeit, die sie und ihr Team von Alabaster Jar unter Frauen in Prostitution und unter Opfern von Menschenhandel machen. Der Titel ist nicht ganz korrekt: Berlin hat kein klassisches Rotlichtviertel. Nichtsdestotrotz beschreibt das Buch eindrücklich die Lage der etwa 10.000 Frauen, die sich in Berlin prostituieren (müssen). Etwa 70 % der Frauen tun diese Arbeit nicht freiwillig, sondern werden von Menschenhändlern gezwungen oder von Zuhältern unter Druck gesetzt. Dennoch macht das Buch Hoffnung. Es beschreibt, wie Gott immer wieder auch in scheinbar aussichtslosen Situationen eingreift.

Gebet:

  • Dank für solche Menschen und Pilotprojekte, die Hoffnung machen

 

Good News 2: Kleines Jobwunder

Mit der im Juni 2011 gestarteten „Berliner Joboffensive“ – ein gemeinsames Projekt von Arbeitsagentur und Berliner Landesregierung – sind bis Ende März bereits 37.100 Hilfeempfänger in reguläre, sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze vermittelt worden. 300 Arbeitsvermittler wurden dafür extra eingestellt. Mit der Maßnahme wird die in Berlin besonders verfestigte Arbeitslosigkeit also erfolgreich reduziert. Das bestätigt den Kurs der neuen rot-schwarzen Koalition, sich auf den ersten Arbeitsmarkt zu konzentrieren.  In Berlin hat die Nachfrage nach Arbeitskräften deutlich angezogen, auch in den qualifizierten technischen Berufen, in den Bereichen Dienstleistung, Gesundheits- und Sozialwesen sowie Handel und Gastgewerbe. (Der Tagesspiegel 24.04.2012)

Gebet:

  • Dank für die überraschende Entwicklung

 

1.Mai – Aktualisierung

Der Gebetsgottesdienst unter dem Motto „Mach(t) mal anders“ findet um 11:30 Uhr auf dem Mariannenplatz statt. Er thematisiert die Kraft der Schwachen gemäß der Jahreslosung. Die größten Demos mit möglichem Gewaltpotenzial gibt es am 30.4. im Wedding und am 1.5. von Kreuzberg nach Mitte.

Gebet:

  • weiterer Rückgang der Gewalt
  • ein friedlicher 30. April und 1. Mai
  • klare Verkündigung und gute Beteiligung beim Gottesdienst
  • Schutz für die Gebetsteams an den Abenden, göttliche Einsicht und Gebetserhörungen
  • gute Strategie, Schutz, Verhältnismäßigkeit und Deeskalation der Polizei

 

Dilek Kolat – Senatorin für Arbeit, Frauen und Integration

Dilek Kolat (SPD) ist eine deutsche Politikerin mit türkischen Wurzeln, die seit dem dritten Lebensjahr in Berlin lebt. In der SPD war sie schon Kreisvorsitzende und hat als Landesparlamentarierin reichlich politische Erfahrungen gesammelt. Die studierte Mathematikerin war Controllerin bei einer Bank und Finanz- und Haushaltspolitikerin ihrer Fraktion. Als Senatorin ist sie neu im Amt. Beim Thema Integration möchte sie einen Schwerpunkt setzen. Die Arbeitslosigkeit unter Migranten ist in Berlin überproportional hoch und die interkulturelle Öffnung der Verwaltung ist bis jetzt auch nur langsam vorangekommen. Auch die Zahl der Einbürgerungen stagniert in Berlin. Bis vor kurzem gehörte das “Büro für Integration und Migration” unter der Leitung von Günter Piening noch zum Bereich des Polizeipräsidiums. Der neue Integrationsbeauftragte wird nun aber im Hause der Senatorin Kolat eine eigene Abteilung leiten; damit werden auch andere Formen der Zusammenarbeit mit den Integrationsbeauftragten der Bezirke möglich. Im Bereich Arbeit möchte sie den öffentlich geförderten Beschäftigungssektor, den die Koalition „BerlinArbeit“ nennt, umgestalten und den Stundenlohn erhöhen.

Gebet:

  • weitere politische Maßnahmen, die Integration wirksam fördern
  • effektivere Förderung von Arbeitslosen
  • Gelingen für die weiteren vielfältigen Aufgaben der neuen Senatorin

 

Statt Loveparade nun B-Parade?

Als am 21. Juli 2010  die inzwischen von Berlin in das Ruhrgebiet umgezogene Loveparade in Duisburg so tragisch endete, war eigentlich klar: eine Loveparade wird es nie mehr geben. Dennoch wird jetzt versucht, in Berlin unter dem Namen „B-Parade“ erneut einen Umzug mit 40 Musiktrucks am 21.7. zu starten. Gefeiert werden soll wieder auf der Straße des 17. Juni und rund um die Siegessäule. Der Geschäftsführer der „Dance Parade GmbH“ hat einen Antrag beim Senat gestellt, der jedoch im Moment noch nicht entschieden worden ist und eventuell sowieso erst einige Tage vorher entschieden werden wird. Nachdem in Berlin und im Ruhrgebiet keine positiven Erfahrungen mit dieser Art von Musikparade gemacht worden sind und Christen in ganz Deutschland sich immer wieder im Gebet dafür eingesetzt hatten, dass  Paraden dieser Art aufhören mögen, wollen wir auch in Berlin keine Neuauflage davon sehen.

Gebet:

  • Keine Genehmigung für die B-Parade
  • Neue Ideen für attraktive Events, die das Leben fördern

 

Berlin zieht junge Israelis an

Wie die Berliner Zeitung  im März berichtete, suchen sich immer mehr junge Israelis Berlin aus, um hier zu leben. Kaum vorstellbar, dass die dritte Generation nach dem Zweiten Weltkrieg so stark von einer deutschen Großstadt angezogen wird! Unter allen Großstädten der Welt, die bestimmt auch viel Besonderes zu bieten haben, erscheint gerade Berlin am attraktivsten. Etwa 10.000 Israelis leben nach Schätzung der Botschaft in unserer Stadt. Durch eigene Partyveranstaltungen mit DJs aus Tel Aviv bringen sie jetzt auch die israelische Jugendkultur in diese Stadt. Israelische Staatsbürger können visafrei einreisen und wenn ihre Großeltern Deutsche waren, können sie auch die deutsche Staatsbürgerschaft neben der israelischen führen. Das macht es für viele Israelis einfacher, eine Existenz zu gründen oder Arbeit zu finden. Es gibt inzwischen auch einen Verein für Neuankömmlinge „Habait – das Haus“, der viele Anfragen von jungen Israelis erhält, die sich auf einen Aufenthalt in Berlin vorbereiten wollen.  Sie machen nicht nur gute Erfahrungen, sie erleben auch die feindliche Stimmung, die ihnen etwa in Arabisch geprägten Vierteln von Kreuzberg oder Neukölln entgegenschlägt. Der Konflikt zwischen Palästinensern und Israelis, den sie eigentlich hinter sich lassen wollen, begegnet ihnen auch hier.

Gebet:

  • Dank für mehr junge Israelis in Berlin
  • dass die dritte Generation nach dem Holocaust neue Wege findet, um die Gräben der Vergangenheit zu überbrücken
  • dass sie in Berlin lebendige Erfahrungen mit dem Gott ihrer Väter machen

 

Gestiegene Kriminalität

Erstmals seit Jahren ist die Kriminalität in Berlin 2011 wieder gestiegen – um 4,1 Prozent. Das ist besonders mit mehr Diebstählen und Einbrüchen zu erklären. Im Schnitt werden pro Tag in Berlin 30 Wohnungen aufgebrochen. Außerdem wurden mehr politisch motivierte Taten festgestellt. Weniger geworden sind allerdings Drogenhandel, Vergewaltigungen, Körperverletzungen und Gruppengewalt von Jugendlichen.

Gebet:

  • mehr wirksame Prävention von Straftaten
  • wachsame und vorsichtige Bürger


Global Outreach Day – G.O.D.

Am Samstag, den 2. Juni, wird etwas stattfinden, was es so noch nie gab: einen Tag weltumspannender Evangelisation – getragen nicht von einem Starevangelisten mit Fernsehübertragung, sondern ausgeführt von allen, die gerne ihren Glauben teilen. Der Visionsträger Werner Nachtigal aus Berlin reist seit einem Jahr rund um die Welt und konnte auch die großen weltweiten Missionswerke dafür gewinnen, zusammenzuarbeiten. In Berlin wird es u.a. einen Einsatz auf dem Alexanderplatz geben. Gute Impulse, wie man an diesem Tag auf eigene Art und Weise das Evangelium weitersagen kann, finden sich bei  www.globaloutreachday.com/de.

Gebet:

  • dass sich in Berlin viele Christen daran beteiligen und Menschen tiefgehende Erfahrungen mit Jesus machen

 

Termine

Gottesdienst für einen friedlichen 1. Mai, 11:30 Uhr, Mariannenplatz Kreuzberg (siehe oben)

 

17.5., 6 bis 23 Uhr: Fahrt zum One Spirit Camp: Das Forum Interkulturelle Beziehungen bei Gemeinsam für Berlin organisiert wieder eine Busfahrt zum Himmelsfels in Nordhessen. Eingeladen sind Jung und Alt aus deutschen und Migrations-Gemeinden. 15 € pro Person für Hin- und Rückfahrt, Festprogramm mit Mittagessen und Kaffeetrinken von 11:30 ca. 18:30 Uhr. Mitfahren können Einzelpersonen und Gemeindegruppen. Anmeldung bis 10. Mai unter: one-spirit-camp@gfberlin.de

 

6. Juni, 18 Uhr, „Politisches Stadtgebet“ im Roten Rathaus, mehr Infos folgen

 

 

Herunterladen als PDF Gebet für Berlin – April 2012
Good News: Mehr Gewerbe in Berlin
Im Jahr 2011 wurden in Berlin so viele neue Gewerbe angemeldet wie schon lange nicht mehr: 48.700 – der höchste Wert seit der Wiedervereinigung. Vor allem im Baugewerbe boomt es. Dem gegenüber standen 33.800 Inhaber, die ihr Gewerbe aufgegeben haben (oft Handel und Autowerkstätten, was auch am Rückgang der Zahl der PKWs in Berlin liegt).  Bleiben immerhin noch 14.900 mehr Gewerbe als noch 2010. Ein hoffnungsvolles Zeichen in einer
Stadt mit einer immer noch hohen Arbeitslosigkeit. Dazu kommen 1.443 neue Betriebe, die 2011 nach Berlin zogen (7% mehr als 2010), wobei allerdings auch 1.232 abwanderten (1,9% weniger als 2010).
Danken wir Gott für diese gute Entwicklung.

Senator für Stadtentwicklung und Umwelt: Michael Müller
Der 47jährige Michael Müller (SPD) gilt als enger Vertrauter von Klaus Wowereit. Seit 2004 ist er Landesvorsitzender der SPD. Nun ist er auch noch als Senator gefordert. In seinem Ressort muss er sich um viele brisante Themen kümmern wie zum Beispiel den neuen Flughafen Berlin-Brandenburg, Planungen zur Nachnutzung des Flughafens Tegel, steigende Mieten und Landschaftsplanungen. Die Nachnutzung des Flughafens Tegel ist ein wichtiges
Projekt für die Stadt. Angedacht ist im Moment, das Gelände als Forschungs- und Industriepark für Zukunftstechnologien zu nutzen. Die Flächen auf und zwischen den Landebahnen könnten als Test- und Experimentierraum genutzt werden, meinte Müller in einem Interview. Bewerbungen dafür gäbe es bereits.Um die Forschung und Hochtechnologie herum sollen sich passende Gewerbe ansiedeln. Der Wunsch ist, dass sich hier eine Industriezone
entwickelt und ein moderner Technologiepark entsteht.

Gebet:

  •  Weisheit und Kraft für die vielfältigen Aufgaben des neuen Senators
  •  Dass erkannt wird, welche Art der Nachnutzung des Flughafens Tegel der Stadt neue       Beschäftigungsimpulse versetzen kann
  •  Für eine gute Zusammenarbeit mit den Senatskollegen

Probleme der Jüdischen Gemeinde
In der Jüdischen Gemeinde zu Berlin gibt es große Spannungen, die auch nach dem klaren Ausgang der Gemeindewahlen, die nach Unregelmäßigkeiten wiederholt werden mussten, nicht beseitigt sind. Die ehemalige Vorsitzende Lala Süßkind wurde abgelöst von Gideon Joffe. Mit 11.500 Mitgliedern ist die Jüdische Gemeinde die größte in Deutschland. Sie verbraucht viel Kraft mit internen Auseinandersetzungen zwischen zwei unterschiedlichen Fraktionen. Durch die Zuwanderung von russischstämmigen Juden hat sich seit Jahren eine Verschiebung der Machtverhältnisse ergeben, denn 80 % der Gemeindemitglieder stammen inzwischen aus
Russland. Die alteingesessenen jüdischen Familien haben ihren einstigen Einfluss verloren. Der Gemeinde droht die Spaltung wegen der unüberbrückbaren Meinungsverschiedenheiten  der Fraktionen. Zudem ist sie noch überschuldet. Der Senat bezuschusst die Gemeinde mit 9,3 Millionen Euro pro Jahr für Personal, religiöses Leben, Sicherheit und Betriebsrenten für die Gemeindemitarbeiter. Stark überhöhte Betriebsrenten sind ein großes Hindernis zur Sanierung der Finanzen. Der Senat ist nur dann noch bereit finanziell zu helfen, wenn ein schlüssiges Sanierungskonzept des Haushalts vorgelegt wird. Die Gemeinde steht vor großen Reformaufgaben.

Gebet:

  •  Mut für die notwendigen Reformen der Gemeinde einschließlich der Finanzen
  •  Dass die zerstrittenen Parteien sich versöhnen und gemeinsam einen Weg finden
  •  Segen und Schutz für alle jüdischen Mitbürger dieser Stadt

Berlin wird Deutschlands Zentrum der Wissenschaft  
Im Bereich Wissenschaft und Forschung gab es in den vergangenen Jahren in Berlin einen enormen Aufschwung. War bis jetzt München das bedeutendste Zentrum für Wissenschaft und Forschung schiebt sich Berlin nun auf den ersten Rang. Die Zahl der Menschen, die in der Hauptstadt forschen, steigt ständig an  – im Vergleich doppelt so schnell wie im Rest des Landes. Die “Stadt der Wissenschaft Adlershof” ist eine Berliner Erfolgsgeschichte. Dort haben sich 17 wissenschaftliche Einrichtungen und 866 Unternehmen seit 1991 angesiedelt. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft, die für wissenschaftliche Projekte Fördergelder bereitstellt, hat in den Jahren 2008 bis 2010 die meisten Fördergelder für Projekte in Berlin ausgegeben. Auch viele Top-Wissenschaftler werden von Berlin angezogen. Hier ist es leichter, große Forschergruppen aus mehreren Disziplinen aufzubauen, als etwa in den USA.

Gebet:

  •  Dank für alle Förderung von Wissenschaft und Forschung in dieser Stadt
  •  viele lebensfördernde Entdeckungen
  •  dass die Politiker erkennen, wie sie gute Rahmenbedingungen schaffen können

Steigende Mieten – Gentrifizierung
Immer mehr Häuser und ganze Straßenzüge in Berliner Stadtvierteln wurden saniert, zuerst in Teilen von Kreuzberg, Mitte und Prenzlauer Berg, inzwischen auch immer mehr etwa in Friedrichshain und Neukölln. Äußerlich eigentlich ein erfreulicher Vorgang der Stadterneuerung: Schöne Hausfassaden und hochwertige Wohnungen entstehen. Viele jedoch beachten nicht die sozialen Verwerfungen, die das zur Folge hat. Indem Investoren diese Wohnungen an wohlhabendere Eigentümer und Mieter vergeben,  werden gleichzeitig Gruppen mit niedrigerem Sozialstatus ersetzt oder verdrängt. Die früheren Bewohner können die Mieten schlicht nicht mehr bezahlen und müssen in „ärmere“ Stadtteile ziehen. Diesen Vorgang nennt man Gentrifizierung.
In Berlin wird das Problem in den letzten Jahren immer bedrängender. Das bedeutet sozialen Zündstoff, und zwar längst nicht mehr nur aus „linker“ Sicht. Das freie Spiel der Kräfte des Immobilienmarkts und die soziale Verantwortung für die hohe Zahl ärmerer Einwohner, besonders Familien, müssen gegeneinander abgewogen werden. Der neue rot-schwarze Senat will mit dem Bau günstiger Wohnungen gegensteuern. Die im Koalitionsvertrag vorgesehene Zahl erweist sich allerdings schon jetzt als zu niedrig.
Drei Viertel der Mieter in der Stadt sehen zwar keine Gefahr in der Gentrifizierung. Allerdings sagen 145.000 Menschen, dass sie sich ihre Wohnung und das Leben in ihrem Stadtteil nicht mehr leisten können (repräsentative Studie der Gesellschaft für Konsumforschung). Mieter mit Migrationshintergrund sind häufiger von Mieterhöhungen betroffen. Drei Viertel der Mieter mit türkischem Hintergrund mussten nach eigenen Angaben in den vergangenen zwei Jahren Mieterhöhungen hinnehmen. Bei den anderen Mietern waren es nur 20 Prozent. In den „Szene-Vierteln“ Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg haben auch viele Angst davor, sich das Wohnen dort nicht mehr leisten zu können. (Der Tagesspiegel 30.03.2012)

Gebet:

  •  für eine Politik des Senats mit Weitblick und sozialem Maß
  •  vertretbare Lösungen für die betroffenen Mieter, besonders Familien
  •  friedlicher Dialog über diese Probleme statt gewalttätiger Auseinandersetzung

Vorbereitungen auf den 1. Mai
Der 1. Mai naht. Die nächste Gebetsmail wird noch rechtzeitig aktuelle Anliegen nennen, aber wir bitten jetzt schon um Gebet. Es wird wieder eine Reihe von Demonstrationen geben. Die in den Vorjahren besonders krawallträchtige „Revolutionäre 18-Uhr-Demo“ hat eine Route von Kreuzberg nach Mitte bis zum Brandenburger Tor angemeldet; darum wird es sicher juristische Auseinandersetzungen geben.
Gemeinsam für Berlin lädt wieder für 12 Uhr zu einem Gebetsgottesdienst für den Frieden ein, der als Teil des Myfests wahrscheinlich am Mariannenplatz stattfindet. Thema ist dieses Jahr „Mach(t) mal anders“ unter Bezug auf die Jahreslosung von Gottes Kraft in den Schwachen.

Gebet:

  •  Weisheit, damit die Demo-Routen für alle annehmbar geregelt werden können  
  • Gelingende Vorbereitung für den Gottesdienst und Klärung der Bühnenfrage
  •  ein friedlicher Maifeiertag

Termine
Gedenken an Dietrich Bonhoeffer
Oster-Montag, 9.4.12 um 11:15 Uhr, Dorotheenstädtischer Friedhof, Chausseestr. 126 (Ecke Tiekstraße) S Nordbahnhof oder U Naturkundemuseum
Es wird zum Todestag ein Gedenken und eine kleine Ansprache geben. Das Ehrengrab 140 von Dietrich Bonhoeffer und den anderen Widerstandskämpfern befindet  sich vom Eingang eine Strecke entfernt.

28. April, 10:30-16:00 Uhr, Marktstr. 1, 10317 Berlin (JMEM Berlin):  Gebets- und Fastentag für Nordkorea, Infos unter: info@ywamberlin.org

1. Mai, Kreuzberg: Gebetsgottesdienst 12-13 Uhr, voraussichtlich Mariannenplatz, (siehe oben)

Download PDF: [Prayer for Berlin - March 2012]

Good News: More tourists

More tourists visited Berlin last year than ever before. Hotels and bed-and-breakfast places registered 9.9 million guests in 2011. Guests stayed an average of 2.3 days. This caused the record number of 22.4 million guests. The number of foreign guests grew disproportionately high by nearly 10 percent, but stayed low in comparison with other European cities such as Londonor Paris. Berlin’s new Senator of commerce, Sybille von Obernitz (politically neutral) said that the Senate wants to see the number of overnight guests rise from 22.4 million to 30 million by the year 2020. (Source: Der Tagesspiegel 16.02.12)

Sandra Scheeres, the new Senator of Education and Science

Sandra Scheeres, 41, SPD, is married and has two sons. In North Rhine-Westphalia, she worked as a pre-school teacher and studied education. Since 1994, she has been active politically there. From 2001 on, she has been working inBerlinfor a SPD Member of the Bundestag. As Senator of Education and Science, she is facing huge challenges. She has aggressively begun her new job and has met withBerlinschool directors. She wants to put an emphasis on primary schools. She will also need to make improvements in the reform of secondary schools which has already been put into place. In addition,Berlindesperately needs more day-care places, because the birth rate is rising. On the one hand, this is good news (we prayed for this), but on the other hand, this was not in the prognosis of the Senate or the districts. The salaries of teachers and pre-school teachers do not match those of other states inGermany. Coming up with incentives for staying inBerlinwill be one of Sandra Scheeres’ challenges.

Prayer:

  • Pray that the Senator can quickly familiarize herself with all aspects of her new job
  • Pray for protection and blessing for her family
  • Pray for wisdom in solving the many problems in day-care centres and schools

HandsChristian Volunteer Agency

The Christian Volunteer Agency offers competent consultation for all those desiring to volunteer to help people in economic or personal difficulties in our city. The Agency can help individuals find an appropriate place to volunteer and is also actively looking for ways to help churches to develop social projects for their districts. They are aiming to help put words into action within the churches in Berlin. Small-group Bible studies can also participate in one-time or ongoing group activities. On the new website you can find a list of “currently needed” volunteers for social service. The list can be sorted by target groups, form of service, and geographical districts. (www.christliche-freiwilligenagentur.de). The ministry of the Volunteer Agency is financed by donations. It is a challenge to work effectively with little money. The Agency itself needs volunteers. Currently they need people who would enjoy being “Event Attendees” who would staff informational/consultation booths at churches and Christian events. In addition, the Agency needs people who would like to investigate social services facilities inBerlin.

Prayer:

  • Thank God for the well-thought-of ministry of the Agency and its staff
  • Pray for new volunteers and for wisdom in finding places for them to use their gifts
  • Pray for the financial situation—that new donors can be found

Preparation for May 1st

A project group is already preparing for the open-air worship service and the prayer events for May 1st based on this year’s Verse of the Year (2 Corinthians 12:9). As Christians, we once again want to create a contrasting alternative in our city. However it is not yet clear whether we will have a stage for the worship service at Myfest. The stage that we have been using may not be available. In addition, the position of Chief of Police has been vacant for a year. This means the acting Chief of Police, Margarete Koppers, will be preparing the police operations for May 1st.

Prayer:

  • Pray that we will be able to find a different stage for the worship service
  • Pray for a peaceful May 1st and for a further decline of right-wing and left-wing violence in our city
  • Pray for the acting Chief of Police—for wisdom as she leads police operations, especially on May 1st.

40 Days of Prayer and Fasting for our Land

Since 2004, approximately 70 prayer movements and initiatives from various denominations in Germany have been calling Christians to pray for various areas of life in our nation during the 40 days before Easter. The prayer initiative 2012 began on Feb. 22. The motto is from Luke 10:2 “Pray to the Lord of the harvest….” and is emphasizing the topic of evangelism and prayer in cooperation with ProChrist e.V. (www.40tagebetenundfasten.de) Material can be ordered at: info@werte-stiftung.de

Prayer:

  • Pray that the city and the nation will see more change through prayer and that many will participate

Rapid Asylum Procedure at the new international airportBerlin

At the new Berlin Brandenburg International Airport, a detention facility is to be built to inter refugees in the transit area who arrive without valid passports or those not arriving from “safe countries”. The rapid asylum procedure would decide within 48 hours about deportation. Such a quick procedure often leads to wrong decisions which have momentous consequences and endanger people in their home countries. In addition, according to asylum law, refugees applying for asylum are guaranteed a legally binding assessment, which is not possible in such a situation. Churches, social agencies, and aid organisations are protesting against such a procedure which is “contrary to the rule of law”. The state Brandenburg wants to abolish this rapid asylum procedure or at least suspend it until a revision of the rules of admission procedure have been decided upon by the European Union, which may declare this restrictive procedure illegal. The federal government however, which has the decision-making authority in the area of asylum law, wants to put the rapid asylum procedure in place in the Berlin Brandenburg International Airport soon, thus using the “accomplished fact” to strengthen its position during discussions on the European Union level. As the airport partner, Berlinis staying in the background, pointing to the fact that the federal government has the authority to make decisions.

Prayer:

  • Pray that Berlin, which historically has offered protection to many refugees, will continue to stand up for accepting and treating refugees with justice
  • Pray that the Berlin Senate will take a clear political stand against a system which turns away refugees too quickly

Citizens’ Platform Neukölln

On Jan. 25, the third Citizens’ Platform was founded inBerlin. 33 different groups have formed a network named WIN – We in Neukölln. Among the groups are churches, associations of mosques, schools, day-care centres, and social and cultural associations. Together forBerlinis represented by an ecumenical group of Neukölln Christians by the name of “Friends of Jesus and Neukölln”. Over 1000 people attended the opening event.

What makes a Citizens’ Platform is special is its neutral political stand and its emphasis on social commitment based on long-term relationships. The Platform is financed through the dues of the participating groups, through foundations, and through companies in Neukölln, thus being intentionally independent of government funding. The Platform is now in the process of deciding which topics to address first. The decision will be made democratically and put into practice together. Further groups in Neukölln are welcome to join. Together for Berlinis also open for more Neukölln residents who want to become active. Contact info@gfberlin.de Further information can be found at http://www.dico-berlin.org

Prayer:

  • Pray that the work of the new Citizens’ Platform will be successful
  • Pray that a consensus concerning relevant topics can be reached quickly
  • Pray the groups will be successful in working together with respect and without prejudice

Dates

  • May 1, probably 12:00 Prayer Service in Kreuzberg for Peace in the City

Herunterladen als PDF: [Gebet für Berlin - März 2012]

Good News: Immer mehr Touristen

Nie zuvor haben so viele Touristen Berlin besucht wie im vergangenen Jahr. Hotels und Pensionen der Stadt registrierten 2011 insgesamt 9,9 Millionen Gäste, die im Durchschnitt 2,3 Tage blieben. Daraus ergibt sich die Rekordzahl der Übernachtungen von 22,4 Millionen. Die Zahl ausländischer Gäste stieg mit knapp zehn Prozent überproportional stark, verharrte im Vergleich zu anderen europäischen Städtezielen wie London oder Paris aber auf niedrigem Niveau. Berlins neue Wirtschaftssenatorin Sybille von Obernitz (parteilos) sagte, der Senat strebe an, die Übernachtungszahl bis zum Jahre 2020 von jetzt 22,4 auf dann 30 Millionen zu steigern. (Quelle: Der Tagesspiegel 16.02.12)

Die neue Bildungs- und Wissenschaftssenatorin Sandra Scheeres

Sandra Scheeres, 41, SPD, ist verheiratet und hat zwei Söhne. In Nordrhein-Westfalen hat sie  als Erzieherin gearbeitet und Diplompädagogik studiert. Dort ist sie auch seit 1994 politisch aktiv gewesen. Ab 2001 arbeitete sie in Berlin für einen SPD-Bundestags-abgeordneten. Mit der Übernahme der Aufgabe einer Bildung-und Wissenschaftssenatorin in Berlin kommen auf sie nun große Herausforderungen zu. Sie ist ihre neue Aufgabe bereits engagiert angegangen und hat sich mit den Berliner Schulleitern getroffen. Ihren  schulpolitischen Schwerpunkt möchte sie bei den Grundschulen setzen. Nachdem die Oberschulreform angelaufen ist, wird sie sich auch in diesem Bereich um Nachbesserungen bemühen müssen. Berlin braucht außerdem dringend mehr Plätze in den Kindertagesstätten, denn es gibt wieder mehr Kinder durch die steigende Geburtsrate. Das ist einerseits sehr erfreulich (wir haben dafür gebetet), andererseits von Senat und Bezirken nicht in die Vorausberechnungen aufgenommen. Die Bezüge von Frauen und Männern in Lehrer- und Erzieherberufen halten  dem Vergleich mit anderen Bundesländern nicht stand. Es gehört mit zu den Herausforderungen der Senatorin, Anreize zum Bleiben zu schaffen.

Gebet:

  • Dass sich die Senatorin schnell in alle ihre neuen Aufgabenbereiche einarbeiten kann
  • Schutz und Segen für ihre Familie
  • Weisheit zur Lösung der vielen Probleme in Kitas und Schulen

HandsChristliche Freiwilligenagentur

Für alle, die ehrenamtlich ganz praktisch etwas für Menschen in wirtschaftlich oder menschlich schwieriger Situation in unserer Stadt tun möchten, bietet die Christliche Freiwilligenagentur kompetente Beratung an. Sie berät nicht nur einzelne dabei, ein passendes Engagement zu finden, sondern sucht verstärkt die Gelegenheiten, auch Gemeinden bei der Entwicklung sozialer Projekte/Angebote für ihren Kiez zu helfen. Es geht darum, das Miteinander von Wort und Tat weiter in den Gemeinden Berlins zu verankern. Auch Hauskreise können sich in einmaligen oder regelmäßigen Gruppenaktionen engagieren. Auf der neugestalteten Webseite  gibt es jetzt die Möglichkeit, “aktuelle Gesuche” der verschiedensten sozialen Einrichtungen direkt einzusehen. Die Angebote können nach Zielgruppen, Tätigkeiten und Stadtteilen sortiert werden (www.christliche-freiwilligenagentur.de). Die Arbeit dieser kleinen Agentur ist auf Spenden angewiesen. Es ist eine Herausforderung, mit knappen Ressourcen möglichst effektiv zu arbeiten. Die Agentur selber braucht auch ehrenamtliche Mitarbeit. Aktuell sucht sie besonders Menschen, die Lust haben, als „Eventbegleiter/in“ die Informations- und Beratungsstände in Gemeinden und bei christlichen Veranstaltungen mit zu begleiten. Außerdem braucht die Agentur  Menschen, die gerne soziale Einrichtungen in Berlin erkunden.

Gebet:

  • Dank für die anerkannt gute Arbeit dieser Agentur und ihrer engagierten Mitarbeiter/innen
  • für neue Ehrenamtliche und Weisheit beim Einsetzen ihrer Ressourcen
  • für die nötigen finanziellen Mittel bzw. die Erschließung neuer Spenderkreise

1.Mai-Vorbereitungen

Inspiriert von der Jahreslosung bereitet eine Projektgruppe bereits den Open-Air-Gottesdienst und die Gebetsaktionen für den 1. Mai vor. Wir wollen als Christen wieder einen Gegenpol in dieser Stadt setzen.

Es ist jedoch noch unklar, ob eine Bühne für den Gottesdienst beim Myfest zur Verfügung steht. Die Bühne, die bisher mit genutzt werden konnte, steht evtl. nicht mehr zur Verfügung. – Seit einem Jahr ist nun auch die Stelle des Polizeipräsidenten vakant. Sie wird gerade ganz neu ausgeschrieben. Die stellvertretende Polizeipräsidentin Margarete Koppers wird daher den Einsatz am 1. Mai vorbereiten.

Gebet:

  • Dass eine andere Bühne für den Gottesdienst mit genutzt werden kann
  • Für einen friedlichen 1. Mai und weiteren Rückgang rechts- und linksextremer Gewalt in unserer Stadt
  • Für die stellvertretende Polizeipräsidentin: Weisheit für alle Leitung von Polizeieinsätzen – besonders auch am 1. Mai

40 Tage beten und fasten für unser Land

Seit 2004 rufen etwa 70 Gebetsbewegungen und –ini-tiativen aus verschiedenen Denominationen in Deutschland in den 40 Tagen vor Ostern alle Christen auf, gemeinsam für unterschiedliche gesellschaftliche Bereiche unseres Landes zu beten. Die Gebetsaktion 2012 begann am 22. Februar. Sie steht unter dem Gebetsaufruf aus Lukas 10,2: “Bittet den Herrn der Ernte…” und wendet sich in einer besonderen Kooperation mit dem ProChrist e.V. dem Schwerpunkt-Thema “Evangelisation und Gebet” zu. (www.40tagebetenundfasten.de) Materialbestellung unter info@werte-stiftung.de

Gebet:

  • Dass Stadt und Land immer mehr durch Gebet Veränderung erleben und sich viele beteiligen

Asylschnellverfahren auf neuem BBI

Auf dem neuen Flughafen Berlin Brandenburg International soll eine Internierungseinrichtung gebaut werden, um Flüchtlinge ohne gültige Ausweise oder aus einem „sicheren Land“ im Transitbereich in Gewahrsam zu nehmen. Das Asylschnellverfahren entscheidet innerhalb 48 Stunden über eine Abschiebung. Dadurch kommt es nicht selten zu folgenschweren Fehlentscheidungen, die Menschen in ihren Heimatländern in große Gefahr bringen. Zudem steht Asylsuchenden nach deutschem Asylrecht eine rechtssichere Prüfung zu, die hier nicht gewährt werden kann. Kirchen, Sozialverbände und Hilfsorganisationen protestieren und wenden sich gegen dieses „rechtsstaatswidrige“ Verfahren. Das Land Brandenburg möchte das Verfahren abschaffen bzw. aussetzen, bis eine Überarbeitung der Aufnahmerichtlinien auf EU-Ebene beschlossen wird, die dieses restriktive Verfahren dann möglicherweise als rechtswidrig erklären würde. Der Bund, der im Asylrecht letzte Entscheidungskompetenz hat, setzt darauf, das Asylschnellverfahren am BBI rasch einzuführen. Er möchte sich durch vollendete Tatsachen eine stärkere Verhandlungsposition auf EU-Ebene verschaffen. Berlin als Flughafenpartner hält sich bedeckt und verweist in der Kompetenz auf den Bund.

Gebet:

  • Dass Berlin als Stadt, die historisch vielen Flüchtlingen Schutz geboten hat, weiterhin dafür steht, dass Flüchtlinge aufgenommen und mit staatlicher Gerechtigkeit behandelt werden
  • Dass der Berliner Senat klar politische Stellung bezieht gegen ein System, das Flüchtlinge vorschnell abweist

Bürgerplattform Neukölln

Am 25.01. wurde in Neukölln die dritte Bürgerplattform in Berlin gegründet. 33 gesellschaftliche Gruppen haben sich als Netzwerk unter dem Namen WIN – Wir in Neukölln zusammengeschlossen. Zu diesen Gruppen gehören u.a. Kirchengemeinden, Moschee-vereine, Schulen, Kitas, soziale und kulturelle Vereine. Gemeinsam für Berlin ist vertreten durch eine ökumenische Gruppe Neuköllner Christen unter dem Namen „Freunde von Jesus und Neukölln“. Bei der Gründung waren über 1000 Menschen anwesend.

Das Besondere an einer Bürgerplattform ist das parteipolitisch unabhängige, auf  langfristige Beziehungen angelegte gesellschaftliche Engagement. Die Finanzierung geschieht durch Beiträge der beteiligten Gruppen und durch Stiftungen und Neuköllner Firmen. So ist man bewusst unabhängig von staatlichen Geldern. Der Themenfindungsprozess hat begonnen. Auf basisdemokratische Art werden die ersten Themen ausgehandelt und gemeinsam angegangen.  Weitere Neuköllner Gruppen sind eingeladen, sich zu beteiligen. Auch die GfB-Gruppe ist offen für weitere engagierte Neuköllner. Kontakt über info@gfberlin.de Weitere Infos unter http://www.dico-berlin.org

Gebet:

  • Gelingen für die Arbeit der neuen Bürgerplattform
  • Dass es zu einer schnellen Einigung auf relevante Themen kommt
  • Dass es den Gruppen gelingt, vorurteilsfrei und respektvoll miteinander zu arbeiten

Terminvorschau

1. Mai, voraussichtlich 12 Uhr: Gebetsgottesdienst in Kreuzberg für Frieden in der Stadt

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