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Good News: Viele Christen in Berlin

Viele Berliner bezeichnen sich als „religionslos“, die evangelische und katholische Kirche samt den klassischen Freikirchen in Berlin verlieren weiter Mitglieder. Doch die Zahl der Orthodoxen und anderer Freikirchler nimmt zu. Ihre Anzahl hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten fast verfünffacht – von 43.421 im Jahr 1990 auf über 200.000 Menschen 2011. Das ergibt eine (nicht repräsentative) Umfrage angehender Journalisten (www.soglaubtberlin.de). Danach gibt es in Berlin rund 1,15 Mio. Christen (32%); diese Zahl entspricht in etwa den statistischen Angaben. Dazu kommen knapp 250.000 Muslime. 763.000 bezeichnen sich selber als Religionslose. Es fehlen aber in der Summe 40 % der Berliner Bevölkerung, die keine Angabe machten und wohl überwiegend ohne formelle Religionszugehörigkeit sind. Nach dieser Gruppe stellen Mitglieder christlicher Kirchen immer noch die zweitgrößte religiöse Gruppe in Berlin dar. Gerade Freikirchler und Mitglieder von Migrationskirchen zeichnen sich oft durch aktiv gelebten Glauben aus.

Beten wir, dass immer mehr Christen in Kirchen und Freikirchen, in alten und neuen Gemeinden verschiedener ethnischer Herkunft, ihren Glauben aktiv leben und zum geistlichen und sozialen Wohl der Stadt beitragen.

Nachfolge für Klaus Wowereit

Foto: Wikipedia / WikiCommons

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Am 26. August gab der Regierende Bürgermeister überraschend bekannt, dass er zum 11. Dezember zurücktritt. Der Druck auf ihn war durch extrem schlechte Umfragewerte für ihn und die SPD kontinuierlich gewachsen. Hinzu kamen Forderungen aus der eigenen Partei, dass er sich noch in diesem Jahr äußern solle, ob er 2016 ein viertes Mal zur Wahl antreten wolle. Ursprünglich wollte Wowereit das eigentlich erst Ende 2015 entscheiden.

Die Medien würdigen seine Leistungen für die Stadt während seiner 13 Jahre als Regierungschef, verschweigen aber auch nicht die massiven Probleme der letzten Jahre. Vor allem die immer neuen Probleme mit dem Flughafen BER und sein bis heute nicht feststehender Eröffnungstermin haben Wowereit zugesetzt. Er selber hatte den Flughafenbau zu seiner Schwerpunktaufgabe erklärt. 

Die Nachfolgediskussion hat sofort begonnen. Der Berliner Parteivorsitzende Jan Stöß und der Fraktionsvorsitzende Raed Saleh haben bereits ihre Kandidatur erklärt. Bis zum 1. September können noch weitere Kandidaturen erklärt werden. Die CDU möchte offenbar die große Koalition auch mit einem neuen Bürgermeister fortsetzen, während die Oppositionsparteien Neuwahlen verlangen. Es besteht die Gefahr, dass sich die SPD über der Frage eines möglichen Nachfolgers zerstreitet.

Gebet:

  • Dass Gottes Geist die Wahl des Nachfolgers lenkt
  • Dass es zu keinem langwierigen innerparteilichen Machtkampf kommt
  • Dass die Chancen einer personellen Erneuerung zum Besten für Berlin genutzt werden

Gewalt in Flüchtlingsheimen

Die Flüchtlingszahlen in Berlin steigen im Moment stark an. Im Monat Juli hat Berlin allein 1.047 neue Flüchtlinge aufgenommen – die höchste Zunahme in einem Monat seit 15 Jahren. 900 weitere Flüchtlinge, die hier ankamen, wurden auf weitere Länder verteilt. Gegenüber dem letzten Jahr gab es inzwischen schon einen Anstieg von über 70 %.

Die Wohnplätze reichen nicht aus, obwohl in diesem Jahr bereits 2.000 neue geschaffen wurden. Berlin hat zurzeit knapp 10.000 Plätze in Flüchtlingsunterkünften, die komplett belegt sind. Noch einmal so viele Menschen sind überwiegend in Wohnungen untergebracht. Nun ist geplant, Unterkünfte zu schaffen, die sowohl für Asylsuchende, als auch für Obdachlose und Studierende dienen. Ob diese Menschengruppen allerdings gut in einem Haus zusammen leben können, ist fraglich. Außerdem entstehen Spannungen, wenn Menschen verschiedener Religion oder solche, die in ihren Heimatländern verfeindet sind, zusammen untergebracht werden; es kam öfter zu Gewaltausbrüchen. Letztens verprügelten rund hundert muslimische Tschetschenen 30 christliche Syrer. Besonders unter den tschetschenischen Flüchtlingen gibt es islamistische Fanatiker, die ihren Hass gegen Andersgläubige mitbringen. Die Mitarbeiter in den Heimen sind häufig mit der Aggressivität und den Folgen von schweren Traumatisierungen der Flüchtlinge sowie ihrer mannigfachen Nöte überfordert.

Gebet:

  • Dass Gottes Friede in die Heime einzieht und die Mitarbeiter immer wieder neue Kraft für die großen Herausforderungen bekommen
  • Dass Konflikte zwischen Volksgruppen oder Religionen vermieden werden können
  • Weisheit und Umsicht für den zuständigen Senator Mario Czaja (CDU) bei der Lösung des Problems der Unterkünfte

„Marsch für das Leben” 20. September

In Berlin gibt es fast doppelt so viele Abtreibungen wie im Bundesdurchschnitt – auch bei Jugendlichen. Allerdings ist 2013 die Zahl der gemeldeten (hohe Dunkelziffer!) Schwangerschaftsabbrüche in Berlin um 5,1 Prozent weiter gesunken. Bundesweit gab es eine Reduzierung um 3,8 Prozent.

Umso nötiger ist es, das drückende Problem im Gedächtnis der Öffentlichkeit und Politik zu halten. Dazu dient der von christlichen Pro-Life-Gruppen jährlich in Berlin durchgeführte “Marsch für das Leben”. 2013 war die Beteiligung mit über 4.000 so hoch wie nie. Beginn ist um 13:00 Uhr mit einer Kundgebung vor dem Bundeskanzleramt. Die Wegstrecke ist voraussichtlich rund 4 km lang und rollstuhlgeeignet. Ca. 15:30 endet die Kundgebung mit einem ökumenischen Abschlussgottesdienst.

Gebet:

  • Mut zum Kind, kompetente Beratung und Hilfe bei der Lösung von Schwangerschaftskonflikten der betroffenen Frauen (und Männer!)
  • Gelingende Vorbereitung und Durchführung des Marsches mit öffentlicher Resonanz
  • Gewaltfreiheit bei den (alljährlichen) Gegendemonstrationen

Berufsfeld Architektur

Gott hat uns beauftragt, die Erde zu bebauen und zu bewahren. Architektur und Stadtplanung können dem entsprechen, indem sie die Stadt so gestalten, dass sie Raum zum guten Leben bietet und Bewohner wie Gäste sich in ihr wohlfühlen. Metropolen mit ihren herausragenden Bauwerken waren schon in neutestamentlichen Zeiten Knotenpunkte für die Verbreitung des Evangeliums (Antiochia, Ephesus, Rom). Die Stadt ist sogar das Modell für das ewige Miteinander Gottes mit den Menschen im himmlischen Jerusalem, das am Ende auf die Erde kommt. Unsere unvollkommenen irdischen Städte sollen zumindest einen kleinen Vorgeschmack davon geben.

Berlin hat eine ganze Bandbreite von attraktiver Architektur zu bieten: Die preußischen Bauten Unter den Linden, alte und neue Regierungsgebäude, moderne Bürowolkenkratzer wie am Potsdamer Platz. Berlin ist seit mehr als 20 Jahren eine Dauer-Baustelle im ständigen Wandel. Projekte können gelingen, wie etwa der Umbau des Reichstagsgebäudes – oder problematische Dauerbrenner sein wie der Flughafen BER.

Foto: WikiCommons / Berlinische Galerie

Foto: WikiCommons / Berlinische Galerie

Es braucht neben Sachverstand und künstlerischen Fähigkeiten der Architekten auch eine gute Bauaufsicht und zuverlässige Qualität bei den ausführenden Firmen – aber über all dem Gnade und Gelingen von Gott. Deshalb beten wir auch immer wieder für Bauvorhaben wie den BER.

Architekten sind in diesem komplexen System ein wichtiger Teil. Sie tragen große Verantwortung in Planung und Umsetzung. Dass oft wesentlich mehr Finanzen benötigt werden als kalkuliert, gehört leider fast schon zum Normalen. Der harte Wettbewerb, ein verhältnismäßig geringes Einkommen und viele Überstunden sind hohe Belastungen für diese Berufsgruppe. Themen wie Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und gleichzeitig Innovation spielen eine große Rolle. Es fällt von daher immer schwerer, öffentliche Gebäude zu konzipieren, die allen genannten Anforderungen entsprechen und zudem der Allgemeinheit gefallen; die Debatte um den Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses ist ein Beispiel dafür.

Gebet:

  • Dass Architekten sich als Mitgestaltende an der Vision der lebenswerten Stadt verstehen
  • Christen, die mit Hingabe, Sachverstand und Kreativität Architekten sind/werden wollen
  • Weisheit für beteiligte Architekturbüros beim Flughafen BER und Stadtschloss

„Danken, feiern, beten“ am 3. Oktober

Kurz vor dem 25. Jahrestag des Mauerfalls am 9. November werden 24 Jahre deutsche Einheit wieder interkulturell und ökumenisch gefeiert: 15 Uhr ökumenische Andacht an der Kapelle der Versöhnung, Bernauer Straße, mit der Band der deutsch-russischen Gemeinde „Quelle des Lebens“ und Weihbischof i.R. Johannes Weider als Prediger.

Anschließend Gebetsweg mit Stationen auf dem ehemaligen Grenzstreifen. 17 Uhr: Interview mit Pastor aus Sloviansk, Gebet für die Ukraine, Begegnung mit Essen und Trinken.

Ort: Christuskirche, Anklamer Str. 31, Mitte. 19 Uhr Vorführung des Spielfilms „Nikolaikirche“.

Gebet:

  • Gute Vorbereitung, viele Teilnehmer, auch Passanten auf dem Mauerstreifen
  • Dass die Dankbarkeit für Gottes Wunder zunimmt und öffentlich hörbarer wird

Termine

  • 6.9. Bürgerfest im Schloss Bellevue
  • 7.9. Tag der offenen Tür im Bundestag
  • 10.9., 18 Uhr, Politisches Stadtgebet: Treffpunkt vor dem Portal des Roten Rathauses
  • 20.9., 13 Uhr: „Marsch für das Leben” (siehe Artikel oben)
  • 3.10., 15-20 Uhr: danken, feiern, beten – 24 Jahre Deutsche Einheit – Christuskirche, Anklamer Str. 31 (siehe oben Artikel „Danken-Feiern-Beten“)

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Good News: Many Christians in Berlin

Many Berliners describe themselves as “without religion”. The Protestant and Catholic churches as well as the classic free churches in Berlin are continuing to lose members. But the number of members of Orthodox churches and other free churches is growing. According to a (non-representative) survey from budding journalists (www.soglaubtberlin.de), their numbers are nearly five times what they were two decades ago – from 43,421 in 1990 to 200.000 people in 2011. They report that there are 1.15 Million Christians in Berlin (32%). This number is close to statistics reported elsewhere. In addition there are nearly 250,000 Muslims. 763,000 call themselves “without religion”.

But 40% of Berlin’s population did not respond to the survey and is missing from the numbers. Most of these are probably without any formal adherence to a religion. According to these journalists, members of Christian churches are still the second-largest religious group in Berlin. Members of free churches and immigrant churches are often characterized by actively living out their faith.

Let us pray that more and more Christians in state churches and free churches, and in old and new churches of various ethnic backgrounds actively live out their faith and contribute to the spiritual and social well-being of the city.

Successor for Klaus Wowereit

Foto: Wikipedia / WikiCommons

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On August 26, the mayor gave the surprising announcement that he will be resigning as of December 11. Pressure on him had been continually growing because of extremely bad polls for both him and the SPD. In addition, his own party was asking him to decide yet this year if he would run for the fourth time in 2016, though originally Wowereit had not wanted to decide until the end of 2015. The media are recognizing his service for the city during his 13 years as government head, but they are also not ignoring the massive problems of the last years. Above all, he has been hard-pressed by the continuing problems with the BER Airport and the fact that there is still not a definite opening date, though he himself had declared the airport construction to be his main task.

The discussion about a successor began immediately. Jan Stöß, the head of the Berlin party and Raed Saleh, the party chairman, have both already declared their candidacy. Others can declare their candidacy until September 1. The CDU apparently wants to continue the coalition government with a new mayor. The opposition parties are calling for new elections. It is possible that the SPD will have dissention over of the question of the possible successor.

Prayer:

  • Pray that God’s Spirit will direct the choice of a successor
  • Pray that there will be no long, drawn-out inner-party power struggle
  • Pray that this opportunity for a renewal in personnel will be used for the good of the city

Violence in Refugee Housing

The number of refugees in Berlin is currently rising quickly. In the month of July alone, 1,047 new refugees were received – the highest monthly increase since 15 years. 900 more refugees who arrived here were distributed to other states. There has already been an increase of over 70% compared to last year.

There is not enough housing space, even though 2,000 new units were created already this year. Currently Berlin has nearly 10,000 places in refugee housing, all of which are occupied. Another 10,000 refugees are living in flats. Now the plan is to create housing units that would be available for asylum seekers, homeless, and university students, but whether these groups could live together under one roof is questionable. In addition, tension grows when people of differing religions or people of different countries which are enemies are living together—there have been incidents of violence. Recently around one hundred Muslim Chechens beat up 30 Christians from Syria. There are Islamic radicals among the Chechens who bring along their hatred of other religions. Staff working in refugee housing are often unable to cope with such aggression and the traumatized refugees and their many needs.

Prayer:

  • Pray that God’s peace will move into the refugee housing areas and that staff will continually get new strength for the huge challenges they face
  • Pray that conflicts between ethnic groups or religions can be avoided
  • Pray for wisdom and insight for Senator Mario Czaja (CDU) in dealing with the problems of refugee housing

“March for Life” September 20

In Berlin there are nearly double so many abortions than the national average – even among young women. But in 2013 the number of abortions in Berlin (reported cases only, there are certainly many more!)

decreased by a further 5.2 percent. Nationally, there was a reduction of 3.8 percent.

Therefore, it is more necessary than ever to keep this pressing problem in the minds of the public and the politicians. This is the purpose of the annual “March for Life” in Berlin, which is sponsored by Christian Pro-Life groups. In 2013 over 4,000 participated, more than ever before. The march begins at 1pm with a demonstration in front of the Chancellor’s office. The route will be approximately 4 km long and is suitable for wheelchairs. The March will end around 3:30pm with an ecumenical worship service.

Prayer:

  • Pray for courage to carry the child full-term, and for competent counseling and help in finding solutions for pregnancy decision-making conflicts for women (and men!)
  • Pray for successful preparation and carry-through, and good public response to the March
  • Pray that no violence will occur as a result of the (annual) anti-demonstration

Vocational Field Architecture

God has given us the task of cultivating and protecting the earth. Architecture and city planning can accomplish this task by shaping the city in such a way that it offers space for good living so that both residents and guests comfortable. Even in New Testament times, large cities, with their outstanding buildings, were places for the spread of the gospel (Antioch, Ephesus, Rome). The city is even the model for the eternal dwelling of God with people in the heavenly Jerusalem, which will come down at the end of the world. Our imperfect early cities are to be at least a foretaste of that heavenly city.

Foto: WikiCommons / Berlinische Galerie

Foto: WikiCommons / Berlinische Galerie

Berlin has a broad range of attractive architecture – the Prussian buildings on Unter den Linden, old and new government buildings, and modern office skyscrapers such as those on the Potsdamer Platz. For more than 20 years, Berlin has been a continually changing construction site. Some projects are successful, such as the renovation of the Reichstag building; others have been a continuing problem, such as the BER airport. In addition to know-how and artistic talent, good oversight and dependable quality work on the part of all companies working on the project are needed – and above all grace and success given by God. That’s why we continue to pray for construction projects such as the BER Airport.

Architects are an important part of this complex system. They have a huge responsibility while planning and carrying through on a project. The fact that often much more money is necessary than originally planned has unfortunately become the norm. The difficult competition, a comparably small salary and many overtime hours create a high degree of stress for this vocational group. Topics such as self-sustainability, economic feasibility, and yet innovation play a huge role. Therefore it’s becoming increasingly difficult to design public buildings that meet all these expectations and still please the general public. The example of the reconstruction of Berlin’s Stadtschloss is a good example of this.

Prayer:

  • Pray that architects will view themselves as people who are creating the vision of a worthwhile city
  • Pray for Christians who will be/become dedicated, skilled, and creative architects
  • Pray for wisdom for the architecture companies who are working on the BER Airport and the Stadtschloss

Thanking, Celebrating, and Praying on October 3

Shortly before the 25th anniversary of the fall of the wall on November 9, 24 years of German unity will once again be celebrated interculturally and ecumenically: 3pm ecumenical devotional in the Kapelle der Versöhnung, Bernauer Straße, with the band of the German-Russian church “Quelle des Lebens” (Source of Life). Retired auxiliary bishop Johannes Weider will preach. A prayer walk will follow, with stations along the former border. 5pm: Interview with a pastor from Sloviansk, prayer for the Ukraine, and fellowship with food and drinks at the Christuskirche, Anklamer Str. 31, Mitte. 7 pm Movie: Nikolaikirche.

Prayer:

  • Pray for good preparation and many participants including passers-by along the former border
  • Pray that gratitude for God’s miracles will increase and be publically heard

Dates

Sept. 6: Bürgerfest (Festival) at Schloss Bellevue

Sept. 7: Open House at the Bundestag

Sept. 10, 6pm: Prayer for the city politicians Meetingplace: In front of the entrance to the Rote Rathaus

Sept 20.9. 1pm: “March for Life” (see article)

Oct 3, 3-8pm: Thanking, Celebrating, Praying – 24 years of German unity (see article)

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Good News: Mehr Arbeitsplätze

Die Zahl der Erwerbstätigen nimmt seit Jahren in Berlin stärker zu als im Bundesdurchschnitt – einhergehend mit einer insgesamt guten wirtschaftlichen Entwicklung. Allein 2013 sind in der Hauptstadt rund 34.000 neue Arbeitsplätze entstanden. Auch im ersten Quartal 2014 hat Berlin erneut den höchsten Zuwachs an Beschäftigten unter allen Bundesländern erreicht. Die Zahl der Erwerbstätigen stieg um 1,4%.

Gebet:

  • Dank für die positive Entwicklung und Bitte um weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit

Urlaub und Ferien

Der Sommer ist traditionell die Zeit, in der Familien gemeinsam Urlaub machen. Das bietet die Chance, durch gemeinsame Erlebnisse den familiären Zusammenhalt zu stärken. Andererseits entladen sich in den Ferien häufig lang angestaute Spannungen und nicht bewältigte Konflikte. Für viele Singles ist die Ferienzeit nicht einfach – sie brauchen gute Alternativen oder die richtigen Reisepartner, wenn sie nicht alleine Urlaub machen wollen. Auch für Erwerbslose und sozial schwache Menschen sind die Sommermonate eine schwierige Zeit, wenn das Geld für eine Reise fehlt und man gezwungen ist, auf „Balkonien“ zu bleiben.

Es gibt viele Ferienangebote für Kinder, die nicht verreisen können. Kirchengemeinden veranstalten Freizeiten, an denen auch Freunde christlicher Kinder teilnehmen. Das ist für diese eine große Chance, das Evangelium kennen zu lernen.

Gebet:

  • schöner, erholsamer und begegnungsreicher Urlaub für Familien, Paare und Freunde, die zusammen verreisen
  • Auftanken und neue Kraft für alle, die erschöpft und müde sind – insbesondere für Menschen in Leitungsverantwortung
  • dass auf christlichen Freizeiten viele Kinder und Erwachsene zum Glauben finden

Berufsgruppen: Lehrer/Lehrerinnen

Foto: http://www.rgbstock.com/photo/mhe8QSe/SchoolDass der Lehrerberuf mehr als die reine Wissensvermittlung bedeutet, steht außer Frage. Persönlichkeitsentwicklung des Schülers steht zwar nicht explizit auf dem Stundenplan, ist aber nicht minder wichtig als Stoffvermittlung – und oftmals schwerer. Lehrende auch Vorbilder als Erzieherinnen, Pädagogen, Beraterinnen für Kinder, Jugendliche und Eltern. Es soll für alle Schüler eine ganzheitliche Bildung ermöglicht werden. Lehrer stehen vor einer Fülle von Aufgaben und Kompetenzanforderungen. Die Zahl der Kinder, die persönliche Unterstützung im Unterricht brauchen, wird immer größer. Jugendliche in der Pubertät brauchen ein ausgewogenes Maß von Feingefühl und Leitung.

Zudem herrscht an vielen Schulen Berlins Kleinkriminalität in Form von Gewalt und Drogenkonsum. In den vergangenen Jahren haben immer neue Schulreformen Lehrende, Lernende und Eltern irritiert, da die Neuerungen sich teilweise widersprachen, nicht ausreichend vorbereitet wurden oder das Personal dafür fehlt (Beispiel: die Inklusion von Behinderten). Entscheidend ist es, Freude am Umgang mit den Schülern zu behalten, auch wenn Probleme auftauchen. Eine offene Atmosphäre und gelingende Kommunikation sind Voraussetzungen für ein angenehmes Lern- und Entwicklungsklima.

Aktuell kommt ein akuter Lehrermangel hinzu. Der Senat bemüht sich intensiv um Anwerbung neuer Lehrkräfte. Auch massive Baumängel an Schulgebäuden werden leider immer häufiger.

Gebet:

· Bessere personelle, räumliche und sächliche Ausstattung von Schulen

· motivierte junge Männer und Frauen, die mit Freude diesen Beruf erlernen und Mut haben, Vorbild zu sein

· Freiräume zur Gestaltung einer Schule nach dem Bedarf ihres Einzugsgebietes

· effektive Drogenaufklärung/-beratung und Anti-Gewalt-Strategien für Lehrer

Sommereinsätze

Christliche Werke und Gemeinden werden auch in diesem Sommer mit kreativen und karitativen Aktionen in der Stadt unterwegs sein, um Menschen auf Jesus aufmerksam zu machen, ihnen zu dienen und für sie zu beten.

Wie berichtet, 9. bis 13. Juli, Tempelhofer Feld (Eingang Neukölln Oderstraße) „Ick brauch keen Hawaii“, kreative Evangelisation: 14 bis 18.30 Uhr kreative Unterhaltungsangebote und Zeltkapelle. Abends wird das Evangelium mit unterschiedlichen Elementen den Besuchern (Zielgruppe Alter 16 bis 26) Infos: http://www.keenhawaii.de Wer noch kurzfristig mithelfen will: mitmachen@keenhawaii.de

Unter anderen ist auch das Missionswerk „Juden für Jesus“ wieder auf den Berliner Straßen unterwegs. Nach einer Schulungszeit werden die an Jesus glaubenden Juden und Nichtjuden vom 7. bis 19. Juli ihre Einsätze machen. Hilfe und Beteiligung aus Berliner Gemeinden willkommen: http://www.judenfuerjesus.org

Gebet:

  • von Gott inszenierte Begegnungen mit Menschen, die offen für ihn sind
  • Weisheit für die Veranstalter, die richtige Form der Ansprache zu wählen
  • dass Gott selbst die Herzen von Menschen vorbereitet, berührt und zu sich zieht
  • gutes Wetter und Schutz für alle Aktionen

Gebet für muslimische Menschen

Im Rahmen der Aktion „30 Tage Gebet für die islamische Welt“ beten weltweit und auch in Berlin Christen in der Zeit des islamischen Fastenmonats Ramadan (28. Juni bis 27. Juli) dafür, dass Menschen mit moslemischer Herkunft Jesus kennenlernen. Die Zeit des Ramadan ist für viele Moslems von besonderer spiritueller Suche gekennzeichnet. Für Moslems sind Träume sehr bedeutsam; es gibt viele Berichte, dass sie in Träumen Jesus begegnet sind und sich dann entschieden, ihm zu folgen.

In Berlin lebten 2013 laut Statistischem Landesamt 249.000 Menschen mit muslimischem Hintergrund, von denen bisher nur wenige den christlichen Glauben kennen geschweige denn je einem gläubigen Christen begegnet sind.

Das Gebetsheft kann bei info@ead.de bestellt oder herunter geladen werden: http://www.ead.de/gebet/30-tage-gebet/downloads-und-heftbestellung.html

Gebet:

  • dass viele Christen sich am Gebet für muslimische Menschen beteiligen
  • dass in der Zeit des Ramadan Berliner Moslems Begegnungen mit Jesus haben
  • für die wenigen Christen aus muslimischen Ländern in Berlin: Weisheit und Durchhaltevermögen für das Zeugnis gegenüber ihren Landsleuten

Umzug aller Ministerien nach Berlin

Nach Presseberichten bereitet sich die Bundesanstalt für Immobilien auf einen möglichen kompletten Umzug der Regierung von Bonn nach Berlin vor. Die Bundesanstalt verwaltet die Bundesimmobilien und meint, dass es schon jetzt für alle Beschäftigten genug Platz und Büroflächen gäbe.

10.500 Ministeriumsbeschäftigte arbeiten in Berlin, 6.900 sind noch in Bonn tätig. Die Aufteilung liegt an dem Berlin-Bonn- Gesetz von 1994. Danach muss jedes Ministerium sowohl in Berlin als auch in Bonn mit je einem Sitz vertreten sein. Nur der Bundestag kann diesen Beschluss ändern. Immer mehr Abgeordnete und Minister finden diese Aufteilung für ein effizientes Arbeiten hinderlich. Der Zustand verschlingt auch viel Geld der Steuerzahler, da die Mitarbeiter für das Pendeln zwischen Berlin und Bonn bezahlt werden.

Gebet:

  • für einen neuen Bundestagsbeschluss, damit alle Ministerien nach Berlin verlagert werden können
  • Segen für die Belegschaften der Ministerien

Flughafen BER und kein Ende

In Berlin-Lichtenberg sind in zwei Müllcontainern auf offener Straße Akten zum Flughafen BER entsorgt worden. Laut offiziellen Angaben enthalten sie äußert brisante Informationen. Ermittler vermuten nach den bisherigen Erkenntnissen, dass die Akten aus einem Architekturbüro stammen, das in unmittelbarer Nähe sein Büro hatte. Es war Teil der früheren Flughafen-Planungsgemeinschaft, die am BER für die Objektüberwachung zuständig und 2012 von den Betreibern nach der geplatzten Eröffnung gekündigt worden war. Das Büro ging 2013 in die Insolvenz.

Inzwischen gibt es auch genauere Zahlen zu den Kosten: In einem Bericht an den Projektausschuss des Aufsichtsrats sind erstmals die Summen detailliert angeführt, die nötig werden, um den BER vielleicht fertig stellen zu können. Das sind zusammen rund eine Million Euro mehr als bisher geplant.

Gebet:

  • Bewahrung vor weiteren Pannen
  • Wahrhaftiger Umgang der Verantwortlichen mit Finanzen und Planungsunterlagen

Dran bleiben: Flüchtlinge

Am 24.06. begann die „Räumung“ der Gerhart-Hauptmann-Schule in Kreuzberg. Seit eineinhalb Jahren hatten dort Flüchtlinge unter schlimmsten Bedingungen gehaust. Senat und Bezirk haben sich geeinigt, die unhaltbaren Zustände zu beenden und die Insassen in besseren Unterkünften unterzubringen. Allerdings gehen nicht alle freiwillig. Außerdem gibt es Demonstrationen der Unterstützer-Szene. Beten wir weiter um gewaltfreie, menschenwürdige Lösungen.

Termine

  • 1. 7., 18:30h, Gebetstreffen für Flüchtlinge, Tagungsraum Haus Leo, Berliner Stadtmission, Seydlitzstraße 22,10557 Berlin
  • 9.7., 18 Uhr, Politisches Stadtgebet vor dem Roten Rathaus

Download PDF: [Prayer for Berlin - July/August 2014]

Good News: More Jobs

The number of employed people in Berlin has been increasing in recent years at a higher rate than the national average – which is largely a result of the good economic development in the city. In 2013 approximately 34,000 new jobs were created in the capital city. During the first quarter of 2014, Berlin once again had the largest growth in employment among all the states of Germany. Employment rose by 1.4%

Prayer:

  • Thank God for the positive development and pray that unemployment will continue to decrease

Occupation Groups: Teachers

Foto: http://www.rgbstock.com/photo/mhe8QSe/SchoolIt’s no question that teaching is more than just transferring knowledge. Development of students’ personalities is not part of the lesson plan, but it is nevertheless no less important than teaching the subject matter – and often it’s even more difficult. Teachers are role models and counsellors for children, youth, and parents. Students are supposed to get a well-rounded education. Teachers have much to do and are required to be competent in many areas. The number of children needing personal help during school is growing. Youth in puberty need both sensitivity as well as firm direction.

In addition, petty crime in the form of violence and drugs is present in many of Berlin’s schools. In past years, an increasing number of new school reforms have irritated teachers, students, and parents, some of whom who opposed these new rulings or were not prepared well. In some cases there were too few personnel to implement the changes. (For example, including disabled students). It’s important to retain one’s joy in working with students even when problems arise. An open atmosphere and successful communication are the prerequisites for enjoyable surroundings that lend themselves to learning and development.

Currently there is an acute shortage of teachers. The Senate is actively recruiting new teachers. In addition, the condition of school buildings is getting worse.

Prayer:

  • Pray that schools will be furnished better and be more adequately staffed
  • Pray that highly motivated young men and women who find joy in teaching and the courage to be good role models will become teachers
  • Pray that schools will have more freedom to design their own concepts according to the needs of their districts
  • Pray for effective drug information programmes and counselling and anti-violence strategies for teachers

Vacation and school holidays

Summer is traditionally a time for family vacations, which provide the opportunity to strengthen family ties. On the other hand, summer vacation time is often a time during which pent-up tensions and conflicts which have not been dealt with erupt. It is not an easy time for many singles—they need good alternatives or the right person to travel with if they don’t want to go on vacation alone.

The summer months can also be difficult for the unemployed and socially deprived, because they have no money to travel and have to stay at home. There are many activities available in the city for children that cannot go away on holiday. Churches are also sponsoring activities where kids can bring their non-Christian friends. This is an excellent opportunity to acquaint people with the gospel.

Prayer:

  • Pray for nice, relaxing, and interactive holidays for families, couples, and friends who are going away together
  • Pray that those who are tired and worn out –especially those who have leadership responsibilities– will recuperate
  • Pray that many children and adults will come to Christ during Christian retreats

Summer Events

Christian groups and churches will once again be sponsoring creative and charitable events in the city to share Jesus with people, to serve the people, and to pray for them. As reported, July 9-13 Tempelhofer Feld (Entrance Neukölln Oderstraße) “Ich brauch keen Hawaii“ (I don’t need Hawaii), creative evangelism 2-6pm: creative entertainment and church tent. During the evenings, the gospel will be presented in various ways (target group 16-26 years old) Information: http://www.keenhawaii.de If you spontaneously want to help, contact: mitmachen@keenhawaii.de

Among others, the group “Jews for Jesus” will once again be on the streets of Berlin. Following a period of training, Jews and non-Jews who believe in Jesus will be sponsoring events from July 7-19. Churches are invited to help and take part: http://www.judenfuerjesus.org

Prayer:

  • Pray that God will bring people who are open to Him in contact with Christians
  • Pray for wisdom for those sponsoring events to find the right way to approach people
  • Pray that God will prepare hearts to be touched and drawn to Him
  • Pray for good weather and protection for all activities

Prayer for Muslims

Christians all over the world and in Berlin will be praying for Muslims to meet Jesus during ”30 Days of Prayer for the Islamic World“ during Islamic Ramadan, the month of fasting (June 28-July 27). Ramadan is a time of spiritual searching for many Muslims. Dreams are very meaningful for Muslims. There are many reports of people meeting Jesus in dreams and deciding to follow Him.

According to the statistics of the regional authorities, 249,000 Muslims were living in Berlin in 2013. Many of them have never met a Christian, and many do not know much about Christianity. The prayer brochure can be ordered at info@ead.de or downloaded at: http://www.ead.de/gebet/30-tage-gebet/downloads-und-heftbestellung.html

Prayer:

  • Pray that many Christians will take part in this prayer campaign
  • Pray that Muslims in Berlin will encounter Jesus during Ramadan
  • Pray for the few Christians in Berlin who come from Muslim countries–for wisdom and perseverance to share the gospel with their fellow countrymen

Moving all Governmental Departments to Berlin

According to press reports, the Federal Institute for Real Estate is preparing for a possible move of all governmental agencies from Bonn to Berlin. The Federal Institute, which administers the federal properties, thinks there is already enough room for all employees and offices. 10,500 governmental employees work in Berlin. 6,900 are still working in Bonn.

The division resulted from the Berlin-Bonn law in 1994, which declared that each governmental department had to have a registered office in both Berlin and Bonn. Only the Federal Parliament can change this decision. More and more Representatives and ministers are finding this arrangement ineffective. It also uses up a lot of tax money, which is used to pay for staff to travel back and forth between Berlin and Bonn.

Prayer:

  • Pray for a new Parliament decision so that all governmental offices can move to Berlin
  • Pray that God will bless all personnel in governmental departments

No End to Difficulties in Sight for BER Airport

Files about the BER airport were disposed of in two trash containers on a street in Berlin-Lichtenberg. According to official reports, they contained highly sensitive information. According to their findings, investigators assume that they originated in an architect’s office nearby, which was part of the earlier planning association which had been in charge of site supervision for the BER, but had been discharged in 2012 by the Operating Agency following the failed opening. The architect’s office went bankrupt in 2013.

In the meantime there are more accurate numbers about the costs—For the first time, in a report to the Project Committee of the Supervisory Board, details are shown of the sums needed to possibly finish the BER airport. They are around a million Euros higher than planned.

Prayer:

  • Pray for protection from further mishaps
  • Pray for a truthful handling of finances and planning documents
  • Pray that those in charge will deal ethically and truthfully with finances and planning documents

Keeping On: Refugees

On June 24, the “eviction“ of the Gerhart-Hauptmann-Schule in Kreuzberg began. For the last one and a half years, refugees have been housed or taken refuge there although the conditions were extremely bad. The Senate and the district agreed to end the untenable conditions and move the residents to better housing, but not are all willing to go voluntarily. In addition, demonstrations against the “eviction” have been sponsored by supporting groups. Please continue to pray for non-violent and humane solutions.

Dates

  • July 1, 6:30pm, Prayer meeting for refugees, Seminar room Haus Leo, Berliner Stadtmission, Seydlitzstraße 22,10557 Berlin
  • July 9, 6pm Prayer for city politicians in front of the Rote Rathaus

Herunterladen als PDF: [Gebet für Berlin - Juni 2014]

Good News 1: Weniger Abtreibungen

Die Zahl der Abtreibungen ist 2013 in Berlin erneut zurückgegangen – und zwar um deutliche 5%. Im Jahr 2012 wurden 34.678 Kinder geboren und 9.269 Frauen ließen einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen. 2013 waren es „nur“ noch 8.800 Abtreibungen. Das sind immer noch zu viele Kinder, die keine Chance bekommen haben, zu leben! Die meisten Mütter – nämlich 62% – waren zum Zeitpunkt der Abtreibung ledig, der Rest verheiratet. 97% der Mütter waren über 18 Jahre alt, nur 3% waren unter 18. 58 % der Frauen, die ein Kind abtrieben, hatten schon ein Kind oder mehrere zur Welt gebracht.

Gebet:

  • Dank für den Rückgang der Abtreibungen
  • tragfähige Perspektiven für Frauen, die ungewollt schwanger werden

Good News 2: Friedlicher 1. Mai

Die Presse sprach vom friedlichsten 1. Mai seit mehr als 25 Jahren! Einen ausführlichen Rückblick auf die Geschichte des Gebets und der Erhörungen mit ausführlichen Fakten auch zu 2014 am Ende ist hier: http://gebetfuerberlin.wordpress.com/material/

Damit es immer normaler für Christen wird, auch auf der Straße zu beten, gibt es im Juni ein Seminar zum Thema „Draußen beten“ mit praktischem Gebetseinsatz in Kreuzberg: 13.6., 18-20 Uhr, u. 14.6., 17-20 Uhr, Gebetskeller am Kottbusser Tor, Adalbertstr. 97. Infos und Anmeldung bei r.stresemann@gfberlin.de

Gebet:

  • Dank für die Erhörungsgeschichte

Zwei CSD-Paraden?

Der Berliner CSD e.V. hat nun doch beschlossen, Veranstaltungen am Christopher Street Day nicht unter dem umstrittenen „Stonewall“-Namen durchzuführen. Die schwul-lesbische Community ist inzwischen allerdings so zerstritten, dass mehrere Organisationen ihre Teilnahme an der CSD-Parade abgesagt haben und sich dem “Aktionsbündnis CSD Berlin 2014″ angeschlossen haben. Das Aktionsbündnis will am 21. Juni eine eigene Demo veranstalten.
Das Forum Gebet von GfB hat sich eine Aktion im Vorfeld überlegt, wenn die sogenannte „Pride Week“ stattfindet: In der Zeit vom 10.6.- 20.6. kann man sich einer Gebetsgruppe, die jeweils rund um den Nollendorfplatz von 18-19 Uhr betet, anschließen. Infos bei r.stresemann@gfberlin.de

Gebet

  • Dass Aktivitäten, die Gott nicht ehren, in dieser Stadt zurückgehen
  • Dass sich viele am Gebet in diesen Tagen beteiligen

Leichenausstellung am Alex?

Der umstrittene Plastinator Gunther von Hagen hat im ersten Geschoss der Sockelbauten des Fernsehturms eine 1.200m² große Ausstellungsfläche für seine „Körperwelten“-Ausstellung angemietet. Aufgeschnittene Körper, präparierte Leichenteile in einer Dauerausstellung – eine Zurschaustellung des Todes zu kommerziellen Zwecken – das ist keine Botschaft, die von Berlins Mitte ausgehen sollte. Sowohl von Seiten der Großkirchen als auch aus der Mitte aller Parteien gibt es inzwischen heftige Proteste gegen das Vorhaben. Die politisch Verantwortlichen des Bezirks Mitte haben es versäumt, für den Alexanderplatz Perspektiven zu erarbeiten, die solche Ausstellungen unmöglich machen würden. Wie wäre es z.B. mit einer Dauerausstellung, die Berlins positive Seiten herausstellt? Eine Gruppe von Christen möchte schon seit längerer Zeit am Fernsehturm einen Ort schaffen, in dem Gott dauerhaft angebetet wird.

Gebet:

  • Dass die Körperweltenausstellung an diesem Ort nicht zu Stande kommt
  • Laden wir den Geist des Lebens ein, die Mitte Berlins zu erfüllen
  • Dass die Bezirksverwaltung erkennt, wie der Alexanderplatz positiv gestaltet werden kann

„Ick brauch keen Hawaii“

Vom 9. bis 13. Juli wird am Anfang der Sommerferien auf dem Tempelhofer Feld ein kreativer Evangelisationsevent stattfinden. Er wird organisiert von EC, BerlinUniteD (GfB) und CVJM. Jeden Tag von 14 bis 18.30 Uhr wird es Sportangebote, Kunst, Musik, PoetrySlam, Picknickwiese und eine Zeltkapelle geben. Abends soll in einem großen Volksfestzelt das Evangelium mit unterschiedlichen Elementen wie Talkgästen, Bar, u.a. den Besuchern nahe gebracht werden. Zurzeit läuft die Planung und es werden Mitarbeitende gesucht (Evangelisationsteams, Musiker, Beter usw). Weitere Infos: www.keenhawaii.de

Gebet:

  • Ausreichend Mitarbeiter und Finanzen
  • Einheit und Kreativität bei den Vorbereitungen
  • Gelingen bei der Kommunikation des Events

Berufsgruppen: Berliner Feuerwehr

Teamarbeit wird in diesem Beruf großgeschrieben. Keiner ist hier ein Einzelkämpfer und nur als Gemeinschaft kann effektiv Hilfe geleistet werden. Die Berliner Feuerwehr ist mit rund 3.900 Mitarbeitenden und 35 Wachen die größte Berufsfeuerwehr Deutschlands. Unterstützt wird sie von den rund 1.300 Ehrenamtlichen der Freiwilligen Feuerwehr.

(http://commons.wikimedia.org/wiki/File:DLKBerlin.jpg)

Foto: WikiCommons

Das Blaulicht und Martinshorn der Feuerwehrautos heißt nicht immer, dass es irgendwo brennt. Am Einsatzort handelt es sich vielfach um Verkehrsunfälle, zu denen allgemeine Einsatzfahrzeuge und auch der Rettungsdienst der Feuerwehr gerufen werden, um technische und sanitätsdienstliche Hilfe zu leisten. Dabei werden u.a. verklemmte Türen mit Spezialwerkzeug geöffnet, gefährdete Personen aus zerbeulten Autos geborgen und Verwundeten Erste Hilfe geleistet. So kommt es etwa bei Herzstillstand der Betroffenen zu Reanimationen direkt am Einsatzort. Bei anderen Einsätzen handelt es sich um Brände aller Art oder auch überschwemmte Keller. Leider kommt es vor, dass die Betroffenen der Feuerwehr kein Vertrauen entgegenbringen, sodass Beleidigungen, Drohungen und tätliche Gewalt häufige Dienst-Erlebnisse sind. Aufgrund gefährlicher, teilweise lebensbedrohlicher Situationen haben Feuerwehrleute traumatisierende Erlebnisse, zu deren Verarbeitung immer wieder professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden muss.

Gebet:

  • Respekt und Anerkennung für die Feuerwehr
  • Gute Teamarbeit trotz Stress oder Gefahren
  • Stressresistenz für Arbeit im Schichtdienst und an Feiertagen – auch für die Familien

Versöhnungsprojekt: Barenboim-Said Akademie in Berlin

Ab 2016 sollen in Berlin jährlich hundert junge Musikerinnen und Musiker aus dem Nahen Osten im Rahmen eines Stipendiums eine dreijährige musikalische und geisteswissenschaftliche Ausbildung erhalten.

Die Akademie, gegründet vom berühmten Dirigenten Daniel Barenboim und dem amerikanisch-palästinensischen Literaturwissenschaftler Edward Said, gilt als wegweisendes kulturelles Versöhnungsprojekt und als Beitrag Deutschlands für den Friedensprozess im Nahen Osten. Sie ist eine Fortentwicklung des „West-östlichen Divan Orchesters“, das Said und Barenboim 1999 gründeten: Seit Jahren setzt das zu gleichen Teilen aus arabischen und israelischen Musikern bestehende Ensemble weltweit Zeichen der Toleranz und Hoffnung. Wie die Musiker des Orchesters, so werden auch die künftigen Stipendiaten aus den Konfliktzonen des Nahen Ostens Botschafter sein für eine Musik-Kultur, die die gelebten Erfahrungen von Versöhnung und Miteinander auch in ihre Herkunftsländer tragen. Die Akademie wird zentral in Berlin untergebracht sein: im ehemaligen Magazin der Staatsoper Unter den Linden, das seit Mai 2014 zu diesem Zweck umgebaut wird. Getragen wird das Projekt zum Großteil aus Bundesmitteln sowie von privaten Stiftern.

Gebet:

  • Schutz für das Projekt und gutes Gelingen der Baumaßnahmen
  • Dass von Berlin aus ein Geist der Versöhnung in den Nahen Osten strömt

Dran bleiben: Flüchtlinge

Die durch Dilek Kolats Verhandlungen erstellte Registrierungsliste der Flüchtlinge vom Oranienplatz und der Gerhart-Hauptmann-Schule wurde Ende Mai geschlossen. Die individuelle Bearbeitung der Anträge durch das Land Berlin hat begonnen. Nur stehen viele der Flüchtlinge der besetzten Schule nicht auf dieser Liste, doch eine dringende Lösung von Unterkunft und Verfahren ist erforderlich. Senat und Bezirk schieben sich gegenseitig die Verantwortung zu. Die 11 Flüchtlinge, die am Alex in Hungerstreik getreten waren, dann am Breitscheidplatz Mahnwache gehalten hatten, wurden zurück nach Sachsen-Anhalt geschickt. 120 Polizeibeamte lösten den Protest wegen Verletzung der Residenzpflicht auf.

Jeden ersten Dienstag im Monat von 18:30-19:30 Uhr trifft sich eine Gruppe von GfB zum Gebet für Flüchtlinge und die damit verknüpften Themen
im Aufenthaltsraum des Haus Leo der Berliner Stadtmission (Seydlitzstraße 22,10557 Berlin).

Gebet:

  • Lösungen und klare Verantwortung für die Flüchtlinge in der Gerhard-Hauptmann-Schule
  • Dass Flüchtlinge nicht als Störfaktor gesehen werden, sondern ihre Anliegen Gehör finden

Termine

  • 11.6., 18 Uhr, Politisches Stadtgebet vor dem Roten Rathaus
  • 6.6., 15:30 Uhr, Gebet am Flughafen BER: Das Forum Gebet von GfB lädt zu einem Gebetseinsatz vor Ort (bis ca. 17 Uhr). Anmeldung erforderlich bei r.stresemann@gfberlin.de

Download PDF: [Prayer for Berlin June 2014]

Good News 1: Fewer Abortions

The number of abortions in Berlin in 2013 declined –by 5%. In 2012, 34,678 children were born, and 9,269 women decided to terminate their pregnancies. In 2013 “only” 8,800 abortions were performed. This is still too many children who didn’t have a chance to live.

Most of the mothers (62%) were single at the time of the abortion, the rest were married. 97% of the mothers were over 18 years old, only 3% were under 18. 58% of the women who aborted a child already had one or more children.

Prayer:

  • Thank God for the decline in the number of abortions
  • Pray for sustainable perspectives for women who have undesired pregnancies

Good News 2: A Peaceful May 1

The news media spoke about the most peaceful May 1 for more than 25 years! A detailed review of the history of prayer and answers to prayer, also with facts from 2014, (in German only) can be found here: material/

A seminar entitled “Praying onsite” which includes practical experience is being offered in Kreuzberg in June to help Christians to find it more normal to pray onsite in the streets: June 13 6-8pm and June 14 5-8pm, Gebetskeller am Kottbusser Tor, Adalbertstr. 97. Information and registration: r.stresemann@gfberlin.de

Prayer:

  • Thank God for the story of answers to prayer

Two CSD-parades?

Berlin’s CSD e.V. has decided not to sponsor events on Christopher Street Day with the controversial name “Stonewall”. However, the gay-lesbian community is now so at odds that several organizations have cancelled their participation in the CSD-parade and affiliated themselves instead with the “Aktionsbündnis CSD Berlin 2014”. The Aktionsbündnis (action alliance) is planning to sponsor its own demonstration on June 21.

The Prayer Forum of Together for Berlin had already planned an event of its own if the so-called “Pride Week” were to take place: From June 10-20 people can join a prayer group which will be praying from 6-7pm in the area around the Nollendorfplatz. More information: r.stresemann@gfberlin.de

Prayer

  • Pray that activities that do not honour God will decline in our city
  • Pray that many will participate in the prayer event during these days

Exhibition of corpses?

The controversial plastinator Gunther von Hagen has rented a 1,200 square meters exhibition space on the first floor of the base construction of the TV tower for his “Körperwelten” (Body Worlds) exhibition. Sliced-open bodies, dissected pieces of corpses in a permanent exhibition – a display of death for commercial purposes – this is not a message that should be associated with Berlin Mitte. The Catholic and Lutheran churches as well as the mainstream adherents of political parties have rigorously complained against the intended undertaking. Politicians from the district Mitte have not been able to work out a perspective for the Alexanderplatz which would make such exhibitions impossible. For instance, why not have a permanent exhibition which would present Berlin’s positive side? For quite some time, a group of Christians has wanted to have a place at the TV tower where God is continually praised.

Prayer:

  • Pray that the exhibition “Body Worlds” will not happen at the planned place
  • Let us invite the Spirit of Life to fill Berlin Mitte
  • Pray that the district administration will discover how the Alexanderplatz can be designed in a positive way

“Ick brauch keen Hawaii” (I don’t need Hawaii)

From July 9-13 at the beginning of the school holidays, a creative evangelistic event will take place on the Tempelhofer Feld. It is organized by EC, BerlinUniteD (GfB), and CVJM. Every day from 2:00-6:30pm there will be sports activities, art, music, PoetrySlam, picnic meadow and a tent church. In a large pavilion, the gospel will be shared in the evenings with visitors through various elements such as talk guests, bar, etc. Planning is currently taking place and helpers are needed (evangelism teams, musicians, prayer partners, etc.). Further information: www.keenhawaii.de

Prayer:

  • Pray for adequate helpers and finances
  • Pray for unity and creativity for the preparations
  • Pray for success in advertising the events

Occupation Groups: Berlin’s Firefighters

(http://commons.wikimedia.org/wiki/File:DLKBerlin.jpg)

photo: WikiCommons

Teamwork is of utmost importance to firefighters. No one is a lone fighter. Effective help needs a group effort. Berlin’s fire service with its 3,900 members and 37 firehouses is the largest professional fire brigade in Germany. It is supported by approximately 1,300 volunteers. Flashing lights and sirens do not always mean that something is on fire. Along with other emergency vehicles, firefighters are often called to the scene of traffic accidents to assist with technical and medical help. For instance, they help to open jammed doors with special tools, rescue endangered people from dented cars, and give first aid to injured people. Firefighters can reanimate people onsite whose hearts have stopped. They are called to fires of all kinds and flooded basements. Unfortunately sometimes affected people do not trust the firefighters, which often results in insults, threats, and attacks while they are attending to emergencies. Because of dangerous and sometimes life-threatening situations firefighters have traumatizing experiences which need to be processed with the help of professionals.

Prayer:

  • Pray for respect and recognition for firefighters
  • Pray for good teamwork in spite of stress and danger
  • Pray that firefighters and their families can be resistant to stress due to shift work and having to work on holidays

Reconciliation Project: Barenboim-Said Academy in Berlin

Annually, beginning in 2016, one hundred young musicians from the Middle East will receive scholarships for a three-year music and humanities education. The Academy, which was founded by the high-profile conductor Daniel Barenboim and the American-Palestinian literary scholar Edward Said, is considered a ground-breaking cultural reconciliation project and a German contribution to the peace process in the Middle East. It is a further development of the “West-East Divan Orchestra”, an ensemble founded in 1999 by Said and Barenboim comprised equally of Arabian and Israeli musicians which has been a sign of tolerance and hope all over the world. Just like the musicians in the orchestra, the scholarship recipients from conflict areas in the Middle East will be ambassadors of a music-culture who will carry the experiences of reconciliation and cooperation back to their countries. The Academy will be centrally located in Berlin—in the former Magazin of the Staatsoper Unter den Linden, which began the process of reconstruction since May, 2014. The project is financed primarily from federal funds as well as private benefactors.

Prayer:

  • Pray for protection for the project and that the reconstruction will be successful
  • Pray that a spirit of reconciliation will flow from Berlin to the Middle East

Keeping On: Refugees

The registration list of refugees on the Oranienplatz and the Gerhart-Hauptmann-Schule resulting from Dilek Kolat’s negotiations was finished the end of May. The individual processing of the applications by the state of Berlin has begun. However, many of the refugees in the occupied school are not on the list. Nevertheless they desperately need a solution for living quarters and procedures. The Senate and the district are shoving the responsibility back and forth. The 11 refugees on the Alexanderplatz who were in hunger strike and then held a solemn vigil on the Breitscheidplatz have been sent back to Sachsen-Anhalt. 120 police dissolved the protest on account of violation of compulsory residence. The actions of the police have been criticized as rash and disproportionately unreasonable.

Every first Tuesday in the month from 6:30-7:30pm, a group from Together for Berlin meets for prayer for the refugees and related topics in the common room of the Haus Leo of the Stadtmission (Seydlitzstraße 22,10557 Berlin).

Prayer:

  • Pray for solutions and clear responsibility for the refugees in the Gerhard-Hauptmann-School
  • Pray that refugees will not be viewed as a disruptive factor, but rather that their concerns will be listened to

Dates

  • June 11, 6pm Prayer for city politicians in front of the Rote Rathaus
  • June 6, 3:30pm Prayer at the BER airport: The Prayer Forum of GfB invites you to participate in prayer onsite (until around 5pm). Registration is necessary: r.stresemann@gfberlin.de

Herunterladen als PDF: [Gebet für Berlin - Mai 2014]

Good News: Mehr Eheschließungen und sinkende Scheidungsraten

Familie ist im Trend – zumindest in Berlin. In Berlin wurden im Jahr 2012 über 13.000 Ehen geschlossen. Tendenz steigend gegenüber den Vorjahren. 2008 waren es nur 11.762 Paare, die sich getraut haben. Außerdem nimmt in Berlin die Zahl der Familien zu – im Gegensatz zum restlichen Bundesgebiet! Leider auch wahr: 2013 wurden in Berlin 6.626 Ehen geschieden und 4.382 Kinder sind von der Scheidung der Eltern betroffen. Das ist traurig. Die gute Nachricht dabei: Es sind 8,8 Prozent weniger Scheidungen als 2012.

Gebet:

  • Dank für Ehen, die halten, Schutz und Segen für Paare und Familien
  • Trost für diejenigen, die unter zerbrochenen Partnerschaften leiden
  • Dass diejenigen, die einen Partner fürs Leben suchen, fündig werden

Probleme rund um den CSD

Zum ersten Mal seit vielen Jahren gibt es bei den Veranstaltern des Christopher Street Day so große Uneinigkeit, dass ein Aktionsbündnis plant, am 21. Juni einen „alternativen CSD“ zu organisieren. Die Streitigkeiten entzündeten sich an dem Beschluss einer Namensänderung der Parade. Vom verantwortlichen Vereinsvorstand des CSD e.V. wurde der neue Name „Stonewall Parade“ beschlossen. Damit sicherte man sich Markenrechte. Die bisherigen Paraden haben den Verein bis jetzt viel Geld gekostet, 2012 war er fast bankrott. Der Streit um die Umbenennung scheint aber nur ein Symptom eines Zerwürfnisses innerhalb des Vereins zu sein über die Vereinsziele und die Art der Ausrichtung des CSD. In diesem Jahr gibt es am 21. Juni mehrere Veranstaltungen rund um das Brandenburger Tor. An diesem Tag wird das Fußball-WM-Spiel Deutschland gegen Ghana ausgetragen und damit wird der gewünschte Weg über die Straße des 17. Juni zum Brandenburger Tor wohl nicht infrage kommen. Der CSD Verein will aber notfalls die Abschlusskundgebung am Brandenburger Tor gerichtlich durchsetzen lassen.

Gebet:

  • Dass der CSD in diesem Jahr keine große Aufmerksamkeit auf sich ziehen kann
  • Weisheit für den Senat, um den unterschiedlichen Erwartungen für Veranstaltungen am Brandenburger Tor gerecht zu werden
  • Dass das Interesse an einem Lebensstil, der Gott gefällt, in unserer Stadt zunimmt

Lösung am Oranienplatz

Nach eineinhalb Jahren konnte das Protestcamp von Flüchtlingen am Kreuzberger Oranienplatz am 8. April nahezu friedlich geräumt werden. Dilek Kolat, Integrationssenatorin (SPD), hatte Mitte März mit den Flüchtlingsvertretern eine mehrheitlich akzeptierte Einigung erzielt (s. Gebetsmail April). Einige Vertreter und Aktivisten forderten jedoch uneingeschränktes Bleiberecht – was Senat und Bezirk nicht zusichern können, weil die Verantwortung beim Bund und der EU liegt.

Als die Flüchtlinge das Camp auflösten, kam es vereinzelt zu Handgreiflichkeiten, Widerstand und Aufwiegelung durch Aktivisten. Die Flüchtlinge wurden in menschenwürdige Unterkünfte gebracht. Ihre Anträge werden nun geprüft, Beratung ist gewährleistet.

Auf dem Platz befinden sich noch ein Dutzend Flüchtlinge im Hungerstreik. Unterstützer halten Mahnwache. Ein Infozelt wurde genehmigt und soll weiter auf die Situation von Flüchtlingen hinweisen. Das Protestcamp brachte Asylsuchenden große öffentliche Aufmerksamkeit: Willkommenskultur, menschenwürdige Behandlung und starre Asylverfahren sind in den Fokus gerückt. Dilek Kolat spricht sich klar für einen weiterführenden politischen Dialog über diese Herausforderungen aus.

Gebet:

  • Dank für die Lösung am Oranienplatz
  • Bitte für Neuansatz der Flüchtlingspolitik
  • Segen für die Arbeit von Dilek Kolat, damit sie weiterhin erfolgreich der Stadt dienen kann

Neue Serie: Berufsgruppen in Berlin

In unserer Gesellschaft gelten Leistung und Qualität in allen Berufsfeldern. Geldverdienen wird zum Stressakt und freie Zeit wird immer knapper. Leider werden Begabung und Talent auf dem Arbeitsmarkt wie eine Ware gehandelt. Gott aber schätzt jeden individuellen Dienst wert und sieht die Persönlichkeit in jedem Menschen. In den folgenden Gebetsbriefen soll in loser Folge jeweils eine ganze Berufsgruppe vorgestellt werden, die in besonderer Weise der Stadt und ihren Menschen dient. Dabei wollen wir auch für die Christen in dieser Gruppe beten, dass sie durch die Qualität ihrer Arbeit und durch ihre Haltung Gottes Liebe widerspiegeln. Grundlage für die kurze Beschreibung und Gebetsanliegen sind persönlich geführte Interviews mit Berliner Christen in der jeweiligen Branche.

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Foto: Free Stock Photos

Ärzte und Ärztinnen

Oft geht es über das Kurieren eines Schnupfens hinaus. Entscheidungen, die viele Ärzte täglich treffen müssen, bestimmen über ein Menschenleben. Trotz hervorragender Fachkenntnisse werden sie häufig vor ethische Entscheidungen gestellt, die nicht so leicht eingeschätzt werden können. Neben medizinischer Hilfeleistung ist häufig auch die persönliche Meinung des Arztes gefragt: Wie geht man mit einer schwerwiegenden Diagnose um, was ist die Aufgabe der Angehörigen, welche Alternativen gibt es? Nicht nur die große Verantwortung, sondern auch die hohe Stressbelastung haben Ärzte täglich zu tragen.

Die Quotenvorgaben der kassenärztlichen Vereinigung bedeuten für manche niedergelassene Mediziner, am Ende des Monats ohne Honorar zu arbeiten. Andererseits gibt es auf dem Gebiet der Forschung bei uns große Chancen, da Berlin stark als Gesundheitsstadt gefördert wird.

Gebet:

  • Orientierung an göttlichen Maßstäben in lebensentscheidenden Situationen, wie z.B. Pränatal-Diagnostik, Sterbehilfe, Nebenwirkungen u.a.
  • Kraft, um den täglichen Umgang mit Krankheit und Sterben auszuhalten, besonders für Notärzte
  • Unterstützende Kollegialität statt ausgebrannte Einzelkämpfer

Gebet für den Frieden am 1.Mai

Die mit Anwohnern zusammen am Kottbusser Tor beantragte interkulturelle Musikbühne wurde aus Sicherheitsgründen nicht genehmigt; es gibt aber gute Aussichten für nächstes Jahr. Gemeinsam für Berlin lädt ein, dass sich dennoch viele an den Gebetsaktionen (siehe Termine) beteiligen. Wie in den vergangenen Jahren werden auch wieder kleine Teams auf den Straßen im Voraus und während der Demonstrationen beten. Wer sich daran beteiligen will, bekommt hier nähere Informationen: r.stresemann@gfberlin.de

Gebet:

  • Mäßigung der links- und rechtsradikalen Gruppen schon im Vorfeld
  • Keine Gewalt und Zerstörungen
  • Führung und Bewahrung Gottes für die Betenden vor Ort

Machtkampf in der SPD

In der SPD teilen sich zurzeit drei Personen an der Spitze die Macht: Klaus Wowereit (Senat), Jan Stöß (Parteivorsitz) und Raed Saleh (Fraktionsvorsitz). Dadurch sind drei Machtzentren entstanden, die inzwischen auch in Konkurrenz zueinander auftreten. Die SPD ist darauf angewiesen, dass im Hinblick auf die Wahl im Jahr 2016 ein Nachfolger für Klaus Wowereit aufgebaut wird. Starke Führungspersonen tauchen normalerweise nicht über Nacht auf. Im Mai sind Vorstandswahlen der SPD. Es könnte zu einer Kampfkandidatur zwischen Jan Stöß und Raed Saleh kommen. Es ist bis jetzt nicht klar, ob Raed Saleh sich tatsächlich bewirbt und damit die Machtfrage stellt. Seit 25 Jahren ist die SPD an der Berliner Landesregierung beteiligt. Ihre derzeitigen Umfragewerte sind schlecht.

Führungskräfte tragen auch in anderen Parteien zu selten dazu bei, starke Nachfolger zu fördern. Soziologen sehen inzwischen schon ein grundsätzliches Problem in der Gesellschaft, junge Menschen für verantwortliche Führungsposition zu gewinnen. Wer es in einer Partei bis an die Spitze schafft, wird oft in dem Alltagsbetrieb zerrieben und kreative Ansätze bleiben auf der Strecke.

Gebet:

  • Dass es innerhalb der SPD gelingt, potentielle Nachfolger für Wowereit zu fördern
  • Bitte um die Berufung Gottes auf Menschen, sich für das Beste der Stadt auch politisch einzusetzen
  • Segen für alle, die sich für Führungsämter innerhalb der SPD und in anderen Parteien zur Verfügung stellen

Termine

30. 4., 20 Uhr bis 2. Mai, 22 Uhr Gebetskeller am Kotti, Adalbertstr. 97: fortlaufend Anbetung und Lobpreis; verantwortlich ist die Initiative BURN mit Musikgruppen aus vielen Gemeinden. Jeweils zur vollen Stunde ist Einlass.

1. 5., 16 – 17 Uhr und 20 – 21 Uhr: Gebetszeit für einen friedlichen 1. Mai. Anschließend an die erste Gebetszeit (17 Uhr) Gebet draußen vor Ort:

Tour 1: zum Thema Flüchtlinge am Oranienplatz

Tour 2: zum Thema Drogen am Görlitzer Park

Tour 3: Begleitung der 1. Mai-Demonstration

14.5., 18 Uhr, Politisches Stadtgebet, Treffpunkt vor dem Roten Rathaus

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